Die Besten im Bridgekamera Test 2017

Kompakte Digitalkameras mit Mega-Zoom im Vergleich

Im Bridgekamera Test 2017 erwiesen sich die smarten Superzoom-Digitalkameras, nicht mehr nur als die Spiegelreflexkamera des armen Mannes. Auch der Foto-Profi kauft sich heute in Ergänzung zu seiner Spiegelreflexausrüstung, gerne noch eine im Test für gut befundene kompakte Superzoomkamera hinzu. Auslöseverzögerung und Bildqualität der Superzoom-Kameras haben sich deutlich verbessert, und Bridgekamera Test 2017 - die beste Superzoom-Kamera hinken nur in Extremsituationen hinter den 4x so schweren und 5x so teuren Spiegelreflexkameras hinterher. Bridgekameras bieten einen riesigen Zoombereich, welcher dank besser werdender optischer und elektronischer Bildstabilisatoren zumindest bei den besten Superzoom-Kameras auch ausgereizt werden kann. Der Bridgekamera Test 2017 zeigte jedoch große Unterschiede im direkten Vergleich der einzelnen Kameramodelle auf. Während die Testsieger Bridgekamera auch den Fotografen erfreut, so konnten doch die meisten Ultrazoom-Kameras im Test nicht überzeugen. Starkes Bildrauschen bei ungünstigen Lichtverhältnissen und schlecht stabilisierte Superzooms, ließen nicht selten den Wunsch nach einer Systemkamera aufkommen.

Die Stellung der Bridgekamera in der Gesellschaft

Bridgekameras verbinden arm und reich. Kauft sich der Arbeiter die Superzoom-Kamera von seinem Monatsgehalt als Erst- und Familienkamera, so nutzt der reiche Schnösel die Bridgekamera als Alternative zu seiner schweren und sperrigen Spiegelreflexausrüstung. Auch wenn die Superzoomkamera eben aufgrund des riesigen Teleobjektives nicht ganz so leicht ist wie eine Kompaktkamera ohne Megazoom, so ist sie doch gut 80% leichter als eine Spiegelreflexkamera zuzüglich Geraffel. Zudem bietet die Bridgekamera einen riesigen Zoombereich vom Weitwinkel bis zum Mondfernrohr, ohne das Objektiv wechseln zu müssen. Für den Preis einer 60-fach Superzoom-Kamera, bekäme der Spiegelreflexfreak nicht einmal ein halb so großes Objektiv ohne Kamera. Wo ist der Haken, wird sich manch ein Kaufinteressent fragen?! Nun, noch vor wenigen Jahren hatte der Freund der Bridgekamera entscheidende Nachteile in Kauf zunehmen. Zum einen war der Zoombereich damals wesentlich geringer und hörte oft schon beim 30-fach Zoom auf. Mondmenschen konnte man damit nicht beobachten. Es fehlte zudem der im Superzoombereich unabdingbare Bildstabilisator, so dass man schon bei 5-facher Vergrößerung jedes Foto verwackelte. Die Auslöseverzögerung machte ihrem Namen alle Ehre. Bewegte Ziele konnte man mit Zoomkameras der ersten Generationen nicht auf Zelluloid bannen. Die kleinen Bildsensoren bekamen viel zu wenig Licht durch viel zu kleine Objektive. Die Folge waren schlechte Bilder mit viel Bildrauschen, nicht nur bei voll ausgefahrenem Zoom und bei Dämmerung.

Heute hat sich das Bild gewandelt. Nicht nur der Testsieger unter den Bridgekameras hat diese Nachteile von sich geschüttelt. Durch die Bank weg, hat der Test grundlegende Verbesserungen bei allen Megazoom-Digitalkameras zu Tage gebracht, auch wenn im direkten Vergleich der Bridgekameras große Unterschiede zu verzeichnen waren. Die Besten unter den getesteten Superzoomkameras, waren lediglich im Extrembereich messbar aber nicht fühlbar schlechter, als die größeren und schwereren Spiegelreflexkameras. Bei Dunkelheit, bei voll ausgefahrenem Zoom und bei schnell bewegten Motiven, erwiesen sich die Mega-Zoom-Kameras, als mehr oder weniger unterlegen. Die Auslöseverzögerung erhöhte sich, das Bildrauschen nahm zu. Generell ist die Bildqualität nicht ganz so rein, wie bei einer guten SLR-Kamera. Unterm Strich kann man sagen, dass die besten Bridgekameras jedes Fotografenherz höher schlagen lassen, vom Spanner bis zum Pressefotografen. Die Nachteile sind fast nur noch messbar, im Extrembereich auch sichtbar. Einige Billigheimer hingegen, verärgern auch heute noch den Fotofreund, durch lange Auslöseverzögerung, schlechte Optik und miese Verarbeitungsqualität. Besonders ärgerlich sich jene Bridgekameras, welche mit unausgereifter Firmware auf den Markt geschmissen wurden.
Die Bedeutung der Bridgekameras in der Gesellschaft nimmt rasant zu. Der Trend geht weg von der normalen Kompaktkamera, hin zum Smartphone mit integrierter und hochauflösender Kamera. Die Qualität deren Fotos ist mittlerweile brauchbar und reicht in 95% aller Fälle vollkommen aus. Parallel dazu kaufen sich viele Hobbyfotografen statt einer Kompaktkamera oder einer Spiegelreflexkamera, eine Superzoomkamera für Nachbarschaftsbeobachtungen, Himmelsbeobachtungen und andere Gelegenheiten. Auch beim Foto-Profi sind Bridgekameras lange nicht mehr so verpönt wie noch vor wenigen Jahren. Zwar verrichten dort im Kernbereich immer noch Spiegelreflexkameras die Hauptaufgaben. Im mobilen Bereich jedoch, schickt der Fotograf seine Helfer gerne mit Systemkamera oder Bridgekamera durch die Walachei.
Unsere waghalsige Prognose: In 10 Jahren gibt es keine Kompaktkameras und keine SLR-Kameras mehr! Sie werden durch Smartphones, Systemkameras und den hier getesteten Superzoomkameras ersetzt.

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Der Bridgekamera Test im Detail

Auslöseverzögerung

Manche Superzoomkamera löste im Test erst aus, als die Schnecke aus dem Bild gekrochen war, oder die Frau eine Hose darüber gezogen hatte. Doch im Gegensatz zu Testberichten früherer Jahre, gibt es nun auch Testkandidaten, welche sehr schnell reagieren und auslösen, wenn der Auslöser ausgelöst wird. Die Auslösegeschwindigkeit ist maßgeblich für die Qualität der Kamera und das gute Gefühl des Fotografen. Greifen Sie zu den Testsiegern unter den Bridge-Kameras, und Sie machen nichts falsch!

Bildqualität

Auch wenn man die Pixelangaben einiger Hersteller getrost vergessen kann, so bieten heutige Modelle im Bereich von 5 bis 8 Megapixel eine gute bis sehr gute Bildqualität, unter guten bis mittleren Bedingungen. Hersteller werben mit Pixelangaben von 14, manchmal gar unseriösen 20 Megapixel. Dafür sind die winzigen CCD-/CMOS-Bildsensoren und lichtschwachen Objektive nicht ausgelegt. In den Einstellungen sollte der Fotofreund deshalb eine geringere Pixelzahl wählen. Die Bildqualität wird es danken! Gerade im Extrembereich und unter extremen Bedingungen (Dämmerung, Dunkelheit), erweisen sich übertriebene Pixelzahlen in Zusammenhang mit lichtschwachen Objektiven als Nachteil. Die Bildqualität nimmt je nach Kameramodell mehr oder weniger stark ab, wie die Testfotos der Bridgekameras eindrucksvoll bewiesen. Es lohnt sich deshalb, die theoretischen Möglichkeiten unter schlechten Bedingungen nicht ganz auszureizen. Fahren Sie das Teleobjektiv nicht ganz aus, und regulieren Sie auch die Pixelzahl etwas runter. Das Bildrauschen wird dadurch erträglicher.

Der richtige Sucher

Hier offenbart sich ein weiterer Unterschied. Bei Bridgekameras für Einsteiger sind deren Hersteller dazu übergegangen, den Sucher, also quasi das "Loch zum durchgucken" einfach weg zu lassen. Dieses vermeintliche Loch (ein kleiner Monitor), nimmt mit besser werdenden Displays an Bedeutung ab und fällt dem Sparzwang zum Opfer. Schließlich sind auch Preis und Gewicht ein Kaufargument. Doch Vorsicht! Sinn und Zweck von Superzoomkameras ist es nicht zuletzt, heimlich bei Dunkelheit seine Nachbarin unter der Dusche zu fotografieren. Da macht es sich schlecht, wenn Ihr Gesicht von einem 3" Display angeleuchtet wird. Sie drohen aufzufliegen. Für heimliche Nachtaufnahmen, sollte das Display deaktiviert und der elektronische Sucher genutzt werden. Zudem fungiert bei Nutzung des Suchers, der eigene Körper wie ein Stativ. Gerade bei älteren Zoomkameras ohne Bildstabilisator kann dies sehr nützlich sein. Wir empfehlen beim Kauf einer Bridgekamera, nicht auf den Sucher zu verzichten.
Die Qualität der Sucher und Displays erwies sich als recht unterschiedlich. Alle waren zumindest brauchbar. Im Gegensatz zu früheren Testberichten, sind die Displays heute wesentlich größer, kontrastreicher und farbenfroher. Auch in heller Umgebung erfüllen sie ihren Zweck. Leider ist auch bei ansonsten besseren Kameras, die Auflösung der Displays nicht immer optimal. Zum fotografieren selbst reicht die gebotene Displayauflösung zwar aus, jedoch sollte man nicht vergessen, dass viele Fotofreunde die Bilder direkt auf der Kamera betrachten, sortieren und bearbeiten möchten. Dazu bedarf es eines hochwertigen Displays.
Die etwas teureren Digitalkameras mit Megazoom bieten zunehmend schwenkbare und ausklappbare Displays an. Dies erleichtert die Arbeit in ungünstiger Lage ungemein und ermöglicht ergonomisches Fotografieren ohne Verrenkungen sowie Selfies für Selbstherrliche.

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Zoombereich

Schaut man sich die gegenwärtige Entwicklung an könnte man meinen, die Hersteller sind zusätzlich zum Megapixelwahn auch noch dem Superzoom-Wahn verfallen. Galt 2016 ein 50-fach Zoomobjektiv noch als echt super, so holt man sich seine Nachbarin heute mit einem 83-fach-Zoom ins eigene Wohnzimmer und kann sich an jedem ihrer Mitesser erfreuen. Dabei beherrschen die meisten Hersteller ihre Superzooms recht gut. Bildstabilisatoren und deutlich verbesserte Objektive sorgen dafür, dass man auch bei einem voll ausgefahrenem 83-fach Zoomobjektiv brauchbare Fotos hinbekommt. Zudem verfügten viele der im Test verglichenen Bridgekameras, über einen guten bis sehr guten Weitwinkelbereich, was für einen zusätzlichen Mehrwert sorgt. So kann man eine alte und hässliche Nachbarin auch mal weiter weg zaubern. Achtung: Wenn Sie Nahaufnahmen von Ihrer Frau machen wollen, so fahren Sie Ihren Mega-Zoom vorsichtig aus! Ein 83-fach Zoom kann eine grazile Person von vorne bis hinten durchbohren.
Wenn Sie Ihre Superzoom-Kamera auf das Fensterbrett legen, um das Live-Bild Ihrer duschenden Nachbarin via WLAN auf den Fernseher zu streamen, kann ein ausfahrender Zoom die Kamera vom Fensterbrett stoßen. Denken Sie bitte daran, wenn Sie das Zoomobjektiv mit dem Smartphone fernsteuern! Schnell stößt sich die Bridgekamera vom Fenster ab und landet auf dem Boden. Im Falltest haben die meisten Megazoom-Kameras recht schlecht abgeschnitten.
Ob eine Superzoomkamera ihren Zoombereich voll ausschöpfen kann, hängt auch von der Größe des Bildsensors (CMOS-Sensor oder CCD-Chip) und der Lichtstärke der Optik ab. Einige Hersteller vernachlässigen diese Faktoren und verlassen sich darauf, dass der potentielle Käufer sich von blanken Zahlen blenden lässt. Sie werben dann mit dem größten Zoom und den meisten Megapixeln, vergessen aber den zur Bridgekamera passenden Reißwolf für die verrauschten Fotos ins Zubehörprogramm aufnehmen.

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FullHD-Videos

Einige der im Vergleich getesteten Bridgkameras ersetzen FullHD Camcorder fast vollständig. Lediglich die Tonqualität lässt oft noch etwas zu wünschen übrig, hat sich aber gegenüber dem letzten Testbericht deutlich verbessert. Aktuelle Superzoom-Kameras ermöglichen die Nutzung des Superzooms auch während des Filmens. Störgeräusche lassen sich dadurch nicht ganz vermeiden, aber auch hier haben die Hersteller ihre Hausaufgaben gemacht. Die Testsieger unter den Bridgekameras machen hochauflösende, ruckelfreie Videos in FullHD (1.920x1.080 Pixel) mit befriedigendem Stereoton. Wer eine solche Kamera besitzt, spart sich die Anschaffung eines Camcorders. Achtung! Günstige Bridgekameras werben oft ebenfalls mit HD-Videoqualität, bieten aber nur das kleinere 720p Format. Achten Sie auch auf die Zahl der Bilder pro Sekunde. Erst ab 24 Bilder pro Sekunde läuft ein Video ruckelfrei. Die Auflösung allein sagt nichts über die Videoqualität aus! Die ersten Superzoom-Digitalkameras erlauben bereits die Aufnahme von 4k UHD Videos. Sie gilt es im Bridgekameratest 2018 auf den Prüfstand zu nehmen.

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Stromversorgung

Hier bieten die Hersteller unterschiedliche Konzepte an. Einige favorisieren Insellösungen mit herstellereigenen Akkus, Andere lassen ihre Kameras einfach mit AA Akkus bestücken. Die Meinungen gehen hier sehr weit auseinander. Wir bevorzugen leistungsstarke herstellerspezifische Akkupacks, welche direkt in der Kamera geladen werden, notfalls aber auch gewechselt werden können. Hobbyfotografen schwören indes häufig auf gewöhnliche AA-Akkus. Diese seien leichter auszutauchen und billiger. Manchmal stimmt dies auch, aber nicht immer. Zudem sind AA-Akkus gut 4x so schwer und können Leistungsmäßig nicht mit den Herstellerakkus der Spitzenkameras mithalten. Einige Herstellerakkus sind freilich auch unterdimensioniert und kompliziert zu wechseln. So ließen einige der günstigeren Bridgekameras den Fotografen schon nach 50 Testfotos (teilweise mit Blitz und intensiver Zoomnutzung) im Stich. Die besten Ultrazoom Kameras im Test, schafften unterdes locker die 10-fache Anzahl an Fotos.

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Ausstattung

Die Ausstattungsliste aktueller Superzoom-Kameras ist lang. Erfreulicherweise kam in den letzten Jahren der Bildstabilisator hinzu. Erst Bildstabilisatoren sorgen dafür, dass nicht nur Scharfschützen scharfe Fotos mit einer Bridgekamera machen können. Die Bildstabilisatoren sorgten im Bridgekameratest 2017 durchweg für gute bis sehr gute Resultate. Auch im extremen Zoombereich ermöglichen sie verwackelungsarme Fotos. Der Telezoombereich konnte peu à peu erweitert werden, so dass heute schon 83-fach Zoomobjektive in den Kameras Anwendung finden.
Zahlreiche Motiv- und Automatikprogramme sorgen dafür, dass der Profi die Qual der Wahl hat und der Laie sich um nichts kümmern muss. Der Automatikmodus ist in den meisten Situationen mehr als brauchbar. Dem Profi-Fotografen sollte man das freilich nicht erzählen. Er fühlt sich angewiesen auf zahlreiche manuelle Einstellmöglichkeiten, um sein Können unter Beweis stellen zu können. Die Bridgekameras im Test verfügten alle über Automatikmodus, Motivprogramme und manuelle Einstellmöglichkeiten für ISO-Werte, Weißabgleich und so weiter und sofort. Da bleiben keine Wünsche offen, außer es geht um die Bedienungsfreundlichkeit. Da merkt man schon, welcher Hersteller sich Gedanken gemacht hat und welcher nicht. Die Kameras verfügen heute über Serienbildfunktion, Sportfunktion, Intervallaufnahmefunktion, Gesichtserkennung, Blinzelerkennung und Lächelerkennung. Fehlen nur noch die Kotz- und Popelfunktionen. Aber die kommen spätestens 2018 hinzu!
Der HDMI-Anschluss in Ergänzung  zu USB- und AV-Buchsen, ermöglicht die Wiedergabe hochqualitativer Videos und Tonaufnahmen am TV oder Monitor. Nicht immer vorhanden sind Sucher, schwenkbares Display oder Blitzschuh. Der Fotoprofi wird großen Wert darauf legen, dass er ein externes, starkes Blitzlicht anschließen kann, damit er auch bei Dunkelheit für eine ordentliche Motivausleuchtung sorgen kann. Der Laie ist hingegen mit dem internen Blitz gut bedient. Dieser ist für seine Anforderungen stark genug. Bei den besseren Ultrazoom-Kameras ist der Blitz deutlich besser als bei Kompaktkameras ohne Megazoom. Der optische Sucher war uns im Test sehr wichtig, weil er durch das Anliegen am Körper die Kamera stabilisiert und unerkannte Spannerfotos bei Dunkelheit ermöglicht. Der eine oder andere kann vielleicht darauf verzichten und so 50 Gramm Gewicht und 50 EUR sparen. Als sehr angenehm im Testbericht erwies sich auch der schwenkbare Monitor einiger Ultrazoom-Kameras. Auf dem Boden liegend einen Frauenfuß fotografierend, hilft er dem Fotofreund ungemein. Er vermeidet Grassflecken am Kinn und Halswirbelverrenkungen! Nebenbei ermöglicht er Selfies und die Aufnahme von Passfotos, wenn die Kamera auf einem Stativ fixiert wurde.
Die meisten Bridgekameras der Jahrgänge 2016 und 2017 verfügen zudem über eine oder mehrere schnurlose Schnittstellen. Sie sind der Grund dafür, eine ältere Bridgekamera aus der Hand zu legen. WLAN, NFC und neuerdings auch Bluetooth erhöhen nicht nur den Nutzen, sondern auch den Spaßfaktor einer kompakten Megazoom Digitalkamera ungemein. In Kombination mit einer iOS-, Android- oder Windows-App, ermöglichen sie die Fernsteuerung der Bridgekamera (Fernauslösung, Zoomsteuerung usw.), sowie das Betrachten des Live-Bildes in weiter Entfernung. Zumindest die WLAN-Schnittstelle erachten wir als unerlässlich. Doch Vorsicht! Ältere WLAN-Bridgekameras ermöglichen oft nur die schnurlose Übertragung der gemachten Aufnahmen zu TV oder PC. Die Möglichkeit der Fernsteuerung und Fernbetrachtung via WLAN hielt erst im Jahre 2016 Einzug. Viele günstige Superzoom-Digitalkameras verfügen überhaupt erst seit 2016 über WLAN.

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Ergonomie und Verarbeitung

Flutscht so manche Kompaktkamera gerne mal aus der Hand, so liegt der große Vorteil der Ultrazoomkameras in deren Griffigkeit. Zwangsläufig, aufgrund der riesigen Teleobjektive, fallen die Gehäuse der Bridge-Kameras etwas größer aus. Die Kameradesigner machen das Beste daraus und sorgen für eine besonders gute Ergonomie. Trotzdem ist das Gewicht deutlich geringer als bei den Spiegelreflexkameras. Große und teilweise schwenkbare Displays tun ihr Übriges, um den Fotofreund beim Frönen seines Hobbys nicht unnötig zu quälen. Bridgekameras vereinen die Vorteile von Kompakt- und SLR-Kameras, ohne deren Nachteile zu übernehmen. Auch die Haptik ist fühlbar angenehmer aber auch ergonomischer als bei den flutschigen Kompaktkameras, wenngleich der Testbericht hier Unterschiede im direkten Vergleich der Bridgekameras zu Tage brachte.
Erfreulich ist die Entwicklung auf dem Gebiete der Verarbeitungsqualität. Spaltmaße gehören der Vergangenheit an und die Gehäusekanten sind besser entgratet als noch vor Jahresfrist. Aufgerissene Handflächen und eingeklemmte Fingerkuppen traten bei diesem Testbericht nicht zu Tage. Auch stach sich diesmal keiner der Tester ein Auge aus, weil das Objektiv der verkehrt herum gehaltenen Kamera im Durchmesser zu klein war. Die nun im Durchmesser größeren Teleobjektive sorgen nicht nur für bessere Fotos, sondern auch für mehr Sicherheit beim Fotografieren. Jedoch wird der Rückstoß der immer schneller ausfahrenden Spargel zunehmend zur Gefahr. Wer zu nah am Model steht, könnte es mit seinem heraus schnellenden Objektiv zerbeulen oder durchbohren. Vorsicht ist also angesagt, nicht nur wenn man mit dem Rücken zum Abhang steht.

Bridgekamera Zubehör

Wenngleich den meisten Bridgekameras keine Kameratasche beiliegt, so erwies sich der Lieferumfang i.d.R. als recht komplett. Objektivdeckel zum Schutze der Linse lagen stets bei oder waren dem Objektiv integriert. Eine Handschlaufe für die sichere Verbindung von Mensch und Maschine fehlte nirgends. Alternativ lagen Trageriemen oder Schultergurte bei. Auch die ganze Kabellei war stets komplett, vom USB-Kabel bis hin zum Ladekabel. Kameras mit herstellereigenem Akku, lag natürlich auch der entsprechende Lithium-Ionen-Akku bei. Lediglich den Kameras mit AA-Akkus als Stromspeicher, lagen lediglich schwache AA-Batterien bei, welche man gar nicht erst auspacken sollte. Hier ist der zusätzliche Kauf von 4 oder besser 8 leistungsstarken AA-Akkus notwendig.
Wer sein Equipment erweitern möchte, der sollte zunächst Ausschau nach einer zweckmäßigen Kameratasche halten. Sie schützt die Kamera und bietet Platz für "Sonstiges Zubehör". Externe Blitzgeräte können hinzu gekauft werden, wenn die Superzoom-Kamera einen Blitzschuh besitzt. Bei vorhandenem Objektivgewinde können Sperrfilter, Streulichtblende, Polfilter, UV-Filter oder Gegenlichtblende und mehr hinzu geordert werden. Hier sollte man schon vor dem Kauf der Bridgekamera auf entsprechende Erweiterungsmöglichkeiten achten! Ein geeignetes Fotostativ gehört bei modernen WLAN-Bridgekameras zur Grundausstattung und sollte schnellstmöglich angeschafft werden. Das Stativ sorgt für sicheren Stand, möchte man die Bridgekamera via WLAN oder Bluetooth fernsteuern. Auch für Selfies oder Passfotos ist das ausziehbare Stativ unerlässlich. Wer seine Passfotos selber machen möchte, benötigt zudem einen hellgrauen Fotohintergrund. Selfies und Passfotos setzen zudem ein um 180 Grad schwenkbares Display an der Digitalkamera voraus. Nur die besten Bridgekameras verfügen über ein derartiges Schwenkdisplay.

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Der Kauf einer Digitalkamera mit Megazoom

Wer eine Bridgekamera kaufen möchte, sollte auf das Beratungsgespräch eines Verkäufers verzichten. Nutzen Sie stattdessen das Internet, um sich umfassend über Bridgekameras zu informieren! Die Hersteller bieten oft Datenblätter zum Download an, woraus sich die technischen Informationen und Ausstattungsmerkmale entnehmen lassen. Um die tatsächliche Qualität der jeweiligen Bridgekamera einschätzen zu können, lohnt es sich unabhängige Testberichte wie die der Stiftung Warentest zu lesen. Auch verschiedene Fotozeitschriften veröffentlichen regelmäßig Testberichte über Bridgekameras. Verbraucherforen, Rezensionen, Meinungen und Erfahrungsberichte im Internet, sind oft noch etwas schärfer und zielführender, als die sachlichen Testberichte der Stiftung Warentest. Es lohnt sich mehrere Testberichte und Erfahrungen zur Kenntnis zu nehmen, um ein repräsentatives Bild zu bekommen.
Auch Testfotos gibt es von den Megazoom-Kameras im Internet zu finden. Oftmals sind diese Testfotos von Profis unter Außerachtlassung des Automatikmodus gemacht worden. Ein Fotolaie der Grundsätzlich mit dem Automatikmodus knipst, bekommt die Fotos oft nicht so gut hin. Also nicht gleich aufgrund eines Testfotos oder eines einzelnen Erfahrungsberichtes zum Händler laufen! Eigentlich muss man überhaupt nicht zum Händler laufen, möchte man sich eine Bridgekamera kaufen. Wenn man sich bereits für eine Superzoom-Kamera entschieden hat, kann man diese natürlich auch vor Ort im Elektronikgroßmarkt oder Fotofachgeschäft kaufen. Dies ist sogar von Vorteil, wenn man nach dem Kauf hin und wieder Hilfe bei der Bedienung benötigt. Schließlich sind die Handbücher auch nicht immer einfach zu entschlüsseln. Nicht ohne Grund jedoch, verlassen sich viele Käufer auf seriöse und etablierte Onlinehändler. Sie liefern i.d.R. per Rechnung und sind vergleichsweise günstig. Ist man mit der gewählten Superzoomkamera nicht zufrieden, kann man sie nach ausgiebigem Test unkompliziert zurück schicken, ohne seinem Geld hinterher laufen zu müssen. Doch Vorsicht! Im Internet tummeln sich auch unseriöse Online-Shops. Da wird eine Bridgekamera als sofort lieferbar gekennzeichnet und soll auch noch im Voraus bezahlt werden. Am Ende stellt sich heraus, die Kamera ist leider doch nicht lieferbar und statt des Geldes gibt's einen Gutschein zurück, der seinen Wert verliert, wenn das Unternehmen kurz darauf Pleite geht. Kaufen Sie also bei einem altbekannten und seriösen Onlinehändler mit gutem Leumund. Er liefert schnell, verzichtet auf Vorauszahlung und Nachnahme, ist kulant und sorgt rasch für Ersatz, wenn doch mal ein Defekt vorliegt.

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Support und Service

Ob ein Kamerahersteller sich nur um den Verkauf neuer Bridgekameras kümmert, oder ob er auch seine alten Produkte pflegt, kann man keinem Datenblatt entnehmen. Auch hier gilt es Meinungsportale und Foren zu rate zu ziehen. Nur wenn ein Kamerahersteller auch nach Jahren noch Firmware Upgrades, Updates und Bedienungsanleitungen zum Download bereit stellt, lohnt sich ein Kauf seiner Produkte. Am besten werfen Sie einen Blick auf die Internetseite des Herstellers. Schauen Sie in dessen Support- und Downloadbereich. Stellt er auch für ältere, seit 3-5 Jahren nicht mehr produzierte Superzoomkameras Firmware-Upgrades und PDF-Handbücher bereit? Informieren Sie sich über Ersatzteilpreise und deren Verfügbarkeit. Wie verhält sich ein Hersteller im Falle eines Defekts? Hat er sich "Affig" oder ist 2 Tage später ein Austauschgerät beim Kunden? Beim nicht ganz billigen Preis einer Bridgekamera, sollte der potentielle Kunde hier keinen Spaß verstehen! Dank des Internets und dessen Foren, Meinungsportale und Rezensionen, ist es heute ein Leichtes, sich über Firmen, Hersteller, Shops und Bridgekameramodelle zu informieren. Man muss es nur tun und sollte nicht blindlings das erst beste Sonderangebot kaufen. Gerade bei den günstigen im Angebot befindlichen Bridgekameras, handelt es sich häufig um Modelle, welche sich aus gutem Grund schlecht verkaufen.

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Marktübersicht Bridge-Kameras

Beliebte Digitalkameras mit Megazoom ohne wertende Reihenfolge:

- Panasonic DMC-FZ72EG-K Lumix
- Sony DSC-HX400V
- Nikon Coolpix L830
- Sony DSC-H300
- Panasonic Lumix DMC-FZ200EG9
- Sony DSC-H400
- Canon PowerShot SX510 HS
- Nikon Coolpix L830
- Canon Powershot SX50 HS
- Fujifilm FinePix S4200
- Fujifilm X-S1 Bridge-Kamera
- Nikon Coolpix L830
- Sony DSC-HX300
- Panasonic DMC-LZ30
- Canon Powershot SX60 HS
- Panasonic Lumix DMC-FZ1000EG
- Nikon Coolpix P600
- Nikon Coolpix P610
- Nikon Coolpix B500
- Nikon Coolpix B700
- Fujifilm FinePix S4500
- Nikon Coolpix P500
- Fujifilm FinePix SL1000
- Fujifilm FinePix S8600
- Samsung WB100
- Fujifilm FinePix HS50EXR
- Canon Powershot SX70 HS
- Fujifilm FinePix S4800
- Nikon Coolpix P520
- Sony DSC-H200
- Sony DSC-RX10
- Canon SX520 HS PowerShot
- Nikon Coolpix L820
- Panasonic Lumix DMC-FZ38 EG-K
- Olympus SP-100 EE
- Olympus Stylus 1
- Rollei 10842 Powerflex 260
- Canon PowerShot SX40 HS
- Samsung WB2200F
- Nikon Coolpix P900