Testsieger im Gartenliegen Test 2017

Die besten Materialmix-, Hartholz- & Kunststoffliegen im Vergleich

Alle zwei Jahre heißt es die Kunststoff-Gartenliegen auszutauschen, weil sich deren angebliche UV-Beständigkeit, auf dramatische Art und Weise als unwahr herausgestellt hat. Hartholzgartenliegen werden erst nach 3 Jahren entsorgt, nicht weil sie länger halten, sondern weil man den Verlust des vielen Geldes einfach nicht wahr haben möchte. Auf Materialmix Gartenliegen, derzeit voll in Mode, kommen die meisten Gartenfreunde zu Tode. Was für die Gartenliegen gilt, lässt sich auch auf die Gartenstühle übertragen. Für die stabileren Gartentische gelten andere Regeln. Der größte Feind unserer Leichtbaugartenliegen ist die Sonne. Immerhin vermag sie es, unbeschattete Polyrattan-Gartenliegen innerhalb der 1-Gartenliegen Test 2017jährigen Garantiezeit aufzulösen. So kann man sich wenigstens sein Geld vom Baumarkt erstatten lassen. Qualitativ hochwertige Rollliegen aus Kunststoff hinterließen im Test den besten Eindruck, denn sie sind pflegeleicht, körpergerecht ausgeformt und können vor UV-Strahlung geschützt, eine Dekade überdauern. Als größte Enttäuschung im Gartenliegen Test 2017, stellten sich die unbequemen und pflegeintensiven Hartholzliegen heraus. Die Testsieger vermögender Emporkömmlinge, müssen jährlich gereinigt, geschliffen und geölt werden, damit sie nicht versehentlich von der Sperrmüllabfuhr mitgenommen werden. Man liegt nicht ganz so gut wie auf einem Nagelbrett, aber man kann stolz verkünden, "Ich habe eine Hartholzliege". Von den besten Gartenliegen im Test, erwarten wir eine dauerhafte Stabilität, eine bequeme flexibel einzustellende Liegefläche und ein leicht sauber zuhaltendes ordentliches Erscheinungsbild. Liegt das ideale Material unseres künftigen Testsiegers fast schon auf der Hand, so ist die beste Kunststoffgartenliege noch nicht gefunden!

Sonne, Vollweiber und Kostendruck - die natürlichen Feinde der Gartenliege

Globalisierungsbedingte Sparzwänge

Ein Drama unserer Gesellschaftsordnung liegt im konkurrenzbedingten Kostendruck begründet, welcher durch die Globalisierung zusätzlich befeuert wird. So ist es nicht verwunderlich, dass einige Gartenliegen mittlerweile so dünn sind, dass man durchgucken kann (z.B. mit Textil bespannte Gartenliegen). Auch Vollkunststoff-Rollliegen wiegen nur noch die Hälfte dessen, was sie vor 20 Jahren auf die Waage brachten. Die Gewichtsersparnis resultiert nicht etwa aus der Verwendung modernster Kohlenstofffaser-Kunststoffe. Carbon wird weiterhin für DTM-Fahrzeuge verschwendet. Bei unseren Kunststoffliegen hat man einfach am Material gespart. Vergrößert man die Aussparungen und halbiert man die Materialstärke, lassen sich Herstellungs- und Transportkosten um 80% reduzieren. Aufgrund durchdachter Profilierung des Kunststoffs, brechen derlei windige Feldbetten, nicht gleich beim ersten Einsatz zusammen. Manchmal halten diese Kunststoffgartenliegen, länger als der Sonderpostenmarkt, welcher sie für 29,- EUR im Angebot hatte. Meistens bricht jedoch nach der ersten Gartensaison die Liegefläche durch. Richtet sich der Erholungssuchende auf, wird die punktuelle Last zu groß. Sie kann sich auf der dürren Konstruktion nicht verteilen und führt zum finalen Bruch der Gartenliege.

UV-Strahlen und sonstige Witterungseinflüsse

Die furchtbare Produktqualität heutiger Gartenmöbel ist nicht das einzige Übel. Denken viele Gartenfreunde Wind und Regen würden ihre Gartenliege ruinieren, so ist es in Wirklichkeit die Sonne. Deren UV-Strahlen zerstören eine Gartenliege binnen 1-2 Jahren. Vollkunststoffliegen verlieren durch die UV-Strahlung, den für die Elastizität und den Zusammenhalt notwendigen Weichmacher. Eine derart geschädigte Liege, kann durchaus wie neu aussehen, mutiert aber plötzlich zur brüchigen Todesfalle. Kommt die darauf liegende Person oft glimpflich mit Prellungen und Knochenbrüchen davon, überlebt es der darunter liegende Stubentieger selten. Reinigt man seine Kunststoffliege nicht hin und wieder, brennt sich der Dreck in den Kunststoff ein und lässt sich nicht mehr entfernen.
Am Eindrucksvollsten erwies sich aber in unserem Gartenliegen Test, die Wirkung der UV-Strahlen auf Materialmixliegen mit Stoff- und Polyrattan-Bespannungen. Das Flechtmaterial aus Polyethylen löst sich in voller Sonne, binnen ein bis zwei Jahren vollständig auf. Qualitativ hochwertige Polyrattan-Gartenliegen halten auch mal 12-24 Monate durch. Der Laie kann jedoch das windige vom Qualitätsprodukt kaum unterscheiden, zumal alle Hersteller von einer hohen UV-Beständigkeit ihrer Produkte sprechen. Der hohe Preis ist oft der einzige Anhaltspunkt, aber auch der kann täuschen, denn kaum ein Hersteller kalkuliert heute noch seriös!
Unser Tipp: Wenn Sie aus uns unbegreiflichen Gründen eine Polyrattan-Gartenliege kaufen, schützen Sie diese stets vor Sonne! Selbiges gilt für Polyrattan-Stühle, Polyrattan-Tische und mit Polyrattan verschandelte Strandkörbe. Ist kein Schatten spendender Baum zur Stelle, hilft eine UV-beständige (hahahaha) Kunststoffabdeckung. Auch Vollkunststoffgartenliegen danken es mit 10-facher Lebensdauer, belässt man sie nicht dauerhaft in der Sonne stehen. Da qualitativ hochwertige Kunststoff-Rollliegen wie unser späterer Testsieger, über eine ordentliche Materialstärke verfügen, halten sie der Sonne deutlich länger stand (aber auch nicht ewig!).

»   zum Testsieger... «

Adipositas nach Eheschließung

Zu guter Letzt darf auch die wachsende Materialstärke unserer deutschen Frauen nicht unter die Auflage der Gartenliege gekehrt werden. Gartenliegen haben zumeist eine Tragfähigkeit von 100 bis 120kg. Diese Traglast wird bei ruckartigen Bewegungen schnell überschritten, auch wenn das sich regende Prachtweib nur 90kg auf die Liege bringt. War es früher aus Sicherheitsgründen üblich, eine gewisse Toleranz bei der Konstruktion einer Liege einzuplanen, so geschieht dies heute nur noch bei den besten und leider auch teuersten Gartenliegen. Hartholzliegen haben naturgemäß eine höhere Tragfähigkeit. Doch auch hier offenbarten sich in unserem Test viele Schwächen im Detail. Zwar liegt die Katze unter der Hartholzliege im Vergleich zur Materialmix-Gartenliege deutlich sicherer, aber brechende Armlehnen zerstören schnell den schönen Schein vom reich sein. Dazu braucht es nicht einmal ein Vollweib, sondern es genügt ein ungeschicktes dürres Gretchen.
Die Feinde der Gartenliege lassen sich leider nicht eliminieren.  In Kombination auftretend, zerstören sie eine Liege des unteren Preissegmentes, unmittelbar nach der 12-monatigen Garantiezeit. Die UV-Strahlung wird nicht weniger und auch das Gewicht unserer lieben Frauen steigt nach der Eheschließung, um 2-3kg pro Spargelsaison. Die Produktqualität wird immer schlimmer, denn der Verbraucher schaut zu sehr auf den Preis. Wer bereit ist das Doppelt und Dreifache auszugeben, bekommt auch heute noch eine stabile Gartenliege. Eine materialintensive Vollkunststoff-Rollliege wie unser Testsieger, vermag es auch die anderen Feinde der Gartenliege, ein paar Jahre in Schach zu halten.

zum Testanfang

Der Gartenliegen Test im Detail

Unterschiedliche Materialien brachten im Gartenliegen-Test, individuelle Vorteile zu Tage. Leider gilt dies auch für die Nachtteile. Wer eine schöne Hartholzliege haben möchte, der muss leiden. Wer gut liegen möchte, muss den billigen Anblick seiner Kunststoff-Rollliege ertragen können. Zur Wundertüte mutierten in unserem Test, die interessanten Materialmix-Gartenliegen. Wer denkt, hier wird das Beste vom Besten zu einer künftigen Testsieger Gartenliege kombiniert, der hat unser Gesellschaftssystem noch nicht begriffen. Oft werden Abfälle aus der Produktion und wiederaufbereitete Altkleider aus afrikanischem Reimport, zu einer abenteuerlichen Liegekonstruktion zusammengeschustert und als innovative Weltneuheit gepriesen. Mitunter kommt dabei auch etwas Gescheites raus. Wundertüten eben, deren wahrer Wert nicht auf dem ersten Blick erkennbar ist. Unser Gartenliegen Test wird im Folgenden nicht nur deprimieren, sondern auch positive Testergebnisse ans Licht bringen. Wer jedoch dauerhaft gut liegen möchte, muss viel Geld in die Hand nehmen und trotzdem Kompromisse eingehen. Je mehr Geld man bereit ist, in seine Gartenmöbel zu investieren, desto weniger Kompromisse muss man machen. So kosten körpergerecht geformte Teakholzliegen mehrere tausend EUR und erfordern geschultes Personal für die alljährliche Aufbereitung. Dafür liegt man gut und kann sich mit seinem Imponiergehabe zum Liebling aller Nachbarn machen. Der verarmte Mittelstand hingegen, bekommt in liege- und pflegetechnischer Hinsicht, etwas viel besseres zum günstigeren Preis geboten. Auf und unter den besten Kunststoffliegen lässt es sich gut ratzen, das gilt für Menschen und für Katzen. Die Gefahr als Angeber abgestempelt zu werden, besteht hingegen nicht. Gediegen ist auch bei den besten Kunststoff-Rollliegen, allenfalls das Liegeerlebnis!

zum Testanfang

Ergonomie und Bequemlichkeit

Hartholzgartenliegen - furchtbar aber gediegen

In unserer ersten Testrubrik verabschiedeten sich die Hartholzliegen von ihren Testsieger-Ambitionen. Zwar gibt es auch körpergerecht geformte Teakholz-Gartenliegen, aber die verdoppeln den Wert eines jeden Schrebergartens. In unserem Gartenliegen Vergleich 2017, beschränkten wir uns auf halbwegs bezahlbare Testobjekte und setzten eine obere Preisgrenze von 250 EUR pro Liege. Hartholzliegen unter 250 EUR sind nicht nur von furchtbar bröseliger Eukalyptusqualität, sondern auch frei von ergonomischen Ausformungen. Man liegt wie auf der Bohle eines Baugerüstes, woran auch eine herkömmliche Gartenliegen-Auflage kaum etwas ändern kann. Wir empfehlen stattdessen eine Rollmatratze oder eine Gästeklappmatratze als Auflage für die Hartholzliege zu verwenden. Die Armlehnen stören dabei nur am Anfang. Hartholzliegen aus nachhaltigem Eukalyptusanbau erkennt man nämlich daran, dass deren Armlehnen bei der ersten Sitzprobe abbrechen. Besitzt die Holzliege eine körpergerechte Ausformung, kann man sogar ohne Auflage ein halbes Stündchen darauf liegen. Unser Tipp: Wenn Sie Ihre Finger nicht vom Holz lassen können, greifen Sie lieber zum Kiefernholz. Der Pflegeaufwand einer Kiefernholz-Gartenliege ist im Vergleich zur Hartholzliege identisch. Streicht man die Hartholzliege hin und wieder aus optischen Gründen, so streicht man die Kiefernholzliege zum Schutz vor Witterungseinflüssen. Kiefernholz-Gartenmöbel sind weitaus günstiger zu haben, so dass man auf körpergerecht geformte Sitz- und Liegeflächen nicht verzichten muss. Zudem bricht das weiche Holz der Kiefer, nicht so schnell wie das harte Holz der Koalabären.

zum Testanfang

Materialmix-Gartenliegen - zerbrechen und verbiegen

Die Materialmix-Gartenliegen zeigten sich im Test etwas schwammig. Zunächst waren wir erstaunt, dass uns die Textil-Bespannungen überhaupt in der Luft hielten. Die Befürchtung dass wir direkt zum Erdboden weitergereicht werden, bestätigte sich in unserem Test nicht. Auch die Polyrattan-Bespannungen hielten stand und sorgten im Vergleich zu den Textilbespannungen, sogar für ein angenehmes Liegegefühl. Eine Auflage benötigt man weder für Textil bespannte noch für Polyrattan-Gartenliegen. Auf einem Großteil der Textil bespannten Gartenliegen, fühlten wir uns jedoch etwas unsicher. Eine aus dem Unsicherheitsgefühl resultierende Verkrampfung kann im Einzelfall den Erholungseffekt verhindern. Es ist ein bisschen wie beim Wasserbett. Man erhofft sich mehr als man bekommt. Bei den Materialmixliegen galt es bezüglich der Stabilität große Unterschiede im Testergebnis zu vermerken. Gerade die Stabilität hat maßgeblichen Anteil am entspannten Liegegefühl. Wackelt eine Gartenliege hin und her, fällt die Entspannung schwer. Wer ständig Angst hat zusammen zu brechen und sein Haustier unter sich zu zerquetschen, kann von der bequemsten Gartenliege nicht profitieren. Im Vergleich zu den harten und unergonomischen Holzliegen, waren zumindest die besten Materialmix-Gartenliegen klar im Vorteil. Auch hier bestimmt letztlich der Preis die Stabilität. Ein günstiges Angebot aus dem Baumarkt, landet i.d.R. binnen Jahresfrist beim örtlichen Wertstoffhof. Da geht das Gestell schneller kaputt als die Bespannung.

zum Testanfang

Vollkunststoff-Gartenliegen - sind überlegen und siegen

Nicht alle Kunststoff-Liegen mutierten in Sachen Bequemlichkeit zum Testsieger, aber doch die meisten. Nur die filigranen Kunststoffrollliegen, welche in Sonderpostenmärkten für unter 30 EUR verramscht werden, verhinderten dank ihrer Instabilität, jeglichen Erholungseffekt. Daran konnten auch die gut ausgeformten Liegeflächen nichts ändern. Die ergonomischen und körpergerecht ausgeformten Liegeflächen, stellen die grundsätzliche Stärke der Kunststoff-Gartenliegen dar. Die besten Vollkunststoff-Rollliegen, wie unser späterer Testsieger, benötigen keine Auflage! Mit Auflage ist es freilich noch etwas gemütlicher. Die besten Kunststoffgartenliegen konnten in unserem Test auch mit ihrer Stabilität überzeugen. Man fühlte sich wie in Abrahams Schoss. Doch sogar bei den gelobten Vollkunststoff-Gartenliegen des oberen Preissegmentes, galt es im Einzelfall Minuspunkte zu verteilen. So waren bei zwei der Testprobanden die Armlehnen zu hoch angebracht. So hoch, dass nach 5min der Nutzung, die Arme sämtlicher Testpersonen zu kribbeln anfingen. Maximal 20cm sollte der Abstand zwischen Liegefläche und Oberkante Armlehne betragen. Im Einzelfall waren es 27cm. Stehen die Armlehnen zu hoch, kann man weder entspannen, noch am Tablet oder Smartphone hantieren. Bei zwei anderen Kunststoff-Gartenliegen galt es die verschiedenen Positionen der Rückenlehnen zu kritisieren. Im Ergebnis des Testberichtes gilt es festzustellen, dass nicht die Zahl der Arretierungs-Stufen den Wert einer Gartenliege bestimmt, sondern deren Positionen. Waren die meisten Kunststoffliegen im Vergleich zu den Hartholzliegen nah am Optimum, so galt es sich im Einzelfall doch etwas zu ärgern. Die Abstufungen bei den Hartholzliegen spotteten übrigens jeder Beschreibung. Da half auch der verstellbare Knick in der Liegefläche nicht weiter. Die Armlehnen fehlten oft ganz.
Zusammenfassend kann den Kunststoffgartenliegen die größte Bequemlichkeit attestiert werden. Auch einige wesentlich teurere Materialmix-Liegen überzeugten mit guter Ergonomie. Auf Hartholzliegen aber auch auf zahlreichen Materialmix-Gartenliegen des unteren Preissegmentes, fehlt es an der zur Erholung notwendigen Bequemlichkeit.

zum Testanfang

Aufbau und Pflegeintensität der Gartenliegen

Hartholzliegen für fleißige Möchtegernmillionäre

In unserer zweiten Testrubrik verabschiedeten sich die Hartholzliegen von ihren Testsieger Ambitionen. Hatten wir das nicht schon mal? Wie bei Holzmöbeln üblich, werden auch Hartholzliegen in Einzelteilen verkauft. Der Zusammenbau mutierte stets zur Qual. Es gab im Hartholzliegen Test keine positive Ausnahme zu vermelden. In sechs Fällen war der Lieferumfang nicht komplett, so dass zunächst der Gang zum Baumarkt angetreten werden musste. Selten passten die dort erworbenen Teile optisch zur Liege. In zwei Fällen fehlte die Montageanleitung und in einem weiteren Fall war die Bauanleitung derart fehlerhaft, dass an einen Zusammenbau ebenfalls nicht zu denken war. Alle drei "Bausätze" wurden an Ort und Stelle verbrannt. Nur drei von insgesamt 12 Hartholzgartenliegen, konnten letztendlich fehlerfrei montiert werden. Die Montagezeit betrug im Schnitt zwei Stunden (semiprofessioneller Heimwerker). Wer sich Teakholz-Gartenliegen für mehrere tausend EUR kauft, lässt sich diese natürlich vom Fachhändler vormontiert ausliefern. Hartholzliegen unter 250 EUR, werden jedoch i.d.R. als fehlerhafter Bausatz, mit fehlerhafter Montageanleitung ausgeliefert.
Wer nach erfolgter Endmontage mit seiner Hartholzliege prahlen möchte, möge sich beeilen! Zwar sprechen die Verkäufer gern von einer edlen Patina, wenn das Hartholzöl seine Wirkung verliert, aber für uns sieht es eher wie ein großflächiger Fußpilz aus, welcher von der Hartholzliege Besitz ergriffen hat. Kurzum, der Pflegeaufwand einer Hartholz-Gartenliege spottet jeder Produktbeschreibung. In diesen steht nicht selten vermerkt, Hartholz sei vom Lieben Gott verstärkt. Es sei unverwüstlich und halte ewig. Hartholzliegen sind zwar bei Verwendung von wertigem Hartholz und bei guter Verarbeitung dauerhaft und stabil, aber trotzdem nach kurzer Zeit rau und grau. Dann liegt man zwar immer noch so schön furchtbar darauf, aber als Statussymbol kann die unschöne Pritsche nicht mehr herhalten. Wer möchte dass seine Hartholz-Gartenliege stets standesgemäß ausschaut, sollte ein fleißiges Kerlchen sein! Ist der Schnee getaut, gilt es den Kärcher in Position zu bringen. Mit Spüli abgeschrubbt und unter Hochdruck gespült, kann nun der Deltaschleifer zeigen, was er am Hartholz zu retten vermag. Zu guter Letzt, 5 Stunden darauf, nimmt das Hartholz-Öl seinen Lauf. Zwei Drittel landen im Boden, während der Rest, die Holzliege wie neu erscheinen lässt. Aber nur für ein bis zwei Jahre, denn Sonne, Wind und Regen machen die beste Hartholz-Gartenliege binnen kürzester Zeit zur Euro-Palette. Wer den Pflegeaufwand ignoriert, nicht nur das schöne Antlitz seiner Liege verliert. Minderwertiges Eukalyptushartholz bekommt ohne regelmäßige Ölung sehr bald unschöne Risse. In diese Risse kann Wasser eindringen, welches sich unter Frost ausdehnt. Es kommt zur Frostsprengung. Filigrane Bauteile wie z.B. die Armlehnen brechen dann sehr schnell ab.

zum Testanfang

Materialmixliegen ohne allgemeinverbindliches Testergebnis

Bei der unendlichen Zahl an Materialmixmöglichkeiten kann kein einheitliches Testurteil gefällt werden. Es gibt Materialmix-Gartenliegen, welche aussehen wie aus einem Guss und auch so geliefert werden. Ähnlich wie bei Kunststoffliegen, fällt dann auch kein Montageaufwand an. Diese Liegen sind recht einfach gestrickt, aber nicht die Schlechtesten. Dann gibt es aber auch ingenieurtechnische Meisterleistungen, welche aus 50.000 Einzelteilen bestehen und in etwa 500 vormontierten Teilen ausgeliefert werden. Da kann sich der Hobbygärtner ordentlich ins Zeug legen, möchte er sich vor dem ersten Schnee darauf betten. Wir haben uns im Gartenliegen-Test 2017 nicht die Mühe gemacht, solche Gartenliegen zu montieren. Ein Teil der Materialmixliegen ließ sich mit relativ geringem Aufwand komplettieren, da sie größtenteils vormontiert und in nur wenigen Teilen zur Auslieferung kamen. Die Montageanleitungen der aus verschiedenen Materialien zusammen gewürfelten Relaxliegen, waren zumeist brauchbar, zumindest wenn die Zahl der zu montierenden Teile nicht ausuferte. Immerhin 8 der 17 Liegen verblieben im Test, denn sie waren entweder schon montiert oder ließen sich mit wenig Aufwand zusammen bauen.
Auch bezüglich des Pflegeaufwandes muss man stark differenzieren, zwischen einfach gebauten und sehr komplexen Materialmix-Gartenliegen. Je einfacher und übersichtlicher das gute Stück ausschaut, desto leichter ist es mit dem feuchten Putzlumpen abgewischt. Leider sind es gerade die aufwendigen und teuren Materialmix-Liegen, welche die Hausfrau zur Verzweiflung bringen. Wer schon mal ein Motorrad gewienert hat, weiß was ihn erwartet. Der Aufwand ist vergleichbar. Verschissene Textil- und Polyrattanbespannungen, lassen sich hingegen recht unkompliziert sauber rubbeln. Das komplexe Metall- bzw. Aluminiumgestell, mit teilweise schlecht zugänglichen filigranen Bauteilen, erfordert den größten Aufwand. Da es einige Hersteller mit der Hohlraumversiegelung nicht so genau nehmen und nicht selten schnell rostende Schrauben verwenden, muss von der Verwendung eines Hochdruckreinigers abgeraten werden. Im Dauertest kam es an verschiedenen Verbindungsteilen sehr schnell zum Flugrostansatz. Vom Alu-Rahmen sollte man sich nicht blenden lassen. Zum Zusammenbruch führen die ihn verbindenden Metallteile. Auch diverse Schweißnähte unterlagen im Test der Korrosion. Kommt es trotz aller Vorsicht zur Korrosion, muss schnell gehandelt werden. Eine gründliche Sichtprüfung ist deshalb zu Beginn und am Ende einer jeden Gartensaison unabdingbar. Rechtzeitig erkannt, lässt sich mit relativ geringem Aufwand (Schleifen, Antirost-Farbe), das Ende der Metall-Gartenliege hinauszögern. Zu spät erkannt, sollte man die Gartenliege am Ende der laufenden Gartensaison, zum örtlichen Wertstoffhof verbringen. Die neue Gartenliege kaufe man sich im Herbst, denn da kostet sie 10% weniger. Wir empfehlen diesmal den Griff zur monotonen Kunststoffliege!

zum Testanfang

Vollkunststoff-Gartenliegen für Faulpuckel

Kunststoff-Rollliegen werden ausnahmslos fertig montiert zum Endkunden geliefert. Einzig die Räder müssen mitunter angeschraubt oder aufgesteckt werden. So er die Kindergarten-Abschlussprüfung erfolgreich gemeistert hat, sollte der Gartenfreund nicht mit dem Entfalten seiner Kunststoffliege überfordert sein. Vollkunststoffliegen lassen sich zwecks Einkellerung im Winter, platzsparend zusammen klappen. Auch der Versand gestaltet sich zusammengeklappt günstiger. Aufgrund eines Fertigungsfehlers, konnte eine einzelne Kunststoffliege nicht ordnungsgemäß zum geraden Stand entfaltet werden. Alle anderen Vollkunststoff-Gartenliegen erhielten in dieser Testrubrik die Testnote "Sehr gut". Erst im Dauertest galt aufgrund ihrer schwergängigen Verstellbarkeit, einige Kunststoffliegen abzuwerten.
Die regelmäßige Reinigung seiner Kunststoffliege sollte man nicht vernachlässigen. Sie geht einfach von der Hand oder aus dem Kärcher. Auch mit einem feuchten Tuch lassen sich die großen Oberflächen leicht von Staub und Vogeldreck befreien. Wird der Staub auf der Liege belassen, brennt er sich bei voller Sonne binnen kurzer Zeit, wie eine Tätowierung in die Kunststoffhaut. Die Kunststoffliege kann dann zwar noch genutzt werden, sieht aber äußerst schäbig aus. Besonders die weißen Vollkunststoff-Rollliegen sind davon betroffen. Wer die wöchentliche Prozedur vermeiden möchte, sollte die ungenutzte Liege mit einer handelsüblichen Kunststoffabdeckung schützen. Selbiges empfiehlt sich auch bei Holz-, Materialmix- oder Ganzmetall-Gartenliegen. Der Pflegeaufwand reduziert sich enorm und man hat bei Bedarf eine Gartenliege frei von Vogeldreck. Abgesehen von einer regelmäßigen Schnellreinigung, ließen die Kunststoffliegen in unserem Test keinen weiteren Pflegeaufwand erkennen. Im Vergleich zu Hartholz- und Materialmix-Liegen, hatten die Kunststoff-Gartenliegen wieder einmal klar die Nase vorn.

zum Testanfang

Erscheinung und Status der Gartenliegen

Schnell wurde uns im Gartenliegen Test klar, dass sich die Hartholzliegen im Neuzustand am besten als Statussymbol eignen. Trotz des hohen Preises, geht es deren Käufern gar nicht so sehr um die Liegeeigenschaften. Im Vordergrund steht das zwanghafte Imponiergehabe vieler Emporkömmlinge, welche ihre 200m² Pacht-Parzelle um einen Blickfang erweitern möchten, damit sie von den anderen Laubenpiepern als etwas Besseres war genommen werden. In die Jahre gekommen, oder besser gesagt in die Monate, ist es vorbei mit der gediegenen Ausstrahlung einer Hartholz-Gartenliege. Die sich bildende Patina sieht nicht wirklich edel aus, sondern macht die Hartholzliege zum Brennholz. Regelmäßiges reinigen, schleifen und ölen, kann den Schein vom reich sein zwar für viele Jahre aufrecht erhalten, aber erfahrungsgemäß tut sich kaum jemand diesen Aufwand an. Die Hartholzliege wird spätestens nach 2 Jahren vernachlässigt und vergammelt, ähnlich wie deren Besitzer.
Etwas besser aber wiederum differenzierter geht es bei den Materialmix Gartenmöbeln zu. Diese können sehr edel aber auch sehr bodenständig erscheinen und behalten den jeweiligen Eindruck bei guter Pflege bei. Materialmix-Liegen sind der letzte Schrei! Aktuell taugen höherpreisige Materialmix-Gartenliegen durchaus als Statussymbol. Je nach Standort und UV-Beständigkeit der Liegefläche, kann das edle Erscheinungsbild einer solchen Relaxliege, bis zu ihrem baldigen Ende aufrecht erhalten werden. Im Vergleich zur Hartholzgartenliege verliert die Materialmix-Gartenliege ihre Funktion, bevor deren Oberflächen zu altern beginnen. Unser Tipp: Eine hochwertige Materialmixliege eignet sich eher als Statussymbol, als eine Hartholzliege des unteren Preissegmentes.
Muten Vollkunststoffliegen zunächst so unauffällig an, dass man sie im Baumarkt gerne übersieht, so tragen sie doch ein gepflegtes Understatement zur Schau. Ergattert man ein wertiges Exemplar frei von kitschiger Farbe, so kann sie den Ruf ihres Besitzers aufwerten. Er hat es nicht nötig mit Statussymbolen hausieren zu gehen und achtet stattdessen auf den Erholungswert. Er achtet auf Funktion, Bequemlichkeit und Pflegeleichtigkeit seiner Relaxliege. Das Geld was er spart, kann er in einen Dacia Duster investieren. Taugt die Kunststoffliege auch nicht als Statussymbol, so bietet sie über die Jahre hinweg, das beste Erscheinungsbild. Ursächlich dafür ist der geringe Pflegeaufwand, welcher sogar den Faulpuckel nicht überfordert. Je geringer der Pflegeaufwand, desto geringer die Gefahr der Vernachlässigung. Werden Hartholz- und Materialmix-Liegen, aufgrund des hohen Pflegeaufwandes vernachlässigt, leiden nicht nur deren Erscheinungsbild und der Ruf des sie besitzenden Gartenfreundes. Das Statussymbol mutiert zum Schandfleck im Garten und ruft die Schrebergarten-Kontrollkommission auf den Plan. Alles weitere können Sie sich vorstellen. Da werden gleich noch die Hecke, der Zaun und das Unkraut bemängelt, bevor es zur Schlägerei und zur Kündigung der Pachtparzelle kommt.

zum Testanfang

Gartenliegen im Dauertest

Günstige Hartholzliegen aus Eukalyptus-Plantagenholz

Im intensiven Praxis- und Dauertest bestätigten sich die Vorurteile, welche in den vorangegangenen Abschnitten bereits erwähnt und breit getreten wurden. Die Hartholzliegen des unteren Preissegmentes, im Vergleich zu Materialmix- und Kunststoff-Gartenliegen trotzdem sehr teuer, bieten weder Liege- noch Sitzkomfort. Es ist eine Qual darauf liegen zu müssen. Man muss aber sehr lange darauf liegen, denn Hartholzgartenliegen behalten ihre Funktionalität am längsten bei. Trotz hoher UV-Beständigkeit verlieren sie ihr Erscheinungsbild leider als erstes. Der Regen zerstört zwar nicht den Zusammenhalt der Liege, lässt aber deren Oberflächen unschön altern. Die Geschichte von der edlen Patina hat sich im Gartenliegentest 2017 wie erwartet als Märchen erwiesen. Da günstige Hartholzliegen überwiegend aus Plantagenholz (Eukalyptus) zusammen geschustert werden, bilden sich sehr schnell unschöne Risse im Holz. Besonders filigrane Bauteile, wie z.B. die Armlehnen, brechen dann weg wie Streichhölzer. In unserem Belastungstest brachen ausnahmslos alle vorhandenen beweglichen Armlehnen sofort kaputt. Dabei versuchte sich ein älteres Vollweib unter Zuhilfenahme ihrer Arme, von der Liege zu erheben. Immerhin, sie kam dabei nicht ums Leben. Bewegliche Hartholzarmlehnen halten leider überhaupt nichts aus. Starre Armlehnen sind zwar sehr stabil, lassen es aber an der nötigen Ergonomie mangeln. Als weiteres Ärgernis erwiesen sich im Langzeit-Test, die verstellbaren Beinauflagen bzw. Fußteile. Diese quellen sehr schnell fest und lassen sich dann nur noch mit Gewalt verstellen. Ähnliches konnte im Test bei den ausziehbaren "Nachtkonsolen" beobachtet werden. Sich festsetzender Dreck und quellendes Akazien- oder Eukalyptus-Billig-Hartholz, reduziert die Gleitfähigkeit der Seitentische erheblich, wenn auch erst nach Ablauf der einjährigen Garantie. Wir empfehlen Ihnen beim fragwürdigen Kauf einer Sonnenliege aus Hartholz, gänzlich auf Armlehnen zu verzichten. Kaufen Sie sich stattdessen im Sonderpostenmarkt eine minderwertige Rollmatratze und ein paar längliche Kissen für die Arme. So liegen Sie auch auf einer Hartholzliege recht gemütlich. Minderwertige Rollmatratzen sind zwar zu schlecht fürs Gästezimmer, aber 100x bequemer als jede uns bekannte Gartenliegen-Auflage. Bewegliche Teile gilt es bei der jährlichen Runderneuerung besonders intensiv zu reinigen und zu ölen. Wer sich kein Teakholzöl leisten kann, nehme stattdessen Olivenöl!

zum Testanfang

Materialmixliegen mit Alu- oder Edelmetall-Gestell, kombiniert mit Textilene oder Polyrattan

Auch die Materialmix-Gartenliegen sorgten im Test für wenig Überraschungen. Sowohl die offenporig gewebten und mit Kunststoff ummantelten Synthetikfasern, als auch das Flechtmaterial aus Polyethylen, lösten sich bei dauerhafter UV-Bestrahlung auf. Bei Polyrattan beginnt es mit kleinen Brandlöchern, bevor nach und nach die ganze Auflagefläche in Fetzen hängt. Minderwertige Textilbespannungen reißen recht schnell. Textilene-Liegen sind aber in sehr unterschiedlichen Qualitäten verfügbar. Bei entsprechender Materialstärke und Verarbeitung, können sie durchaus etwas länger halten. Die Haltbarkeit der Alu-Textilene Sonnenliegen hängt im gleichen Maße von der Stabilität des Aluminiumgestells ab. Wenn Sie etwas mehr Geld in eine besonders stabile Edelstahl-Textilene-Gartenliege investieren, achten Sie unbedingt darauf, dass sich deren Textilene-Bespannung austauschen lässt! Kaufen Sie eine Edelstahl-Textilene Sonnenliege nur dann, wenn Sie die Textilene-Bespannung nachkaufen und austauschen können. Kaufen Sie entsprechende Textilene-Ersatz-Bespannungen gleich zusammen mit der Liege! Später haben Sie kaum eine Chance, entsprechende Ersatzbespannungen nach kaufen zu können. Wenn Sie von vorne herein eine günstige Aluminium-Textilene Gartenliege kaufen, brauchen Sie sich nicht um Ersatzbezüge zu kümmern. Hier werden die Grenzen der Haltbarkeit vom Alugestell markiert. Von Polyrattan-Liegen, egal ob hoch- oder minderwertig, gilt es im Ergebnis unseres Testberichtes abzuraten. Dieses Material hätte nie erfunden werden dürfen, wenngleich die Sitz- und Liegeeigenschaften der Polyrattanmöbel nicht zu verachten sind. Wer bereits darauf hereingefallen ist, sollte derlei bespannte Gartenliegen nicht der Sonne aussetzen! Leider kann man diese Polyethylenmöbel aufgrund der hohen Schadstoffbelastung, auch nicht im Innenbereich (z.B. Wintergarten) einsetzen. Auch im Außenbereich sollte man sich nur voll bekleidet darauf legen, damit die Schadstoffe nicht durch Hautkontakt in den Körper gelangen. Sonst muss man um sein Leben bangen.

zum Testanfang

Vollkunststoff-Gartenliegen

Positive und negative Überraschungen blieben auch im Test der Kunststoff-Gartenliegen nicht aus. Zu Preisen unter 70 EUR sollte man keine stabile Vollkunststoff-Rollliege erwarten. Auch im Sommerschlussverkauf gilt es mindestens 69 EUR hinzublättern, hat man selbst noch ein paar Jahre vor sich. Billigliegen aus den verschiedenen Sonderposten- und Baumärkten, schossen im Test den Vogel ab. Brachen sie nicht bei der ersten ungeschickten Bewegung entzwei, so bekamen sie die dazu notwendige Brüchigkeit, nach 6-monatiger UV-Bestrahlung. Solche vermeintlich günstigen Gartenliegen ziehen das Ansehen der gesamten Branche runter. Zu Unrecht wie unser Testsieger gezeigt hat. Wer aber mit so einer günstigen Kunststoffliege zusammen bricht, wird beim nächsten mal zur Hartholzliege und zwei Jahre später zur Materialmixliege greifen, bevor er endlich einsieht, dass er nur etwas mehr Geld für eine gute Vollkunststoff-Liege hätte ausgeben müssen. Ab etwa 69 EUR hält der Handel sehr stabile und dauerhafte Kunststoffliegen bereit. Ab etwa 100 EUR, stimmen auch Ergonomie und Verarbeitung. Man fühlt sich sicher und liegt bequem. Die Armlehnen befinden sich in der richtigen Höhe, die Rückenlehnen lassen sich in sinnvollen Positionen arretieren. Ausnahmsweise konnten wir in unserem Test anhand der Preise, auf die Qualität der Kunststoff-Gartenliegen schließen. Dies ist selten so, denn gerne machen die Hersteller ihre Produkte künstlich interessant, indem sie den Preis viel zu hoch ansetzen. Etwas seltener werden Basisprodukte subventioniert, um neue Kunden zu akquirieren. Kunststoffliegen kosten i.d.R. das was sie wert sind. Wir haben uns im Test natürlich nicht darauf verlassen.
Leider sind auch die hochwertigen Vollkunststoff-Rollliegen nicht frei von Schwächen. Eigentlich ist es nur eine Schwäche. Die UV-Strahlung der Sonne vermag es zwar nicht so leicht die Tragfähigkeit einer materialintensiven Vollkunststoff-Liege zu reduzieren, aber sie schädigt ggf. deren Kunststoffoberflächen. Wer nicht hin und wieder den Putzlumpen schwingt (wir haben es im Dauertest unterlassen), riskiert das Einbrennen von Schmutzpartikeln in die Kunststoff-Oberfläche. Die Liege sieht dann dauerhaft schäbig aus. Mit Schleifpapier und hartem Körpereinsatz kann man eine solche Kunststoffliege ins Leben zurück holen. Sie wird aber nie wieder die Alte werden. Keine Sonnenliege ist so schnell und so leicht zu reinigen wie die Kunststoffliege. Deshalb sollte man es je nach Grad der Verschmutzung, ein bis zwei mal im Monat von seiner Frau erledigen lassen. Steht die Liege bei Nichtnutzung im Schatten, nimmt man der Sonne die Gemeinheit. Außer bei echten Teakholzliegen gilt es diesen Rat bei jeder Relaxliege zu beherzigen.

zum Testanfang

Testergebnis im Gartenliegen Test 2017

Die beste Kunststoffliege siegte letztlich auch über die doppelt so teuren Hartholz- und Materialmixliegen. Zu einem vergleichsweise günstigen Preis, bekommt der Gartenfreund eine dauerhafte und sehr bequeme Relaxliege, derer er sich auch im Hausgarten am Eigenheim nicht schämen muss. Echte Teakholzliegen mit körpergerechter Ausformung, wirken zweifelsohne deutlich gediegener, kosten aber gut das 10-20-fache und erfordern einen ungleich höheren Pflegeaufwand. Hartholzliegen für 99 EUR aus Eukalyptus-Plantagenholz, haben nichts mit den Teakholzliegen für 999 EUR gemein. Wer sich kein Teakholz leisten kann oder will, sollte vom Hartholz die Finger lassen! Möchtegern-Hartholz bekommt nach kurzer Zeit Risse und wird brüchig. Die Oberflächen sehen auch ohne Vogeldreck verschissen aus. Nicht körpergerecht ausgeformte Holzbretter entbehren jeglicher Ergonomie. Man muss es wie die Prinzessin auf der Erbse machen, möchte man sich darauf entspannen können. Deutlich bequemer liegt man auf den verschiedenen Materialmixliegen, so deren Unterkonstruktion nicht unterdimensioniert. Leider sind die Kunststoff-Bespannungen nicht ansatzweise UV-beständig. Polyrattan-Liegen sind der größte Mist! Hochwertige Edelstahl-Textilene-Gartenliegen kann man in Erwägung ziehen, wenn Ersatzbezüge verfügbar sind (sofort mitkaufen!). Am sichersten fährt bzw. liegt der Gartenfreund, leistet er sich eine höherwertige Kunststoff-Rollliege vom Markenhersteller. In absonniger Lage und bei gelegentlicher Reinigung, hält eine gute Gartenliege aus Kunststoff 10 bis 20 Jahre. Vollkunststoffliegen aus dem Sonderpostenmarkt halten 10 bis 20 Betriebsstunden. Zu mager der verwendete Vollkunststoff, im Gegensatz zu den meisten Eheweibern. Da bedarf es gar keiner UV-Strahlung für den Supergau. Ist das Eheweib besonders umfangreich, raten wir zum Gartenliegen Testsieger 2017!

Gartenliegen Test

Testsieger Gartenliege