Die Buchsbaumhecke

Wissenswertes über Buchsbaumpflege & Buchsbaumschnitt

Buchsbaumhecke schneiden, vermehren, pflegen und pflanzen.

Buchsbaum:  schneiden    I    pflanzen    I    vermehren    I    Krankheiten

Die immergrüne Buchsbaumhecke fand den Weg in die Gärten zu einer Zeit, in welcher die Menschen noch deutlich kleiner waren, als es heute der Fall ist. Damals, als auch die Nachbarschaftsstreitigkeiten noch mit der Hand-Heckenschere ausgefochten wurden, diente sie als Sichtschutz- und Lärmschutzhecke. Einbrecher, so groß wie heutige Gartenzwerge, fanden in der Buchsbaumhecke ein undurchdringliches Gestrüpp und machten unverrichteter Dinge, auf dem Absatz kehrt.
Zur damaligen Zeit bissen die Leute nicht ins Gras, sondern in die Buchsbaumhecke. Buchsbaum ist eine in allen Pflanzenteilen giftige "Heilpflanze", welche nicht selten den Tod des zu Heilenden als Nebenwirkung mit sich brachte. Aufgrund der schwierigen Dosierung der heilenden Inhaltsstoffe (Alkaloide), betrachtet man den Buchsbaum heute generell als giftig.
Während dieses Wissen noch immer im Kampf gegen den Nachbarn eingesetzt wird, ist die Buchsbaumhecke von der Grundstücksgrenze verschwunden. Da die Menschen heute dank besserer Ernährung über die Buchsbaumhecke hinweg blicken können, musste sie anderen beliebten Heckenpflanzen wie Liguster oder Thuja weichen. Die Kompetenz heutiger Buchsbaumhecken liegt in der Beet- und Grabeinfassung. Da sich die Friedhofsbewohner die Hecke von unten angucken, kommt es nicht auf deren Wuchshöhe an. Im Garten dient sie vorwiegend als gestalterisches Trennelement der verschiedenen Bereiche. Zum Vorteil gereicht der Buchsbaumhecke dabei ihre Anspruchslosigkeit.
Buchsbaum gedeiht in der Sonne wie im Schatten und stört sich auch (fast) nicht, an fest getrampeltem Boden, wie es am Wegesrand oft der Fall ist. Buchsbaum ist recht robust, aber bei zu viel Feuchtigkeit im Boden und auf dem Blattwerk, ein Todeskandidat der Cylindrocladium buxicola Pilzkrankheit. Buchsbaum sollte deshalb nur bei langen Trockenperioden gegossen werden. Das Blattwerk gilt es dabei zu verschonen. Trockenheit verträgt der Buchsbaum recht gut. Wird er partiell braun, war es meist Katzenpisse. Ums Revier konkurrierende Katzen, markieren ihre Ansprüche oft an ein und der selben Buchsbaumpflanze. Da hilft dann nur der Pflanzenaustausch, nicht aber der Buchsbaumschnitt. Ein radikaler Verjüngungsschnitt mit der zerstörerischen Kraft einer Benzinheckenschere, könnte die betreffende Buchsbaumpflanze zwar retten, aber auch auf Jahrzehnte hinaus zum Strunken machen.

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Der Buchsbaum-Schnitt

Der Heckenbuchs (Buxus sempervirens) sollte seinen jährlichen Formschnitt erhalten, nachdem der Sommer sein Pulver verschossen hat oder bevor dieses in seinen Lauf gelangt. Fachleute empfehlen den Buchsbaum-Schnitt zwischen Mai und September. Wir (erfahrene Gartenfreunde) empfehlen den einmal jährlich durchzuführenden Formschnitt der Buchsbaumhecke, entweder im Frühjahr Ende April / Anfang Mai oder im Herbstwonnemonat September. Steht der Buchsbaum im Schatten, kann man ihn auch im Sommer schneiden. Gilt es den in voller Sonne stehenden Buchs vor Austrocknung durch Schnittwunden zu schützen, muss der im vollen Schatten stehende Buchsbaum, eher vor Pilzkrankheiten bewahrt werden. Deshalb schneiden Sie den Buchsbaum im Sommer, wenn er im Schatten steht und führen Sie den Schnitt im Frühjahr oder im Herbst durch, wenn er einen Platz an der Sonne hat! Steht der Buchsbaum jenseits von Gut und Böse, also im Halbschatten, orientieren Sie sich bitte an der lapidaren Empfehlung der Fachleute (Mai bis September). Beim jährlichen Formschnitt gilt es darauf zu achten, den Neuaustrieb nicht gänzlich weg zuschneiden. Einen guten Zentimeter sollte man der Pflanze belassen.
Im Gegensatz zum jährlichen Formschnitt, kann man der alternden oder vernachlässigten Den Buchbaum nicht zu tief schneiden!Buchsbaumhecke, auch einen Verjüngungsschnitt zumuten. Zumutung ist der richtige Ausdruck, sieht doch die Buchbaumhecke nach solch einem Schnitt, je nach Ausmaß der Maßnahme, entweder wie eine Einkaufstüte oder wie nach einem Buschbrand aus. Eine derart verjüngte Buchsbaumhecke, erreicht ein makelloses Erscheinungsbild in der Regel erst dann wieder, wenn deren Eigentümer schon längst das Reihenhaus gegen ein Reihengrab eingetauscht hat. Doch ist es besser eine Neuanpflanzung in Erwägung zu ziehen? Jeder der schon mal im Sonderpostenmarkt 10 Buchsbaumpflanzen für 5 EUR erworben hat, weiß wie lange es dauert, bis aus bewurzelten Stecklingen eine 30cm hohe und dichte Buchsbaumhecke wird. Ab Mitte 40 mutiert auch dieses Vorhaben zum Witz! Deshalb gilt es eine Buchsbaumhecke regelmäßig und vorschriftsmäßig zu schneiden. Entscheidet man sich für einen gemäßigten Verjüngungsschnitt, wie er auch bei einer gepflegten Buchsbaumhecke aller paar Jahre notwendig wird, um deren Höhe zu begrenzen, sollte dieser im zeitigen Frühjahr erfolgen (März/April).

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Welche Heckenschere eignet sich für den Buchsbaum?

Puristen schwören auf die Hand-Heckenschere, da sie den Buchsbaum am wenigsten belastet. Motorisierte Heckenscheren häckseln auch die Blätter des Buchsbaumes und schwächen so die ganze Pflanze. Wer aber mehrere Meter der immergrünen Heckenpflanze sein Eigen nennt, kommt nicht um ein motorisiertes Hilfsmittel umhin. Doch keine Sorge! Der Buchsbaum ist hart im nehmen und geht sicher nicht kaputt, weil man ihn mit einer Motor-Heckenschere schneidet. Er leidet viel mehr darunter, dass er zur falschen Zeit oder zu tief runter geschnitten wird. Wer seine Buchsbaumhecke trimmen und formen möchte, der ist mit einer kleinen bis mittleren Akku-Heckenschere gut bedient. Von einer skrupellosen Benzin-Heckenschere sollte man hingegen abstand nehmen. Der von einer Benzinheckenschere verursachte Kollateralschaden wäre einfach zu groß. Zuviel Kraft ist weder notwendig noch gut. Unser Testsieger im Heckenscheren-Test (eine Akku-Heckenschere), hat sich auch bei der Buchsbaumhecke bestens bewährt.

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Die Buchsbaum Pflanzung

Der Buchsbaum ist genügsam und gedeiht auf nahezu jedem Standort. Egal ob Sonne, Schatten oder Halbschatten, er ist grundsätzlich glücklich und zufrieden. Er ist etwas frustriert, muss er sich mit zu viel Feuchtigkeit herum schlagen. Schattige Standorte sind dafür besonders anfällig. Dann besteht die Gefahr einer tödlichen Pilzerkrankung. Diese ist besonders ärgerlich, wenn die Hecke bereits über Jahrzehnte gewachsen ist. Eine Reparaturanleitung gibt es für einen solchen Fall leider nicht. Im Schatten sollte man den Buchsbaum deshalb vor Gießwasser schützen. Eine Überdachung wäre sicher zu viel verlangt und sollte auch nicht nötig sein. Wer aber in regenreichen Gebieten wohnt, sollte im Schatten nicht auf eine Buchbaumhecke setzen.
Wie bei den meisten Pflanzen gerne gesehen, freut sich auch der Buchsbaum über einen lockeren humosen Boden, mit etwas Sand im Getriebe. Muss aber auch nicht sein. Selbst ein festgetrampelter Weg, hindert den Buchsbaum nicht am gesunden Erscheinungsbild. Gegebenenfalls wächst er etwas bis deutlich langsamer, was auf lange Sicht nicht das Schlimmste sein muss. Schließlich kommt es bei einer Beet Umrandung nicht auf ausuferndes Wachstum an. Ein- bis Zweimal im Jahr, sollte man den Boden im näheren Umfeld der Buchsbaumhecke trotzdem etwas lockern und vom Unkraut befreien.
Bei der Pflanzung gilt es einen Abstand von 20cm nicht zu überschreiten. Haben sich die selbst vermehrten Stecklinge gerade erst bewurzelt, geht man auf 10cm und dünnt die Hecke später aus, um die entfernten Pflanzen zum überhöhten Preis und ohne Rechnung, an den Nachbarn zu verkaufen. Erwirbt man 3-4 jährige Heckenpflanzen, legt man einen Abstand von knapp 15cm zu Grunde und belässt die Pflanzen so. Man kann die Pflanzen ruhig etwas tiefer setzen wie sie im Topf gestanden haben, ohne dass sie daran krepieren.

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Die Buchsbaum-Vermehrung

Früher war der Buchsbaum eine teure Sache. Heute bekommt man ihn im Sonderpostenmarkt hinterher geworfen, wenn auch nicht in bester Qualität. Der Gartenfreund macht sich trotzdem einen Spaß daraus und vermehrt ihn selbst. Dies ist zudem sicherer für den Altbestand, da die Einschleppung von Krankheiten vermieden wird. Zur Vermehrung bemächtigt sich der Gartenfreund des Schnittgutes im Frühjahr oder im Herbst, und steckt die Schnittlinge zu zwei Dritteln in ein sandig-humoses Gemisch. Besser sind Risslinge, weshalb man aus dem Schnittgut die Stecklinge reißen sollte. Unter Glas (Einmachglas) oder Folie, bewurzeln die Risslinge besonders eifrig. Plant man von vorne herein seine Stecklinge zu beglasen, kann man sie auch etwas größer wählen. Ansonsten sind 10cm Stecklinge ideal. Die pralle Sonne sollte man den Stecklingen ersparen. Ein halbschattiges Plätzchen fern der Mittagssonne, führt zu einem guten Anwachs-Ergebnis. Die Stecklinge sind gleichmäßig feucht, aber nicht nass zu halten. Auch wenn die bewurzelten Stecklinge selbst im kleinsten Topf unzerstörbar sind, wachsen sie in freier Erde um so schneller. Bei der Einfassung kleiner Kräuterbeete, können die selbst gezogenen Buchsbaum Pflanzen erste Erfahrungen sammeln. Nach 5 bis 10 Jahren kann man sie dann an den endgültigen Standort verpflanzen. Von der vollen Pracht sind die Jungpflanzen dann jedoch noch gut 15 Jahre entfernt.

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Buchsbaum Krankheiten

Die Hauptgefahr für den Buchsbaum, droht durch diverse Pilzkrankheiten. Hat z.B. die Cylindrocladium buxicola Pilzkrankheit Ihren Buchsbaumbestand befallen, können Sie sich einen Strick nehmen. Schnell greift die gefürchtete Pilzkrankheit auf benachbarte Buchsbäume über und ruiniert die gesamte Hecke binnen kürzester Zeit, ohne dass der traurige Gartenfreund etwas dagegen tun kann. Mitunter hilft der weiträumige Bodenaustausch und das schnelle Entfernen betroffener, aber auch benachbarter Pflanzen. An selbiger Stelle wächst jedoch nie wieder eine aus Buchs bestehende Stolperhecke.
Grundsätzlich ist der Buchsbaum hart im nehmen und nicht so leicht umzuhauen. Den benannten Pilz bekommt er nur, steht er dauerhaft zu feucht in der Gegend rum. Dabei stellt der gelegentliche Regen eigentlich kein Problem dar. Schlimmer ist der feuchte Fuß! Steht der Buchsbaum dauerhaft im feuchten Boden und ist dazu das Blattwerk ständig benetzt, kommt es schnell zum Super Gau. Prädestiniert für solche Horrorszenarien sind vollschattige Standorte in niederschlagsreichen Gebieten mit undurchlässigen Böden. Ist der Boden durchlässig und locker und wohnt man nicht gerade in England, bleibt der Buchsbaum auch im Vollschatten gesund.
Doch die Pilzgefahr lauert noch aus einer anderen Richtung. Kauft man sich junge Pflanzen im Baumarkt dazu oder bekommt man von guten Freunden ein paar selbst gezogene Pflanzen geschenkt, kann man sich die böse Krankheit einschleppen. Deshalb gilt es neu erstandene Buchsbaumpflanzen, zunächst für 2-3 Jahre, fernab der alteingesessenen Hecke, in Quarantäne zu nehmen. Besser und effektiver ist es daher, sich seine benötigten Buchsbaumpflanzen durch eigene Vermehrung selbst bereitzustellen. Krankheiten werden häufiger eingeschleppt, als Standortbedingt erworben. Oft kommt aber beides zusammen, weil die in feuchter Erde stehenden Heckenpflanzen entsprechend geschwächt und somit anfällig sind.
Weiterer Schaden droht den Buchsbaumhecken durch mechanische Gewalt. Stolperheinis Buchsbaum Befall: Katzen ruinieren durch urinieren.bleiben beim Überqueren der Hecke hängen und brechen große Äste ab. Dazu muss man sagen, dass der klein aussehende Buchsbaumast je nach Größe, 20 bis 50 Jahre braucht um dieses Ausmaß zu erreichen. Es handelt sich also nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um schwere Sachbeschädigung. Oftmals wird die Hecke an ein und der selben Stelle überquert, um mit der Gießkanne an dahinter stehende Pflanzen zu gelangen. Ältere Leute schaffen dies selten, ohne den Buchs dabei zu beschädigen. Man sollte deshalb vorher strategische Durchgänge schaffen, und nicht hinterher mit der Kraft der Sohle.
Auch die Kraft der Katzenpisse, stellt für den Buchsbaum ein ernstes Problem dar. Das Revier- und Markierungsverhalten der Katzen führt dazu, dass die um das Revier konkurrierenden Vierbeiner, abwechselnd an die selbe Stelle urinieren. Der Buchsbaum wird Braun und stirbt ab. Auch wenn er nicht abstirbt, weil er ein harter Hund ist, wird er nie wieder zum optischen Augenschmaus. Man muss den Katzen zugutehalten, dass sie nicht die ganze Hecke ruinieren, sondern sich auf eine Pflanze konzentrieren. Erwischt man eine Katze in flagranti, kann man ihr, wenn die eigene Blase gut gefüllt, ans Fell pissen. Da weiß sie mal wie das ist!

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