Kompatible Druckerpatronen im Test

Originalpatronen und kompatible Patronen im Vergleich

Sind Originalpatronen in 50% aller Fälle gefälscht, so erwiesen sich kompatible Druckerpatronen im Test zumeist als echt. Wie echte Originalpatronen vom Druckerhersteller, werden auch kompatible Tintenpatronen nach strengen DIN-Normen gefertigt. Hersteller falscher Originalpatronen hingegen, halten sich an keine Norm. Im Druckerpatronen-Test mussten wir leider feststellen, dass auch seriöse Händler, die Herkunft der von ihnen vertriebenen originalen Tintenpatronen, nicht immer belegen konnten. Speziell durch uns bei Auktionshäusern erworbene "Originalpatronen", erwiesen sich fast ausnahmslos als Produktfälschung! Kompatible Druckerpatronen namhafter Hersteller bewiesen im Test nicht nur Erstausrüsterqualität, sondern unterliegen kaum der Gefahr nachgeahmt zu werden. Zu günstig ist der Preis der kompatiblen Originalpatronen, als dass sich deren Nachahmung rechnen würde. Trotzdem sollten auch die günstigen kompatiblen Druckerpatronen, nicht aus dubioser Quelle geordert werden. Im Zweifel entsprechen auch diese nicht bei uns geltenden Normen. Ein defekter Druckkopf und Garantieverlust können die Folge sein. Wir empfehlen im Ergebnis unseres Testberichtes, kompatible Druckerpatronen von etablierten Fremdherstellern, erworben beim seriösen Online-Händler.

Die Geschichte der kompatiblen Druckerpatrone

Kompatible Druckerpatronen TestUrsprünglich wollten die Druckerhersteller durch gute Arbeit gutes Geld verdienen. Sie produzierten Tintenstrahldrucker, um sich anständig dafür entlohnen zu lassen. Wie es aber nun mal so ist, musste der Gewinn maximiert werden, um die Aktionäre ruhig zu stellen. Also kam man auf die glorreiche Idee, die Tintenstrahldrucker zu subventionieren, um dann später das große Geld mit den Patronen zu verdienen. Also verkaufte man zu Hoch-Zeiten den Drucker für 39 EUR, um dann pro Patrone 59 EUR zu kassieren. Das war natürlich eine tolle Sache, wenn auch nicht für den Endverbraucher. Er kam sich zurecht etwas verhohnepiepelt vor. Zumeist traf es Computerneulinge, welche ein vermeintlich günstiges Computerkompletpaket erwarben. Dieses beinhaltete neben eines eher leistungsschwachen Computers, einen furchtbaren Scanner und einen dieser Billigdrucker. Das böse Erwachen kam, nachdem die mitgelieferte Originalpatrone nach dem zweiten Ausdruck gähnende Leere vermeldete. Da wusste man dann, was man gekauft hatte.

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Der Zubehörhandel erwachte, und brachte Nachfüllsets unter die Leidgeprüften. Mittels Spritze und Nachfülltinte, konnte man nun die leeren Patronen füllen, aber auch seiner Kleidung eine ganz neue Farbe verpassen. Tintentankstellen schossen aus dem Boden, welche lange Zeit recht gut am Elend der Druckerbesitzer verdienten. Doch der professionelle Zubehörhandel hatte den Dreh recht schnell raus und wusste die Originalpatronen zu kopieren. Die kompatible Druckerpatrone ward geboren. Anfangs fiel es ihnen schwer, mit den Originalpatronen mitzuhalten. Auch war der Preisunterschied zu gering, um den Originalpatronen die Tinte abgraben zu können. Mittlerweile ist der Herstellungsvorgang streng genormt, so dass die Panikmache der Hersteller von Originalpatronen, zunehmend ins Leere läuft. Die Endverbraucher haben Vertrauen gefasst, in die wesentlich günstigeren Ersatzpatronen vom Dritthersteller. Zu groß sind mittlerweile die Preisunterschiede, um noch reinen Gewissens zur Originalpatrone greifen zu können. Wer seiner Familie verpflichtet ist und das Geld nicht sinnlos zum Fenster rauswerfen kann, der greift natürlich zur kompatiblen Tintenpatrone für 2 EUR, statt zur Originalpatrone für 50 EUR. Hier geht es letztendlich nicht nur darum ob man arm oder reich ist, sondern darum, ob man als Kind zu heiß gebadet wurde oder ob sich das Badewasser stets wohl temperiert zeigte. Einige Hersteller von Tintenstrahldruckern versuchen den Griff zur kompatiblen Druckerpatrone zu unterbinden, indem sie Chips in ihre Orginalpatronen integrieren, mit deren Hilfe sich die Originalpatrone beim Drucker ausweisen soll. Die dauerhafte Ruinierung des Markennamens ist oft das Einzige, was durch solche Machenschaften erreicht wird. Natürlich wurden auch die Patronenchips kopiert und sind in den kompatiblen Druckerpatronen enthalten. Heute gibt es für nahezu jedes Druckermodel kompatible Druckerpatronen. 95 Prozent aller gekauften Tintenpatronen sind schon jetzt kompatible Patronen. Auch Besitzer eines Multifunktionsdruckers, müssen längst nicht mehr zur überteuerten Originalpatrone greifen.

Die Risiken kompatibler Druckerpatronen

Größere Risiken sind eher indirekter Natur. So erinnern wir uns an einen vermeintlich verstopften Druckkopf, welchen wir in Terpentin vom Tintengerinsel befreien wollten. Dabei zerstörten wir den Druckkopf und konnten somit den ganzen Drucker entsorgen. Hinterher stellten wir fest, dass nicht der Druckkopf verstopft, sondern die kompatible Patrone aufgrund falscher Lagerung eingetrocknet war. Wir haben den Drucker quasi grundlos selbst zerstört. Eigentlich hätte man nur die mangelhafte Patrone entsorgen müssen. Dieser peinliche Fauxpas liegt nun etwa 10 Jahre zurück und fällt in die Anfangszeit kompatibler Ersatzpatronen. Damals wichen die kompatiblen Patronen in Sachen Produkt- und Tintenqualität, noch sehr stark vom Originalprodukt ab. Auch waren damals die Preise für kompatible Druckerpatronen nicht so günstig wie heute. Daraus ergaben sich zwei Hauptrisiken. Zum einen reduzierte sich mitunter die Lebensdauer der Tintenstrahldrucker, weil die kompatible Tinte in ihrer Konsistenz nicht mit der Originaltinte übereinstimmte. Zum anderen drohte aufgrund schlechter Verarbeitung und falscher Lagerung, der Verlust einer recht teuren kompatiblen Patrone.
Heute sind die Vorraussetzungen gänzlich andere. Der Herstellungsvorgang ist streng genormt, so dass die Qualität von Produkt und Tinte, der des Originalproduktes zu entsprechen hat. Auch kommen die kompatiblen Patronen heute nicht mehr aus den Autogaragen namenloser Garagenfuscher. Kompatible Druckerpatronen werden mittlerweile in Massen von namhaften Firmen wie Geha, D & C, KMP oder Silvertrade, kostengünstig hergestellt. Dabei werden keine leeren Originalpatronen wieder aufgefüllt, wie es früher üblich war. Die Markenhersteller produzieren die Patronen komplett neu und haften für die Einhaltung der DIN-Normen. Dadurch reduziert sich jegliches Risiko für den Drucker auf ein Minimum. Heute gibt es zuverlässige und sichere kompatible Druckerpatronen für HP, Canon, Epson und Brother-Drucker.
Obwohl das Risiko für den Drucker, bei Nutzung aktueller kompatibler Patronen nahezu gleich Null ist, gilt es auch heute beim Kauf kompatibler Ersatzpatronen auf einige Dinge zu achten. Wer hat die kompatible Patrone hergestellt und wer verkauft sie uns? Nicht immer stammen kompatible Druckerpatronen vom namhaften Hersteller. Noch immer schwappen einige Ersatzpatronen aus unbekannter Quelle über den Teich. Diese müssen nicht schlecht sein. Existieren zu einem solchen Produkt keine positiven Erfahrungsberichte, ist es jedoch besser, auf ein Markenprodukt umzuschwenken. Gibt es keine Alternativen zum NoName-Produkt, sollte man das Risiko ruhig eingehen. Schlimmstenfalls erwischt man einige Blindgänger und wirft einen Zehner zum Fenster raus. Erwirbt man Blindgänger bzw. Patronen die ihre Tinte stur bei sich behalten, ist selten das Unvermögen des Patronenherstellers daran schuld. Auch diese Patronen waren ursprünglich einwandfrei, wurden aber zu warm und / oder zu lange gelagert. Solche Druckerpatronen trocknen ein und dürften nicht mehr vertrieben werden. Einige Händler und Lieferanten scheren sich einen feuchten Tintenfleck darum, zumal sie ihren Laden nach 4 Wochen der Kundenabsahnung eh wieder dicht machen. Achten Sie also beim Kauf kompatibler Druckerpatronen, in erster Linie auf die Seriosität des Händlers. Hier hat sich längst die Spreu vom Weizen getrennt, aber noch nicht jeder Besitzer eines Tintenstrahldruckers weiß es. Noch immer gibt es Ahnungslose, die ihre kompatiblen Druckerpatronen im Auktionshaus ersteigern. Ist der Händler seriös, kann die zu kaufende Patrone, ruhig einer namenlosen Hausmarke entspringen. Schlechte Patronen würde ein aufmerksamer und auf seinen guten Ruf bedachter Händler, beizeiten aus dem Regal nehmen. Ansonsten ist es beim Kauf kompatibler Druckerpatronen nicht verkehrt, ein etabliertes Markenprodukt zu erwählen. Selbiges gilt für kompatible Toner teurer Laserdrucker.
Das Risiko bei der Verwendung kompatibler Druckerpatronen, reduziert sich heute auf den eventuellen Verlust der kompatiblen Patrone. Da kompatible Druckerpatronen mittlerweile zum Pfennigartikel mutiert sind, ist der ev. Verlust einzelner Ersatzpatronen unter Ulk zu verbuchen. Für den Tintenstrahldrucker besteht so gut wie keine Gefahr. Sollte sich die Nutzungsdauer des Druckers tatsächlich marginal verringern, hat man sich durch die Verwendung kompatibler Patronen, längst 10 neue Tintenstrahldrucker zusammen gespart. Im besonderen Maße gilt dies auch für Laserdrucker. Die Preisunterschiede der Toner sind bedeutend größer.

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Rechtliche Fragen zur Nutzung kompatibler Tintenpatronen

Kompatible Patronen und GarantieKompatible Druckerpatronen sind nichts illegales! Es handelt sich nicht um Produktfälschungen. Jeder hat in unserer Marktwirtschaft das Recht, seine Patronen beim Anbieter seiner Wahl und vom Hersteller seiner Wahl zu erwerben. Der Druckerhersteller darf auch in seinen Garantiebedingungen nicht die Verwendung kompatibler Tintenpatronen untersagen! Dies hindert die Hersteller nicht daran, entsprechende Panikmache zu betreiben. Noch heute behaupten die Hersteller gerne, kompatible Druckerpatronen vom Fremdhersteller, würden den Drucker schädigen. Tatsächlich schädigen sie nur die Umsatzzahlen der Drucker-Hersteller, denn eine tolle Einnahmequelle, resultierend aus dem Verkauf überteuerter Originalpatronen, wird durch die kompatiblen Patronen zerbröselt. Deshalb greifen die Drucker-Hersteller gerne zu rabiaten Maßnahmen. So versuchen einige Hersteller ihre Kunden durch den Einsatz von Patronenchips zur Konkurrenz zu treiben. Der Chip soll die Patrone beim Drucker als Originalpatrone ausweisen, welcher die Patrone dann akzeptiert. So sollte der Chip den Einsatz kompatibler Patronen unterbinden. Zum Glück, nicht nur für den Endverbraucher, sondern auch für solch kurzsichtige Hersteller, ist diese Strategie nicht aufgegangen, denn sonst würden diese Firmen heute keine Drucker mehr verkaufen. Auch der Chip befindet sich heute in den kompatiblen Ersatzpatronen der Fremdhersteller.
Ein probates Mittel der Hersteller, um Nutzer kompatibler Druckerpatronen zu schikanieren, ist die Ablehnung von Garantieleistungen, wenn im Reparaturfall die Nutzung nicht originaler Patronen nachgewiesen werden kann. Dazu sind die Hersteller nicht berechtigt! Es hindert sie nicht daran, es dennoch zu versuchen. Oft mit Erfolg, weil der Kunde irgendwann genervt aufgibt und sein Recht aus zeitlichen Gründen oder aus Unwissenheit nicht einfordert.
Um im Garantiefall Diskussionen und Streitigkeiten zu vermeiden, sollte man einen defekten Tintenstrahldrucker niemals mit den kompatiblen Patronen einsenden! Die kompatiblen Druckerpatronen sind unbedingt vor der Einsendung zu einer Garantie-Reparatur zu entfernen. Noch besser ist es, wenn man die im Lieferumfang des Multifunktionsdruckers befindlichen Originalpatronen aufbewahrt hat. Leider denken die Wenigsten daran und verbraten die Originalpatronen gleich als erstes. Stattdessen sollte man die beiliegenden Originalpatronen in ein kühles Eckchen packen, am besten in den Kühlschrank, damit man sie im Falle eines Falles parat hat. Dann baut man vor der Einsendung des defekten Tintenstrahldruckers kurzerhand die Originalpatronen ein, und muss sich keine Gedanken bezüglich eines Garantieverlustes machen. Zu den im Lieferumfang enthaltenen Originalpatronen sei noch erwähnt, dass diese oft ohnehin nur einen sehr geringen Füllstand aufweisen. Sie dienen lediglich der Erprobung und sollen Sie nicht vom zügigen Kauf weiterer Originalpatronen abhalten. Deshalb die Originalpatronen beiseite packen und von Anfang an auf kompatible Druckerpatronen setzen! Ist jedoch das Mindesthaltbarkeitsdatum der Patronen abgelaufen, kann dies durchaus zum Garantieverlust führen. Vor dem Einsenden des Druckers also unbedingt einen Blick auf das Mindesthaltbarkeitsdatum der verbauten Druckerpatronen werfen!

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Was schon beim Kauf des Druckers beachtet werden sollte

Kompatible TintenpatronenNicht für jedes Tintenstrahlgerät gibt es kompatible Druckerpatronen. Immer noch kommt es vereinzelt vor, dass sich Fremdhersteller außer Stande sehen, kompatible Tintenpatronen für einen bestimmten Drucker bereitzustellen. Kompatible Toner für Laserdrucker sind auch nicht immer erhältlich. Bei ganz neuen Druckermodellen ist es sogar gang und gäbe, dass (noch) keine kompatiblen Patronen dafür erhältlich sind. Dies wird sich wahrscheinlich binnen weniger Wochen ändern. Bauen sollte man darauf allerdings nicht! Manchmal dauert es Monate, mitunter wartet man ewig auf die Verfügbarkeit kompatibler Tintentanks und Toner. Deshalb gilt es vor der Anschaffung eines Tintenstrahl- oder Laserdruckers, die Verfügbarkeit kompatibler Patronen bzw. Toner zu überprüfen. Nutzen kann man dazu unseren Patronenfinder, welche sowohl die Originalpatronen, als auch die kompatiblen Patronen für Ihren Drucker auflistet. So kann man auch gleich die enormen Preisunterschiede zur Kenntnis nehmen.
Keinesfalls sollte man einen Drucker kaufen, für den (noch) keine kompatiblen Druckerpatronen erhältlich sind. Sonst schädigt man später das Familienbudget kontinuierlich, weil 10x so teuere Originalpatronen erworben werden müssen. Da macht dann auch das Drucken keinen Spaß. Statt einer CeBIT-Neuheit, empfiehlt sich daher der Kauf eines Druckers, welchen schon die Stiftung Warentest getestet und mit irgend einem Ergebnis versehen hat.

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