Der kritische Kinderwagen Test 2017

Das erste eigene Auto ist oft der Kinderwagen. Nicht selten ist es auch das Letzte, wenn man mit dem Buggy am Alleebaum zerschellt. Damit einem der jugendliche Leichtsinn nicht zum Verhängnis wird, sollte vor dem Erwerb des ersten fahrbaren Untersatzes, ein Kinderwagen Test nicht ungelesen bleiben. Im Kinderwagen Vergleich 2017, gilt es die Sportwagen, Reisewagen und Jogger, Kinderwagen Test 2017auf Herz und Nieren zu testen, um reinen Gewissens einen Testsieger empfehlen zu können. Der beste Kinderwagen im Test ist jener, welcher flexibel, sicher und gut verarbeitet, das Elternhaus erfreut. Schiebt er sich wie von selbst und unterstreicht mit seinem Design den Charakter des Kindes, hat er gute Aussichten, dem Kinderwagen Test als Testsieger davon zurollen.  Das beste Kinderwagen Set im Test:

Die Geschichte des Kinderwagens

Trugen die Frauen ihre Säuglinge einst im offenen Bauchlappen durch die Pampa, schob man die Kinder später im geschlossenen Fiat 500 vor sich her. Die wachsende Leibesfülle der Neugeborenen, erforderte jedoch bald deutlich größere Fortbewegungsmittel. So entstand mit der Sackkarre der Vorläufer des Buggys und mit der Schubkarre der Vorgänger von Reisekinderwagen und Sportkinderwagen. Um das zarte Wesen, der in der Gesellschaft ganz oben angesiedelten Kleinkinder besser zur Geltung kommen zu lassen, verlangten die Eltern schnell nach optisch attraktiveren Lösungen. So warf man zunächst eine Zeltplane über die Stahlwannen der Schubkarren und schuf so den Urtyp heutiger Kinderwagen. Noch immer ist er, wenn auch ohne Räder, als Hollywoodschaukel in Baumärkten erhältlich. Mit Entwicklung feinerer Materialien, gewannen die Kinderwagen an Komfort, Aussehen und Ansehen. Da das Erscheinungsbild heutiger Kinder sehr individuell anmutet, stellt der Markt verschiedene Bauformen bereit. Sportlich schlanken Typen bietet sich der Sportwagen an, während Traumtänzer, im Reisewagen durch die Gegend gleiten. Aufgeweckte und bildungshungrige Kleinkinder, lassen sich an den Sehenswürdigkeiten dieser Welt, im Buggy vorbei schieben und das Gesehene erläutern. Für wohlgenährte Wonneproppen gibt es den Zwillingskinderwagen, mit und ohne Zwillingsbereifung. Für geschäftstüchtige Jungunternehmer stellt der Markt den Kombikinderwagen zur Verfügung. Aus den genannten Gründen, erschienen recht unterschiedliche Modelle zum Kinderwagen-Test 2017, was den Vergleich nicht leichter machte. Aus dem großen Kinderwagen Angebot einen Testsieger zu küren, war also nicht ganz einfach. Je nach Leibesfülle, Geschlecht, Alter und Temperament Ihres Zöglings, muss der beste Kinderwagen aus unserem Test, nicht Ihren persönlichen Testsieger darstellen. Wir legten wert, auf ein flexibles, sicheres und komfortables System, welches für die Mehrheit der Normalverdiener geeignet sein sollte. Dem Unterschichten-Zögling bleiben der Bollerwagen oder ein geklauter Einkaufswagen.  

Der Kinderwagen Test im Detail

Karosserie und Schadstoffe

Beim Kinderwagen kommen die Schadstoffe nicht aus dem Auspuff, sondern aus dessen Karosserie und dem Po des Anschiebers. Letzteres können wir in unserem Vergleich, nicht in die Wertung einfließen lassen. Die Ausdünstungen aus den verwendeten Materialien aber, spielen eine entscheidende Rolle, bei der Findung des Testsiegers. Wie bei der Herstellung menschlicher Kleidung, finden auch bei der Produktion der Kinderwagenverdecke, chemische Substanzen breite Anwendung. Kunststoffelemente dünsten schädliche Weichmacher aus und machen das Kind bestenfalls hart. Begleitpersonen sei an dieser Stelle empfohlen, einen Kinderwagen niemals gegen den Wind zu schieben. Bei der Herstellung von Sportwagen, Reisewagen und Kinder-Buggys, kann nicht ganz auf bedenkliche Substanzen verzichtet werden. Im Kinderwagen-Test galt es zu prüfen, welche Schadstoffe letztendlich Haut und Lunge des Kindes, aber auch der Begleitperson schädigen. Hier gab es im Vergleich große Unterschiede zu verzeichnen. Nicht zuletzt das Alter des Kinderwagens spielte dabei eine Rolle. Glänzten einige Kandidaten von Anfang an, mit geringen Schadstoffemissionen, verloren andere Testprobanden ihre Gefährlichkeit erst nach einer Phase der Ausdünstung. Es ist deshalb nicht das Schlechteste, auf einen Gebrauchtkinderwagen zu setzen. Es ist nicht unbedingt ein Zeichen von Armut, einen bereits gebrauchten Kinderwagen zu erwerben. Es kann auch ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein darstellen, denn beim Gebrauchtwägelchen hat bereits das Vorgängerkind, einen Großteil der Schadstoffe weggeatmet. Doch auch ein gebrauchtes Gefährt birgt seine Gefahren. Schimmelsporen und Darmbakterien bevölkern ganz selbstverständlich die übernommenen fahrbaren Untersätze der älteren Geschwister. Wer also einen alten Sport- oder Reisewagen erwirbt, oder von Generation zu Generation vererbt, sollte ihn zunächst gründlich desinfizieren, z.B. mit einem hochwertigen Heißdampfgerät.  

zum Testsieger...

Unser Anliegen war es aber nicht, gebrauchte Kinderwagen zu bewerten, sondern Neufahrzeuge zu testen. Die besten Kinderwagen im Test, erfreuten mit Ausdünstungen in unbedenklichem Maße. Hier genügte es oft, den Neuerwerb einige Tage, an frischer Luft atmen zu lassen. Es spricht dennoch nichts dagegen, mittels feuchtem Lappen oder Dampfreiniger, einen Teil der bösen Geister zu vertreiben. Leider gab es auch sehr bedenkliche Kinderwagen, deren Stoffe schon am Gestank, schädliche Substanzen erahnen ließen. Weichmacher in Kunststoffteilen schädigten zusätzlich nicht nur die Testkinder, sondern über die Griffe auch das anschiebende Begleitpersonal. Wir empfehlen deshalb, gerade bei der Wahl eines vermeintlich günstigen Angebotes, die Verwendung von Arbeitsschutzhandschuhen, obwohl auch diese selten frei von Schadstoffen sind. Einige der getesteten Kinderwagen dürften schlichtweg nicht verkauft werden. Doch es gab auch positive Ausnahmen im Kinderwagenvergleich 2017! Immerhin drei der getesteten 48 Kinderwagen, überzeugten mit vergleichsweise geringen Ausdünstungen und Kontaktgiften, welche zwar mittels empfindlicher Elektronik messbar waren, auf die Gesundheit von Kind und Anschieber aber keinen Einfluss hatten. So war auch der spätere Testsieger über jeden Zweifel erhaben.
Doch nicht nur die Schadstoffbelastung war in dieser Testdisziplin von Bedeutung. Besonders wichtig war uns auch die Stabilität und Sicherheit der Kinderwagen. Die Verarbeitung spielte dabei neben der Materialqualität eine wichtige Rolle. Einige Versteppungen und Verstrebungen erwiesen sich als dermaßen scharf, dass die für wenig Geld engagierten Testkinder, im Aufpralltest schwerste Schnittverletzungen davontrugen. Hier haben die Hersteller nicht richtig nachgedacht. Andere Kinderwagen machten es besser und überzeugten mit soften Kanten und weichen abgesicherten Nähten. Auch in der Verwindungssteifigkeit unterschieden sich die Testprobanden. Einige Abdeckungen flackerten wie eine Kerze im Wind. Dabei erlitten die Testkinder leichte bis schwere Prellungen durch die Backpfeifen der lodernden Verdecke. Die besten Kinderwagen bewahrten ihre Steifigkeit im Test bis Windstärke 10 und standen ihren Mann, auch wenn das Kind der 1-EURO-Jobberin schon längst davon geflogen war.
In diesem Zusammenhang muss auf die Wetterfestigkeit der getesteten Kinderwagen eingegangen werden. Ein heikles Thema, denn UV-Schutz und Regenfestigkeit lassen sich oft nur mit chemischen Imprägnierungen erreichen. So waren es besonders dichte und vor Sonnenstrahlen schützende Verdecke, welche den Kindern schon vor der Pubertät die Pickel ins Gesicht trieben. Nur wenige Testkandidaten vermochten es den Spagat zu bewerkstelligen und ohne Schadstoffe das Vehikel gegen Witterungseinflüsse abzusichern.
Beim Crashtest hielten wir uns ungefähr an die Bestimmungen und Testkriterien der Euro NCAP. Wir verzichteten aber auf die Überprüfung des Fußgängerschutzes und gingen mit etwas reduzierter Geschwindigkeit an den Frontalaufprall (43km/h). Mit einer Person besetzt, wurden die Kinderwagen mittels Gummizug gegen ein Spielzeug-Klettergerüst katapultiert. Das Testergebnis ist erschreckend. Es wäre Unsinn an dieser Stelle zu verlauten, dass einige Testkandidaten besser abschnitten, wie andere. Hätten wir die Kinder nicht mit Panzertape fixiert, hätten wir sie später durch Andere ersetzen müssen. Eine solch wertvolle Fracht in solche Todesfallen zu legen, zeugt davon, nie einen Kinderwagen-Crashtest gelesen zu haben. Mit wachsender Überalterung unserer Gesellschaft, gelangen die Lobbyisten unserer lieben Kleinen, mehr und mehr ins Hintertreffen. Geh-Hilfen für Senioren, wie der Golf oder die B-Klasse, sind heute sicherer wie jeder Kinderwagen.
Manch einer mag sich fragen, ob man Kinderfahrzeuge tatsächlich mit so hoher Geschwindigkeit prüfen müsse. Selten wird doch so eine hohe Geschwindigkeit in der Realität erreicht. Ja, das ist nicht ganz verkehrt. Rollt der Kinderwagen nicht gerade einen Berg hinunter, kommt er im Regelfall nur auf 2-3 km/h. Das Auto aber welches den Kinderwagen rammt, fährt in der Regel deutlich schneller. Auch die vom Blitzschlag geerntete Eiche, nähert sich mit hoher Fallgeschwindigkeit dem Kinderwagendach. Deshalb bringt es unserer Meinung nach nichts, die Kinderwagen im Test, in Watte zu packen. Im Gegenteil! Wir möchten auch andere Testinstitutionen wie die Stiftung Warentest in ihren künftigen Kinderwagen Testberichten dazu anhalten, die Crashsicherheit unter Zuhilfenahme schärferer Kriterien zu prüfen. Nicht einer der von uns getesteten Buggys, Sport- und Reisekinderwagen, hat den zugegebenermaßen harten Crashtest bestanden.

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Fahrwerk und Bereifung

Im wesentlichen unterscheiden wir zwischen Sportfahrwerk (Sportkinderwagen), Reisefahrwerk (Reisekinderwagen) und Crossfahrwerk (Buggy bzw. BUV). Dabei unterscheiden sich die Fahrwerke wie bei den Fahrzeugen der "Großen Kinder". Sportkinderwagen sind etwas flacher und windschlüpfriger, mit geringer Bodenfreiheit. Davon profitiert hauptsächlich der Anschieber, da er mit weniger Kraftaufwand höhere Geschwindigkeiten erreicht. Die Straßenlage ist etwas sicherer, so dass auch der Insasse vom tieferen Schwerpunkt eines Kindersportwagens profitiert. Die Kippneigung tendiert gegen Null. Bodenwellen und Schlaglöcher hingegen, werden nahezu ungefiltert an den zarten biegsamen Körper des Insassen weitergeleitet. Wer einen Sportkinderwagen zu schnell über eine zu holprige Piste pilotiert, riskiert Frakturen und Rückenmarksquetschungen beim Schreihals, wie der Test eindrucksvoll gezeigt hat.
Reisekinderwagen sind deutlich besser, manchmal leider zu gut gefedert. Die Fahrzeuge sind etwas höher gebaut, was nicht nur einen größeren Innenraum, sondern auch einen längeren Federweg zur Folge hat. Bei zu löchriger Piste, kann deshalb so ein armes Würmchen im Inneren des Kinderreisewagens hin und hergeschleudert werden. Wer so einen zu stark federnden Kinderwagen im Angebot erworben hat, möge seine Lendenfrucht mit einem Gurt sichern oder mit einem Getränkekasten beschweren. Die meisten Reisekinderwagen erwiesen sich im Test als angemessen, der Testsieger sogar als komfortabel gefedert. Reisekinderwagen liegen aufgrund des höheren Schwerpunktes, etwas schlechter in der Kurve. Sie neigen schon bei geringeren Geschwindigkeiten zum Kippen. Der Anschieber muss dies wissen, und das Kind rechtzeitig warnen! Amerikanische und französische Reisewagen erwiesen sich im Vergleich oft als etwas schwammig und zu weich gedämpft. Kinderwagen aus deutscher Produktion waren nicht selten etwas besser abgestimmt.
BUVs bzw. Buggys konnten im Fahrwerkstest nicht überzeugen. Der kurze Radstand sorgte auf nahezu allen Untergründen für ein rabiates Fahrerlebnis. Hört man ein kleines Kind im Buggy schreien, liegt dies oft an einer Hodenquetschung! Wir können nach unserem Test ein Lied davon singen! Auch ein Hodenhochstand beim Kleinkind ist nicht immer auf einen Geburtsfehler zurückzuführen. Passanten die auf ein schreiendes Kind im Buggy aufmerksam werden, sollten keinesfalls selbst Hand anlegen, um erste Hilfe zu leisten. Zu schnell gerät man in Misskredit. Besser ist es, die Begleitperson auf die Möglichkeit hinzuweisen. Auf ebenen Asphalt- und Betonflächen, gab es auch mit den Buggys keine Probleme. Schlaglöscher gilt es unbedingt zu umfahren. Mit den BUVs ist es wie mit den SUVs. Sie sind nicht wirklich geländetauglich!
Kinderwagen TestOben im Fahrwerkstest aufgeführte Schwächen, werden oft durch die Verwendung zu kleiner Räder verstärkt. Solche Miniräder bleiben in jedem noch so kleinen Schlagloch hängen und gehören allenfalls an einen Puppenwagen montiert. Typisches Kennzeichen für einen miserablen Unterschichtenkinderwagen, sind kleine Räder mit Vollgummibereifung.
Wollte ein Kinderwagen im Test zum Testsieger gekürt werden, tat er gut daran, mit großen stabilen Felgen und gut profilierter Luftbereifung zum Vergleich anzutreten. Letzteres ist gut zu erkennen, am vorhandenen Ventil. Der größere Felgendurchmesser trägt dazu bei, dass ein kleines Schlagloch nicht durch- sondern überfahren wird. Die Luftbereifung tut ihr Übriges, um allzu große Stöße vom Popometer des Kindes fernzuhalten. Je größer die Kinderwagen-Räder im Durchmesser, desto besser das Fahrverhalten im Test und in der Realität. Auch die Luftbereifung sollte heute selbstverständlich sein, um die Stützapparate unserer Milchbubis zu schonen. Dabei sollte auf Ganzjahresreifen mit Notlaufeigenschaften zurückgegriffen werden. Das Mitführen von Luftpumpe, Ersatzreifen oder Reifenreparaturset erübrigt sich somit. Da man auch Sportkinderwagen bei relativ niedriger Geschwindigkeit bewegt, sind Winterreifen und Sommerreifen keinesfalls erforderlich. Die Hersteller montieren werksseitig immer Ganzjahresreifen, ohne dies in den Produktbeschreibungen zu erwähnen! Achten sollten man auf das Herstellungsdatum der Reifen, welches sich seitlich auf der Karkasse der Pneus befindet. Spätestens nach 10 Jahren gilt es die Kinderwagenräder zu wechseln, da das Gummi auch bei Nichtnutzung altert und brüchig wird. Selbiges gilt für billige Kunststofffelgen. Handwerklich begabte Väter, tauschen zu kleine Räder gerne gegen im Baumarkt erworbene Schubkarrenräder aus. Diese gibt es oft für 5 bist 10 EUR und sehen am Kinderwagen montiert, etwas lächerlich aus. Zum Wohle unserer Kinder sollte uns aber nichts lächerlich genug erscheinen. Die Schubkarrenräder sind aber im Falle einer Knallpanne nachteilig, da ihnen die Notlaufeigenschaften fehlen. Besser ist es deshalb, von vorne herein einen Kinderwagen mit großen luftbereiften Rädern zu erwerben.
Der auch im Test geprüfte Geradeauslauf, hängt nicht immer vom Zustand des Anschiebers ab, wie der Kinderwagen-Vergleich gezeigt hat. Ein Drittel der Testprobanden, vermochte es nicht, die eingeschlagene Richtung beizubehalten. Oft ist eine schlampig eingestellte Spur, manchmal auch ein schleifendes Rad, an den ungewollten Ausweichmanövern schuld. Bei älteren Gebrauchtkinderwagen können z.B. Bordsteinbekanntschaften an einer Spurverstellung schuld sein. Auch einseitig abgefahrene Reifen stören den Geradeauslauf mitunter. Am besten wendet man sich dann vertrauensvoll an einen Fahrradmechaniker. Sein Kind sollte man allerdings nicht dort lassen! Nach dem Kauf eines Kinderwagens sollte recht bald der Geradeauslauf getestet werden, um den Neuerwerb ggf. sofort reklamieren zu können. Leider mussten wir im Kinderwagentest 2017 feststellen, dass die Spur nicht bei allen Testkandidaten verstellt werden konnte. Erwirbt man so eine Gurke, wird aus dem Würmchen später mal ein Drehwurm.

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Design und Qualität

Zwei Dinge die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Für das eine genügt der erste, für das andere der zweite Blick. Auch wenn das Design für den Käufer ein wichtiges Kaufargument darstellt, werteten wir es im Kinderwagen-Test nicht. Es ist reine Geschmackssache. Wir nahmen das Design lediglich interessiert zur Kenntnis. Dass es die Kinderwagen in allen Farben und Formen gibt, sei an dieser Stelle erwähnt. Das war es dann aber auch schon.
Gänzlich anders schaut es bei der Material- und Verarbeitungsqualität der zum Test erschienenen Kinderwagen aus. Hier muss genauer hingeschaut werden. Manchmal auch nicht. 3 Sportwagen, ein Buggy und 2 Reisekinderwagen konnten augenblicklich als Schrott entlarvt werden. Krumm und schief, teilweise mit Rahmenbruch oder Verdecklöchern, schämten sie sich nicht, am Kinderwagentest teilzunehmen. Wir schlossen Transportschäden aus und disqualifizierten die Versager samt der Schreihälse im Inneren. Immerhin zwei Drittel des Testfeldes überzeugten mit einer befriedigenden bis sehr guten Verarbeitungsqualität. Nicht immer saß jedes Teil kerzengrade an seinem Platz. Solange es der Funktion keinen Abbruch tat und die Ansicht nicht ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen wurde, echauffierten wir uns nicht über Gebühr. Man darf eines nicht vergessen! Die Arbeiter welche die Kinderwagen in China montieren, sind kaum älter wie die späteren Insassen. Sie fahren den Wagen persönlich Probe und übersehen gerne die selbst gemachten Fehler. Auch der erwachsene Anschieber ragt selten über das Bodenblech hinweg. Eine ordentliche Qualitätsprüfung wie in Deutschland üblich, ist bei den Billig-Kinderwagen aus Fernost deshalb nicht zu erwarten. Trotzdem kann auch die China-Ware, mittlerweile oft als mäßig wertig tituliert werden. Nicht immer! Unterscheiden muss man zwischen Materialqualität und Verarbeitungsqualität. Bei der Materialqualität zieht oft die Schadstoffbelastung das Testergebnis nach unten. Davon ab sind die verwendeten Materialien ähnlich stabil wie die der europäischen Kinderwagen. Die Verarbeitungsqualität leidet hauptsächlich unter der schlechten Qualitätskontrolle. Die Kinderwagenbauer haben ihr Wissen quasi mit der Muttermilch aufgenommen und wissen was sie tun. Fehler die immer mal auftreten können, werden dann halt nicht erkannt.
Kinderwagen aus Deutschland und Zentral-Europa, wussten im Test mit einer guten bis sehr guten Material- und Verarbeitungsqualität zu überzeugen. Dafür waren sie auch nicht ganz Billig. Im Dauertest erbrachten viele deutsche Kinderwagen den Nachweis, den künftigen Insassen vom ersten bis zum 18. Lebensjahr begleiten zu können. Wir empfehlen deshalb immer, ein mitwachsendes Kinderwagensystem zu erwerben.

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Neuwagen oder Gebrauchtkinderwagen?

Je nach dem was den Eltern wichtiger erscheint, Hygiene oder Schadstofffreiheit, entscheiden sie sich für ein neues oder bereits gebrauchtes Modell. Die Entscheidung ist nicht immer ganz einfach. Wer einen neuen Kinderwagen kaufen möchte, wähle ein im Test als Schadstoffarm klassifiziertes Modell. Der Kinderwagen-Testsieger machte diesbezüglich besonders positiv auf sich aufmerksam. Aber auch die platzierten Fahrzeuge enttäuschten nicht. Viele Kinderwagen im Test aber, wiesen deutlich erhöhte Schadstoffkonzentrationen in den unterschiedlichsten Bereichen auf. Da kann es für den Geringverdiener durchaus besser sein, statt auf ein günstiges Angebot zurückzugreifen, einen Gebrauchtkinderwagen zu erwerben. Hier wird jedoch nicht selten der schlechte hygienische Zustand zum Problem. Vom Erbrochenen bis zum Urinstein, findet man fast alles Unangenehme auf dieser Welt, in gebrauchten Kinderwagen. Selbst bei pfleglicher Behandlung des Erstbesitzers, sind Schimmelsporen und Darmbakterien fast immer nachweisbar. Unumgänglich ist deshalb eine gründliche Kinderwagenaufbereitung. Der feuchte Lappen genügt da nicht. Saugen, heißdampfen und schruppen ist angesagt. Auf den Einsatz chemischer Reiniger sollte verzichtet werden, um keine neuen Schadstoffe ins Gefährt zu tragen. Danach müssen insbesondere Verdeck und Bettwaren gründlichst getrocknet werden, um eine Schimmelbildung zu unterbinden. Bei älteren, vor 1980 gebauten Kindersportwagen, wurde bei den Bremsbelägen häufig auf Asbest zurück gegriffen. Da der Leihe dies selten erkennen kann, sollte er keine zu alten Kindersportwagen erwerben!
Wer nicht auf den Pfennig achten muss, sollte immer ein schadstoffarmes Neufahrzeug erwerben, da der Reinigungsaufwand bei einem Gebrauchtkinderwagen schnell den Preis einer Neuanschaffung übersteigt. Zeit ist für viele Eltern auch Geld!

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Einen Kinderwagen kaufen

Hier sollten es die Eltern nicht mit ihrer Sorgfaltspflicht übertreiben. Es ist nicht notwendig im Fachgeschäft vor Ort den doppelten Preis zu zahlen, der im Onlinehandel fällig wäre. Wir raten zum Kauf bei einem seriösen Versandhändler, der für seine Zuverlässigkeit, Kulanz und Kundenfreundlichkeit bekannt ist. Er sollte die Rechnungszahlung akzeptieren und ein unbefriedigendes Produkt direkt beim Kunden abholen und ersetzen. Ein Straßenkauf oder die Ersteigerung eines Kinderwagens, sollten vermieden werden. Zu groß die Gefahr, ein Plagiat oder minderwertiges Produkt zu erhalten.
Eltern sollten, wenn sie ihrem Filius etwas gutes tun wollen, auf ein bekanntes und bewährtes Markenfabrikat setzten. Ein Markenhersteller der seit 30 Jahren existiert, wird auch weiterhin von seinem guten Ruf profitieren wollen. Er wird die Kinder nicht vorsätzlich vergiften, und sollte doch mal etwas schief gehen, sofort eine Rückrufaktion starten.
Die Hersteller von NoName-Kinderwagen existieren selten lange genug, um sie später verklagen zu können. Sie scheren sich deshalb einen Dreck um die Sicherheit und Schadstoffbelastung ihrer Produkte. Nicht alle! Im Testergebnis wird jedoch die Tendenz deutlich, dass die Wahl eines etwas teureren Kinderwagens vom Markenhersteller, langfristig für das Kind am besten ist. Wird das Gehirn des Kindes schon im Säuglingsalter von Chemikalien zerfressen, kann es später trotz Abitur, nur zum Blödian mutieren. Bei den Jüngsten gilt es deshalb eine Vorsicht walten zu lassen, die man bei Erwachsenen als Übertrieben betrachten kann.

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Marktübersicht Kinderwagen 2017

Wahllos aneinander gereihte Kinderwagen, ohne Vollständigkeitsanspruch

Quinny Zapp XTRA
Quinny Zapp Travelsystem
Safety 1st Easy Go
Safety 1st Ideal Sportive
Safety 1st Trendideal Travelsystem
Buggy Modell A801AL
Bergsteiger Capri Kombikinderwagen
Safety 1st Duodeal Zwillingskinderwagen
Luxus Kombi Kinderwagen Test
Buggy Modell A201 Extra leicht
Hauck Malibu M 12
Quinny Speedi
Booboo so Schirmbuggy
Herlag City-Buggy de Luxe
Maxi-Cosi Mila Test
Hauck Kinderwagenset Malibu All in One
Peg-Pérego "Pliko Mini Classico"
Safety 1st Trendideal
Quinny Freestyle 3XL Comfort
Kombi Kinderwagen Matrix 2
3 in 1 Kombi Kinderwagen
TFK Twinner Twist Duo Babywanne
Kombi Kinderwagen Dino
Maxi-Cosi Noa
point-kids Buggy F1
Hauck Rio CARS TRACK
Hauck Jogger Citi h-plum
knorr-baby 2017 Kombi-Kinderwagen Nizza
Safety 1st Slim Buggy
Hauck Viper V12
Herlag City-Buggy de Luxe
Hauck Sportwagen Eagle lolli turquise
Maclaren Buggy
TFK Joggster Twist Facelift CARBO BERRY
ADBOR Kombikinderwagen
Maclaren Buggy
Zekiwa Sportwagen Spider GT-1
TFK Joggster Twist Facelift CARBO CHOCOLAT
Safety 1st Trendideal
Osann Sportwagen Boogy Atmo
Knorr-Baby 883888 Sportwagen Jogger "Joggy S"
I'coo 2017 Peak Air

Maxi-Cosi Mura 3
Inglesina Buggy Trip
Hauck Buggy Turbo 11 POOH DOODLE
ABC-Design 2017 Kombikinderwagen Turbo 4S crispy Test
ADBOR Zwillingswagen / Zwillingskinderwagen Duo
Britax  B-Mobile 4
Hauck Seatpad Mickey
Kinderwagen Hauck Turbo T 12
Maxi-Cosi Mila
TFK Buggy DOT
Osann 2017 Zwillingsbuggy Duo
Safety 1st Advancer
Quinny Zapp Black Line
Hauck Malibu All in One M 12
Buggy Modell A201 Extra leicht
Hauck Kinderwagen Condor all in one Set 12
Safety 1st Compa'City
Cybex 2017 Buggy Topaz
Hauck Kinderwagen Malibu M 12
Buggy Kinderwagen Chicco Lite Way 50 Amber
Hauck Kinderwagen Shopper SH 12
Baby Jogger "F.I.T."
Safety 1st Roadmaster Set
Peg Perego Aria Twin Zaffiro
knorr-baby 2017 Buggy Sportwagen Vero
Peg Pérego Zwillingswagen Aria Twin
knorr-baby Sportwagenbuggy Joggy S
Peg Perego Pliko P3 Compact Classico
JUNIOR Kombi-Kinderwagen
Babidéal Multiposition Buggy
Hauck 513019 Freerider SH 12
Koelstra Simba T3 sand
Quinny Speedi Jogger
TFK Buggy DOT, schlamm 2017
TFK Twinner Twist Duo Babywanne
point-kids Buggy F1
CHICCO Lite Way Coal 2017
Nuna Buggy Kinderwagen Pepp gelb
CHICCO Lite Way BROWN 2017
ABC-Design 2017 Kombikinderwagen Pramy Luxe
Kinderwagen-Test Kinderwagen Testsieger