Testsieger im Seniorenhandy Test

Die besten Einfachhandys und Seniorentelefone im Vergleich

Erscheinen auch die Ohren im Alter größer, so hören doch unsere lieben Veteranen häufig nur noch was sie hören wollen. Damit die alten Haudegen zumindest akustisch verstehen was sie hören sollen, stellt der Markt seit einigen Jahren voll peinliche Seniorenhandys bereit. Das Seniorenhandy ist nicht nur laut, sondern wirkt dank Größe und erleichterter Bedienung, der im Alter schlechter werdenden Motorik und Sinnesorgane entgegen. Im Seniorenhandy Test 2017 müssen die Großtastentelefone zeigen, ob sie auch seh-, hör- und sonstig behinderten Greisen, die unkomplizierte Kommunikation ermöglichen. Wir küren in unserem Seniorenhandy Test das beste Einfachhandy zum Testsieger, erklären worauf es beim Kauf zu achten gilt und zeigen die Alternativen zum voll peinlichen Seniorentelefon auf! Trotz des klobigen Designs hat sich das Seniorenhandy in unserem Test, als unverzichtbares Hilfsmittel im Alltag eingeschränkter Senioren heraus kristallisiert. Auch das Grabschmuck-Design altbackener Barrenhandys muss dank moderner Klapphandys nicht länger in Kauf genommen werden.

Seniorenhandy Test 2017

Der Seniorenhandy Test im Detail

Dank Seniorentelefon steht der Kommunikation zwischen Jung und Alt nichts mehr im Wege. Vorbei die Zeit in der Opa sagen konnte "waaaas", "häää", "wiiie". Auch muss Oma nicht mehr zustimmend mit dem Kopf nicken, obwohl sie kein Wort verstanden hat. Besuche im Altersheim gehören der Vergangenheit an, denn ohne das Leid zu sehen, spricht es sich wesentlich angenehmer. Nichts desto trotz, gibt es kleine aber feine Unterschiede, wie der Seniorenhandy Test aufzeigen wird. Während die ersten Seniorentelefone recht peinlich daherkamen, unförmig und schwer, so zeigt unser Test, dass Senioren-Handys im Jahr 2017, nicht mehr ganz so lächerlich ausschauen und somit auch für technikfeindliche Jungsenioren geeignet sind. Nicht nur die Seniorenhandy Testsieger sind angenehm handlich, relativ leicht und von augenfreundlichem Design, sondern die breite Masse der getesteten Einfachhandys.

Ablesbarkeit der Seniorenhandys im Test

Ist der Mensch überreif, hat er nicht nur Probleme mit der Motorik, dem Hörvermögen und der Prostata, sondern auch mit der Sehkraft. Dies ist einer der Hauptgründe für die Anschaffung eines Seniorenhandys. Ein gutes Einfachhandy für Senioren verfügt über große Tasten mit großer kontraststarker Nummerierung und einem großen gut beleuchteten Monocromdisplay, welches in jeder Situation ablesbar bleibt, ohne dass erst das Nasenfahrrad gesucht werden muss. Der Seniorenhandy Test zeigt ebenso wie diverse Erfahrungsberichte unabhängiger Senioren und Angehöriger, dass die Hersteller ihre Aufgaben sehr ernst genommen haben. Keines der getesteten Seniorentelefone zeigte unserer Meinung nach ernsthafte Schwächen bezüglich der Ablesbarkeit. Wichtig ist ebenfalls, dass der naturgemäß leicht zu verwirrende Senior, nicht mit Informationen überfrachtet wird. Zusatzinformationen wie Außentemperatur, Börsenkurse oder Weltzeituhr, haben deshalb auf dem Display eines Senioren-Handys nichts verloren. Allenfalls die Uhrzeit und der Batteriestand sollten ersichtlich sein. Beim Anwählen einer Telefonnummer, sollte diese groß, deutlich und kontrastreich erkennbar sein, ohne das der Pensionär sich zu stark konzentrieren muss. Keines der im Seniorhandy Test 2017 getesteten Großtastentelefone, offenbarte an dieser Stelle ernsthafte Schwächen.

Bedienung der Seniorenhandys im Vergleich

Ein Weg zur Bedienungsfreundlichkeit ist das konsequente Weglassen von Funktionen, auch wenn diese auf dem ersten Blick sinnvoll erscheinen. Der Zweck solcher Einfachtelefone ist die fernmündliche Kommunikation und nichts anderes. Selbst mit der integrierten Notruffunktion sind viele Weltkriegsveteranen überfordert. Der junge Mensch denkt zunächst, er tut Opa einen Gefallen, wenn er ihm ein Telefon mit Radio, Kamera und GPS zum Geburtstag schenkt. Solch gut gemeinte Geschenke landen meist im Schrank für "Gut gemeinte Geschenke". Jeder alte Mensch hat einen Schrank für "Gut gemeinte Geschenke". Dort können sich die Angehörigen des Heimgegangenen (oder ins Heim gegangenen) den ganzen Mist im Neuzustand wieder herausholen (Bettwäsche, Handtücher, Unterhosen, Schlafanzüge und GPS-Handys mit MP3-Funktion).
Einzig und allein die Telefonfunktion sollte im Vordergrund erkennbar sein. Diese sollte nach dem alt bekannten Schema F funktionieren. Nummer eintippen, grüne Taste betätigen, fertig. Je größer Tasten und Display, desto reibungsloser gestaltet sich die Bedienung. Soll das Gerät auch mobil genutzt werden, unterliegen Größe und Gewicht des Seniorenhandys natürlich gewissen Grenzen. Muss sich Mutti das Ding auf den Buckel binden und im Zug eine extra Fahrkarte dafür lösen, so wurde das Ziel auch irgendwie verfehlt. Keines der getesteten Großtastenhandys verfehlte aber dieses Ziel, denn alle Hersteller waren erfolgreich um einen sinnvollen Kompromiss bemüht. Rein von Größe und Gewicht her, erwiesen sich die getesteten Telefone als bedien- und tragbar.
Unterschiede gab es bei der Menüführung. Nicht alle Seniorenhandys ermöglichten im Test, die intuitive Einstellung der Funktionen. Bezüglich der Grundeinstellungen muss man leider sagen, dass die meisten Senioren, selbst mit dem besten Seniorhandy überfordert sind. Das liegt aber nicht daran, dass die Menüführung zu kompliziert ist, sondern daran, dass die Aktivisten der ersten Stunde, jedes Vertrauen in sich selbst verloren haben. Sie kapitulieren meist schon beim Öffnen der Kartonage. Um so wichtiger, dass zumindest der Angehörige, welchem die Ehre der Grundeinstellung zuteil wird, nicht erst stundenlang ein Handbuch wälzen muss, um Uhrzeit, Speichertasten, Lautstärke, Klingelton und Telefonbuch zu programmieren. Die meisten Seniorenhandys gaben sich im Test keine Blöße und ließen sich intuitiv, ohne Studium einer Bedienungsanleitung einstellen. Insbesondere "Einfachhandys", die eigentlich keine Seniorenhandys sind, sondern normale Handys mit geringem Funktionsumfang, enttäuschten jedoch im Bedienungstest. Dort musste man gar die Lupe rausholen, um die winzige Gebrauchsanleitung lesen zu können. Bei den Einfachhandys erwiesen sich zudem die Tasten als zu klein und deren Druckpunkt war kaum wahrnehmbar. Einfachhandys sind für Senioren im fortgeschrittenen Stadium nicht zu empfehlen. Ein Seniorenhandy ist zwar stets auch ein Einfach-Handy, aber selten ist ein Einfachhandy ein seniorentaugliches Handy.
Rufannahme und Gesprächsbeendigung erwiesen sich als weitere kritische Punkte auf der Suche nach dem Testsieger im Seniorenhandy Test 2017. Je kleiner und unübersichtlicher das Senioren-Mobiltelefon, desto größer die Gefahr, dass der Gesprächsteilnehmer beim Versuch der Rufannahme versehentlich weggedrückt wird. Deshalb bekamen jene Seniorentelefone einen Extrapunkt, welche die Rufannahme mit jeder beliebigen Taste ermöglichten. Wir würden uns die automatische Gesprächsannahme beim herausnehmen aus der Ladeschale wünschen, wie es bei schnurlosen Telefonen oft der Fall ist. Umgekehrt wäre es sehr gut, wenn man ein Gespräch eben so sicher beenden könnte. Leider kam es in der Vergangenheit oft vor, dass ein Senior das Telefonat nicht überlebte, weil er vergas das Gespräch zu beenden. Erst bei der Versteigerung des Hausrats merkten die Erben, dass am anderen Ende der Leitung, noch ein ehemaliger Schulkamerad Anekdoten aus der Kaiserzeit zum Besten gab. Um so wichtiger ist die Wahl eines Seniorentarifs mit Deckelung oder besser noch, der Kauf eines Prepaid-Seniorenhandys.

Die richtigen Tarife für das Seniorenhandy im Test

Dieser Seniorenhandy-Testbericht ist kein Tarifratgeber. Dennoch sei auf einige Gefahren hingewiesen. Hat man einen ungedeckelten Tarif mit monatlicher Rechnung, kann es teuer werden. Wenn der tüdelige Senior nach dem Gespräch vergisst den Knopf zu drücken, ein R-Gespräch annimmt oder stundenlang Selbstgespräche nach Amerika führt, so hat man schnell einen Schuldenberg am Hacken, welcher die Höhe der Erbschaft übersteigt. Deshalb kommt es nicht nur auf das richtige Großtastentelefon an, sondern auch auf den geeigneten Seniorenhandy Tarif.

Wir möchten 2 geeignete Seniorenhandy Tarife vorstellen:

1. Die gute alte Prepaidkarte, wie sie von jedem Netzbetreiber angeboten wird, bietet hundertprozentigen Schutz vor unangenehmen Überraschungen. Es kann nur vertelefoniert werden, was zuvor aufgeladen wurde. Diese Variante erfordert keine Vertragsbindung und bietet sich an, für geistig rege Wenigtelefonierer. Das Aufladen des Guthabenkontos ist nicht ganz einfach und erfordert oft die Hilfe der potentiellen Hinterbliebenen. Außerdem sind die Gebühren pro Gesprächsminute recht hoch, so dass ein Seniorenhandy mit Prepaidkarte, keinen Festnetzersatz darstellt. Eine Gefahr liegt darin, dass ausgerechnet im Notfall, das Guthaben aufgebraucht ist. Notrufnummern sind trotzdem erreichbar, sofern eine gültige Simkarte eingelegt wurde. Die "Notruffunktion" funktioniert ohne Guthaben nur bedingt, z.B. wenn man die Notruftaste mit einer Notrufnummer belegte! Dann sollte man aber noch bei Verstand sein und verständlich reden können.
2. Aus unserer Sicht die bessere Variante, stellt ein Mobilfunkvertrag mit Festnetznummer und Flatrate dar. Wer nur selten ins Mobilfunknetz telefoniert, kann damit viel Geld sparen und bleibt für Anrufende festnetzgünstig erreichbar.
Alternativ gibt es 0 EUR - Tarife mit Kostenairbag, welche bei einer bestimmten Höhe gedeckelt sind. Auch diese bekommt man auf Wunsch mit einer Festnetznummer, so dass der Senior festnetzgünstig erreichbar bleibt. Seinen Festnetzanschluss kann er komplett abmelden. Das wiederum erspart eine menge Ärger bei der Haushaltsauflösung. Denn wenn der Senior für immer verstummt ist, fallen bei Nichtnutzung keine festen Kosten an. Bei Vieltelefonierern und Senioren die ausversehen telefonieren, kostet es schlimmstenfalls ca. 40 EUR, je nachdem wo die Deckelung ansetzt (siehe Vertragsbedingungen!).

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Sprachqualität der Seniorenhandys im Test

Versteht man sich nicht, sind meist Generationskonflikte, nicht aber die Seniorenhandys daran Schuld. Zumindest die von uns getesteten Rentnertelefone, ermöglichten eine laute und auch deutliche Sprachübertragung. Lediglich im Freisprechmodus gaben sich einige Testkandidaten die Blöße. Schlechte und unterdimensionierte Lautsprecher trübten mitunter die Freude und erschwerten die Kommunikation. Andere Seniorenhandys wiederum enttäuschten durch eine schlecht zugängliche Lautstärkeverstellung oder boten die Gefahr der versehentlichen Lautstärkeregulierung, bis hin zur versehentlichen Stummschaltung. Mit so etwas kann man einem Menschen der schon Inflation, Krieg und Vertreibung mitmachen musste, den Rest geben.
Ebenso wichtig wie der gute Ton beim Schnacken, ist die Verkündung eines eingehenden Rufes durch das Telefon. Auch hier offenbarte der Seniorenhandy Test 2017 einige Unterschiede. Die große Mehrheit der Handys für Senioren, schellen so lautstark, dass der plötzliche Herztot droht. Es gibt Schlimmeres! Einfachhandys zum Beispiel, deren sanfte Klingeltöne, den Abstand vom Brustbeutel bis zum Hörgerät nicht überbrücken können.
Echte Seniorenhandys signalisieren einen eingehenden Anruf alternativ mittels Leuchtdiode. Gerade wenn Opa den Fernseher wieder zu weit aufgedreht hat, kann eine Anrufsignalisierung mittels Leuchtdiode sehr hilfreich sein. Nicht aber wenn Opa beim Fernsehen eingeschlafen ist. Hier hilft mitunter die Vibrationsfunktion, trägt er das Telefon am Körper. Generell ist es jedoch besser man deaktiviert die Vibrationsfunktion, damit das Senioren-Telefon nicht vom Tisch hoppelt. Zu groß die Gefahr, dass die im Alter kleiner werdenden Senioren am Kopf getroffen werden.
Ein wichtiger Hinweis am Rande: Oft werden Seniorenhandys in Testberichten zu unrecht schlecht beurteilt, weil aufgrund ungenügender Netzabdeckung, die Verständigung leidet und das Gespräch häufig abbricht. Ist der Funkturm des Netzbetreibers zu weit weg, taugt das beste Seniorenhandy nichts. In einem solchen Falle sollte man nicht das Telefon diffamieren, sondern den Netzanbieter wechseln! Am Besten schon vor Vertragsabschluss prüfen, wie sich o2, ePlus, Vodafone oder t-mobile vor Ort schlagen!

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Akkukapazität und Ladefunktion der Seniorenhandys im Test

Die integrierten Akkus ermöglichten eine sehr lange Laufzeit der Seniorenhandys im Test. Dies hängt auch damit zusammen, dass die Einfachtelefone einfach nur der Kommunikation dienen. Sie wurden nicht fürs surfen im Internet oder das Spielen von Onlinegames gemacht. Auch wird damit nicht Fotografiert oder MP3-Musik gehört. Die Standbyzeit beträgt bei geringer Telefonnutzung 1-2 Wochen. Auch der Vieltelefonierer muss keine Angst haben, dass der leere Akku das Gespräch abwürgt. Wichtig ist natürlich, dass der zur Vergesslichkeit neigende Mensch, das Seniorenhandy trotzdem hin und wieder mal an die Steckdose hängt. Aber welcher Rentner denkt schon daran? Aus diesem Grunde werden moderne Seniorentelefone mit einer Ladeschale ausgeliefert. Gewöhnt sich der Nutzer an, das Handy dort zu parken, ist dieses stets aufgeladen und einsatzbereit. Ein Einfachhandy nur mit Ladekabel, ist kein seniorentaugliches Telefon.

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Die Ausstattung der Seniorenhandys im Vergleich

Wie andernorts schon erwähnt, ist das Weglassen von Funktionen, ein wichtiger Erfolgsgarant bei Seniorenhandys. Nicht verzichten sollte man neben der Telefonfunktion auf einige weitere Ausstattungsmerkmale. Die Freisprechfunktion, auch Lautsprech- oder Mithörfunktion genannt, ermöglicht es dem Nutzer, das Telefon aus der Hand zulegen, um beim Telefonieren eine entspanntere Körperhaltung einnehmen zu können. Darüber hinaus ermöglicht es den "Lieben", am Gespräch teilzuhaben. Leider waren die integrierten Lautsprecher mit dieser Aufgabe oft überfordert. Mit zunehmender Lautstärke nahm die Tonqualität mitunter deutlich ab. Hier kann es helfen, die Lautstärke etwas zurück zu nehmen. In der Praxis verzichten die zumeist schon hörgeschädigten Pensionäre, gerne auf dieses Ausstattungsdetail. Jüngere hingegen, haben nicht selten ihre Freude daran. Doch Vorsicht! Lässt man bei aktivierter Freisprechfunktion einen streichen, hat auch die Gegenseite etwas davon.
Die Notruffunktion gehört seit je her zur Grundausstattung der Seniorenhandys. Bedienen kann die SOS-Funktion unterdes kaum jemand. Zu unterschiedlich und zu kompliziert sind die Systeme. Dabei ist es lohnenswert, sich mit dieser Funktion vertraut zu machen. Fällt der Diabetiker ins Zuckerkoma, hat er keine Zeit mehr eine Nummer zu suchen, geschweige denn zu wählen. Bevor er aber mit dem Kopf auf der Tischkante aufschlägt, könnte er jedoch grade noch die "Notruftaste" betätigen, wenn er denn wüsste wie das geht und was er damit auslöst. Leider reicht das Notabitur oft nicht aus, um die Notruffunktion betätigen, geschweige denn programmieren zu können. Das Dilemma liegt darin, dass eine solche SOS-Funktion natürlich vor unbeabsichtigtes Auslösen gesichert werden muss. Zu groß wäre der volkswirtschaftliche Schaden, wenn 5 Millionen Rentner täglich 3x den Rettungsdienst ausrücken lassen würden. Die Notruftaste kann so eingestellt werden, dass bei Auslösung eine vorher programmierte SMS an eine vorher programmierte Telefonnummer gesendet wird. Dies kann die Nummer eines Angehörigen, eine Notrufnummer oder Beides hintereinander sein. Einige Seniorenhandys besitzen ein integriertes GPS-Modul, welches sogar die Position des "Gefallenen" übermitteln kann. Leider hielt gerade bei diesen innovativen Rettungshandys, der Akku nicht sehr lange durch. Für Schwerstkranke gibt es Notrufhandys deren Notrufmechanismus automatisch greift, wenn die betreffende Person z.B. eine Bodeninspektion durchführt oder der Herzschlag aussetzt. Handelsübliche Seniorenhandys verzichten aber auf zu extreme Varianten der Notrufabsetzung, aus Kostengründen und um unbeabsichtigte Notrufe zu vermeiden.
Abgesehen von der Notruffunktion, ist die SMS-Tauglichkeit der Seniorhandys eher ein Ärgernis. Nicht nur dass diese Funktion den altersschwachen Menschen verwirrt, nein es kann auch viel Schindluder damit getrieben werden. Windige Geschäftemacher senden dem ahnungslosen Opa eine SMS in der er aufgefordert wird, eine kostenpflichtige Nummer anzuwählen, um mit jungen Häschen in Kontakt zu treten. Auch wenn es der Oma an der nötigen Eifersucht fehlt, so leidet doch ihr Haushaltsgeld darunter. Die SMS Funktion der Seniorenhandys sollte völlig eliminiert werden, abgesehen von der SOS-Funktion. Hier haben die Hersteller noch etwas zu tun, denn alle getesteten Seniorentelefone, integrierten die gefährliche SMS-Funktion.
Andere Funktionen wie Weckfunktion, Taschenrechnerfunktion oder Taschenlampenfunktion können durchaus sinnvoll sein, wenn der Hersteller sie so ins Menu integriert, dass sie leicht gefunden, aber niemals versehentlich aufgerufen werden können. Jeder weiß, dass Oma guckt wie eine Kuh wenn's donnert, sollte irgendetwas unbekanntes auf dem Display erscheinen. Panik und Frustration machen sich breit, und es fallen Sätze wie, "Früher war alles viel einfacher" oder "Ich will mein altes Wählscheiben-Telefon zurück".
Dass einige Hersteller gar dazu übergegangen sind, eine Bluetoothschnittstelle zu integrieren, lässt sich wohl nur damit erklären, dass man auch jüngere Senioren unter 30 als Käufer aquirieren möchte. Dem Rentner springt das Gebiss aus der Rübe, wenn er nur das Wort "Bluetooth" aussprechen soll. Sofern diese Funktion so versteckt wurde, dass der Rentner nicht damit belästigt wird, ziehen wir dafür keinen Punkt ab. Jüngere und jung gebliebene können dank Bluetooth, eine Verbindung mit einem Bluetooth-Headset herstellen.

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Ergonomie und Verarbeitung der Seniorentelefone im Test

Ein Grund dafür warum auch jüngere Leute gerne zum Seniorenhandy greifen, ist dessen Größe. Es liegt gut in der Hand und führt auch bei längeren Telefonaten nicht zu Schmerzen im Unterarm. Auch in Haushalten zukünftiger Senioren, wurde deshalb das Festnetztelefon vielfach durch ein ergonomisches Seniorenhandy ersetzt, was geringere Kosten und eine höhere Flexibilität zu Folge hat. Trotz der größeren Abmessungen, bleibt das Gewicht im Rahmen, so dass die meisten getesteten Seniorentelefone, in einer Körperfalte mitgeführt werden können. Display- und Tastengröße sowie die verwendeten Schriftgrößen, sind unschätzbare Ergonomievorteile der Handys für Senioren. Gleichzeitig ist dies der Grund, weshalb die Riesenhandys voll peinlich aussehen. Die Hersteller haben sich des Designproblems zwar angenommen, konnten es aber noch nicht vollständig lösen. Die Erfahrungen mit Seniorenhandys zeigen aber, dass gerade Senioren der letzten Stunde, wenig Wert auf das Design, als vielmehr auf die einfache Handhabung legen. Lediglich für "Junggebliebene" stellt das klobige Design mitunter ein Problem dar. Der Seniorenhandytest zeigte aber deutliche Unterschiede zwischen den Modellen auf. Wer sein Auge mit einem etwas weniger hässlichen Seniorhandy erfreuen möchte, bekommt ein solches, wenn er dafür auf etwas Ergonomie verzichtet. Umgekehrt sind die ergonomischsten Großtastenhandys, an Hässlichkeit kaum zu überbieten.
Als durchweg gut erwies sich im Seniorenhandy Test, die Verarbeitungs- und Materialqualität. Die Spaltmaße waren gleichmäßig und gering. Die Geräte waren ordentlich entgratet, so dass sie nicht als Waffe gegen Pfleger und Angehörige eingesetzt werden können. Bei einigen Rentnerhandys hätte die Oberfläche etwas rauer oder gummierter ausfallen können, um die Griffigkeit noch zu erhöhen. Keines der getesteten Großtastentelefone flutschte jedoch aus der Hand. Das Einlegen von Sim-Karte und Akku erwies sich bei einigen Testkandidaten als schwierig. Ohnehin ist dies ein Akt, welcher die technikfeindlichen Damen und Herren vergangener Epochen, zumeist überfordert. Die Angehörigen erledigen dies in der Regel bei der Grundeinstellung des Gerätes. Aber auch denen muss man das Leben ja nicht unnötig schwer machen!

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Zubehör für Großtastenhandys

Ein Etui ist meist nicht erforderlich, weil der alte Mensch über genügend Transportfalten verfügt. Alternativ kann das Rentnertelefon ins offene Bein gesteckt werden. Sehr wichtig ist in diesem Zusammenhang die Telefonhygiene. Brillenputztücher sollten stets greifbar sein, denn sie eignen sich hervorragend zur Desinfektion versiffter Bazillenschleudern.
Als sehr nützlich erachten wir hingegen Ladeschalen. Zum einen wird das Telefon in einer solchen Ladeschale ordentlich aufbewahrt, zum anderen wird das Seniorenhandy dort automatisch aufgeladen, ohne dass der Todgeweihte darüber nachdenken muss. Ohne Ladeschale wären die Geräte meist "Wie eine Flasche leer". Gute Seniorenhandys bringen serienmäßig eine Ladeschale mit.
Ansonsten ist Zubehör genau so verwirrend wie Zusatzfunktionen. Der Seniorenhandy-Zubehörhandel hat es aus gutem Grund schwer, Geld an unseren Vorfahren zu verdienen.

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Ein Seniorenhandy kaufen

Der Kauf eines Seniorenhandys sollte dem Senior nicht allein überlassen werden. Zu schnell lässt er sich einen überteuerten Vertrag an die eingefallene Backe nageln. Die unter Verkaufsdruck stehenden Fachhändler kennen kein Pardon und freuen sich über jedes senile Opfer. Auch sollte der aufgeregte Senior nicht im Fachgeschäft zwischen Tür und Angel genötigt werden, das Seniorenhandy zu testen und seine Meinung zu äußern. Um schnell wieder hinter den heimischen Ofen zu kommen, wird er zu allem ja und amen sagen. Dies führt nicht unbedingt zum Kauf des besten Seniorenhandys! Besser ist es, wenn sich fidele Angehörige im Internet sachkundig machen und unabhängige Seniorenhandy Testberichte z.B. der Stiftung Warentest studieren, um dann einige Seniorenhandys im seriösen Onlineshop zu kaufen. Der vom Leben Gebeutelte, kann nun zu Hause in aller Ruhe die verschiedenen Geräte in die Hand nehmen und testen. Ist das geeignete Telefon gefunden, wird es per Rechnung bezahlt. Die anderen Testkandidaten werden unter Inanspruchnahme des Rückgaberechtes zurück gesendet. Kaufen Sie unbedingt per Rechnung und nicht per Vorkasse oder Nachnahme. Nur ein Händler der die Zahlung per Rechnung anbietet, ist definitiv ein seriöser Händler. Gerade Senioren wird gerne per Vorkasse irgendwelcher Schrott mit optischen oder technischen Mängeln angedreht. Selten traut sich der Rentner das Seniorenhandy zu reklamieren, weil er seiner eigenen Unfähigkeit die Schuld gibt. Manchmal liefern die Händler das im Voraus bezahlte Rentnertelefon erst dann, wenn der Käufer das Krematorium längst in Pulverform verlassen hat.

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Support und Service

Die voraussichtliche Nutzungsdauer der Seniorenhandys ist eher kurz. Die Anschaffungskosten der einfachen Handys, sind mittlerweile relativ gering. Aus diesem Grunde sind Support und Service nicht so wichtig, wie beim Kauf eines Treppenliftes oder eines Großbildfernsehers. Ein Firmwareupgrade ist bei diesen Einfachhandys i.d.R. nicht erforderlich, da sich der Funktionsumfang auf das Wesentliche beschränkt. Auch die Reparaturanfälligkeit ist nicht so hoch wie bei komplizierten Multimediahandys. Achten Sie beim Neukauf auf eine gut lesbare Gebrauchsanweisung und die einwandfreie Funktion des Gerätes. Ein gebrauchtes Seniorenhandy sollten Sie aus hygienischen Gründen nicht erwerben. Wenn das Senioren-Telefon über eine 2-jährige Garantie verfügt, dann sollte dies Service und Support genug sein. Ist dies nicht der Fall, dann haben Sie nicht das beste Seniorenhandy erworben!

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Alternativen zum Seniorenhandy

Rentnerhandy ohne Vertrag, ohne Simlock und ohne Branding.Das beste Seniorenhandy ist nutzlos, wenn die Demenz weit fortgeschritten ist. Damit der alte hilflose Mensch trotzdem das Gefühl der Kommunikationsfähigkeit nicht ganz verliert, bietet sich z.B. das "Plappertelefon" von Fisher Price an. Da kann Oppa am Rad drehen bis ihm schwindlig wird und Omma kann stundenlang Selbstgespräche führen. Das steigert das Selbstbewusstsein der Senioren und lässt sie zumindest in ihrer Phantasie wieder am Leben teilhaben. Diese Spezialtelefone für Pflegebedürftige der Pflegestufe 0, sind bedienungsfreundlich, abwaschbar und nicht kaputt zu kriegen. Zudem sind sie sehr günstig in der Anschaffung und kommen ohne Sim-Karte aus.

Smartphone für SeniorenNicht alle Senioren ziehen sich ihre Windel mit der Kneifzange an! Deshalb sollten geistig vitale Pensionäre, durchaus die Anschaffung eines Smartphones in Erwägung ziehen. Diese verwirren zwar mitunter durch eine Vielzahl an Funktionen, sind aber dank Touchscreen intuitiv zu bedienen. Rentner denen es im Oberstübchen nicht an Klarheit fehlt, werden die Zusatzfunktionen wie Kamera oder GPS durchaus zu nutzen wissen! Die kreativen Möglichkeiten eines Smartphones können helfen, die geistigen Fähigkeiten des Seniors zu trainieren. Bei zu häufiger Nutzung kann aber eine digitale Demenz die Folge sein!

Seniorenhandy Test 2017

Seniorenhandy Testsieger