Der kritische Smartwatch Test 2017

Die besten Handyuhren mit SIM Funktion im Vergleich

Nahezu alle mit der NSA kooperierenden Großunternehmen, brachten oder bringen demnächst eine Smartwatch auf den Markt. Im Smartwatch Test 2017 gilt es die neuesten Errungenschaften staatlicher Überwachungsorganisationen kritisch zu hinterfragen, aber auch einen Testsieger zu küren. Wer träumt nicht von einer elektronischen Fußfessel am Handgelenk? Teenager finden so etwas cool und machen sich zum IM, ohne zuvor eine Verpflichtungserklärung unterschrieben zu haben. War die Stasi so fair Decknamen zu vergeben und mit Vergünstigungen zu werben, arbeitet der heutige inoffizielle BND-Mitarbeiter ehrenamtlich, ohne dass er je von seinem Engagement erfährt. Er trägt den Smartwatch Test 2017Horch-und-Guck Automaten stets bei sich, entweder in Form einer Handyuhr oder in Form eines Nasenfahrrades (Datenbrille). Als wäre dies nicht schon komisch genug, bezahlt der inoffizielle Mitarbeiter seine Arbeitsmittel aus eigener Tasche. In unserem Smartwatch Test 2017 soll es uns nicht nur darum gehen, die beste Handyuhr zu finden, sondern auch um die Auseinandersetzung mit dem Bürger, welcher alles mit sich machen lässt, ohne dagegen aufzumucken. Mit dem eigentlichen Vergleich der Handyuhren, haben wir vorerst wenig zu tun, ist doch das derzeitige Angebot an vollwertigen Smartwatches mit SIM Funktion noch recht klein und furchtbar.

˃˃   unser Testsieger...  ˂˂

Was ist eigentlich eine Smartwatch?

Die Smartwatch ist eine elektronische Fußfessel für das Handgelenk. Sie dient vordergründig der Überwachung ihres Besitzers, aber auch dessen sozialen Umfeldes. Die Smartwatch kommt in der Gestallt einer adipösen Armbanduhr daher, verschandelt aber nur schöne Menschen. Sie ist ein treuerer Begleiter, als es das Smartphone jemals sein könnte. Dies war auch das Anliegen ihrer Auftraggeber. Einen Überwachungsapparat zu schaffen, welcher sich wirklich immer im Zentrum des Geschehens befindet. Doch wer sind die Auftraggeber? Hier gilt es den Datensammlern der Werbeindustrie nur einen kleinen Vorwurf zu machen. Auch diese profitieren davon. Die eigentlichen Ingenieure der Handyuhren, finden sich in den mächtigsten Geheimdiensten dieser Welt. Um uns selbst zu schützen, können wir unser Faktenwissen nur sehr dosiert verströmen. Schnell sitzt man hinter amerikanischen Gardinen, und wird als Träger von Frauenkleidern diffamiert, äußert man sich politisch inkorrekt. Ein paar allgemeine Dinge werfen wir aber dennoch in den Raum. So besitzt die neumodische Armbanduhr ein GPS-Modul, welches den Aufenthaltsort ihres Trägers erfasst. Integrierte Funkmodule übermitteln den Aufenthaltsort in Echtzeit zum Auftraggeber. Dieser kann ein Bewegungsprofil erstellen oder im Notfall eine bewaffnete Drohne auf Reisen schicken. In weniger dringenden Fällen, kann der Delinquent erst einmal via Mikrofon und Kamera auskundschaftet werden. Auch hierbei hat sich die stetige Internetanbindung via 3g/4g oder WLAN als äußerst hilfreich erwiesen.
Doch die Smartwatch ist nicht nur ein Werk des Teufels. Sie ist auch eine Konsequenz, aus den stets größer werdenden Smartphones. Fingen deren Displaygrößen einst bei 3" an, sind wir heute bei 5 Zoll angelangt. Internetinhalte verlangen halt nach größeren Anzeigen. Die Mobilität bleibt dabei auf der Strecke. Handyuhren sollen diesen Nachteil kompensieren. Der Mensch bleibt erreichbar, auch wenn das Smartphone im Auto, im Hotelzimmer oder auf dem Wohnzimmertisch vergessen wurde. Die Smartwatch dient nicht dem komfortablen Surfen im Internet, sondern sorgt für Informationen, stetige Erreichbarkeit und Unterhaltung. Leider profitieren davon nicht nur die tragenden Personen, sondern auch Arbeitgeber, Überwachungsorganisationen, Datensammler und Werbeindustrie. Immerhin hat die Smartwatch gegenüber der Datenbrille einen entscheidenden Vorteil: Der Träger einer Handyuhr wird nicht gleich als IM erkannt und vom wütenden Mob zusammen gehauen.

˃˃   beste Smartwatch 2017...  ˂˂

Die Gefahren der Smartwatches

Die Smartwatch-Strahlung, ausgehend von WLAN-, Bluetooth-, NFC- und Mobilfunk-Modulen, stellt selbstverständlich keine Gefahr dar. Dies haben unabhängige Studien der Mobilfunkbetreiber längst bewiesen. Ein Glioblastom ist erblich bedingt und sonst gar nichts! Etwas anderes konnte unser Smartwatch-Test auch nicht beweisen. Die wahren Gefahren einer Handyuhr, ergeben sich aus deren Schwätzigkeit. Sie funkt nach Hause, ob du es willst oder nicht. Hast du keinen Dreck am Stecken und planst du auch keinen Umsturz, solltest du keine Nachteile daraus erdulden müssen. Trotzdem machst du dich zum gläsernen Bürger. Und du machst auch all jene zu gläsernen Mitbürgern, welche in deinem Adressbuch gespeichert sind. Auch wenn du im Adressbuch der Smartwatch eines bösen Buben stehst, wirst du automatisch zum Gefährder. Das ist aber nichts Neues, war es doch auch schon bei den Smartphones so. Die Auftraggeber deiner Smartwatch wissen immer wer du bist, wo du bist und mit wem du bist. Nach einer gewissen Zeit wissen sie auch, was du vor hast. Hast du nichts böses vor, hat es möglicherweise jemand aus deinem Adressbuch?! Du wirst sicher einsehen, dass vorbeugend auch deine Wohnung gestürmt werden muss, um Unheil von der freien Welt abzuhalten?!
Zum idealen Außendienstler für BND und NSA, wird die Smartwatch aufgrund ihrer Ingredienzien und durch ihren ständigen Sitz am Arm(leuchter). Selbst in der Nacht liegt sie nur wenige Zentimeter vom IM entfernt, auf dessen Nachttisch. Spricht er im Schlaf, wandert der Inhalt seines Monologes direkt in seine Akte. Behilflich bei der Sammelwut und Plapperneigung der Multimedia-Uhren, sind deren Komponenten. So verfügt die Smartwatch über Aug und Ohr (Kamera und Mikrofon), welche Informationen und Beweise sammeln. Dank GPS und Uhrwerk, werden die gemachten Aufnahmen mit Zeitstempel und genauen Koordinaten versehen. Der Eigentümer der Uhr ist aufgrund seiner Geräte-IMEI und der auf ihn registrierten SIM-Karte bekannt. Die persönlichen Daten auf seiner Smartwatch verraten ihn ohnehin. Egal ob die Smartwatch ein eigenes Mobilfunkmodul besitzt oder via WLAN mit dem Smartphone verbunden ist, ein Zugang zum Internet ist stets vorhanden. Auf diese Weise sind BND und NSA immer live dabei und können die gesammelten Daten innerhalb weniger Sekunden abrufen.
In diesem Zusammenhang möchten wir auf eine interessante Erkenntnis aus unserem Smartwatch Test 2017 hinweisen. Auch wenn Ihre Übertragungsgeschwindigkeit nach Verbrauch einer gewissen Datenmenge gedrosselt wird, so können Geheimdienste in Zusammenarbeit mit den Mobilfunkprovidern, diese Drosselung einseitig außer Kraft setzen. Das heißt, Sie surfen weiterhin mit GPRS Geschwindigkeit, während der Diebstahl Ihrer Daten in 3G Geschwindigkeit erfolgt, ohne dass Sie es merken. So können z.B. Demonstrationsteilnehmer live überwacht, lokalisiert und per Drohne unschädlich gemacht werden. Zum inoffiziellen Geheimdienstmitarbeiter (IM), wird dabei der Demonstrationsteilnehmer selbst.
Da die Smartwatch hauteng mit dem Arm(leuchter) verbunden ist, kann sie auch gesundheitsbezogene Daten sammeln und interessierten Organisationen weitertratschen. Blutdruck, Armumfang, Puls, Körperfettanteil, Blutzuckerspiegel, EEG und EKG, sind Werte, welche schon heute mit winzigen Sensoren und Modulen erfasst werden können. Später soll man durch die Kombination von Bluetooth-, WLAN-, NFC- und Handystrahlung, sogar Ganzkörper-CTs anfertigen können. Sensible Daten über welche sich jede Krankenversicherung freut und für die sie einen hohen Preis bezahlen würde. Kann man doch auf diese Weise Risikopatienten erkennen und von der privaten Krankenversicherung ausschließen. Auch ein Grund, weshalb kein Weg an der Abschaffung privater Krankenkassen vorbei führt. Ähnlich sieht es bei privaten Rentenversicherungen aus. Dank Smartwatch werden künftig nur noch jene versichert, welche das Rentenalter aller Voraussicht nach nie erreichen. Quasi als kleines Trostpflaster, weil sie von der PKV abgelehnt wurden (hahahaha)...
Später wird es auch möglich sein, den Uhrenträger mittels elektronischer Impulse kurzzeitig außer Gefecht zu setzen oder dessen Gedanken zu manipulieren. Diese Funktionen werden aber erst in der 3. oder 4. Generation der verschiedenen Smartwatches zum Einsatz kommen. Die geringen Akkukapazitäten erlauben es derzeit noch nicht, die schon vorhandenen technischen Möglichkeiten in die Praxis umzusetzen.

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Der Nutzen der Smartwatches

Nicht nur Datensammler und Geheimdienste beziehen einen Nutzen aus der Smartwatch. Auch der stolze Besitzer profitiert von seiner Handy-Uhr. Er kann künftig das Smartphone auch mal aus der Hand legen, erfüllt doch die Handyuhr in weiten Teilen den selben Zweck. Lediglich das freie Surfen im Internet ist aufgrund der winzigen Displays nicht möglich, aber von den Mächtigen auch nicht erwünscht. Über spezielle Apps bekommt der Staatsbürger seine Internetinhalte zensiert und zurecht gestutzt zugeteilt. Auch der Videogenuss bleibt aufgrund der kleinen Smartwatch-Displays auf der Strecke. So kommt die Smartwatch nicht in die Position, andere Kassenschlager vom Markt zu verdrängen. Sie soll für die Industrie eine zusätzliche Einnahmequelle darstellen. Tablet und Smartphone dürfen in ihrer Existenz nicht durch die Handyuhr gefährdet werden.
Die stets am potentiellen Verbrecher haftende Handfessel, ermöglicht nicht nur dessen vorsorgliche Überwachung durch die Staatsgewalt. Auch der Arbeitgeber freut sich über die ständige Erreichbarkeit seines Hampelpampels. Streikte dieser noch vor 15 Jahren für die 35 Stunden Woche, so hat er heute den 24 Stunden Tag. Bezahlt bekommt er aber nur 35 Stunden pro Woche, denn der Rest ist freiwilliger Bereitschaftsdienst. Auf diese Weise haben beide ihren Willen durchgesetzt. Das Arbeitsverhältnis wird inniger, hat man doch den Chef stets am Handgelenk dabei.
Der smart Bewatchte kann das bunte Ding als Zeiteisen hernehmen, um die Uhr abzulesen oder den Wecker zu stellen. Er kann seine Mutti anrufen, so ein GSM-Modul in der Smartwatch verbaut und ein Bluetooth-Headset am Ohr. Er kann SMS-, MMS- und Email-Nachrichten mit seinem Armband-Handy empfangen, aber auch versenden. Die Tastatur wird dabei von der Sprachsteuerung ersetzt. Über speziell für kleine Bildschirme entwickelte Apps, kann er sich News und Börsenkurse kommen lassen. Auch das Online-Radio setzt keinen Megabildschirm voraus. Der integrierte MP3-Player kann zwecks Straßenfestbeschallung via Bluetooth mit der HiFi-Anlage gekoppelt werden. Videos können zwar nicht auf der Smartwatch genossen, aber von dieser zum TV gestreamt werden. So ersetzt sie auch den WLAN-Multimediaplayer bzw. den HTPC. Trotz unzähliger Funktionen auf kleinster Fläche, ermöglicht eine einfache Menüführung, die unkomplizierte und seniorengerechte Touchbedienung mit dem Zeigefinger. Bei der kommenden "Samsung Galaxy Note Gear" soll sogar ein Wacom-Streichholz (s-match) im Gehäuse stecken, mit dessen Hilfe auch filigranere Anwendungen wie Angry Birds bedient und Explosionszeichnungen angefertigt werden können. Sogar Essensreste soll man sich damit aus der Kauleiste pulen können. Sicher ist dies aber noch nicht.
In jeder besseren Smartwatch wird ein GPS-Modul zu Hause sein, welches die Ortung des Delinquenten und ggf. dessen Bombardierung mit standortbezogener Werbung ermöglicht. Der Verfolgte selbst, kann sich das GPS für die Navigation zu Nutze machen. Dazu ist nicht unbedingt eine detailreiche Kartenansicht vonnöten. Das gesprochene Wort erfüllt zumeist den selben Zweck. Bei der Fußgängernavigation auf jeden Fall, bei der Fahrzeugnavigation zur Not. Zur Not kann auch mal ein Notruf per Knopfdruck abgesetzt werden. Dabei werden dem Rettungsdienst via GSM-Modul die genauen Koordinaten des Verunglückten übermittelt. Auch gestürzte Senioren werden sich über diese Möglichkeit freuen, so sie nicht auf die Uhr sondern auf den Kopf gefallen. In künftigen Hörgeräte-Generationen wird der Bluetooth 5.0 Standard Einzug halten, und so dem coolen Rentner das seniorengerechte Telefonieren mittels Smartwatch erlauben. Peinliche Seniorenhandys hätten dann ausgedient.
Im aktuellen Smartwatch Test 2017, ließen diverse Funktionen noch auf sich warten. Insbesondere die Überwachung der Gesundheit, scheitert noch an der Ungenauigkeit der Sensoren. Entsprechende Komponenten werden deshalb noch nicht integriert. Lange wird es aber nicht mehr dauern. Schon heute übernimmt die vollwertige Smartwatch mit SIM einen Großteil der Smartphone-Aufgaben. Nur wenn ein GSM-Modul in der Smartwatch vorhanden, erfüllt diese ihre kommunikativen Aufgaben, auch ohne ein in der Nähe befindliches Smartphone. Alles andere erachten wir langfristig als groben Unfug, gilt es doch das Gerätechaos und den damit verbundenen Ladeaufwand zu reduzieren.

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Verschiede Smartwatch-Varianten im Vergleich

Noch sind die Unterschiede der verschiedenen Smartwatch Varianten nicht klar definiert. In den Katalogen der Händler, findet der Uhrenfreund verschiedene Begriffe, welche nicht immer ein und das Selbe meinen. Manchmal aber doch. So sind die Begriffe Smartwatch und Handyuhr mittlerweile geläufig, bedürfen aber einer Spezifizierung. Wir versuchen es leidlich.

Handyuhr

Handyuhren sind nicht neu und verkaufen sich schon seit Jahren schlecht. Schuld daran sind zum einen das schlechte Marketing und zum anderen die Abwesenheit etablierter Hersteller. Diese wachen nun auf und lassen in ihren ersten Versuchen, Potential für Verbesserungen erkennen (um es vorsichtig auszudrücken). Aktuelle Armband-Handys können all das was ein Smartphone kann, nur eben viel schlechter. Sie sehen furchtbar aus, lassen im Sonnenlicht nichts erkennen und sind recht akkuschlapp. Man kann mit ihnen leidlich telefonieren, wenngleich man sich dabei voll zum Robert macht. Bildbetrachter und Videoplayer sind vorhanden. In der Praxis kann man diese Funktionen natürlich unter Ulk verbuchen, da die Displays jeder Briefmarke spotten. Die Hersteller ziehen unterdes die falschen Schlüsse und machen die Displays immer größer. Gebogene Displays ermöglichen es künftig der ganzen Familie, am Arm ihres Oberhauptes fern zu sehen. Der kann dann gleich mit der freien Hand eine Sammelbackpfeife austeilen. Die Akku-Leistung der aktuellen Handyuhren ist unterdes zu schwach, um Multimediafunktionen sinnvoll nutzen zu können. Sinnvoll wäre es zum Beispiel, ein auf der Uhr oder dem NAS gespeichertes Video, zum TV zu streamen. Ein leistungsstärkerer Prozessor wäre dafür ebenso notwendig, wie ein schnelleres WLAN a/c Modul. Sind genannte Probleme gelöst und konzentrieren sich die Hersteller auf das wahre Potential der Armband-Handys, könnte sich eine riesige Marktlücke auftun. Die auf der IFA 2016 präsentierten Smartwatches sind ganz weit davon entfernt, den Markt zu erobern. So erinnert das Design vollwertiger Smartwatches mit SIM-Funktion, eher an die externen Batterien moderner Kunstherzen, welche hoffentlich etwas länger halten. Handyuhren erobern den Markt, sobald sie die multimedialen Fähigkeiten eines HTPCs erfüllen, eine mehrtägige Laufzeit ermöglichen und mit einem filigranen Design aufwarten.
Folgende Funktionen wären dann möglich: Videostreaming zum TV, Online-Radio und MP3-Musik zur Soundstation, Internetstreaming zum TV, Online-Gaming am TV-Bildschirm, Telefonieren, Videokonferenzen, Email/SMS/MMS empfangen und versenden, Fußgänger-Navigation, Gesundheit überwachen, Person überwachen, Person lokalisieren und Person vernichten.
Einige der genannten Funktionen verbrauchen sehr viel Strom und überfordern selbst die 10x größeren Smartphones. Es muss also noch viel Entwicklungsarbeit geleistet werden, um das Energiemanagement zu verbessern und die Akkukapazitäten zu erhöhen.

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Smartwatch

Schon bald wird jede Smartwatch auch eine Handyuhr sein. Bisweilen scheuen sich die Hersteller noch, sich ihr eigenes Smartphonegeschäft kaputt zu machen. So lassen sie die grundlegenden Handyfunktionen bei ihren Smartwatches der ersten Generationen einfach weg. Man benötigt also für die meisten Smartwatches ein Smartphone, am besten auch noch vom selben Hersteller. Ohne dieses ist der Betrieb der kastrierten Handyuhren nur sehr eingeschränkt oder gar nicht möglich. Auf dem ersten Blick mag dies clever erscheinen. Wir erachten dieses Geschäftsgebaren jedoch als äußerst kurzsichtig. Wer den Kunden für dumm verkauft, wird ihn verlieren. Smartwatches ohne GSM- und 3g/4g-Modul, werden nie eine Marktlücke aufreißen. Ein Hersteller der den Markt erobern will, muss ein vollwertiges Smartwatch-Handy schaffen, welches sich unabhängig vom Smartphone, mit dem Internet verbinden kann. Auch die Telefonfunktion sollte integriert sein, und via Bluetooth-Headset genutzt werden können.
Momentan ist es leider so, dass die meisten IFA-Neuheiten ohne Handyfunktionen und ohne eigene Internetanbindung daher kommen. Deshalb sind aktuelle Smartwatches eben keine Handyuhren, sondern Mediaplayer für das Handgelenk. Völlig unnötig, ist doch das zum Betrieb notwendige Smartphone, ein viel besserer Mediaplayer. Synergien sind zwar grundsätzlich nicht zu verteufeln, helfen sie doch mitunter Ressourcen zu sparen. In diesem Falle aber, wird einfach das Gerätechaos zu groß. Man muss beides mitschleppen, aufladen, koppeln und in Einklang bringen. Das macht keinen Spaß und hat so keine Zukunft. Soll die neue Gerätegeneration eine durchschlagende Wirkung am Markt erzielen, muss sie vollwertig daher kommen.
Wie die Handyuhren, sind auch die aktuellen Smartwatches zu groß und zu dick. Man(n) hat zwar gerne eine Beule in der Hose, aber nicht am Arm. Vielleicht kommt irgendwann die Cockwach für des Mannes "S-Pen"?! Da kann man dann etwas mehr Volumen reinpacken. Die derzeitigen Geräte sind einfach nur peinlich. Erklären lässt sich dies nicht mit dem Stand der Technik, sondern mit den Kosten, welche der Stand der Technik momentan noch verursachen würde. In technischer Hinsicht problematisch, ist lediglich der Stand der Akku-Technik. Eine Armbanduhr die jeden Tag an die Steckdose muss, ist keine Armbanduhr. Mindestens eine Woche sollte sie trotz aller multimedialen Funktionen durchhalten. Davon sind wir noch weit entfernt. Bleibt die Uhr alle zwei Tage stehen, kannst du bald zum Jobcenter gehen...
Künftig wird es nur noch die Handyuhrensmartwatch geben, oder auch kurz die "Smartwatch". Bis dahin gilt es mit dem Kauf zu warten, es sei denn man weiß nicht wohin mit dem Geld. Dann spricht natürlich nichts dagegen es auszugeben, um mit einer unausgegorenen Neuheit zu prahlen. Die Gefahr sich der Lächerlichkeit preiszugeben, ist allerdings nicht wegzudiskutieren.

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Der Smartwatch Test im Detail

Leistungsfähigkeit

Nahezu das gesamte Testfeld, präsentierte sich überraschend leistungsfähig. Auf Single-Core-Prozessoren setzte kaum noch jemand, wenngleich dies in einer reinen Handyuhr durchaus vertretbar wäre. Eine Smartwatch jedoch, welche HD-Medien zum TV streamen soll, benötigt mindestens einen hochgetakteten Zweikern-Prozessor, oder besser noch eine Quadcore-CPU. Viele der zum Test angetretenen NoName Produkte, wie auch die Eigenmarken diverser Elektronik-Versandhäuser, integrieren in ihre Billiguhren ordentlich dimensionierte Dualcore-Rechenkerne. Da gab es im Test nichts zu bemängeln. Derart motorisierte Smartwatches lassen sich flüssig bedienen und eignen sich auch für das Multimedia-Streaming. Nur wer FullHD-Videos unabhängig vom Dateiformat oder Youtube-HD-Videos, zuverlässig zum TV streamen möchte, kommt um den Quadcore-Prozessor nicht umhin.
In Sachen Arbeitsspeicher erachten wir das Vorhandensein von 1GB RAM als zukunftssicher und erstrebenswert. Doch auch jene Smartwatches, welche im Vergleich mit nur 512MB RAM aufwarteten, ließen vorerst keine Nachteile erkennen. Da aber im Hintergrund doch das eine oder andere Programm seine Arbeit verrichtet, und sei es nur ein Staatstrojaner, sind 256 MB Arbeitsspeicher unserer Meinung nach zu wenig. Die Integration von 2GB RAM erachten wir hingegen bis auf weiteres als Ressourcenverschwendung. Erst wenn Microsoft sein Betriebssystem Windows 10 für 1,5 Zoll Displays freigibt, werden derart opulente Arbeitsspeicher benötigt. Im Testergebnis gilt es einschränkend anzumerken, dass die großzügige Leistung aktueller Handyuhren, oft ins Leere läuft, da es an geeigneten Anwendungen fehlt. Erst wenn die softwareseitige Unterstützung für das Streaming von Videos und Anwendungen hin zum TV verbessert wird, macht die gegebene Leistungsfähigkeit einen Sinn. Für das bloße Anzeigen der Uhrzeit, genügten auch eine Kirschcore-CPU oder ein Apfelkern-Prozessor.
Ein dunkles Tuch im aktuellen Smartwatchtest 2017, blieben für uns die verbauten Grafikchips. Deren Leistung kann nicht hoch genug ausfallen, möchte man Games oder Internetbrowser mit Flash und sonstigem Pipapo, zum großen Fernseh-Bildschirm streamen. Mangels Softwareunterstützung und viel zu schwacher Akkumulatoren, scheitert dieses Unterfangen ohnehin bis auf weiteres im Ansatz. Zukünftige Smartwatch-Modelle dürfen sich an dieser Stelle keine Blöße geben, soll doch deren Hauptnutzen neben der Anzeige der aktuellen Uhrzeit darin bestehen, die multimedialen Aufgaben eines HTPCs zu übernehmen. Möchte man seine Smartwatch als WLAN-Multimedia-Player hernehmen und sonstige Bildschirminhalte zum TV-Bildschirm schnurlos übertragen (Miracast), bedarf es einer starken Grafik.

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Die Displays

Grundsätzlich vermissten wir an den derzeit erhältlichen Smartwatches, das eInk-Display. Farbenfrohe aber im Sonnenlicht nicht ablesbare LED oder OLED Displays, sind schlicht fehl am Platze. Da man Fotos und Videos allenfalls von der Uhr zum TV streamt, nicht aber auf ihr betrachtet, braucht man keine brillanten Farbdisplays. Diese verbrauchen Unmengen an Strom und fühlen sich an der Steckdose zu Hause. Die aus den eReadern bekannten e-Ink Displays sind im gleißenden Sonnenlicht ablesbar und bieten auch bei Dämmerung einen guten Kontrast. Bei Dunkelheit kann eine interne Beleuchtung bedarfsgerecht zugeschaltet werden. Auf der Smartwatch zum Einsatz kommende Anwendungen, benötigen weder eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit, noch brauchen sie eine große Anzahl an Farben. Für Abwechslung kann später das noch nicht verfügbare Farb-e-Ink-Display sorgen. Eine mit E-Ink-Anzeige bestückte Smartwatch, kann der Steckdose für mehrere Wochen, den rückwärtigen Batteriedeckel zuwenden.
Die derzeitig verfügbaren LED-Farbdisplays erwiesen sich im Smartwatch Test, nicht als Quell der Freude. Insbesondere die gebogenen Displays spiegelten alles Licht in der Umgebung. Unter freiem Himmel waren sie kaum abzulesen. Der Sinn der Biegung erschließt sich uns nicht. Die Hersteller wollen wohl zeigen, dass sie es drauf haben?! Erscheint ein Smartwatch Display zu klein, liegt es an einer undurchdachten Menüführung! Eine Display-Diagonale zwischen 1,5 und 1,8 Zoll, erachten wir im Ergebnis unseres Testberichtes als ideal. Ein solcher Touchscreen lässt sich akzeptabel mit dem Finger bedienen, macht die Uhr aber nicht zu schwer und klobig. Ist das Menü hingegen zu filigran und überfrachtet, wie es im Test bei einigen Smartwatches der Fall war, reicht selbst ein 3" Touchscreen nicht aus. Die von den Testkandidaten gebotene Auflösung, genügte stets unseren Test-Anforderungen. Für das Lesen längerer Texte ist die Smartwatch ohnehin nicht gedacht. Das Lesen von Emails und SMS-Nachrichten, bereitete in unserem Test keine Probleme, zumindest nicht bei Wolken verhangenem Himmel.

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Die drahtlosen Schnittstellen

Eine besondere Bedeutung kommt den schnurlosen Schnittstellen Bluetooth und WLAN zu. Sie sind notwendig, um Inhalte von der Smartwatch zu einem TV übertragen zu können. Ferner benötigt man sie bei den Smartwatches der 1. Generation, um eine Internetverbindung herstellen zu können. Beim Kauf einer Handyuhr gilt es etwas genauer in das Datenblatt des jeweiligen Produktes hinein zu blicken. Einige Versandhäuser statten ihre Eigenmarken mit den veralteten Standards Bluetooth 2.0 und WLAN g aus. Letzteres reicht für eine zügige Internetverbindung, aber das Streamen hochauflösender Videos scheitert nicht selten an der zu geringen Übertragungsgeschwindigkeit. Noch gravierender wirkt sich der veraltete Bluetooth 2.0 Standard auf das Befinden des geprellten Käufers aus. Geprellt deshalb, weil im Datenblatt oft die Angabe "2.0" einfach weggelassen wird, so nur dieser Bluetoothstandard vorhanden. Für das komfortable verbinden zweier Geräte (z.B. Smartwatch und Bluetooth-Headset), ist mindestens der 2.1 Standard vonnöten. Doch auch dieser Standard ist in einem Gerät wo mit dem Strom ganz besonders gegeizt werden muss, nicht zeitgemäß. Erst der aktuelle Bluetooth 4.0 Standard ermöglicht das zügige und energiesparende Verbinden zweier Geräte (Bluetooth Low Energy). Leider vermissten wir den Bluetooth 4.0 Standard im Smartwatch Test 2017 all zu oft. Das Vorhandensein von Bluetooth 2.1 oder 3.0 erachteten wir als guten Anfang. Da die Energieprobleme aktueller Smartwatches ganz wo anders zu Hause sind, würde der 4.0 Standard die Welt auch nicht retten.
Ähnlich sieht es beim WLAN-Standard aus. Zwar fordern wir eindringlich den Verbau schneller WLAN N oder gar a/c -Module, aber angesichts der schwachen Hardware heutiger Smartwatches, könnte man diese ohnehin nicht voll auslutschen. Zur Übertragung eines FullHD-Videos zum TV, benötigt man nicht nur das schnelle WLAN-N, sondern auch einen 4-Kern-Prozessor. Besitzt die Handyuhr nur einen Dual-Core-Prozessor, kann man sich genau so gut mit dem veralteten WLAN G Standard zufrieden geben. Dieser ist keineswegs so lahm wie es von Theoretikern behauptet wird. Ein HD-Ready-Video lässt sich damit allemal ruckelfrei zum TV streamen. Zu diesem Zwecke reicht auch der Doppelkern-Prozessor. Zum Smartwatch Test 2017, erschienen die Geräte der namhaften Hersteller, ausnahmslos mit dem schnellen WLAN N. Namenlose Hersteller verbauten sehr häufig den veralteten WLAN G Standard, ohne dies im Datenblatt hervor zu heben. Zu einer Abwertung kam es im Smartwatch Test eben deshalb. WLAN G ist kein Verbrechen. Den veralteten Standard im Datenblatt zu verheimlichen, ist ein Verbrechen.
Unser Smartwatch Tipp: Wirbt ein Hersteller in der Produktbeschreibung mit dem Vorhandensein von Bluetooth und WLAN, vergisst dabei aber die Angabe der Versionsbezeichnung dahinter, lassen Sie Ihre Finger von dessen Handyuhren! Grundsätzlich genügen Bluetooth 2.1 und WLAN G, fliegen doch die aktuell erhältlichen Smartwatches, ohnehin nach 12 Monaten in die Tonne.

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Akkuleistung

Hier gibt es im Ergebnis unseres Testberichtes nicht viel schönzureden. Keine Smartwatch erfüllte im Test auch nur ansatzweise die Anforderungen an eine Armbanduhr. Von einer Armbanduhr erwartet man heute, dass sie von ihrer Batterie um 5 Jahre überlebt wird. Geht eine Armbanduhr im Schnitt nach 2 Jahren kaputt, so könnte man mit dem Strom der hinterbliebenen Batterie, eine Großstadt wie Berlin, für den Bruchteil einer Nanosekunde mit Strom versorgen. Eine Smartwatch hält zwar auch 2 Jahre und einen Tag, wie im Dauertest festgestellt werden konnte, aber der integrierte Akku ist schon nach zwei Tagen leer gezuzelt. Dieses Verhalten mag man bei einem Smartphone gut heißen, aber von einer Armbanduhr erhofft man sich doch, dass sie das dauerhaft pünktliche Erscheinen am Arbeitsplatz sicherstellt. Nun wird man von einer Smartwatch aufgrund ihres Funktionsumfanges keine monatelange Steckdosenabstinenz erwarten dürfen, aber 2 Wochen sollte sie bei intensiver Nutzung schon durchhalten können. Davon sind wir weit entfernt. Somit ist die Smartwatch bis auf weiteres nur ein Statussymbol der Reichen und Schönen, welche das pünktliche Erscheinen am Arbeitsplatz nicht nötig haben. Arme Technikfreunde sollten sich zur Sicherheit, eine zweite herkömmliche Uhr um den anderen Arm wickeln.
Alle von uns getesteten Smartwatches erhielten von uns in Sachen Akkuleistung, die Note Mangelhaft. Einige hielten bei mäßiger Nutzung 12 Stunden, andere 48 Stunden durch. Kein Grund für uns, im Ergebnis unseres Testberichtes, einen Unterschied zu machen. Zwei Wochen Gangreserve erachten wir als das Minimum. Ein Ziel welches mittelfristig durchaus erreicht werden könnte. Dazu gehören energiesparende Display-Technologien (e-Ink), moderne Übertragungsstandards (Bluetooth 4.0) und ein ausgefeiltes Energiemanagement. Auch Solarzellen und mechanische Auflademechanismen (Automatikuhr) gehören dazu. Die technischen Möglichkeiten sind längst vorhanden, aber einerseits noch nicht bezahlbar und andererseits nicht gewollt. Schließlich möchte man alle zwei Jahre ein neues Produkt verkaufen und nicht sofort ein Produkt für die Ewigkeit auf den Markt bringen. So könnte man ja nur einmal Kasse machen.

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Funktionsausstattung

Die korrekte Anzeige der Uhrzeit ist nicht das Einzige, was die moderne Smartwatch zu leisten vermag. Den Unterschied zur Armbanduhr machen die neckischen Zusatzfunktionen aus. Neben den Internetfunktionen gehören auch Komponenten wie GPS und Kamera dazu. Beide Ausstattungsmerkmale dienen nicht nur der Staatssicherheit. Auch der stolze Smartwatch-Besitzer kann davon profitieren, insofern die Komponenten den Stand der Technik widerspiegeln und softwareseitig gut unterstützt werden. Letzteres war im Smartwatch Test 2017 nicht immer feststellbar.
Die verbaute Kamera sollte einzig und allein der Video-Kommunikation dienen. Diese Aufgabe wurde im Test zumeist bravourös erfüllt, insofern die Webcam an der richtigen Stelle eingepasst wurde. Zur Lachnummer wird die Smartwatch-Kamera dann, wenn deren Optik seitlich am Gehäuse sitzt. Bei einem Videochat auf dem Klo, könnte der Gesprächspartner den Haufen seines Gegenüber nach Würmern absuchen, ihm aber nicht ins Gesicht blicken. Zu einer Fotosession sollte man seine Armbanduhr nicht hernehmen müssen. Dies erachten wir als unpraktisch, auch wenn es die Optik hergeben würde. An dieser Stelle übertreiben es die Hersteller gerne, um sich von den Produkten der Konkurrenten abzuheben. Sinnvoll ist dies nicht. Anders sieht es aus beim GPS.
Eine Smartwatch von Welt, sollte immer ein funktionelles GPS beherbergen. Auch dieses macht natürlich nur dann Sinn, wenn es von einer geeigneten Navigationssoftware unterstützt wird. So kann die Smartwatch dem hilflosen Touristen im Großstadtdschungel, den Weg zum nächsten Hotel weisen oder aber zum eigenen Auto, welches irgendwo abgestellt und nicht wieder gefunden wurde. Speziell die Fußgängernavigation könnte künftig zu einer Domäne der Smartwatches werden. Einige Handyuhren vermochten diese Aufgabe im Test bereits recht gut zu bewerkstelligen. Als Nachteil erwies sich in diesem Zusammenhang oft das fehlende UMTS-Modul, welches die direkte Anbindung an das Internet ermöglicht. Viele gerade kostenlose Navigationslösungen, setzen den Internetzugang voraus, da das Kartenmaterial nicht auf der Smartwatch gespeichert, sondern bedarfsgerecht aus dem Internet nachgeladen wird. Als gänzlich für die Kehrseite erwiesen sich im Test jene Smartwatches, welche auf ein integriertes GPS verzichteten. Hier müssen die Geheimdienste ihren Druck auf die Hersteller merklich erhöhen! Ohne UMTS und GPS in der Smartwatch, kann das Unheil nicht von der freien Welt abgehalten werden. Aber auch sonst macht es wenig Sinn, wenn die Armbanduhr nur als externer Monitor des Smartphones genutzt werden kann.

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Design und Funktion

Design und Funktion ernteten im Smartwatch Test viel Spott und Hohn. Am besten hat uns noch die an die kleinen Displays angepasste Menüführung gefallen, welche sich im Test durchaus bewährt hat. Man kann also positiv vermerken, dass vorhandene Funktionen, zumeist auch gut genutzt werden können. Wie bereits angemerkt, fehlen aber viele Funktionen, oder aber deren Standards sind veraltet (z.B. Bluetooth 2.0). Eine Smartwatch die ohne GPS und GSM/UMTS Modul daher kommt, ist ihren Namen nicht wert. Leider gibt es noch eine ganze Reihe dieser nutzlosen Handfesseln. Die Hersteller hoffen dank des aktuellen Smartwatch-Hypes, erstmal eine Gerätegeneration abzustoßen, welche den verärgerten Käufer zum baldigen Neukauf animiert. Auf die Idee, dass dieser dann zur Konkurrenz abwandern könnte, kommt man anscheinend nicht. Aber sei es drum. Es gibt genügend Leute, welche sich über ihren Besitz definieren und unbedingt eine der ersten Smartwatches haben müssen. Für uns kein Grund, über die Unzulänglichkeiten der aktuellen Smartwatch-Generation hinweg zu sehen. Es gab durchaus auch komplett ausgestattete GPS-Handyuhren im Vergleich zu bestaunen. Leider verärgerten diese dann nicht selten mit dem alten Bluetooth 2.0 Standard, welcher schon die Verbindung zum Headset zum schwierigen Unterfangen machte.
Generell voll peinlich, erschien uns im Test das Design der meisten Handyuhren. Was auf den Produktfotos noch voll cool ausschaut, hinterlässt um den Arm gewickelt, eher einen abscheulichen Eindruck. Einige Hersteller, welche nun schon die 2. oder 3. Generation ihrer Multimediauhren auf den Markt werfen, können es mittlerweile etwas besser. Deren Machwerke sind etwas filigraner gehalten und erscheinen nicht ganz so adipös. Leider erfordert der enorme Energieverbrauch der Komponenten, den Einbau eines voluminösen Lithium-Ionen-Akkus. Dieser nimmt innerhalb der Multimediauhr, den meisten Platz für sich in Anspruch. Neue Lösungen zur Reduzierung des Energieverbrauches müssen her, aber auch Möglichkeiten der automatischen Nachladung, wie z.B. durch Sonnenenergie oder durch wildes Fuchteln mit dem Arm. Erst wenn die Größe der zu verbauenden Akkus reduziert werden kann, dürfen wir auf ein edleres Design der Handyuhren hoffen. Da parallel dazu die Laufzeit der Akkus verzehnfacht werden muss, sollte die heutige Rentnergeneration nicht mehr von der Smartwatch träumen, wenngleich die derzeitig erhältlichen Keksdosen, in ihrer Peinlichkeit vom Seniorenhandy übertroffen werden. Nur zwei der von uns gestesteten Handyuhren überzeugten in der Test Disziplin "Design", mit der Bestnote Ungenügend. Alle anderen stuften wir als Mangelhaft ein. Natürlich ist dies immer auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wer einen total verkorksten Geschmack besitzt, der darf selbstverständlich eine andere Meinung vertreten.

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Testergebnis im Smartwatch Test

Der Sinn der Handyuhren wird sich irgendwann zu erkennen geben. Bis auf weiteres dienen sie nur dazu, Schönheitsfehler an der Haut des Armes, unter Technikschrott zu verbergen. Auch Datensammler, Geheimdienste und Personen-Versicherer profitieren erst dann von den verräterischen Fußfesseln fürs Handgelenk, wenn die Masse der Uhrenfreunde, den Kauf einer Smartwatch in Erwägung zieht. Um die künftigen Geheimagenten zur Anschaffung einer Handyuhr zu animieren, ist noch viel Entwicklungsarbeit notwendig. Mit dem optischen Feinschliff sollte man anfangen. Solange Smartwatches wie mobile Starenkästen aussehen, gilt es den Fäusten aggressiver Autofahrer auszuweichen. Trotz exorbitanter Akkus, welche zwei Drittel einer Smartwatch in Beschlag nehmen, genügt deren Kapazität nicht von 12 bis Mittag. Möchte man sich mit dem integrierten GPS von der Haustür zum Hoftor leiten lassen, kann es sein, dass man sich auf der eigenen Fußmatte verläuft, weil dem Akku vor der untersten Treppenstufe der Saft ausgegangen ist. In weiser Voraussicht verzichten viele Smartwatches auf ein unabdingbares GPS. Auch das GSM-Modul wird zumeist weggelassen, so dass die Handyuhr zum Zeiteisen mit MP3-Player bzw. zum Witz mutiert.
Fällt es auch schwer, reinen Gewissens und ohne zur Strafe vom Blitz getroffen zu werden, einen Testsieger unter den aktuellen Smartwatches zu benennen, so lassen die "Keksdosen am Bande" ein ungeheueres Potential erkennen, wenngleich es sich dabei hauptsächlich um ein großes Verbesserungspotential handelt. Schafft man es Größe und Gewicht zu halbieren, die Akkulaufzeit zu verzehnfachen, die Komponenten zu vervollständigen und neue Standards zu integrieren, steht einem Durchbruch der Handyuhren nichts im Wege. Der Smartwatch Test 2017 endet jedoch mit einem enttäuschenden Ergebnis. Während die Menüführung der meisten Smartwatches, ebenso wie deren Leistung überzeugen konnte, stellten Akkuleistung, Ausstattung, Display und Design, oft ein absolutes No-Go dar. Während wir davon ausgehen, dass Datenbrillen vor ihrer Markteinführung oder kurz danach verboten werden, könnten stark verbesserte Handyuhren, durchaus eine Zukunft haben. Die derzeitigen, in ihrer Funktion stark eingeschränkten "Smartphone-Außenposten" haben keine!

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Alternativen zur Smartwatch

Datenbrille

Noch etwas penetranter als die Smartwatch, kommt die Datenbrille daher. Wer sie auf der Nase trägt, sieht bald wie ein Boxer aus, weil die kontinuierliche Faust im Gesicht, ihre Spuren hinterlässt. Wer mit einer Datenbrille am Strand oder auf einer Kundgebung erscheint, zieht den Zorn seiner Mitmenschen auf sich. Genau so gut könnte der Datenbebrillte ein Schild vor sich hertragen, worauf steht, "Ich bin ein Spanner". Während sich die Smartwatch des Inoffiziellen Mitarbeiters unter dessen Pulloverärmel verbirgt, sitzt die Datenbrille im Zentrum des Spitzels. Leider landen immer häufiger Brillenschlangen mit Kassengestell in der Notaufnahme, weil sie irrtümlicherweise für Spitzel gehalten wurden. Unserer Meinung nach gehört die Datenbrille schlicht verboten. Sie zeichnet das auf, was der Brillenträger sieht, und veröffentlicht das Gesehene direkt im Internet. Eine Angelegenheit die sich nicht kontrollieren lässt, wenn man sie nicht gesetzlich untersagt.
Ungeachtet ihrer Anrüchigkeit, vermag eine ausgereifte Datenbrille einiges zu leisten. Sie bietet dem Auge des Betrachters, einen Bildschirm ungeheueren Ausmaßes, selbst wenn dieser in Wirklichkeit nur wenige Millimeter misst. Nah am Auge positioniert, wirkt er dennoch wie eine Kinoleinwand. Navigationssystem, eReader, Game-Konsole, Kommunikationszentrale, Multimediaplayer und Infotainment, sitzen dem Konsumenten künftig auf der Nase. Selbst das Bluetooth-Headset erübrigte sich, sitzen doch die "Brillenbügel-Subwoofer" direkt auf dem Ohr. Eigentlich erübrigt die Datenbrille alles bisher Dagewesene, vom Fernseher, über die Kamera bis hin zum Navigationsgerät. Käme die Datenbrille tatsächlich in den Handel, hätte dies eine furchtbare Weltwirtschaftskrise zur Folge. Die Smartwatch hingegen, erübrigt nicht einmal das Smartphone.

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Smartphone

Jedes noch so billige Smartphone vermag es, die Smartwatch im direkten Vergleich auszustechen. Da man das Smartphone zum Betrieb vieler Smartwatches ohnehin benötigt, erübrigt sich eigentlich der Vergleich. Lässt man die Smartwatch einfach weg, fährt man bis auf Weiteres am Besten. Dies wird sich hoffentlich in ein bis zwei Jahren ändern, wenn die Smartwatches dem Stand der Technik angepasst werden. Bis dahin ist das Smartphone das bessere Handy, der bessere Mediaplayer und eine 10x bessere Nachrichtenzentrale. Es ermöglicht das Surfen im Internet, den Benzin-Preisvergleich, den Scherzanruf, das Navigieren und das Musik hören. Ach und wer es noch nicht gemerkt hat, das Smartphone ersetzt auch das Zeiteisen.
Der Zubehörhandel stellt für gängige Smartphones "Sportarmbänder" bereit. Damit kann das Smartphone sicher am Arm befestigt werden. Dieses Konstrukt schaut allemal genau so peinlich aus wie eine echte Smartwatch, bietet aber einen deutlich höheren Nutzwert. Ideal für eine solche Eigenbau-Smartwatch sind ältere Mini-Smartphones mit einer Displaydiagonale von unter 4 Zoll (z.B. Samsung Galaxy S3 mini).

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