Testsieger im Netbook Test 2017

Die besten Mini-Notebooks im Schatten der 2-in-1 Tablets

Im ersten Netbook Test vor 10 Jahren mussten wir nicht viel sondieren, entbehrten doch alle Testteilnehmer einer gewissen Funktionalität. Deren Akkus lieferten Strom für 60 Minuten Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation. Arbeitsspeicher und Prozessoren waren unterdimensioniert. Displays, Webcams und sonstige Komponenten muteten wie industrieller Abfall an und waren es auch. Da kürte man halt jenes Netbook zum Testsieger, dessen Hersteller das meiste Bestechungsgeld zahlte. Und wir waren nicht billig! Im Netbook Test 2016 sah es schon deutlich besser aus. Doch auch im Jahre Die besten Mini-Notebooks 2017 im Netbook Test2017 stellten sich noch einige talentfreie Subnotebooks dem Vergleich. Erstmals aber erschienen auch Netbooks zum Test, welche mit einem gehörigen Nutzwert aufwarteten, ohne dabei mit einem zu hohen Preis zu schockieren. Die Tablet- und Ultrabook-Konkurrenz hat die Netbook-Hersteller teilweise beflügelt, größtenteils aber zur Aufgabe genötigt. Lieber als ein gutes Netbook, ist den Käufern nun ein schlechtes Tablet mit Keydock. Kommen günstige Tablets zumeist mit einem lahmen Atom-Prozessor daher, setzen aktuelle Netbooks auf Celeron- oder Pentium-Prozessoren und eignen sich somit auch für die Wiedergabe hochauflösender Videos. Der Netbook Testsieger 2017 ist nicht nur das im Vergleich beste Mini-Notebook, sondern wirklich gut! Er eignet sich für unterprivilegierte Schüler und Studenten ebenso wie für erfolglose Außendienstmitarbeiter. Der Testsieger empfiehlt sich all jenen die gescheitert sind und sich kein Microsoft Surface Pro 4 oder gleichwertiges 2-in-1 Tablet kaufen können.

Aufstieg und Fall der Netbooks

Wie Phönix aus der Aschenkuhle schnellten die ersten Netbooks in den Verkaufshitparaden der Onlinehändler nach oben. Dabei sorgte der erste Netbook Test eher für Ernüchterung. Auch die Hersteller freuten sich ein Loch in den Bauch, wussten sie doch endlich ihre veralteten Komponenten gewinnbringend zu verscherbeln. Doch auch der Verbraucher profitierte von den abgespeckten Subnotebooks, bekam er doch endlich einen bezahlbaren ultramobilen Computer. Die Marktlücke musste nicht erst geschaffen werden. Nur ein paar überteuerte Subnotebooks schwammen darin herum. Das Subnotebook ist der Vorläufer des Netbooks. Unterhalb des Notebooks (lat. sub=unter) siedelte die Industrie einst das kleinere und leichtere Subnotebook an, um dieses besonders teuer verkaufen zu können. Einen ähnlichen Versuch wagt Intel heute mit dem Ultrabook. Damals ging der Versuch in die Hose, weil die Konsumenten nicht bereit waren, mehrere Tausend ihrer harten D-Mark, in ein kleines lahmes Notebook zu investieren. So erforderte das Negativimage der Subnotebooks, nicht nur eine neue Namensgebung. Sollte das Netbook nicht nur Testberichte gewinnen, sondern auch Verkäufe generieren, musste es im Preis gehörig fallen. Zwei glückliche Fügungen halfen bei der benötigten Preissenkung um rund 90%. Chinesen und Koreaner arbeiten im wahrsten Sinne des Wortes für´n Apple und´n Ei. Zudem kommen sie dermaßen intelligent auf die Welt, dass sie in das Arbeitsleben eintreten können, bevor sie eine schulische Ausbildung genossen haben. Der zweite Aspekt liegt im technischen Fortschritt begründet, welcher eine deutlich günstigere Komponentenfertigung ermöglichte. Da sich die Netbooks der ersten Generationen nicht aus technischen Innovationen zusammensetzten, sondern aus Einzelteilen vergangener Notebookgenerationen, konnte der Preis der einst so teuren Subnotebooks auf ein Zehntel des ursprünglichen Preises reduziert werden. Nun wurden die Subnotebooks plötzlich für die Masse interessant, welche zuvor allenfalls neidische Blicke übrig hatte. Die riesige Marktlücke welche schon lange existierte, wurde nun endlich mit bezahlbaren Mobilcomputern gefüllt. Fortan schlugen nicht nur die Bedürftigen zu, sondern auch jene, welche ein bezahlbares Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk für Filius, Enkel oder Partner suchten. Die Unzulänglichkeiten der ersten Netbook-Generationen galt es dabei zu ignorieren, denn es gab keine Alternativen. Zwar gab es bereits die ersten Tablets, aber deren Unzulänglichkeiten waren so groß wie deren Preise. Doch es kam wie es kommen musste.

Dank günstiger werdender Komponentenfertigung, betraten Tablet und Smartphone die einst exklusive Marktlücke der Mini-Notebooks. Das Netbook überschritt seinen Zenit, zumal Smartphone und Tablet in Sachen Mobilität und Bedienung, ganz eigene Vorteile zu bieten hatten. Dies hatte für den Verbraucher mehrere Vorteile. Die Preise trieben sich gegenseitig nach unten, während der Verbraucher eine größere Auswahl hatte, um seine persönlichen Bedürfnisse zielgerichteter zu erfüllen. Notgedrungen hatte sich auch das Netbook dem Wettkampf zu stellen und musste besser werden, wollte es seinen Fall in die Bedeutungslosigkeit verhindern. Die Hardware wurde leistungsfähiger, die Akkus ausdauernder. Die Preise blieben hingegen stabil. Der Vorteil der aktuellen Netbook-Generation liegt in der speziellen Kombination aus Robustheit, Vielseitigkeit und Preisgünstigkeit. Die Leistung erreicht zwar nicht ganz Ultrabook-Niveau, lässt aber bis auf wenige Ausnahmen keine Wünsche offen.

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Wer braucht ein Netbook?

Wer sich Ultrabook oder Microsoft Surface Pro 5 nicht leisten kann, der benötigt gegebenenfalls ein Netbook. Für Weiterbildung, Unterhaltung und Kommunikation, braucht auch der Unterprivilegierte ein tragfähiges, ausdauerndes und vielseitiges Gerät. Robust und günstig, bietet sich das Netbook an. Auch die Leistung der aktuellen Subnotebooks genügt den meisten Anforderungen. So muss der Studierende seine Mitschriften nicht länger per Hand abfassen. Auf dem Weg zur Uni kann er sich tags zuvor herunter geladene Fernsehserien anschauen. Mit Hilfe der Webcam kann sich die Studentin nebenbei ihr BAföG aufbessern oder ganz das Studium schmeißen. Ein im Test für gut befundenes Netbook ist vielseitig verwendbar und eröffnet unzählige Anwendungsmöglichkeiten. Dabei sind es nicht nur arme Menschen, welche sich seiner nicht entziehen können. Während Hartz IV Empfänger das Netbook als Erstrechner nutzen, verwenden ihn Arbeiter, Studenten und Angestellte, als mobile Ergänzung zum PC. Abgesehen von fehlender Leistung im Extrembereich, handelt es sich beim Netbook um einen vollwertigen Windowsrechner. Mittels externer Peripherie wie Maus, Tastatur und Monitor, lässt er sich genau so komfortabel händeln, wie ein Desktop-Rechner. Dabei verbraucht er wesentlich weniger Strom und lässt sich Platz sparend zusammen falten. Trotzdem greifen mittlerweile viele ehemalige Netbook Käufer lieber zu einem günstigen 2-in-1 Tablet mit Tastatur. Dessen Vielseitigkeit leidet in der Regel unter einem kleineren Display und einem schwachen Atomprozessor. Bessere 2-in-1 Tablets wie das Surface Pro 5 oder das Acer Switch Alpha 12 sind wesentlich teurer und kommen deshalb nur für Wenige als Netbook-Alternative in Frage.

Der Netbook Test im Detail

Einst ein trauriges Kapitel, gab es im Netbook Test 2017 viel Grund zur Freude, bei der Beurteilung der Hardware-Komponenten. Nur noch wenige Netbooks wagten sich mit Atom Prozessor und 2GB RAM zum Test. Zwar ermöglichen auch sie den Abruf von Emails, sind aber schon mit dem Aufbau einfacher Internetseiten überfordert. So nahmen wir zwei gefährlich untermotorisierte Netbooks nach Einsichtnahme des jeweiligen Datenblattes aus dem Test. Schließlich war es unser Ziel, das beste Netbook zum Testsieger zu küren, nicht aber den vorletzten Platz auszubaldowern. Immerhin 12 der 14 getesteten Netbooks boten im Vergleich zu den 2-in-1 Tablets des unteren Preissegments, deutliche Leistungsvorteile.

Die mobilen Prozessoren im Test

Die im Test verbliebenen Netbooks bezogen Ihre Kraft aus angemessen und sparsam agierenden Celeron- und Pentium CPUs mit integrierter Intel-HD Grafik. Diese heben sich in ihrer Leistung von den billigen Atom-CPUs ab, ohne mit einem Leistungsüberschuss zu glänzen. Immerhin ermöglichen sie das Ausführen nahezu jeder Office- und Multimediaanwendung, inklusive der flüssigen Wiedergabe von hochauflösenden Videos. Der Schritt vom kompromissbehafteten Billigrechner, hin zum praxistauglichen Allround-Genie wurde also vollzogen, wenngleich im Extrembereich noch immer die Leistung fehlt. Doch wer nutzt sein Netbook schon im Extrembereich? Gamer, Grafiker und Videoprofis, welche eine höhere Leistung erwarten oder gar benötigen, greifen bei der Wahl ihres Zweitgerätes nicht zum Netbook, sondern zum Surface Pro 5 oder zum Ultrabook Dabei eignen sich die besten Netbooks wie der Testsieger durchaus auch dazu, die Bereiche eines Erstrechners  bedingt abzudecken. Lediglich aktuelle 3D Spiele sollte man sich sparen und die zeitaufwendige Videokonvertierung in die Nachtstunden verlagern. Die Leistungsentfaltung der im Test verbliebenen Netbooks unterschied sich marginal. Ursächlich waren aber nicht die verbauten Prozessoren, sondern Arbeitsspeicher, Festplatten und Hitzemanagement (Wärmeableitung). Insbesondere die Frage, welcher Prozessor besser ist, Celeron oder Pentium, kann im Ergebnis unseres Testberichtes nicht beantwortet werden. Celeron und Pentium arbeiten sehr sparsam und stellen das erforderliche Mindestmaß an Leistung bereit. Nichts anderes erwarten wir in einem Netbook!

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Die Grafik-Lösungen im Vergleich

Seit einiger Zeit ist es üblich, den Grafikchip in die CPU zu integrieren. Daraus resultieren ein marginaler Leistungszuwachs und eine nicht zu vernachlässigende Energieeinsparung. Externe Zusatzgrafiken wie wir sie in höherwertigen Notebooks und Ultrabooks finden, sucht man beim Netbook vergebens. Seine Aufgabe besteht schließlich nicht darin Leistungsrekorde aufzustellen, sondern zu geringst möglichen Kosten, eine maximal mögliche Mobilität bereitzustellen. Auf die benötigte Grafik Leistung muss der Netbook Nutzer trotzdem nicht verzichten, es sei denn er versprach sich vor dem Kauf zuviel. Ein Netbook ist kein Ultrabook und auch kein Microsoft Surface Pro 5! Dabei ermöglichen die integrierten Grafikchips durchaus hohe Displayauflösungen und auch die Wiedergabe hochauflösender Videodateien. Einzig die Zahl der anzuschließenden externen Monitore und Fernsehgeräte ist begrenzt. Für einen externen FullHD-Monitor reicht die Leistung aktueller GPUs in jedem Falle. Die Netbook internen Displays beschränken sich zumeist auf die geringere HD-Auflösung, was bei einer Displaydiagonale von 11-13 Zoll auch sinnvoll erscheint.

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Die Netbook Displays im Test

Die Displays der aktuellen Netbooks sind nicht schlecht. Mitunter reichen Helligkeit und Kontrast nicht aus, um den mobilen Anforderungen zu genügen. Wer außerhalb von geschlossenen Räumen unterwegs ist, erkennt auf dem Display seines Netbooks oft nur seine von Bartstoppeln umgebenen Mitesser. Deshalb gab es von uns im Test immer dann Bonuspunkte, wenn ein Testkandidat mit einem entspiegelten matten Display daher kam, welches trotzdem brillant genug war, ein Video in ordentlicher Qualität wiedergeben zu können. Wer sein künftiges Netbook nicht nur zu Hause nutzen möchte, möge auf das Vorhandensein eines matten Displays oder auf eine hohe max. Helligkeit achten! Sobald etwas Umgebungshelligkeit dazu kommt, mutieren zu dunkle Glare-Displays zum nutzlosen Kosmetikspiegel. Bezüglich des Blickwinkels waren wir im Test etwas toleranter. Vor dem Netbook sitzt nur eine Person und diese sitzt direkt davor. Selten verteilt sich die Belegschaft einer Firma kollektiv vor dem Netbook, um gemeinsam an einer Aufgabe zu tüfteln. In einem solchen Falle stoßen alle Netbooks an ihre Grenzen. Direkt davor sitzend gab es bei keinem der Testprobanden Probleme mit dem Blickwinkel. Die besten Netbooks überzeugten im Test, mit einer HD-Auflösung. Die schlechtesten Netbooks jedoch auch. Der geringe Preis fordert seinen Tribut. Die geringe Displaydiagonale erübrigt eine FullHD Auflösung.

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Der Arbeitsspeicher

Wie viel Arbeitsspeicher ist nötig, um das Potential eines Netbooks ausschöpfen zu können? Hier streiten sich die selbsternannten Vollprofis und wir hauen in die Kerbe mit rein! Ausgeliefert werden immer noch viele Netbooks mit nur 2GB RAM, ohne Raum für Erweiterungen zu bieten. Möchte man ein solches Billig-Netbook aufrüsten, gilt es zunächst den alten Speicherriegel auszubauen und weg zu werfen. Zwei GB RAM sind für 50% aller Anwendungen zu wenig und verursachen einen starken Leistungsabfall, sobald neben dem standardmäßig im Hindergrund laufenden Antivirenprogramm, ein weiteres Programm geöffnet wird. Netbooks mit 2GB RAM sollten im Regal des Händlers verbleiben. Dort können sie dann irgendwann in dessen Konkursmasse einfließen.
Im Netbooktest 2017 hat sich eine Arbeitsspeichergröße von 4GB als üblich und optimal erwiesen. Netbooks mit 8GB Arbeitsspeicher gibt es zwar auch, aber wir konnten nicht ergründen wozu. Was im Desktopbereich erwünscht und unabdingbar, macht bei einem Netbook keinen Sinn. Vielleicht später einmal?! Es bräuchte einen besseren Prozessor, um vom 8GB Speicherriegel profitieren zu können. Von Nachteil ist der opulentere Arbeitsspeicher freilich nicht, es sei denn er erhöht den Preis. Und das tut er!

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Die "Massenspeicher" im Vergleich

Ein negatives Kapitel im Netbook Test 2017 stellt das Thema Massenspeicher dar. Leider sind die Hersteller dazu übergegangen, speicherintensive Festplatten gegen hanebüchene eMMCs auszutauschen. So bieten gängige Netbooks keine 500GB, sondern nur noch 32GB Massespeicher. Diese Maßnahme dient der Gewichts- und Energieeinsparung, reduziert aber auch die Wärmefreisetzung. In erster Linie sinken natürlich die Herstellungskosten. Dem Nutzwert kommt diese Abspeckung nicht zu gute. Jeder der sich mit Windows auskennt, weiß wie viel Speicher allein das Betriebssystem belegt. Da bleibt zwar noch etwas Raum für Anwendungen, aber die Dateien müssen ausgelagert werden, auf die SD-Card, den USB-Stick oder in die Cloud. Dies ist kein gleichwertiger Ersatz für eine 500GB HDD! Speicherintensive SSDs sollte man in einem Netbook freilich nicht erwarten. Diese sind den 3x so teuren Ultrabooks und 2-in-1 Tablets vorbehalten.
Kein getestetes Netbook fasste in dieser Rubrik eine gute oder gar sehr gute Testnote ab, wenngleich es immer noch Modelle mit speicherintensiven Festplatten zu kaufen gibt. Diese leiden aber naturgemäß unter einem höheren Gewicht, einer kürzeren Laufzeit und unter einer größeren Wärmeabgabe. Wer sein Netbook als Server nutzen möchte, muss allerdings darauf zurück greifen.
In Punkto Geschwindigkeit zeigte sich im Praxistest kein nennenswerter Unterschied zwischen eMMC und HDD. Eine eMMC ist halt keine SSD. Immerhin arbeitet sie genau so lautlos, während eine konventionelle Festplatte ganz schön vom Leder zieht.

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Die Lautsprecher im Test

Ein kleines Notebook wird die heimische Stereo-Anlage nicht ersetzen können. Trotzdem müssen die Lautsprecher eines Netbooks bestimmte Anforderungen erfüllen. Dazu gehört die fernmündliche Kommunikation (VoIP & Chat), ebenso wie die Videounterhaltung. Um den Gesprächspartner auch bei Nebengeräuschen verstehen zu können, sind ein ordentlicher Klang und eine angemessene Lautstärke vonnöten. Nahezu alle getesteten Subnotebooks erfüllten die Kriterien, solange niemand dazwischen hustete oder kein Motorrad vorbei knatterte. Schon bei geringsten Umweltgeräuschen, kam man selten am Headset vorbei, insofern man eines dabei hatte. Nur die besten Netbooks, so auch der spätere Testsieger, kamen mit ausgeklügelten Speakern daher, welche im Test trotz geringer Baugröße, eine brauchbare Lautstärke bereit stellten. Auch für die Unterhaltung sollten sie genügen, möchte man ein Internetvideo genießen oder einen Podcast hören. Eine Konzertatmosphäre vermochte natürlich keines der getesteten Netbooks zu imitieren, aber das konnten wir auch nicht verlangen. Musste man sich vorbeugen oder das Gerät an die Ohren halten, um einem Gespräch oder Hörbuch folgen zu können, galt es das entsprechende Netbook im Testergebnis abzuwerten. Schlechte Lautsprecher sind ein absolutes No-Go auf dem Weg zum Testsieger Titel. Immerhin 3 der zum Netbook Test angetretenen Kandidaten, warteten mit hoch anständigen Lautsprechern auf, so auch unser späterer Testsieger.

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Die Webcams der Mini-Notebooks im Vergleich

Immer häufiger bringen die Hersteller ihre Netbooks mit HD-Webcam auf den Markt. Daraus ergibt sich nicht zwangsläufig ein Vorteil, denn die aus der hohen Auflösung resultierenden Datenmengen müssen ja irgendwie übertragen werden. Um ein ruckelfreies Video zur Gegenstelle übertragen zu können, muss in der Regel die Qualität des Livebildes auf 0,3 Megapixel runter geregelt werden. Die HD-Auflösung kommt also kaum zum Tragen. Deren Nutzung empfiehlt sich nur, wenn beide Seiten über einen schnellen DSL- oder VDSL-Zugang zum Internet verfügen. Viel wichtiger erschien uns deshalb im Netbook Test, die Qualität der Videos. Faktoren wie Helligkeit, Kontrast, Farbtreue und Bewegungsschärfe, räumten wir auf der Suche nach dem Testsieger einen höheren Stellenwert ein. Hierzu begaben wir uns auf die Gegenseite und setzten uns vor den PC des Gesprächspartners. Dabei konnten wir gleich die integrierten Mikrofone der Testkandidaten unter die Lupe nehmen. Die Unterschiede waren doch recht immens. So wurden bei 3 Netbooks die Webcams gar nicht erst erkannt. Eine ließ sich nach zweistündiger Treibersuche in Gang bringen. Die anderen Mini-Notebooks arbeiteten anstandslos mit dem von uns verwendeten Skype zusammen. Dabei waren die Webcams dreier Subnotebooks so schlecht, dass der Gesprächspartner nicht zweifelsfrei identifiziert werden konnte. Darunter befand sich eine so genannte HD-Webcam (720p). Die restlichen Netbooks waren mit brauchbaren Webcams gesegnet. Sie waren zwar nicht für Passfotos, wohl aber für die Videokommunikation, auch unter Kunstlicht geeignet. Bei Nichtgebrauch gilt es Webcams immer abzudecken, um der Ausspionierung durch Trojaner zu entgehen. Leider gab es kein Netbook im Test, welches einen entsprechenden Schieber zur Abdeckung der Webcam bereit hielt.

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Verarbeitung, Haptik und Qualität der Subnotebooks

Durchweg zufrieden zeigten sich die Produktprüfer, mit der Material- und Verarbeitungsqualität der zum Vergleich angetretenen Netbooks. Auch wenn deren Spaltmaße mit der Lupe betrachtet, nicht immer astrein waren, so vermittelten doch die meisten Mini-Notebooks einen anständigen bis wertigen Eindruck. Rein von der Optik her, sehen die besten Netbooks fast wie Ultrabooks aus, nur eben etwas kleiner. Einige kommen eher robust und etwas einfach anmutend daher, aber keineswegs schäbig. Störend wirkte bei zwei der getesteten Netbooks, die ekelhaft schmierige Klavierlackoptik. Diese führte zu einer Abwertung im Testergebnis. Wirkt sie im sauberen Zustand billig und unmodern, so sieht sie im verschmierten Zustand verschissen und widerlich aus.
Die verwendeten Materialien sind nicht ganz so hochwertig, wie bei den deutlich teureren Ultrabooks, stammen aber trotzdem aus der Weltraumforschung. Heute stammt doch alles aus der Weltraumforschung (oder vom Bio-Bauer). Erst durch genaues Hinschauen erkennt der Fachmann einen qualitativen Unterschied. Die Fachfrau würde ihn gar nicht bemerken. Die Verarbeitung der meisten Netbooks ist nicht ganz so perfekt, wie es reiche Menschen vom Ultrabook her kennen. Beträgt ein Spaltmaß statt 0,01mm, sage und schreibe 0,012mm, tut dies der Funktionalität des Netbooks jedoch keinen Abbruch.
Die Netbook-Tastaturen hingegen unterschieden sich deutlich voneinander. Einige lieferten Anlass zur Kritik. Naturgemäß ist der Platz für eine Standardtastatur nicht vorhanden, weshalb man auf der Netbook-Tastatur schon mal daneben langt. Minuspunkte hatte diesbezüglich kein Testkandidat zu befürchten. Anders sah dies beim Druckpunkt einiger Tastaturen aus. Manchmal bog sich die ganze Klaviatur nach unten oder federte wie eine Lautsprecher-Membrane. Aber auch der Druckpunkt der einzelnen Tasten war nicht immer klar erkennbar. Zwei Mini-Notebooks disqualifizierten sich im Test, weil deren Tasten unterschiedliche Druckpunkte aufwiesen. Daran kann man sich beim besten Willen nicht gewöhnen. Dass dies nicht so sein müsste, zeigten neben dem Testsieger Netbook, zwei weitere Testprobanden. Sie boten klar definierte Druckpunkte und ermöglichten ein ermüdungsfreies Tippen längerer Textpassagen. Die Beschriftung der einzelnen Tasten erwies sich bei allen getesteten Subnotebooks als abriebfest, war aber bei einigen Testkandidaten etwas zu klein. Fehlsichtigen Computerfreunden empfehlen wir eine weiße Tastatur mit schwarzer Beschriftung! Der Vielschreiber kann daheim bei Bedarf via USB oder Bluetooth, eine ganz normale Standard-Tastatur koppeln.

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Ein Netbook kaufen

Die Anschaffung eines Netbooks

Natürlich muss der interessierte Leser unseres Netbook-Testberichtes nicht unseren Testsieger kaufen. Im Gegenteil! Er sollte seine eigenen Anforderungen erkunden und dann ggf. unter Zuhilfenahme diverser Testberichte z.B. der Stiftung Warentest, die für ihn beste Kaufentscheidung fällen. Dabei spielen neben dem geplanten Verwendungszweck, auch Faktoren wie der persönliche Geschmack, oder der Füllstand der eigenen Brieftasche eine Rolle. Vom Kauf gebrauchter Netbooks raten wir grundsätzlich ab, es sei denn man kennt den Vorbesitzer und bekommt Gelegenheit das Gerät ausgiebig zu testen. Mobile Computer werden oft arg strapaziert und weisen nach kurzer Zeit des Einsatzes, starke optische aber auch technische Fehler auf. Am Schlimmsten sind wohl so genannte Leasingrückläufer größerer Firmen, weil sich deren Erstnutzer im Umgang mit dem Fremdeigentum nicht sonderlich vorsehen. Leasingrückläufer gehören zum örtlichen Wertstoffhof, werden aber gerne mit dem Prädikat "Generalüberholt" weiterverkauft.
Sowohl neue als auch gebrauchte Netbooks sollten nicht auf Versteigerungsplattformen erworben werden. Auch neue oder als neuwertige angepriesene Geräte sind dort oft beschädigt und würden in einem Ladengeschäft keine Abnehmer finden. Deshalb haben sich viele Ladenbesitzer im Internet ein zweites Standbein geschaffen und verkaufen über die in Verruf geratenen Auktionshäuser, ihre 2. Wahl Ware ohne diese entsprechend zu kennzeichnen. Auch Leasingrückläufer und Gebraucht-Netbooks aus privater Hand, sollte man nicht über Internetplattformen kaufen. Es gilt heute fast schon als Kavaliersdelikt, auf den Defekt einer Ware nicht gesondert hinzuweisen.
Das Computerfachgeschäft ist viel zu teuer und der Elektronik-Großmarkt tut sich oft schwer mit der Rücknahme eines Netbooks bei Nichtgefallen. Deshalb empfehlen wir bei einer geplanten Neuanschaffung, immer den seriösen Onlinehändler. Doch wann ist ein Onlinehändler seriös? Das wichtigste Kriterium ist sicherlich die Möglichkeit der nachträglichen Rechnungszahlung. So kann man die Ware bei Erhalt erst auf Vollständigkeit, Zustand und Funktion prüfen, bevor man das Netbook bezahlt. Gefällt das Netbook nicht oder weißt es eine Anomalie auf, kann man das Gerät zurücksenden, ohne seinem Geld hinterher laufen zu müssen. Seriöse Onlineshops bieten zudem ausgedehntere Rücknahmefristen, versenden die Ware kostenfrei und holen sie auch kostenlos wieder ab (Großgeräte). Derart kundenfreundliches Verhalten, zeigten leider die wenigsten Internethändler. Oft muss man per Vorkasse, Nachnahme oder Paypal bezahlen und bekommt minderwertige Ware, welche dann nicht anstandslos zurück genommen wird. Der gute Ruf einiger Händler hat sich mittlerweile herumgesprochen, so dass an dieser Stelle keine Schleichwerbung betrieben werden muss.

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Support und Service

Schon vor dem Netbook Kauf sollte man sich über die Zeit nach dem Kauf Gedanken machen. Gehen Sie mal auf die Herstellerhomepage des von Ihnen bevorzugten Netbooks! Ist diese übersichtlich gestaltet und bietet sie einen gut organisierten Downloadbereich? Werden auch Updates für ältere Geräte bereitgestellt? Sind dort auch Treiber für alternative Betriebssysteme verfügbar? Auch wenn man dort nicht immer Linux Treiber für sein Netbook erwarten sollte, so sollten doch mehrere Windows-Versionen unterstützt werden. Windows 8  und Windows 10 sind nicht jedermanns Sache, während Windows 7 noch immer ganz gerne genutzt wird. Des Weiteren ist es empfehlenswert, vor dem Kauf des Netbooks, nach Supportforen im Internet Ausschau zu halten. Beliebte Geräte besitzen i.d.R. eine große Fangemeinde, welche sich in inoffiziellen Support-Foren, den Problemen und Fragen Bedürftiger annimmt. So wissen Sie schon vorher, dass Ihnen hinterher bei Bedarf geholfen wird. Auch den Service des Herstellers kann man prüfen, indem man mal eine schlaue Frage an den Support richtet. So könnte man schreiben "Hilfe mein Netzteil fiept. Was soll ich tun?" Erhält man keine oder nur eine nichts sagende Antwort, weiß man aus welchem Holz der Hersteller geschnitzt ist. Finger weg!

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Netbook Alternativen im Vergleich

Hielt die Natur zunächst keine natürlichen Netbook Feinde bereit, betraten alsbald Tablet und Smartphone die Bühne, um im einträglichen Revier der ultramobilen Mini-Notebooks zu wildern. Anfangs wenig erfolgreich, entwickelten sich diverse Underdogs rasant zu gefährlichen Fressfeinden. Smartphone und Tablet nahmen dem Netbook alsbald die Käufer weg. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, begann mit dem Ultrabook ein neuer Spuk. Auch wenn das Netbook in Reaktion darauf besser wurde, teilt es sich sein Futter künftig mit den folgenden Alternativen:

Das Tablet

Tablets offerieren dem Nutzer eine ganz spezielle Methode, seine Finger vom überschüssigen Fett zu befreien. Das Händewaschen gehört der Vergangenheit an, denn heute schmiert der Mann von Welt seinen Fettschmutz auf dem Display breit. Dank Multitouch-Displays gelingt dies sogar mit allen 10 Fingern gleichzeitig. Ganz nebenbei kann die neue Eingabemethode die Bedienung eines Computers gehörig erleichtern. Insbesondere die passive Erholung verlangt nach keiner Tastatur, also muss man sie auch nicht mit sich herum schleppen. Das Android- oder iOS-Tablet umschreibt man am besten mit dem Begriff Senioren-Smartphone. Es kann genau das Gleiche wie ein Smartphone, bietet aber das größere Display. Auch der Normalsichtige profitiert in einigen Anwendungen vom größeren Display des Tablets (verglichen mit dem Smartphone). Genau da kam früher das Netbook ins Spiel. Heute immer seltener, denn moderne 2-in-1 Tablets mit Windows 10 lassen sich mit eleganten Tastaturen (KeyDocks) koppeln, wodurch ein großer Teil der fehlenden Netbook-Funktionalität kompensiert wird. Bei gleichem Preis sind günstige 2-in-1 Tablets etwas kleiner und deutlich schwächer als ein gutes Netbook. Sobald sich dies ändert, hat das günstige Mini-Notebook ausgedient.

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Das Smartphone

Das Smartphone disqualifizierte sich ursprünglich aufgrund zu kleiner Displays, vom Vorwurf des Fressfeindes. Doch so wie der Golf von Generation zu Generation immer größer wird, verlangt auch das Smartphone nach wachsenden Hosentaschen. Heutige 5,5 Zoll Smartphones, werden dem Netbook schon etwas gefährlicher, zumal deren Display-Auflösungen nicht selten die des Netbooks übertreffen. So sind insbesondere größere Smartphones heute in der Lage, einen Teil der Aufgaben des Netbooks zu übernehmen. Besonders wenn es um die Videokommunikation oder um die leichte Unterhaltung geht, sind die Smartphones klar im Vorteil. Man muss keinen Rucksack mit sich rumschleppen, möchte man unterwegs die angesprochenen Aufgaben abdecken. Nebenbei ermöglichen die handlichen Geräte das Fotografieren, Filmen und Navigieren.
Dank ihrer Vielseitigkeit attackieren die Smartphones das Tablet etwas mehr als das Netbook. Wer Aufgabenstellungen zu erfüllen hat oder nachhaltig etwas dazu lernen möchte, sei es im Beruf oder in der Schule, kann mit dem Smartphone wenig anfangen. Wer in der Mathestunde telefonieren und mp3 Musik hören möchte, um der Realität zu entfliehen, sollte zum Smartphone greifen. Er wird zeitlebens, nichts mit dem Netbook anzufangen wissen. Heutzutage trägt jeder ein Smartphone bei sich, denn es ist klein, leicht und flexibel. Da gerät der Wunsch nach einem Netbook ganz weit in den Hintergrund.

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Das Ultrabook

Intel spezifizierte mit dem Ultrabook ein besonders leichtes, leistungsfähiges und ausdauerndes Subnotebook von edler Gestalt. Größenmäßig ist es angesiedelt zwischen Notebook und Netbook, während es deutlich flacher daher kommt. Das Ultrabook kostet etwa 3x soviel wie ein Netbook und 2x soviel wie ein Notebook. Wer es sich leisten kann macht nichts verkehrt, zieht er statt der Anschaffung eines Netbooks, den Kauf eines Ultrabooks in Betracht. Es ist ausdauernder, schneller, mobiler und schicker im Vergleich zum Netbook. Er sollte aber gleichermaßen den aufstrebenden Tablet-Markt nicht ausblenden. Denn wer das nötige Geld hat, bekommt auch ein leichtes, starkes und ausdauerndes Windows-Tablet mit koppelbarer Tastatur, wie z.B. das Microsoft Surface Pro 5.
Ultrabook-Interessenten machen im Gegenzug nicht verkehrt, informieren sie sich zunächst in einem seriösen Testbericht über die Fähigkeiten heutiger Netbooks. Wer unterwegs nur seinen Qffice-Kram erledigen möchte und maximal 3 Stunden am Stück vorm dem Subnotebook schuftet, der kann sich das Geld für ein Ultrabook sparen und stattdessen ein günstiges Netbook kaufen.

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Was bringt dem Netbook die Zukunft

Netbook, Ultrabook und Tablet verschmelzen mehr und mehr zu einem Einheitsbrei. Am Ende der Evolution steht das 2-in-1 Tablet mit KeyDock. Im Moment gibt es zwei Arten dieser Windows Tablets mit Tastatur. 1. Billig und schlecht. 2. Gut und teuer. Werden die teuren Tablets etwas günstiger, werden sie das Ultrabook ersetzen. Werden die günstigen 2-in-1 Tablets etwas besser, wird das Netbook vom Markt verschwinden. Schon jetzt ist der Name Netbook dem Begriff Mini-Notebook gewichen. Einen Netbook Test 2018 werden wir wohl nicht mehr brauchen. Die Zukunft des Netbooks ist besiegelt. Sicher nicht zum Nachteil des Konsumenten. Ein 2-in-1 Tablet des unteren Preissegmentes mit der Leistung eines heutigen Netbook Testsiegers, wäre eine Bereicherung für den Praxisalltag. So vorteilhaft die physische Tastatur des Netbooks mitunter ist, so sehr ist sie oft ein Klotz am Bein. Ein Sofasurfbrett braucht keine Tastatur. Auch wer auf dem Klo die Online-Ausgabe seiner Tageszeitung lesen oder Mau Mau spielen möchte, kann die Tastatur des 2-in-1 Tablets unkompliziert abdocken. Zum schreiben längerer Texte ist sie hingegen von Vorteil und schnell wieder mit dem Tablet verbunden. Vorerst profitiert das Netbook von seinem günstigen Preis-Leistungsverhältnis.

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