Testsieger im USB-Festplatten Test

Die besten externen Festplatten 2017 im Vergleich

Im Test externerFestplatten fanden wirden Testsieger 2017.Externe Festplatten eignensich zur Datensicherungund vorbeugenden Datenrettung.USB 3.0- und SSD-Festplattensind die Besten!

Die externe Festplatte hat in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung erfahren. Den Durchbruch schaffte die USB-Festplatte als Backupmedium. Nun dient sie auch noch der Speicherung und Bereitstellung von Multimediadateien, zum Beispiel am heimischen TV-Gerät. Dort via USB angeschlossen, ersetzt die externe Festplatte den Videorekorder. Parallel dazu kann man aus dem Internet herunter geladene Videodateien, unkompliziert auf dem TV wiedergeben, ohne erst eine BluRay brennen zu müssen. Somit sorgt die USB 3.0 Festplatte für Lebensqualität, ohne selbst ins Rampenlicht zu rücken. Die im Test zu beurteilenden externen Festplatten, sind keine Statussymbole wie Tablets oder Smartphones. Trotzdem geht es nicht mehr ohne sie. Externe Festplatten sind zum Selbstläufer geworden. Die Wahl der richtigen Variante ist unterdes nicht ganz einfach, wie unser USB-Festplatten Test 2017 zeigen wird. So gilt es im aktuellen Testbericht HDDs, SSDs, USB-Festplatten, eSATA-Festplatten und Speichermedien mit FireWire-Anschluss zu beurteilen. Als wäre dies nicht schon genug, erscheinen die externen Festplatten auch noch in verschiedenen Größen zum Test. Wir kürten eine USB 3.0 Festplatte zum Testsieger, welche zur Datensicherung heran gezogen werden kann, aber auch die Eignung zur Multimediafestplatte besitzt.

Die Geschichte der externen Festplatte

Schön war die Zeit, in welcher man seine Datensicherung auf einer Diskette vornehmen konnte. Die 1,44MB Speichervolumen genügten, um sein Lebenswerk vor der Vernichtung zu bewahren. Da passten Programme, Dokumente, Fotos und sogar ganze Betriebssysteme drauf. Heute beansprucht ein einzelnes Foto 10MB und mehr. Doch nicht nur wachsende Qualitätsanforderungen sorgten für größeren Speicherbedarf. Die Industrie ist stets bestrebt neue Produkte zu verkaufen, um Wachstum zu generieren. Deshalb verschärft sie peu à peu die Hardwareanforderungen. So werden Programme immer voluminöser ohne einen höheren Nutzwert zu bieten. Der Bedarf an Rechenleistung und Arbeitsspeicher steigt, ohne Mehrwert für den Anwender. Auch die guten alten Speichermedien genügen nicht mehr. CD und DVD sind schon lange über die Klippe gesprungen. Kann sich noch jemand an die Zip-Laufwerke erinnern? Für 12 Monate waren sie der Stern am Backup-Himmel. So groß wie eine Diskette, boten sie fast das Hundertfache an Speichervolumen. Heute könnte man sie mit 10 Fotos zum Platzen bringen. Die wiederbeschreibbare CD schien die Lösung zu bringen. Überall lagen fortan Silberscheiben herum und auch die DVD-RW änderte nichts daran. Nur die Diszipliniertesten unter uns vermochten es, die Übersicht über die zahlreichen Silberscheiben zu behalten. Benötigte man die gesicherten Dateien für eine Systemwiederherstellung, war eine der 10 CDs defekt. Die Datenrücksicherung erwies sich somit als unmöglich. Das Lebenswerk war zerstört. Geistreiche Zeitgenossen krempelten dann irgendwann die Festplatte von innen nach außen. Was im PC funktionierte, musste schließlich auch außerhalb des Computers für eine sichere Speicherung der Daten sorgen können. Mit Einführung des USB-Standards gab es schließlich keinen Grund mehr, der externen Festplatte die Existenz zu verweigern. Im laufenden Betrieb konnte sie an den Rechner gekoppelt werden und wurde sofort vom System als Laufwerk erkannt. Daten konnten ohne Brennprogramm auf die externe Festplatte geschoben und bei Bedarf schnellstens wieder abgerufen werden. Die Speicherkapazitäten wuchsen schnell und die Preise sanken auf ein angemessenes Niveau. Heute sichert man nicht nur seine Daten auf den externen Festplatten, sondern nutzt diese auch als Medium für die Wiedergabe von Videos, Fotos und MP3-Dateien. Einfacher, günstiger und sicherer geht es nicht! Die Festplatten sind von dauerhafter Natur und lassen sich beinah unendlich oft überschreiben. Davon ausgehen sollte man aber nicht unbedingt! Nur selten versagen allerdings interne und externe Festplatte gleichzeitig, so dass eine derart durchgeführte Datensicherung, als relativ sicher eingestuft werden kann. Liegt die Quote des Versagens bei Wechseldatenträgern à la CD oder DVD bei etwa 2 Prozent, so liegt die Gefahr des Datenverlustes bei Festplatten, bei etwa 0,004%. Bei Silberscheiben kommt oft noch ein Verlust in Folge von Schlampigkeit hinzu. Je nach Mensch liegt dieser nicht selten bei 100 Prozent.

Anwendungsgebiete der externen Festplatten

Datensicherung statt Datenrettung

Jeder der schon mal seine private Fotosammlung von "Profis" retten lassen musste weiß, dass die externe Festplatte eigentlich ein Geschenk Gottes darstellt. Die Datenrettung von einer abgerauchten internen Festplatte ist oft so teuer, dass man lieber den Verlust der Familienfotos in Kauf nimmt. Professionelle Datenretter lassen sich die Rettung der verlorenen Daten so gut bezahlen, dass sie sich die größten Autos leisten können. Oft geht es um wertvolle Familienfotos oder Dokumente, die unbedingt wieder her müssen, koste es was es wolle. Dies müsste aber nicht sein, würde man sich die Mühe machen, seine Daten hin und wieder zu sichern. Oft genügt es schon, alle 3 Monate ein Backup durchzuführen. Für einen gewissen Zeitraum sind die wertvollen Fotos nicht nur auf der internen Festplatte, sondern auch auf der SD-Card des Fotoapparates gespeichert, so dass ein tägliches Backup gar nicht notwendig ist. Spätestens aller 6 Monate ist aber eine Datensicherung unabdingbar! Externe Festplatten machen dies so einfach wie möglich. Man stöpselt sie an den Rechner und kopiert die erhaltenswerten Dateien einfach auf das externe Speichermedium. Geht dann die interne Festplatte einmal kaputt, was im Schnitt jedem zweiten Computernutzer einmal passiert, kann das gesicherte Datenmaterial unkompliziert auf die neue Festplatte zurück gesichert werden. Zahlreiche Backup-Programme helfen dabei, werden aber oft gar nicht benötigt. Via Dateiexplorer können die Dateien einfach hin und her geschoben werden. Diverse Backup-Programme helfen aber auch dabei, das gesamte Betriebssystem inklusive aller Dateien zurück zu sichern, so dass auch die aufwendige Wiederherstellung des Betriebssystems entfällt. Externe Festplatten sind ein billiges Wunderheilmittel zur Rücksicherung verloren gegangener Lebensleistung.

zum Testanfang

Erweiterung der internen Festplatte

In Zeiten von Netbook und Tablet sind die Speichervoluminas der internen Festplatten oft begrenzt. Auch in Ultrabooks werden häufig sehr kleine SSD-Festplatten verbaut. Diese sind sehr schnell und sparsam im Energieverbrauch, bieten aber ein sehr geringes Speichervolumen. Die eigene Videosammlung bleibt dann notgedrungen außen vor. Irgendwo müssen die Schmuddelfilmchen aber gelagert werden. Auch hier bietet sich die externe Festplatte an. Während man Betriebssystem, Programme und wichtige Dokumente auf der kleinen internen SSD speichert, kann man größere Multimediadateien auf eine externe Festplatte auslagern. Diese kann stetig via USB, eSATA oder FireWire gekoppelt oder nur bei Bedarf angeschlossen werden. Gerade kleinere Computer mit kritischer Luftzirkulation im Inneren, wie Netbook oder Tablet, profitieren sehr von solch einer Lösung. Verbaut man innerhalb des Rechners eine SSD statt einer HDD, so reduziert dies die Wärmefreisetzung um gut 95%. In Kombination mit einer Energiespar-CPU kann dann oft gänzlich auf einen Lüfter verzichtet werden oder der vorhandene Lüfter kommt nur im Extremfall zum Einsatz. Da das bezahlbare Speichervolumen der SSD-Festplatten noch sehr begrenzt ist, bietet sich in Ergänzung dazu, die externe HDD an. Im Ergebnis unseres Testberichtes seien an dieser Stelle ganz klar die externen 2,5 Zoll USB 3.0 Festplatten empfohlen. Im Gegensatz zu den größeren 3,5 Zoll Festplatten benötigen sie keine eigene Stromversorgung, was das Koppelungsmanöver unheimlich vereinfacht (USB-Stecker rein - fertig).

zum Testanfang

Die externe Festplatte als Mediaserver

Mit Etablierung der externen USB-Festplatte verschwanden Videokassette, DVD und auch CD aus unseren Wohnstuben. Sogar die Blu-Ray führt nur ein Schattendasein. Die nahezu unbegrenzt wiederbeschreibbaren USB-Laufwerke bieten ein enormes Speichervolumen zum unschlagbar günstigen Preis. Verwaltung und Wiedergabe von Medien aller Art, gestallten sich dank externer Multimediafestplatten besonders einfach. Die Zeiten in denen überall Silberscheiben mit undefinierbarem Inhalt in der Wohnung verstreut lagen, sind Geschichte. Videorekorder und DVD-Rekorder braucht heut niemand mehr. Nur ganz hart Gesottene setzen noch auf die BluRay als Speichermedium. Auch sie gibt es in wiederbeschreibbarer Ausführung.
Wer es einfach mag, der zieht sich all seine mp3s, Videos und Fotos auf eine riesige Festplatte. Das Ordnen der Daten in Unterordnern kann am PC erfolgen. Möchte man nun seine Dateien wiedergeben, bieten sich dem Nutzer zahlreiche Möglichkeiten. So kann man die externe USB-Festplatte an einen Computer, TV oder Sat-Receiver mit vorhandener USB-Buchse anschließen. Fast alle dieser modernen Unterhaltungsgeräte besitzen mittlerweile einen integrierten Multimediaplayer, welcher sich mittels USB speisen lässt. Leider sind einige Geräte etwas wählerisch was die wiederzugebenden Formate betrifft. Da sollte man vor dem Kauf eines Fernsehers unbedingt drauf achten! Auch wenn die Hersteller aktuell ihren Mediaplayern eine größere Bedeutung zumessen, so gibt es immer noch sehr schlechte Beispiele. Diverse Internetforen klären darüber auf!
Eine weitere Möglichkeit bieten WLAN-Router mit USB-Anschluss. Eine daran gekoppelte USB-Festplatte verteilt Ihre Daten dann via WLAN und DLNA-Protokoll im ganzen Haus (NAS). DLNA-taugliche Multimediaplayer können dann ohne etwas konfigurieren zu müssen, auf den Datenbestand der Netzwerk-Festplatte zugreifen. DLNA-tauglich können u.a. Smartphone, Fernseher, Sat-Receiver oder BluRay-Player sein. Die Hersteller gehen momentan konsequent dazu über, DLNA in ihre Geräte zu integrieren.
Alternativ zur Multimediafestplatte gibt es die so genannten "NAS-Systeme", welche mehrere Festplatten integrieren und ihre Daten dem gesamten Netzwerk bereitstellen. NAS-Systeme waren nicht Gegenstand unseres Testberichtes.

zum Testanfang

USB-Recording für Geräte mit PVR-Funktion

Besitzt man einen Fernseher oder Sat-Receiver mit PVR-Funktion (auch USB-Recording genannt), dient die externe Festplatte als Videorekorder, welcher nebenbei TimeShift, also das anhalten des laufenden Programms ermöglicht. Hierzu benötigt man eine externe Festplatte mit nicht zu geringer Schreibgeschwindigkeit. USB 2.0 Festplatten sollten eigentlich genügen. Leider gab es im USB-Festplatten Test einige Fernseher, welche nur Festplatten mit eigener Stromversorgung akzeptierten. Solche Fernseher sollte man links liegen lassen. Nur wenn ein TV-Gerät 2,5 Zoll Festplatten ohne separate Stromversorgung akzeptiert, sollte man dessen Anschaffung in Erwägung ziehen. Nur so ist ein unkomplizierter und stromsparender Einsatz gewährleistet. Auch wenn gute USB 2.0 Festplatten den Anforderungen des USB-Recordings genügen sollten, gilt es im Interesse der Zukunftssicherheit auf USB 3.0 Festplatten zu setzten! Sie sind abwärtskompatibel und heute schon günstiger als USB 2.0 Festplatten. Da die Fernsehsender auch ihr HD-Bild stets verbessern, müssen Festplatten mit immer höheren Datenraten zurecht kommen. Für die Aufnahme hochauflösender Fernsehprogramme könnte eine USB-3.0-Festplatte bald zur Notwendigkeit werden. Vorraussetzung ist dann natürlich auch, dass der Fernseher diesen schnellen Standard unterstützt. Kompatibel ist er allemal, so dass die USB-3.0-Festplatte, schon heute der USB 2.0 Festplatte vorzuziehen ist!
Die TimeShift-Funktion ermöglicht es nicht nur das laufende Programm einzufrieren, um es später an gleicher Stelle fortzusetzen, z.B. weil es an der Haustür klingelte, sondern man kann so auch die unerwünschte Werbung überspringen. Den HD+ Standard, also das hochauflösende Fernsehen der Privaten, sollte man in diesem Zusammenhang meiden. Dieser verhindert das Vorspulen. Stattdessen sollte man die normal auflösenden Varianten der Privatsender "Genießen". Auf einem guten und nicht zu großen LED-TV merkt man keinen Unterschied!
Wenn Sie TV-Aufnahmen später am Rechner weiter verarbeiten möchten, gilt es schon beim Kauf von TV oder Sat-Receiver darauf zu achten, dass diese in einem gängigen Format aufzeichnen. Ansonsten können Sie die aufgenommenen Sendungen nur an dem Gerät wiedergeben, an welchem sie aufgenommen wurden (DVR-Funktion)..

zum Testanfang

Varianten der externen Festplatten

Die Anschlusstypen: externe eSATA-, FireWire- und USB-Festplatten

Die Anschlussvarianten lichten sich. Zwar gibt es immer noch eSATA-, FireWire-, und USB 2.0 Festplatten, aber der USB 3.0 Festplatte scheint die mittelfristige Zukunft zu gehören. Der USB 3.0 Standard ist nicht nur sehr schnell, sondern nahezu an jedem Rechner, TV oder Sat-Tuner vorhanden. Auch wenn ältere Geräte nur mit einem USB 2.0 Anschluss ausgerüstet sind, so lassen sich dennoch aktuelle externe USB 3.0 Laufwerke daran betreiben, wenn auch mit reduzierter Geschwindigkeit. Externe FireWire 800 Festplatten erwiesen sich im Test ebenfalls als ausreichend schnell, scheiterten letztendlich aber an der geringen Marktdurchdringung. Kaum ein Gerät der Unterhaltungsindustrie integriert den FireWire-Anschluss. Auch in aktuellen Notebooks wird der FireWire-Anschluss weggelassen. Ältere Notebooks hielten oft einen FireWire 400 Anschluss vor, welcher statistisch gesehen, zum seltensten genutzten Anschluss mutierte. FireWire-Festplatten spielen heute in der Praxis keine Rolle mehr. Auch gängige WLAN-Router, Fernseher oder Multimediaplayer bieten keine geeignete Anschlussmöglichkeit. Ein ähnliches Schattendasein führt die externe eSATA-Festplatte, obwohl auch sie sich im Test mit guten Datendurchsatzraten präsentierte. Vor der Einführung von USB 3.0 räumte man den eSATA-Festplatten gute Chancen ein, da sie deutlich schneller waren, als die bis dahin üblichen USB 2.0 Festplatten. Außerdem benötigen eSATA-Festplatten generell keine externe Stromversorgung. Zwar kommen viele 2,5" USB-Festplatten auch ohne Stromversorgung aus, müssen aber oftmals via Y-Kabel an das Notebook angeschlossen werden, damit dieses nicht überhitzt. Auch der eSATA-Anschluss konnte sich in den Geräten der Unterhaltungselektronik nicht etablieren, so dass eSATA-Festplatten nicht universell verwendbar sind. Unkompliziert und universell einsetzbar, sind hingegen externe USB 3.0 Festplatten. Sie sind abwärtskompatibel, bieten einen schnellen Datendurchsatz und erscheinen uns am günstigsten. Sowohl SSD als auch HDD sind mit USB 3.0 Anschluss zu haben. Im Test der Anschlussvarianten küren wir die externe USB 3.0 Festplatte zum Testsieger 2017.

zum Testanfang

Die Größen: 3,5", 2,5" und 1,8 Zoll-Festplatten im Vergleich

Die optimale Größe im Vergleich der externen Festplatten zu finden, war recht einfach. Noch einfacher war es, die ungünstigste Größenvariante ausfindig zu machen. Externe 3,5 Zoll Festplatten sind so ziemlich das Ärgerlichste was einem passieren kann! Sie übertreffen in ihrer Größe einen Desktop-PC und benötigen ein klobiges externes Netzteil für die Stromversorgung. Sie sind laut, wirken überall deplaziert, sind schlecht zu händeln und dauernd fällt ein Kabel ab. Letzteres machte sich im Test besonders negativ bemerkbar. Verhedderten sich bei der Installation der Festplatte Netz- und Datenkabel, was regelmäßig passierte, löste sich meistens mindestens eines der Kabel von der Festplatte. Auch in Ruheposition viel hin und wieder ein Kabel ab. Laufende Datenübertragungen werden so natürlich abgebrochen. Es können sogar Daten auf dem Datenträger beschädigt werden! Grundsätzlich sei daher von externen 3,5 Zoll Festplatten abgeraten, wenn es da nicht auch ein paar Vorteile gäbe. So sind die 3,5 Zoll Festplatten nicht so sehr auf Sparsamkeit und Mobilität getrimmt. Dies ist freilich auch ein Nachteil, hat aber oft eine höhere Schreib- und Lesegeschwindigkeit zur Folge. Ob diese höhere Geschwindigkeit tatsächlich vonnöten ist, steht auf einem anderen Blatt. Moderne SSD-Festplatten kommen deutlich kleiner daher und sind noch schneller. Der zweite Vorteil der ext. 3,5" HDD ist im günstigeren Speichervolumen zu finden. So bieten die 3,5 Zoll Varianten mehr Speichervolumen für das gleiche Geld, im Vergleich zu den praktischeren 2,5 Zoll Festplatten. Hier konnte man aber in den letzten Jahren eine deutliche Angleichung verspüren. Auch der finanzielle Aspekt ist heute kein Grund mehr, sich mit einer externen 3,5 Zoll Festplatte zu belasten.

Das gängigste Format spiegelt derzeit die externe 2,5-Zoll USB-Festplatte wieder. Sie ist ohne externes Netzteil zu betreiben, da sie ihren Strom über das USB-Kabel bezieht. Bei älteren Laptops kann dies zur Überhitzung und zum Defekt des Notebooks führen. Aus Sicherheitsgründen legen die Hersteller deshalb den externen 2.5" Festplatten oft ein Y-Kabel bei. Dies soll die Belastung auf 2 USB-Buchsen verteilen. Im Test verwendeten wir ausschließlich einfache USB-Standard-Kabel. Die Y-Kabel flogen gleich in die Tonne. Trotzdem sollte der Anwender bei größeren Datentransfers ab und zu die Temperatur des Notebooks, Netbooks oder Nettops überprüfen. Im Einzelfall sollte dann tatsächlich auf das Y-Kabel zurück gegriffen werden. 2,5" USB 3.0 Festplatten sind mittlerweile sehr preiswert. Im Test agierten sie sehr laufruhig und ausreichend schnell. Zudem verbrauchen sie weniger Strom und sind wesentlich einfacher zu handhaben. Externe 2,5 Zoll Festplatten sind sehr mobil, was man von den größeren Brüdern in keinster Weise behaupten kann. Es gibt sie hauptsächlich in Form der klassischen HDD, aber auch schon als SSD. Die SSD ist wesentlich schneller, geräuschlos, noch sparsamer im Energieverbrauch, aber sehr sehr teuer in der Anschaffung. Kostet das Gigabyte einer externen 2,5 Zoll HDD keine 5 Cent, so schlägt das GB SSD mit gut einem EUR zu Buche. Der externen SSD gehört die ferne Zukunft. Zur Zeit wird sie schon als interne Festplatte in kleineren Rechnern verwendet. Im Test externer Festplatten prüften wir ausschließlich externe HDDs.

Die externe 1,8 Zoll Festplatte soll im Testbericht nicht verheimlicht werden. In ein bis zwei Jahren wird es kein anderes Format mehr geben. Sie ist noch sparsamer und mobiler als die 2,5 Zoll-Variante, was ihr letztendlich zum Durchbruch verhelfen wird. Mit Etablierung der SSD, wird das 1,8 Zoll Format zum Standard werden. Zur Zeit ist der Preis pro GB schlicht zu hoch, bzw. das Speichervolumen der externen 1,8 Zoll Festplatten ist zu gering. Den externen Micro USB Festplatten sollte die mittelfristige Zukunft gehören. Vorraussetzung dafür sind ein kleiner Preisverfall und ein geringer Geschwindigkeitszuwachs. Langsam und unerschwinglich sind sie schon heute nicht mehr. Im USB-Festplatten Test 2017 spielten die 1,8 Zoll USB 3.0 Laufwerke noch keine Rolle. In den kommenden Jahren werden sie den Testsieger stellen.

zum Testanfang

Bauformen: SSD oder HDD, das ist hier (noch nicht) die Frage

Es wurde bereits einiges zu den Vor- und Nachteilen von HDD und SSD gesagt. Den Durchbruch der externen SSD (Solid State Drive) verhindert derzeit noch der extrem hohe Preis. Davon ab ist die SSD der HDD, dank des Wegfalls bewegter Teile, in allen Bereichen überlegen. Dies hindert uns nicht daran, eine externe HDD zum Testsieger zu küren. Wenn eine externe 1TB HDD 50 EUR kostet und eine externe 1TB SSD 500 EUR, dann wird jeder unsere Wahl verstehen. Es wird keine 3 Jahre dauern, bis sich dieses Missverhältnis angeglichen hat. Wenn es soweit ist, können die Hersteller die Produktion der HDD einstampfen. Doch keineswegs ist die HDD schlecht! Sie ist schnell und zuverlässig, womit die Hauptkriterien für einen Testsieger erfüllt wären. Dass sie mehr Abwärme freisetzt, stört bei einer externen Festplatte auch nicht weiter. Innerhalb eines Tablets sieht dies anders aus, weshalb die SSD heute schon in mobilen Rechnern eingesetzt wird. Außerhalb von Rechnern, wo es besonders auf große Speichervoluminas ankommt, rechnen sich die Vorzüge der SSDs noch nicht. Die Vorteile sind eine höhere Schreib- und Lesegeschwindigkeit, eine absolute Laufruhe, ein sehr geringer Energiebedarf und eine wesentlich geringere Wärmefreisetzung. Sinken die Preise deutlich, wird man auf die Vorteile der SSD auch in externen Festplatten nicht verzichten wollen. Bis dahin stellen externe 2,5 Zoll HDDs eine sehr gute Lösung dar, welche allen Anforderungen gewachsen ist.

zum Testanfang

Alternativen zur externen Festplatte im Vergleich

Online-Festplatte, Cloud oder iCloud

Wie immer man die Datenwolke nennen mag, es bleibt eine Online-Festplatte. Angesichts ihrer Nachteile sollte man die Vorteile schnell wieder vergessen. Im Einzelfall kann eine Cloud ganz hilfreich sein. Möchte man Apps oder kleinere Dateien unkompliziert vom Computer auf das Smartphone übertragen, so lädt man die zu übertragenden Dateien in die Cloud. Nun kann man von überall auf der Welt, auf die Onlinefestplatte zugreifen, um die gewünschten Dateien, Programme oder Medien abzurufen. Leider gibt es da einige Probleme die man erwähnen muss. Um eine Online-Festplatte halbwegs wie eine normale Festplatte nutzen zu können, müssten die Internetanbindungen viel schneller sein. DSL 16.000 ist deutlich zu langsam, sollen größere Videodateien aus der Cloud geladen werden. Aber noch viel schlimmer sieht es aus, möchte man große Dateien uploaden, also auf die Online-Festplatte schieben. Heutige Internetzugänge bieten zwar oft eine brauchbare Downloadgeschwindigkeit, aber die Uploadgeschwindigkeit ist nicht selten 10x geringer. So wird das Ablegen größerer Dateien jenseits der 10MB zur Qual. Eine Videodatei hat schon mal 1000MB und mehr. Größere Backups sind gänzlich unmöglich. Uns ist auch keine Software bekannt, welche dies automatisiert im Hintergrund erledigt. Dieses Problem wird sich mit der Zeit von selbst erledigen. Mit dem flächendeckenden Ausbau von LTE, dem Wegfall jeglicher Downloadlimits und der Zusammenlegung von Weihnachten und Silvester, sollte die Nutzung von Onlinefestplatten etwas komfortabler werden. Ein Problem lässt sich keinesfalls lösen. Die Daten auf der Online-Festplatte sind nicht sicher vor fremden Zugriffen. Zwar kann nicht jeder Piesepampel auf die passwortgeschützte Datenwolke zugreifen, aber Geheimdienste wie C.I.A. oder BND mit Sicherheit. Vertrauliche Daten sollten deshalb niemals auf einer Onlinefestplatte gesichert werden!

zum Testanfang

SD-Card und USB-Speicher-Stick

Eine einfache Methode der Datenspeicherung und -übertragung bieten die beliebten USB-Sticks und SD-Karten. Die Preise dieser kleinen Wechseldatenträger sind enorm gefallen und die Speicherkapazitäten gewachsen. Geht es nur darum ein paar Videos vom Rechner zum TV zu übertragen, sollte ein 16GB USB-Speicherstick locker ausreichen. Auch kleine Micro-SD-Cards mit 32GB Speichervolumen sind heute unter 30 EUR erhältlich. Im Falle einer Hausdurchsuchung könnte man eine Micro-SD-Card unterm Fingernagel oder hinter der Tapete verstecken. USB-Sticks lassen sich partitionieren, formatieren und verschlüsseln. Gleiches gilt für SD- und Micro-SD-Cards. Da das Speichervolumen der beiden Alternativen, im Vergleich zu externen Festplatten sehr gering ausfällt, eignen sie sich nicht zur Datensicherung und auch nicht zur Anlage großer Multimedia-Sammlungen. Die MP3-Sammlung sollte unterdes Platz finden. SD-Card und USB-Speicherstick sind oft auch zu langsam, um die USB-Recording-Funktion eines Fernsehers nutzen zu können. Bei besseren Exemplaren ist die Schreibgeschwindigkeit heute schon hoch genug. In Zukunft werden SD-Card und USB-Speicher eine noch bessere Schreib- und Lesegeschwindigkeit zu bieten haben. Besonders mit einem USB-Speicherstick ist man sehr flexibel. Man kann nicht nur seine Dateien überall mit hinnehmen, sondern auch Programme und ganze Betriebssystemumgebungen. Ein USB-Anschluss welcher ja auch für die externe Festplatte notwendig wäre, findet sich fast überall. Etwas schwieriger sieht es bezüglich der SD-Card-Steckplätze aus. Hier kann man sich aber mit einem USB-Lesegerät behelfen. Oftmals besitzt man so etwas schon, ohne dass man es weiß. UMTS-Sticks oder MP3-Player besitzen oft einen Micro-SD-Einschub und können als USB-Adapter fungieren. Noch mehr als die externe Festplatte, sind SD-Card und USB-Stick für das Verschwinden von CD, DVD und BluRay verantwortlich.

zum Testanfang

Wiederbeschreibbare Silberscheiben

CD, DVD und BluRay gibt es auch in mehrfach wiederbeschreibbarer Form. Spielt die CD-RW mit ihrem kümmerlichen Speichervermögen von 650MB keine nennenswerte Rolle mehr, so gibt es immer noch einige Leute, welche die Brennfunktion ihres DVD-Laufwerkes tatsächlich nutzen! 4,7GB Speichervolumen sind nicht viel, aber manchmal genügen sie. Als problematisch erweist sich häufig die Kompatibilität der gebrannten Rohlinge. Brennt man ein Video auf DVD, spuckt der DVD-Player unterm TV das Ding in 80% aller Fälle wieder aus. Da hat man statt auf DVD-RW auf DVD+RW gebrannt oder man hat die DVD nicht abgeschlossen oder der DVD-Player kann mit dem Datei-Format nichts anfangen. Irgendwas geht immer schief. Kaum einer tut sich diesen Mist noch an. Bei der BluRay sieht es nicht anders aus, wenn auch die Speicherkapazität mit 25GB schon etwas brauchbarer anmutet. Ein großes Problem bei den verschiedenen Silberscheiben stellt auch deren begrenzte Haltbarkeit dar. Schon nach dem Brennen sind einige Speichermedien unlesbar. Dies merkt man oft erst, wenn man die Daten wieder zurücksichern möchte. Spätestens nach 5-10 Jahren kann man seine CD-RWs und DVD-RWs wegwerfen, auch wenn sie nicht durch häufige Nutzung zerkratzt wurden. Eine ernstzunehmende Alternative zur externen Festplatte stellt auch die wiederbeschreibbare Blu-ray Disc nicht dar. Zu umständlich ist der Datentransfer, das Speichervolumen ist zu gering und die meisten Endgeräte können nichts mit der gebrannten Silberscheibe anfangen. Zudem verliert man schnell die Übersicht über die gebrannten Scheiben und schmeißt sie irgend wann in den Müll, weil man gar nicht mehr weiß was drauf ist.

zum Testanfang

Eigenbau: Eine externe Festplatte selber bauen

Die beste Alternative zum Kauf einer externen Festplatte, stellt der Eigenbau einer solchen dar. Auch semiprofessionelle Computerfreunde horten nicht selten alte interne Festplatten aus ausrangierten Rechnern im Schrank. Baut man eine interne Festplatte in ein externes Festplattengehäuse (ca. 5 EUR), hat man eine astreine USB-Festplatte. Handwerkliches Geschick ist dafür nicht vonnöten. Achten sollte man beim Kauf eines externen Festplattengehäuses darauf, dass dieses zur Festplatte passt. Haben Sie eine alte 2,5-Zoll IDE-Festplatte, so können Sie mit einem 3,5" SATA-Gehäuse nichts anfangen. Es gilt dann halt ein externes Festplattengehäuse für 2,5" IDE-Festplatten zu kaufen. Sinnvoll ist so ein Eigenbau natürlich nur dann, wenn die ausrangierte interne Festplatte über ein gewisses Speichervolumen verfügt. Jenseits der 120GB sollte es sich durchaus lohnen. Eine selbst gebaute externe Festplatte, steht einer fertig gekauften in nichts nach. Verwendet man jedoch eine ältere IDE-Festplatte für den Eigenbau, sind Schreib- und Lesegeschwindigkeit nicht gerade rekordverdächtig. Testweise verwendeten wir eine alte 2,5 Zoll IDE-Notebookfestplatte für die USB-Recording-Funktion am Samsung- und am Sony-TV. Auch ohne externe Stromversorgung funktionierte dies reibungslos. Ausrangierte Festplatten sinnlos im Schrank zu horten ist ein Frevel! Bauen Sie sich Ihre externe Festplatte selbst!

zum Testanfang

Tipps im Umgang mit der externen Festplatte

USB-Festplatte partitionieren

Wenn Sie ein Festplattenmodell mit großer Speicherkapazität erworben haben, empfiehlt es sich zunächst den Datenträger zu partitionieren. Verschiedene im Internet auch als Freeware erhältliche Programme ermöglichen es, die externe Festplatte in mehrere unabhängige Bereiche bzw. Partitionen zu unterteilen. Haben Sie beispielsweise eine 4TB USB-Festplatte gekauft, benötigen Sie selten die ganzen 4TB für regelmäßige Backups. Besitzt Ihr Computer eine interne 1TB Festplatte, sollten Sie auf der externen Festplatte eine Partition in selber Größe für regelmäßige Backups anlegen. Mittels "TrueCrypt" kann diese Partition vollständig verschlüsselt werden. Eine weitere 1TB-Partition könnte für Multimediadateien eingerichtet werden. Sie kann genutzt werden, um mp3s, Videos und Fotos über das Netzwerk zu streamen oder um den TV damit zu füttern. Der restliche 1TB Speicherplatz könnte als Partition für die PVR-Funktion des Sat-Receivers herhalten. Um die USB-Recording Funktion von Sat-Tuner oder TV nutzen zu können, wird stets ein speziell formatierter Festplattenbereich benötigt. Einige TV-Geräte benötigen leider eine separate Festplatte, weil sie Laufwerke mit mehreren Partitionen nicht händeln können.

Externe Festplatte oder einzelne Partitionen verschlüsseln

Speichern oder sichern Sie vertrauliche Daten auf Ihrer USB-Festplatte, ist es dringend ratsam, die Festplatte oder die entsprechende Partition zu verschlüsseln. Die Freeware "TrueCrypt" bietet sich dafür an und sorgt für ein hohes Maß an Datensicherheit und Datenschutz. Wird Ihr Backupmedium einmal beschlagnahmt, gestohlen oder geht es auf Reisen verloren, so ist der Zugriff auf dessen Inhalt für viele Jahre unmöglich. Für einen ev. Prozess können die kompromittierenden Daten dann nicht mehr heran gezogen werden. Nicht legal erworbene eBooks, Videos oder Programme, sollten Sie nie in einem unverschlüsselten Festplattenbereich aufbewahren!
Bordeigene Verschlüsselungsprogramme sollte man nicht zur Verschlüsselung eines Laufwerkes heranziehen, da sie Hintertürchen für Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden enthalten. Wir verwenden gerne TrueCrypt, dessen Macher von genannten Institutionen aus dem Weg geräumt wurden. Das Programm gibt es nach wie vor. Auch Dateien welche man in die Cloud auslagert, sollten vorher mit TrueCrypt verschlüsselt werden.

Die externe Festplatte aufräumen, Spuren vernichten

Entsorgen Sie regelmäßig den Datenmüll welcher sich im Laufe der Zeit auf dem Datenträger ansammelt. Dieser Datenmüll sollte nicht nur gelöscht sondern geschreddert werden. Auch freie Speicherbereiche sollten regelmäßig überschrieben werden. Nur so ist sichergestellt, dass die gelöschten Dateien nicht von Unbefugten wieder hergestellt werden können. Auch hierfür gibt es gute Freeware. Der "CCleaner" wäre als Beispiel zu nennen, wenn es darum geht Spurenvernichtung zu betreiben. Aus eigener Erfahrung raten wir an dieser Stelle von kommerzieller Software oder auch Freeware mit Registrierungszwang ab. Diese Spurenvernichter übertragen oft kompromittierende Daten an den Entwickler, welcher sie dann mit Ihrem Namen in Verbindung bringen kann. Gerne wird die Updatefunktion als Trojaner verwendet. Die Hersteller weisen sogar vorschriftsmäßig am Ende der AGBs darauf hin, in dem Wissen natürlich, dass sich kein Mensch die AGBs durchließt. Sicherheitshalber sollten mehrere Spurenvernichter eingesetzt werden, da kein Programm zur Spurenvernichtung im Test alle Spuren zu löschen vermochte.

zum Testanfang

Die Datenrettung von einer defekten Festplatte

Die vorbeugende Datensicherung auf einer externen Festplatte erübrigt die teure Datenrettung. Doch wer sichert schon regelmäßig seine Daten? Jeder Zweite hat schon einmal im Verlaufe seines Lebens, seinen Datenbestand verloren, sei es durch einen Festplattendeffekt oder weil er seine Festplatte versehentlich formatiert hat. Oft sind dann die Familienfotos verloren und auch die Sammlung unmoralischer Videodateien ist zumeist dahin. Nun zu sagen, ach hättest du nur regelmäßig ein Backup durchgeführt, hilft dem Betroffenen nicht weiter. Stattdessen möchten wir einige Tipps zur Datenrettung geben. Zunächst gilt es zu prüfen, ob nicht doch irgendwo einige Kopien der verlorenen Dateien zu finden sind. Erstellte Internetpräsentationen lassen sich vom Webserver zurück sichern, die Fotos der letzten 2 Jahre sind oft noch auf der Speicherkarte der Digitalkamera vorhanden, und nicht selten liegt noch die alte Festplatte im Schrank, welche man vor einem Jahr gegen eine größere ausgetauscht hat. Hat man diese entgegen all unserer Empfehlungen nicht geschreddert, so lässt sich deren Datenbestand als Backup hernehmen. Fehlt nur noch die jüngere Geschichte, welche teilweise auf SD-Cards, USB-Sticks, Zweitrechner oder gebrannten Rohlingen vorhanden sein könnte. Hat man die alte Festplatte vorbildlich geschreddert und alle Silberscheiben entsorgt, so hilft vielleicht der folgende Tipp weiter.

Wurde Ihre Festplatte versehentlich formatiert oder sind nur einige Dateien einer unbeabsichtigten Löschung zum Opfer gefallen, können die Daten mittels spezieller Software wiederhergestellt werden. Nach der Formatierung einer internen Festplatte, gilt es diese zunächst auszubauen und extern anzuhängen, z.B. via USB-Dockingstation oder USB-Adapterkabel. Würde man sie im Rechner belassen und das Betriebssystem neu darauf installieren, wäre ein Teil des gelöschten Datenbestandes unwiederbringlich verloren. Ansonsten sind gelöschte aber nicht überschriebene Dateien mittels Software jederzeit wieder herstellbar. Dies sollte man auch bedenken, wenn man seine gebrauchte Festplatte bei ebay versteigert oder an Bekannte verschenkt. Gelöschte Dateien sind nicht wirklich gelöscht. Sie verschwinden nur von der Benutzeroberfläche und können jederzeit wieder mit ihr verknüpft werden. Eine geeignete Software dafür wäre z.B. die Freeware "Recuva". Sie findet gelöschte Dateien und stellt sie wieder her. Ist die Festplatte hingegen abgeraucht, gilt es handwerklich aktiv zu werden:

Ein Festplattendefekt betrifft selten die rotierenden Speicherscheiben, sondern die Technik drum herum. Ähnlich wie bei einem geborgenen Flugschreiber, ist der Datenspeicher fast immer voll intakt, nur der Zugang ist vergriesgnaddelt. Man kann die unbeschädigten Daten also nicht mehr auslesen, weil mechanische Deformationen oder Verschmorungen an der Elektrik dies unterbinden. Hat man dieses Problem, sollte man das versuchen, was eine teure Spezialfirma auch nicht anders machen würden. Sie müssen sich zunächst passend zur verblichenen HDD eine absolut identische, funktionierende Festplatte besorgen. Ist das kaputte Festplattenmodel nicht mehr neu erhältlich, finden Sie es mit Sicherheit gebraucht bei ebay. Zuhause angekommen, können Sie mit der Transplantation der Speicherscheiben beginnen. Als erstes sollte die neue Festplatte geöffnet und ihrer Speicherscheiben entledigt werden. Dann können Sie hergehen und vorsichtig die Speicherscheiben aus der defekten HDD ausbauen. Diese setzen Sie in die neue Festplatte, schrauben sie wieder zu und fertig. Nun können Sie die hoffentlich funktionierende Festplatte wieder in den Rechner einbauen und so tun als ob nie etwas gewesen wäre. Ein Backup sollte aber nach diesem Schreck zu Ihren ersten Aufgaben gehören.
Was sich so einfach anhört, gestaltet sich in der Praxis aber oft schwierig. Nicht immer kommt man so leicht an die Speicherscheiben heran, wie man es sich wünscht. Hat man nicht das nötige Geschick, oder ist der Festplatteninhalt für derlei Experimente zu wertvoll, muss man die Datenrettung doch in Auftrag geben. Dann hat man jedoch zwei Probleme. Auf Datenrettung spezialisierte Firmen lassen sich nicht mit ein paar Hunderter abspeisen. Da muss man schon richtig tief in Muttis Sofaritze greifen. Das andere Problem liegt darin, dass die Mitarbeiter einer professionellen Firma für Datenrettung, Zugriff auf den Inhalt Ihrer Festplatte erlangen. Befinden sich dort kompromittierende Fotos oder Dokumente, haben Sie schnell eine Anzeige oder eine Erpressung am Hals. Deshalb ist es immer besser, zunächst selbst alle Möglichkeiten der Datenwiederherstellung zu ergreifen, bevor man die Hilfe Fremder in Anspruch nimmt.

zum Testanfang

Der USB-Festplatten Test 2017 im Detail

Schnell kristallisierten sich die 2,5 Zoll USB 3.0 Festplatten im Test, als potentielle Testsieger heraus. Zu umständlich gestaltete sich im USB-Festplatten Test, der Umgang mit den externen 3,5" Laufwerken. Deren klobige Netzteile verhedderten sich oft oder fielen gar von der Festplatte ab. Die großen Festplattengehäuse wirkten überall deplaziert und nervten mit flackernden LEDs. Das Kabelgewirr war kaum zu ertragen.
Die nervigen LEDs befanden sich oft auch an den kleineren Festplatten (Tipp: Mit schwarzem Nagellack entschärfen). Davon abgesehen erwiesen sich die externen 2,5" Festplatten in unserem Test als wesentlich angenehmer im Umgang. Ein störendes Netzteil benötigen sie nicht, da genügend Strom über das USB-Kabel bezogen wird. Wer es noch bequemer und ordentlicher mag, sollte das mitgelieferte Y-Kabel gegen ein einfaches USB-Kabel austauschen (auf eigene Gefahr). In 99% aller Fälle ist dies völlig sicher. Nur wenige Billignotebooks von schlechter Qualität, benötigen das Y-USB-Kabel mit dem zweiten USB-Stecker. Wer sich nicht sicher ist, sollte Anfangs hin und wieder die Temperatur des Notebooks durch auflegen der Hand prüfen. Wird es zu warm, sollte man künftig das Y-Kabel einsetzen. In unserem Testbericht der externen Festplatten, trat dieser Fall nicht auf. Wir verwendeten überwiegend Notebooks des unteren und mittleren Preissegmentes. Auch die noch kleineren 1,8 Zoll USB-Festplatten überzeugten durch einfache Handhabung. Um im Test der externen Festplatten Testsieger werden zu können, fehlte es aber an Kapazität und oft auch an der nötigen Geschwindigkeit.

Die 2,5 Zoll USB-Festplatten waren im Test geringfügig langsamer als die größeren externen 3,5" Festplatten. Da sie für den mobilen Einsatz gedacht sind und ohne Netzteil auskommen müssen, wurden sie für eine energiesparende Arbeitsweise optimiert. Keineswegs erwies sich der Geschwindigkeitsnachteil im Vergleich externer Festplatten als so groß wie zunächst befürchtet. Subjektiv war der Geschwindigkeitsunterschied kaum wahrnehmbar. Nur im Benchmark-Test der externen Festplatten, ließ sich ein Vorteil der 3,5" HDDs erkennen.

In Punkto Zuverlässigkeit spielte die Rolle des Festplattenformats keine Rolle. 10% aller getesteten Modelle hatten im Verlaufe des Testes mit einem Datenverlust zu kämpfen. Es erwischte sowohl eine namhafte 2,5" als auch eine bekannte 3,5" USB-Festplatte. Beide machten von Anfang an merkwürdige Geräusche und kündigten so ihren Ausfall vorher an. Dies sollte als wichtiger Hinweis wahrgenommen werden. Erwischen Sie eine Festplatte, welche von Anfang an oder im Verlaufe des Festplattenlebens ungewöhnlich laute Schleif- und Klackergeräusche von sich gibt, sollten Sie schnell Ihre Daten sichern. Vor dem Zurücksenden einer neuen Festplatte, sollten Sie erst Ihre eventuell schon darauf gespeicherten Daten schreddern! Die beste Festplatte im Test, hielt auch am längsten durch. Besser noch, der USB-Festplatten Testsieger 2017 überstand den Dauertest als Einziger unbeschadet.

Vom Design und von der Farbgebung her, möchten wir uns kein Testurteil anmaßen. So kam auch die zum Testsieger gekürte externe Festplatte recht schlicht daher. Zum Einen handelt es sich bei dem Thema um Fragen des persönlichen Geschmacks und zum Anderen wird die externe Festplatte ohnehin oft hinter einem Gerät versteckt. Wer es knallig Bunt mag, bekommt die Festplattengehäuse in vielen Farben. Negativ gilt es, wie auch in Testberichten anderer Geräte, die häufige Verwendung der "Klavierlack-Optik" zu erwähnen. Punkte ziehen wir dafür aber keine ab.

Wichtiger ist es im Testbericht auf folgenden Punkt hinzuweisen. Externe Festplatten sind nichts weiter wie interne Festplatten, verpackt in einem externen Festplattengehäuse. Der Käufer kann nicht sehen, welche interne Festplatte verbaut wurde. Dies können hochwertige Markenfestplatten, aber auch defektanfällige Ladenhüter sein. Besonders schäbig erwies sich das Verhalten einiger Festplattenhersteller im Test, welche ein und das selbe externe Festplattenmodell, mit verschiedenen internen Festplatten bestückten. So kann es sein, dass in einem Gehäuse der Testsieger unter den internen Festplatten verbaut wurde und im anderen Gehäuse ein minderwertiges Modell. Solche Laufwerke wurden vom Test ausgeschlossen oder werden bei Kenntnisnahme nachträglich disqualifiziert. Es geht nicht an, dass man zum Test eine andere interne Festplatte verbaut, als man sie später den Leuten verkauft.

Die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit externer Festplatten, kann man selten an deren Preis ablesen. Auch gibt es unter den externen USB 3.0 Festplatten hohe Preisunterschiede, welche sich aus dem Testergebnis heraus, nicht rechtfertigen lassen. Aus diesem Grunde sollte man sich vor der Anschaffung einer externen Festplatte stets aktuelle Testberichte zu Gemüte führen. So testen nicht nur wir, sondern auch die Stiftung Warentest externe USB-Festplatten. Diverse Computerzeitschriften hingegen, sind nicht immer ganz unabhängig, was die Beurteilung externer Datenträger angeht. Insbesondere wer ein älteres Model oder gar eine gebrauchte externe Festplatte erwerben möchte, sollte auch die Erfahrungsberichte deren Besitzer zur Kenntnis nehmen. Gibt es mit einer bestimmten Baureihe Probleme, wird man dies in unabhängigen Foren nachlesen können. So ist die beste Festplatte im Test 2017 nicht nur unser Testsieger, sondern kommt auch in den Erfahrungsberichten ihrer Nutzer sehr gut weg.

zum Testanfang

An- und Abschaffung einer externen Festplatte

Was man beim Kauf einer USB-Festplatte beachten sollte

Da heute auch größere externe Festplatten recht günstig zu haben sind, sind die Risiken beim Kauf äußerst gering. Dennoch gilt auch hier der Grundsatz, die bestellte Ware nie per Vorkasse zu bezahlen. Erwerben Sie Ihren persönlichen Testsieger nur im seriösen Online-Kaufhaus, welches die nachträgliche Zahlung per Rechnung anbietet! So ist das Geld erst verloren, wenn Sie die Ware getestet und für gut befunden haben. Andernfalls schicken Sie die Ware wieder zurück und müssen nicht dem Geld hinterher laufen. Natürlich können Sie die Festplatte auch vor Ort kaufen. Im Fachgeschäft ist sie jedoch gut 30-50% teurer, was wir für nicht gerechtfertigt halten. Externe NoName Festplatten welche sich mitunter im Angebot der Supermärkte befinden, sollten Sie strikt meiden! Hier haben Sie oft besagtes Problem, dass Sie nicht wissen, welche interne HDD im USB-Festplattengehäuse verbaut wurde. Dies können durchaus auch interne Markenfestplatten sein, welche durch die Qualitätsprüfung gefallen sind. Besser ist es zu einem Produkt zu greifen, wo ein Markenhersteller seinen Schriftzug aufs Gehäuse gekritzelt hat. Da weiß man wen man zur Rechenschaft ziehen kann, wenn man all seine Daten verloren hat.

Ist die neue Festplatte angekommen, sollte nach einer Sichtprüfung ein Test des Laufwerkes erfolgen. Arbeitet es laufruhig und sind alle Anschlüsse ordentlich verarbeitet, sollte der Datenträger zunächst mittels bordeigener Tools wie sie in Windows vorhanden sind, auf Oberflächenschäden bzw. defekte Sektoren überprüft werden. Auch das Antivirenprogramm sollte sich das neue Speicherlaufwerk einmal vorknöpfen. Es soll schon vorgekommen sein, dass die Hersteller neue Festplatten mit Viren und Trojaner ausgeliefert haben. In unserem Test ist ein solcher Fall nicht zu verzeichnen gewesen. Trotzdem kann es sein, dass Ihnen ein Rückläufer angedreht wird. War die Festplatte schon bei einer anderen Person in Gebrauch, kann sie mit Schadsoftware, aber auch mit unsittlichen Dateien in Berührung gekommen sein.

Ersteigern Sie eine gebrauchte USB-Festplatte, sollten Sie als erstes das Antivirenprogramm auf Ihrem Rechner aktualisieren. Erst dann ist es ratsam, das gebrauchte Laufwerk an den Rechner anzuschließen. Dieses sollte dann sofort gescannt und im Anschluss einer softwareseitigen Datenschredderung unterzogen werden. Dabei gilt es auch Datenreste auf ungenutzten Festplattenbereichen zu vernichten. Oft werden die Datenträger vor dem Verkauf nur formatiert, wodurch die darauf befindlichen Daten nicht wirklich gelöscht werden. Sie sind leicht wiederherstellbar und können Ihnen zum Verhängnis werden, bringt man Sie damit in Verbindung. Hat der Vorbesitzer kompromittierende Fotos Heranwachsender gesammelt, dann sind nun Sie im Besitz dieser Bilder! Der rasche Preisverfall neuer USB 3.0 Festplatten macht es unterdes unnötig, auf gebrauchte Ware zurück zugreifen. In jedem Falle sollte man zunächst einen Preisvergleich durchführen, aber nicht blindlings beim billigsten Anbieter kaufen. Die günstigste USB-Festplatte kann manchmal ganz schön teuer werden.

zum Testanfang

Die fachgerechte Entsorgung einer externen Festplatte

Keinesfalls sollte man die Entsorgung einer Festplatte Fachleuten überlassen, da diese sonst in den Besitz Ihrer Daten kämen. Einfach wegwerfen geht auch nicht, weil Sie sonst eines Tages vom Müllmann erpresst werden. Um Ihre Daten zu schützen, müssen Sie die Angelegenheit etwas ernster nehmen! Zunächst einmal empfehlen wir, die Daten auf dem Laufwerk softwaremäßig zu schreddern. Das Formatieren alleine reicht nicht aus, da dies die Daten nicht endgültig löscht. Nach dem Formatieren muss der gesamte Speicher mehrfach mit Zufallszahlen überschrieben werden. Dieses Überschreiben des freien Speichers, kann mit Programmen wie CCleaner erfolgen und sollte gewissenhaft durchgeführt werden. Ist dies geschehen, können Sie Ihre ausrangierte Festplatte entweder verscherbeln oder aber dem Elektroschrott zuführen. Keinesfalls sollten Sie die Festplatte vor der Datenschredderung mit einem Vorschlaghammer bearbeiten. Den Daten tut das nix! Nur das Gehäuse wird dadurch zermatscht und lässt die Festplatte für Datendiebe erst richtig interessant erscheinen. Nach der Datenschredderung können Sie das Laufwerk natürlich mit einem Vorschlaghammer malträtieren!
Ist die Datenvernichtung nicht möglich, weil die externe Festplatte defekt ist, wird es etwas problematischer. Hier hilft ggf. ein starker Elektromagnet dabei, den Festplatteninhalt unbrauchbar zu machen. Nicht jeder hat so etwas im Schrank. In diesem Falle sollte man die Festplatte demontieren und/oder besonders gründlich zerschlagen, hohen Temperaturen aussetzen (Kaminofen) und abschließend im Gartenteich versenken.

zum Testanfang

zum Testsieger