Testsieger im Monitor Test 2017

Die besten LED-Monitore im Vergleich

Monitor Test:Im Monitortest 2017,wurde der besteMonitor Testsieger. Jederzweite LED-Monitor imTestbericht war defekt.

Im Monitor Test 2017 wurde schnell klar, die Zeit der Mund geblasenen Bildröhren aus dem Harz ist vorbei. Auch braucht sich heute niemand mehr aus Angst vor Strahlungsschäden, eine Bleischürze um die Rübe zu wickeln. Die Schreibtischkuhlen der einstigen Röhrenmonitore wurden mit Spachtelmasse geglättet. Die Schandflecken wurden unter den Standfüßen aktueller LED-Monitore versteckt. Mittlerweile erschien die fünfte oder sechste Generation moderner Flachbildschirme mit LED-Hintergrundbeleuchtung, zu unserem jährlich durchgeführten Monitor Testbericht. Im Monitor Test 2017 galt es den besten LED-Bildschirm zum Testsieger zu küren. Leider gab es im Monitortest 2017 etwas Theater bezüglich der Haltbarkeit. Monitore im 4 zu 3 Format suchten wir wie schon im Test 2016 vergebens.

Der Monitor Test im Detail

Fast eine Dekade ist es nun her, da sich Besserverdienende für weit über 1000 EUR einen Flachbildschirm auf den Schreibtisch stellten. Diese leben heute von Hartz IV und vom Blindengeld. Ein Auge schielte stets am viel zu kleinen 4:3 Monitor vorbei, das andere Auge wurde mit unnatürlichen Farben, schlechten Reaktionszeiten und ungenügendem Kontrast in den Verlust der Sehkraft getrieben. Heute können sich sogar schlechter Verdienende, riesige 27 Zoll Breitbildmonitore leisten, welche auch das 2. Auge erfassen und die Sehkraft aufrecht erhalten. In unserem Monitortest 2017 galt es in den einzelnen Testdisziplinen zu prüfen, ob die Monitore auch nach dem Kauf halten was sie versprechen oder ob sie vor dem Garantie-Ende auseinander fallen und zerbrechen.

zum Testanfang

LED-Monitore im Falltest

Als erste Testdisziplin absolvierten alle 22 zum Test erschienenden FullHD- und 4k-UHD-Monitore, den Falltest aus einer Höhe von 73cm (Standard-Schreibtischhöhe). Hintergrund ist das geringe Eigengewicht aktueller Flachbildschirme, was trotz stabiler Standfüße, im hektischen Büroalltag oder bei mangelnder Disziplin im heimischen Umfeld, zum Absturz eines LED-Monitors führen kann. Im Rahmen des Falltestes erlitten 12 Computerbildschirme einen Gehäusebruch, 20 Monitore eine Kunststoffabsplitterung, 7 LED-Monitore einen Displayschaden, 5 Testteilnehmer einen Standfußbruch und 6 Displays einen Totalschaden. Das Testfeld wurde also um 6 Monitore dezimiert. Fortan stellten sich 16 mehr oder weniger verschandelte PC-Monitore dem Vergleich. Dieses Testergebnis verwundert nicht, denn potentielle Käufer fragen selten nach dem Crashverhalten eines Flachbildschirms. Erst wenn die Katze den neuen Monitor vom Schreibtisch geschmust hat, ist das Geschrei groß. Ach hätte ich nur vorher einen Monitor-Falltest gelesen...

Das Design der Monitore im Vergleich

Auch wenn das Design Geschmackssache ist, so ist es unakzeptabel, dass einige Monitore mit Gehäusebruch oder Displayschaden zum Designtest erschienen sind. Wir müssen konsternieren, dass die Verarbeitungsqualität in den letzten Jahren sehr nachgelassen hat. Während in früheren Testberichten fast alle Monitore in ordentlichem Zustand zum Test erschienen, waren alle zum diesjährigen Monitortest angetretenen Bildschirme, mehr oder weniger stark beschädigt. Sechs der zum Test eingeladenen Hersteller, sendeten erst gar kein Testgerät. Doch schnell findet sich eine Erklärung für dieses Phänomen. Der wachsende Konkurrenzdruck führt dazu, dass die Monitore auf den Markt geworfen werden, bevor die Konstruktionen ausgereift sind. So führen geringe Temperaturschwankungen zum Bruch des Gehäuses oder zum Riss des Displays. Einige schuldbewusste Hersteller meinten wohl, es sei besser erst gar nicht am Monitortest teilzunehmen. Gar kein Testergebnis ist besser als ein schlechtes Resultat im Monitortest.

zum Testanfang

Die Tonqualität (so Monitorlautsprecher vorhanden)

Im Multimediazeitalter ist es unabdingbar, dass der heimische Computer auch Töne wiedergeben kann. Nicht immer und im Büro schon gar nicht, steht ein Soundsystem zur Verfügung, an welchem man einen PC anschließen kann. Aus diesem Grunde ist es nicht verkehrt, wenn moderne Monitore über integrierte Lautsprecher bzw. Speaker verfügen. Aufgrund des geringen Volumens moderner Flachbildschirme, sollte man keine Wunder bezüglich der Soundqualität erwarten. Dies ist auch nicht Sinn der Sache. Sinn der Sache ist es, übers Internet zu kommunizieren, ein VoIP-Gespräch zu führen oder ein Youtube-Video nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören. Leider mussten wir feststellen, dass bei 7 der 16 getesteten Monitore, ein oder gar beide Lautsprecher nicht funktionierten. Auch aktualisierte Monitortreiber konnten dieses Manko nicht beheben. Auch die Kontaktaufnahme zum Herstellersupport konnte das Problem nicht ausmerzen. Bei einigen Displays war ein hohes Pfeifgeräusch oder ein tiefes Bassgebrumm zu vernehmen. Nur 3 Monitore boten im Monitortest 2017, ein annehmbares Sounderlebnis. Deren Klang war bei niedriger bis mittlerer Lautstärke ausgewogen, mit annehmbaren Mitten, Höhen und Tiefen. Erst wenn man die Lautstärke voll aufdrehte, mochte man sich am liebsten die Ohren zu halten. Dies betrachten wir aber nicht als Minuspunkt, denn die kleinen Monitorlautsprecher sind aufgrund der geringen Platzverhältnisse im Monitorgehäuse, naturgemäß nicht zur Beschallung einer Hausparty gedacht. Einige Billigmonitore besaßen gar keine Speaker. Auch wer eine Stereoanlage im Büro stehen hat, sollte unserer Meinung nach nicht auf integrierte Monitorlautsprecher verzichten. Schließlich verbraucht die Hi-Fi-Anlage zusätzlichen Strom. Bei normalen Anwendungen ist die höhere Soundqualität eines externen Soundsystems zudem völlig unnötig. Wer hin und wieder Musikvideos am Rechner genießen möchte, kann den PC trotzdem mit der häuslichen Stereoanlage verknüpfen.

Die Bildqualität im Monitortest

Während in früheren Monitortestberichten allenfalls über einzelne Pixelfehler geschimpft werden konnte, so gab es im Monitor Test 2017 reihenweise Displayschäden, von der Schramme bis hin zum Riss zu beklagen. Die Pixelfehler kamen zusätzlich dazu. Beim Kauf der Testgeräte haben wir die Hersteller natürlich nicht darauf hingewiesen, dass wir die Computer-Bildschirme für einen Monitortest benötigen. Also bekamen wir genau das geliefert, was der Ottonormalverbraucher auch bekommen würde. Schaut man sich die Monitore im Preisvergleich an, kann man schnell erkennen, dass die Hersteller auch bei der Qualitätskontrolle sparen müssen. Wir versuchten die Displayschäden so gut es ging zu ignorieren, um den Monitortest durchführen zu können.
Die Kontrastwerte werden von Jahr zu Jahr besser. Auf dem Papier um das 100-fache, in der Realität um etwa 10%. Alle im Monitortest 2017 getesteten Displays, boten einen ausgezeichneten Kontrast. Der Kontrast musste oft sogar deutlich runter geregelt werden, um ohne Schweißerbrille mit dem Monitor arbeiten zu können.
Ähnlich verhält es sich mit der Helligkeit. Auch hier mussten wir nach dem Einschalten der Monitore erst mal schnell eine Sonnenbrille überstreifen. Nachdem wir im Menü die Helligkeit auf ein erträgliches Maß herab geregelt hatten, konnten wir den Monitor Test ohne Sonnenbrille fortführen. Auch in diesem Fall muss man allenfalls die schlechten Voreinstellungen der Hersteller kritisieren. Die Helligkeits- und Kontrastwerte neuerer Computerbildschirme, sind in jedem Falle ausreichend und bei Maximalstellung völlig überzogen. Nach dem Herunterregeln der Helligkeit, galt es bei 2 Monitoren fortan ein leichtes Fiepen oder Summen zu ertragen. Nicht jeder der Tester konnte es hören, da es ein hochfrequenter Ton war, welcher nur jüngeren Ohren vorbehalten ist. Werden Sie also einfach ein wenig älter! Wir konnten die Ursache für dieses Phänomen nicht ausfindig machen. Durch Hochregulierung der Helligkeit verschwand das unangenehme Geräusch. Sie können also wählen zwischen Augenleiden und Klapsmühle.
Bezüglich der Farbwiedergabe galt es dann doch einige Unterschiede wahrzunehmen. Diese traten zu Tage, wenn man die Monitore nebeneinander stellte, um den direkten Vergleich zu haben. Nur der direkte Monitorvergleich ermöglichte es den Produktprüfern, die zutage tretenden Farbabweichungen zur Kenntnis zu nehmen. Im Einzelbetrieb würde sich aber wohl nur der Grafik- oder Webdesigner daran stören. Der Privatanwender sollte bei der Einrichtung eines Multimonitorsystems, z.B. für eine Rennsimulation oder einen Flugsimulator, unbedingt auf ein und das selbe Monitormodel setzen! Bei drei verschiedenen Modellen kann man im Menü herum regulieren wie man will, man wird nie eine einheitliche Darstellung hinbekommen. Im Vergleich zu früheren Testberichten, hat sich die Farbdarstellung der LED-Monitore merklich verbessert. Der Schwarzwert ist etwas besser, wenn auch noch nicht perfekt. Die Farben heben sich deutlich besser von einander ab. Das Bild aktueller Bildschirme kommt fast an die Bildqualität der Röhrenmonitore früherer Jahre heran! Keinesfalls ist es mehr so, dass man einen Kulturschock bekommt, wechselt man vom vom Röhrenmonitor auf einen Flachbildschirm. Die Jugend von Heute kennt die Qualität der Röhrenmonitore eh nicht mehr und stellt diesen Vergleich erst gar nicht an.
Ein Kritikpunkt auch bei den aktuellen LED-Monitoren, bleibt der oft zu geringe Blickwinkel. Hier gilt es IPS- und TN-Displays zu unterscheiden. So bieten die in ihren Reaktionszeiten etwas schlechteren IPS-Monitore, eine deutlich bessere Blickwinkelstabilität. Sitzt man direkt davor, kann man sich den Kauf eines deutlich teureren IPS-Monitors aber auch sparen. Arbeitsgruppen oder Videofreunde könnten unter Umständen darauf angewiesen sein. Gamer profitieren eher von den kürzeren Reaktionszeiten der TN-Bildschirme. Das Bild erschien bei allen Bildschirmen gleichmäßig ausgeleuchtet bis in die Ecken.
Verbessert haben sich auch die Reaktionszeiten der Displays. Da das Auge aber unter einer Reaktionszeit von 8ms keinen Unterschied mehr feststellen kann, ist es egal ob Sie einen Monitor mit 5ms oder 2ms Reaktionszeit kaufen. Im Vergleich zum letzten Monitortest 2016, gab es 2017 keinen Monitor mehr, welcher die 8ms Grenze überschritten hat oder gar subjektiv negativ aufgefallen wäre. Dennoch möchten wir darauf hinweisen, dass die Bildqualität maßgeblich auch vom Grafikchip und der generellen Leistungsfähigkeit des Rechners abhängt. Achten Sie deshalb auf die im Datenblatt genannten Mindestvoraussetzungen für Ihren Rechner. Auch leistungsschwache Nettops und Netbooks sollten heute in der Lage sein, extern angeschlossene Monitore oder TV-Geräte, in FullHD-Auflösung zu betreiben. Dies war zu Zeiten der ersten Netbook Generation noch nicht so.
Wer einen 4k Monitor kaufen möchte, sollte schon etwas genauer in das Datenblatt seines Rechners schauen. Die wenigsten Grafikchips und Grafikkarten sind in der Lage, einen 4k-Monitor bei voller Auflösung von 3840x2160 Pixeln zu betreiben. Nicht wenige Hersteller versprechen es, scheitern aber an der Bereitstellung der nötigen Bildwiederholfrequenz von 60Hz. 30 Hz sind für viele Anwendungen, insbesondere mit Bewegtbildern, schlicht zu wenig. Bereits jetzt bieten die verfügbaren UltraHD Monitore einen hohen Reifegrad, wie wir auch in unserem Test feststellen durften. Lediglich die in den Haushalten verfügbaren PC Systeme sind in aller Regel noch viel zu schwach und nur selten aufrüstbar. Dieser Fakt sorgt in vielen Fällen für Frustration, weil ein teuer gekaufter UltraHD-Monitor, oft nur in FullHD Auflösung betrieben werden kann.

zum Testanfang

Monitor Anschlüsse im Vergleich

Leider mussten wir im Monitor Testbericht feststellen, dass einige HDMI/DVI/VGA-Anschlüsse dermaßen deformiert waren, dass man die Anschlusskabel nicht anschließen konnte. Auch hier ist die Ursache im wachsenden Kostendruck und beim schlechten Qualitätsmanagement der Hersteller zu suchen. Schon lange werden die LED-Monitore nicht mehr von Facharbeitern in Deutschland hergestellt. Immer jünger werden die Kinderarbeiter, welche in Korea oder China zum Schmiedehammer greifen, um die Anschlüsse zu formen. Wir haben ein wenig nachgeholfen und die Verbindungen mit sanfter Gewallt hergestellt. Vom Ottonormalverbraucher sollte man solche Anstrengungen nicht erwarten! Schließlich ist er in Sorge, sein LCD-Display zu beschädigen.
Die im Monitortest getesteten Computer-Bildschirme boten zumeist einen VGA-Anschluss, wie er schon vor 20 Jahren vorhanden war. Diese analoge Form der Signalübertragung ist nicht die schlechteste und reicht in vielen Fällen aus. Auch der VGA-Anschluss erlaubt die Übertragung hoher Auflösungen. Etwas besser ist die Übertragung mittels digitalem DVI-Anschluss oder digitaler HDMI-Schnittstelle. Der Vorteil der HDMI-Schnittstelle liegt darin, dass im Gegensatz zur DVI-Schnittstelle auch die Audioübertragung ermöglicht wird, ohne ein separates Audiokabel anschließen zu müssen. Verfügt ein Monitor nicht über integrierte Lautsprecher, so ist auch der HDMI-Anschluss überflüssig. Keiner der getesteten Monitore, ermöglichte den Anschluss an den Computer über USB. Die dazu notwendige externe Grafikkarte (VGA/DVI/HDMI zu USB-Adapter), war in keinem der Bildschirme vorhanden. Zum Aufbau eines Multimonitor-Systems, müsste man externe USB-Grafikkarten, in entsprechender Anzahl separat hinzu kaufen. Bei einem alten Desktop-Rechner kann man ggf. weitere Grafikkarten in freien Steckplätzen verbauen.
Wachsende Bedeutung kommt dem digitalen Displayport zu, welcher binnen weniger Jahre, DVI und HDMI Anschluss ersetzen wird. So ermöglicht der DisplayPort 1.3, Auflösungen von 7680×4320 Pixeln (8k), so dass über ihn auch UHD-2-Monitore betrieben werden können, eine entsprechend leistungsfähige Hardware vorausgesetzt.

zum Testanfang

Der Energieverbrauch im Monitor Test 2017

Als Knackpunkt im Monitorvergleich erwies sich der Energieverbrauch. Hier wurde schnell klar, warum den LED-Monitoren nicht nur die Zukunft, sondern auch schon die Gegenwart gehört. TFT-Monitore ohne LED-Hintergrundbeleuchtung verbrauchen bei schlechterer Bildqualität, gut die doppelte Menge an Strom. Verbraucht ein 24 Zoll TFT-Monitor etwa 70 Watt pro Stunde, so begnügt sich ein gleich großer LED-Monitor mit etwa 30 Watt. Hierbei handelt es sich nicht um theoretische Werte auf dem Papier, sondern um Erkenntnisse aus dem Praxistest. Betrachtet man die geringen Anschaffungskosten heutiger LED-Monitore, gilt es die Empfehlung auszusprechen, den alten TFT-Monitor besser heute als morgen zu entsorgen! Binnen weniger Jahre amortisiert sich die Neuanschaffung. Im Verlaufe von 5-10 Jahren, spart man sogar ein stattliches Sümmchen von 200 bis 500 EUR. Wer seinen TFT-Monitor nur wenige Minuten am Tage nutzt, spart allerdings mehr, wenn er ihn behält.

zum Testanfang

Der Monitor Kauf und seine Tücken

Der Versand stellt für einen Monitor einen echten Härtetest dar. Ein Monitor welcher den Transport überlebt, überlebt auch Sie! Vielleicht sollte man gerade deshalb den Monitor nicht vor Ort im Elektronikmarkt oder Fachgeschäft kaufen?! Wenn Sie Ihren neuen LED-Monitor im Internet bestellen, so achten Sie unbedingt darauf, dass Sie bei einem seriösen Händler mit der Möglichkeit der Rechnungszahlung kaufen. Bestellen Sie Ihren Monitor niemals bei einem Händler der nur Vorkasse, Nachnahme oder Kreditkartenzahlung akzeptiert! Ein Händler der die Zahlung per Rechnung nicht anbietet, muss nicht zwangsläufig unseriös sein. Sie laufen aber ewig Ihrem Geld hinterher, wenn der Monitor sein Ziel defekt erreicht. Bevor die DHL nicht entschieden hat, ob ein Transportschaden vorliegt oder nicht, bekommen Sie weder von der DHL, noch vom Händler Ihr Geld zurück. Achten Sie bei der Paketannahme auf den Zustand der Verpackung. Verweigern Sie ggf. die Annahme oder vermerken Sie auf dem Transportbeleg "Annahme unter Vorbehalt, Verpackung beschädigt". Auch kann es sinnvoll sein, das Auspacken des Monitors, mit dem Fotoapparat zu dokumentieren. Dies gilt auch beim Erhalt anderer Produkte. So kann der Händler hinterher nicht behaupten, Sie hätten den Monitor selbst beschädigt. Eine unzureichende Verpackung kann durch Fotos besser bewiesen werden. Natürlich können Sie Ihren neuen Computerbildschirm auch vor Ort im Computerladen Ihres Vertrauens kaufen. Lassen Sie sich aber keinen Ladenhüter und auch kein unnötig hochpreisiges Modell aufschwatzen! Informieren Sie sich vor dem Kauf durch Lesungen aktueller Testberichte, welcher Monitor für Sie der Beste ist. Die Stiftung Warentest gibt regelmäßig Testberichte, so auch über Monitore heraus. Auch andere Zeitschriften und  Internetmagazine, wie die Computerbild, PC-Welt oder PC Magazin, veröffentlichen regelmäßig Monitorvergleiche.

zum Testanfang

Die richtige Monitorgröße

Monitorgröße und Bildschirmauflösung stehen in engem Verhältnis zueinander. Stellten wir in unserem ersten Monitortest vor 20 Jahren fest, dass ein 14 Zoll Röhrenmonitor das Beste sei, was die Augen erblicken können, so sei auf die damals verwendete VGA-Auflösung von 640x480 Pixel hingewiesen. Heutige Full-HD Monitore erscheinen mit einer Auflösung von 1920x1080 Pixel zum Test. Böten diese Bildschirme eine Displaydiagonale von nur 14" Zoll, so müsste man sie sich mit Patex auf die Nase kleben. Je höher die Monitorauflösung, desto mehr kann auf gleicher Fläche dargestellt werden und um so schärfer erscheint das Bild. Allerdings erscheinen die dargestellten Objekte auch deutlich kleiner. Deshalb wuchs die optimale Bildschirmdiagonale in den letzten Jahren, bis auf aktuell 27 Zoll. Ein weiterer Grund für den Größenzuwachs der Computerbildschirme, liegt im Widescreentrend. Während wir diesen Trend voll daneben finden, finden ihn die Hersteller der Monitore offenbar gewinnbringend. So änderte sich das Bildschirm-Format in den letzten Jahren vom 5:4 und 4:3 Format, hin zum 16:10 und 16:9 Format. Das heißt, bei gleicher Displaydiagonale werden die Monitore zwar deutlich breiter, verlieren dabei aber merklich an Höhe. Vergleichen wir nun im Testbericht einen 20" 4:3 Monitor mit einem 22 Zoll Widescreen-Monitor, so stellen wir fest, dass der Breitbildmonitor im Vergleich zum 4:3 Display zwar eine Menge überflüssige Breite, aber viel zu wenig Arbeitshöhe bietet. Während der 4:3 20 Zöller früher das Optimum in den Büros dieser Welt darstellte, muss man heute auf einen 24" Monitor zurückgreifen, um den Höhenverlust bedingt durch das 16:9 Format auszugleichen. Da das 16:9 Format im Büro-Alltag nur Nachteile mit sich bringt, ist es um so ärgerlicher, dass die Hersteller der LED-Monitore, keine 4:3 Monitore mehr herstellen. Offenbar geht man davon aus, dass der heutige Beamte nicht mehr vor dem Monitor schläft, sondern sich von früh bis spät HD-Videos reinzieht?! Wie dem auch sei, wenn Auflösungs- und Breitbildwahn so weitergehen, können sich bald mehrere Personen oder ganze Straßenzüge einen Monitor teilen.
Bei der Wahl des richtigen Monitors gilt es im Wesentlichen 2 Faktoren zu berücksichtigen. Die tägliche Nutzungsdauer des Monitors und die geplante Nutzungsart. Gehen wir davon aus, dass Sie voraussichtlich mindestens eine Stunde pro Tag am Bildschirm kleben, welcher mit FullHD Auflösung betrieben wird, so empfehlen wir Ihnen einen 24 Zoll oder 27 Zoll Monitor. Wenignutzer mit geringer Stellfläche oder schmaler Brieftasche, sei ein 24" 16:10 Bildschirm empfohlen, oder gar ein 17"/19" 5:4 Monitor. Kleinere Monitore bieten sich ebenso als Zweit-Monitor oder zur Verwendung in Multimonitor-Systemen an. Alte 15 Zoll Monitore besitzen oft zusätzlich einen TV-Tuner. Sie können einerseits den Desktop des Hauptmonitors erweitern und andererseits als Zweitfernseher für Unterhaltung am Arbeitsplatz sorgen. Schmeißen Sie also einen alten TFT-Monitor nicht einfach weg. Auch wenn dieser doppelt soviel Strom im Vergleich zum hintergrundbeleuchteten LED-Display verbraucht, kann er gelegentlich den Arbeitsbereich erweitern (CAD-Anwendungen, Börsenkurse...). Auf keinen Fall sollte man den alten und oft recht kleinen TFT-Bildschirm seinen Kindern vererben. Die Folge wäre schon bald die Notwendigkeit eines Nasenfahrrades, was zur Entwicklung eines Brillengesichtes führen würde. Das Kind wäre Zeit Lebens entstellt. Trifft man einen Jugendlichen der aussieht wie eine Bogenlaterne, kann man davon ausgehen, dass er während seines Wachstums, einem zu kleinen Monitor ausgesetzt war. Aus diesem Grunde fragen Orthopäden den Quasimodo auch zunächst nach seiner Monitorgröße, bevor nach der Raumhöhe des Kinderzimmers gefragt wird.

zum Testanfang

Support und Service

Der Supportbedarf aktueller Monitore ist eher gering. Neue Betriebssysteme wie Windows 8, Windows 10, Linux oder MacOS, bringen die benötigten Treiber von Haus aus mit. Die Notwendigkeit aktualisierter Firmware, ist bei dieser Gerätekategorie nicht gegeben. Trotzdem lohnt ein Blick auf die Herstellerhomepage. Wer ein älteres Betriebssystem wie Windows Vista oder Windows XP sein eigen nennt, kann auf Treiber-Downloads angewiesen sein. Auch der Download von Handbuch oder Bedienungsanleitung im PDF Format, kann eines Tages notwendig werden. Aus diesem Grunde lohnt es sich, den Supportbereich der Herstellerhomepages unter die Lupe zu nehmen. Pflegt der Hersteller seine alten Produkte, so können sie relativ sicher sein, dass Sie von ihm einen zukunftssicheren Monitor erwerben. Lassen Sie die Finger von einem Bildschirm, wenn das Produkt auf der Hersteller-Homepage nicht einmal Erwähnung findet. Lesen sie ggf. in den zahlreichen Supportforen die das Internet zu bieten hat. Es gibt heute für jedes Produkt das passende Forum. Wenn es kein Herstellerforum ist, findet man dort auch das eine oder andere kritische Wort. Kundenrezensionen oder Verbrauchermeinungen diverser Verbraucherportale geben ebenfalls Auskunft über die Qualität eines Displays oder über das Verhalten eines Herstellers im Schadensfall. Auch den Händler sollte man vor dem Kauf des Monitors überprüfen. Wählen Sie einen Händler der für sein kundenfreundliches Verhalten im Reklamationsfall bekannt ist. Einen der die Produkte ordentlich verpackt und die Bezahlung erst nach einem Testzeitraum von 2-4 Wochen erwartet. Leider kann man solche Händler an einem Finger abzählen.

zum Testanfang

Monitor-Zubehör und Ausstattungsmerkmale

Neben dem LED-Display gehören nicht nur Gehäuse, Standfüße und Schaltkreise zu einem Monitor. Da selbst im Office-Alltag immer seltener auf den guten Ton verzichtet werden kann, sollten moderne Multimediamonitore mit Lautsprechern bestückt sein, welche bei normaler Zimmerlautstärke einen ordentlichen Klang abliefern. Ob Sie einen Monitor mit integriertem TV-Tuner benötigen, hängt im Wesentlichen von 2 Faktoren ab: a) Möchten Sie den Monitor zum fernsehen nutzen? b) Welche Signalquelle bietet sich vor Ort? Meistens ist es einfacher auf Zattoo zurück zu greifen (TV über Internet). TV-Tuner veralten neuerdings sehr schnell und sind dann nicht mehr verwendbar (DVB-T/Antenne/Kabel).
Nicht verzichten sollten Sie auf die notwendigen Anschlusskabel. Es ist leider zur Unsitte einiger Hersteller geworden, die VGA-, DVI- oder HDMI-Kabel einfach wegzulassen. Eines der genannten Monitorkabel wird zumeist mitgeliefert, die anderen muss man sich dazu kaufen. Es gibt aber auch positive Ausnahmen. Dem billigsten Monitor im Test, lagen alle benötigten Kabel bei. Generell optional erhältlich, ist die Wandhalterung für den Flachbildschirm. Er lässt sich daran flexibler drehen, schwenken und in der Höhe verstellen. Die Standfüße der LCD-Displays ließen sich zumeist nur widerwillig verstellen. Zudem war das Drehen ins Hochformat, nur den Monitoren mit Pivot-Funktion vorbehalten. Auch kann die Diebstahlsicherheit im öffentlichen Bereich, mit einer Wandhalterung erhöht werden.

zum Testanfang

Testergebnis im Monitor Testbericht 2017

Das Testergebnis fällt zwiespältig aus. Innovation und Schrott liegen dicht beieinander. Jene LED-Monitore welche im Test einwandfrei funktionierten, schlossen den Monitortestbericht auch mit sehr gutem Testergebnis ab. Design, Bild- und Tonqualität waren einwandfrei, vom Billigmonitor bis hin zum 4k UHD-Monitor. Leider waren 2 Drittel der Testmonitore mehr oder minder stark beschädigt. Kunststoffabsplitterungen waren da noch das kleinste Problem. Gehäusebrüche, Displayschäden und defekte Lautsprecher, bildeten keinesfalls die Ausnahme. Der Kostendruck führt zu immer mehr Schlamperei bei den Herstellern. Die Produktion wird oft zu den lustlosen Kommunisten nach China oder Nordkorea ausgelagert. Beim Kauf eines LCD-Monitors sollte man ganz genau auf dessen Funktionsfähigkeit achten, damit man sich keinen defekten Monitor unterjubeln lässt. Nicht jeder Defekt ist auf dem ersten Blick ersichtlich. Nach einem ausgiebigen Preisvergleich, gilt es den Monitor in einem als seriös geltenden Onlineshop zu kaufen. Der aus einem Preisvergleich als günstigster Händler hervorgehende, ist naturgemäß selten der Beste!

zum Testanfang

unser Testsieger