Testsieger im Digitalkamera Test

Die besten digitalen Kompaktkameras 2017 im Vergleich

Auch im Jahre 2017 ist ein Digitalkamera Test nicht ganz sinnfrei, wenngleich das Smartphone für ein merkliches Absinken der Verkaufszahlen digitaler Kompaktkameras gesorgt hat. Dessen Schnappschüsse sind im Vergleich zu den Resultaten einer sehr guten Digitalkamera absolut ebenbürtig. Zudem ist es leicht, flach und stets griffbereit. Unter schwierigen Lichtverhältnissen hat die digitale Kompaktkamera mit den gleichen Schwierigkeiten zu kämpfen, wie die Smartphone-Kamera. Warum also im Jahre 2017 noch ein Digitalkamera Test? Die Kompaktkamera liegt besser in der Hand und erlaubt einen ergonomischeren Umgang. Im Vergleich zum Smartphone verfügt die Digitalkamera TestDigitalkamera über einen mehr oder minder großen optischen Zoom, vom Weitwinkel bis hin zur mehrfachen Vergrößerung reichend. Das Teleobjektiv sorgt für verlustfreie Ausschnittsvergrößerungen und erweitert so den Einsatzbereich der Kamera. Nicht wenige Hobbyfotografen greifen deshalb gleich zur Bridgekamera, welche aber im Vergleich zur Kompaktkamera ein 3-5 mal höheres Gewicht auf die Waage bringt. Die digitale Kompaktkamera ist ein immer seltener gekaufter Kompromiss zwischen Superzoom- und Smartphonekamera. In praktischer Hinsicht keine schlechte Alternative, wenn der Zoombereich der Kompaktkamera nicht zu klein bemessen und deren Bildqualität das Aug erfreut. Auch der Videofunktion galt unser Interesse im Kompaktkamera Test 2017. Sie ist zu einer wichtigen Hauptfunktion geworden. So ermöglichen die ersten Digitalkameras bereits die Aufnahme von 4k UHD Videos in erstaunlicher Qualität. Vom Digitalkamera Testsieger erwarten wir zumindest die Bereitstellung von 1080p FullHD Videos mit anständiger Tonuntermalung. Noch immer keine Selbstverständlichkeit, wie wir im Testergebnis vermerken mussten. Mit schnellen Kameraschwenks kamen die wenigsten der 28 Testprobanden zurecht. Trotzdem reicht in den meisten Fällen der Kauf einer Kompaktkamera des mittleren Preissegmentes. Aus der Unwissenheit heraus, schmeißen zahlreiche Fotofreunde viel Geld für ihren persönlichen Digitalkamera Testsieger zum Fenster hinaus. Andere kaufen ihren Fotoapparat aufgrund schöner Zahlen im Datenblatt und freuen sich über dessen günstigen Preis, bis sie das erste Testfoto gesehen oder die deutsche Sprache in der Bedienungsanleitung vergeblich gesucht haben.

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Der Digitalkamera Test 2017 im Detail

Im Digitalkamera Test 2017 beschränkten wir uns auf den Vergleich 28 digitaler Kompaktkameras des unteren und mittleren Preissegmentes, mit einem maximalen Gesamtgewicht von 200 Gramm. Es sind jene Digitalkameras welche aufgrund ebenbürtiger Bild- und Videoqualität besserer Smartphone-Kameras in Existenznot geraten sind. Hat man das Smartphone stets dabei, liegt die Kompaktkamera aufgrund fehlender Kompaktheit zumeist daheim im Schrank. Warum sollte man sie also nicht gleich im Regal des Fotofachgeschäftes liegen lassen? Nun, Fotofachgeschäfte gibt es schon lange nicht mehr und außerdem bieten die digitalen Kompaktkameras unbezahlbare Vorteile im Vergleich zur Smartphonekamera, welche es im Digitalkamera Test 2017 herauszustellen galt. Dazu gehört neben der besseren Ergonomie, vor allen Dingen das optische Zoomobjektiv. Doch nicht alle kompakten Kameras wussten im Testbericht ein Kaufinteresse zu wecken. Die schlechte Bildqualität im Detail, besonders bei nachlassender Helligkeit ist ein Geburtsfehler der digitalen Kompaktkameras. Hier muss man die Kirche im Dorf lassen, möchte man sich die 1500 EUR für den Kauf einer SLR-Kamera sparen. Was sich aber einige Digitalkameras im Test geleistet haben, passt auf kein Foto mehr. Andererseits gab es aber auch wahre Testsieger, welche zur Arterhaltung der kompakten Digitalkamera beitragen sollten.

Die Bildqualität der digitalen Kompaktkameras im Test

Groß aufgezogen wirkten die Testfotos aller Kompaktkameras mehr oder weniger stark verrauscht. Wäre dies nicht so, hätte die Spiegelreflexkamera keine Existenzberechtigung. Damit die Kompaktkamera ihren Namen verdient, aber auch um der Systemkamera nicht das Wasser abzugraben, muss sie mit einer lichtschwächeren Optik klarkommen. So tummeln sich auch viel zu viele Pixel auf zu kleinen CCD- oder CMOS-Chips. Zwecks Beurteilung der Bildqualität sollte man also keine falschen Maßstäbe anlegen und sich immer auch die Vorteile einer kompakten Digitalkamera vor Augen führen. Trotzdem erwarteten wir auf Bildschirmgröße aufgezogen und im DIN A4 Format ausgedruckt, eine angemessene Detailschärfe, ordentliche Farbtreue und einen gut austarierten Kontrast. Wurden wir bei guten Lichtverhältnissen selten enttäuscht, brachte der Vergleich der Digitalaufnahmen bei Dämmerung und im Innenbereich teilweise erschreckende Resultate zu Tage. Auch bei guten Lichtverhältnissen versagten einzelne Kompaktkameras aufgrund schlechter Bildstabilisatoren. Drei der 28 getesteten Digitalkameras schienen gar keinen Bildstabilisator zu besitzen, wenngleich das jeweilige Datenblatt einen solchen versprach. Selbst ohne ausgefahrenen Zoom war es schwer ein Foto nicht zu verwackeln. Fünf der 28 getesteten Digitalkameras (darunter auch die drei "Wackelkandidaten"), verärgerten zudem mit stark überbelichteten Testfotos. Bei allen anderen Kompaktkameras galt es allenfalls auf hohem Niveau zu jammern. Kritik kam nur im direkten Vergleich der Testfotos auf. Die eine Digitalkamera ließ einen winzigen Blaustich erahnen, während eine andere mit einer unnatürlichen Farbbrillanz für Diskussionen sorgte. Die größten Abweichungen gab es beim Kontrast zu verzeichnen. Aber alles im Rahmen des Erträglichen und durch nachträgliche Bearbeitung korrigierbar. Wir verwendeten beim Fotografieren stets den Automatikmodus, wie er speziell bei Schnappschüssen häufig zum Einsatz kommt. Der Profi weiß anhand manueller Einstellungen, das Bildresultat je nach Situation von vorneherein zu verbessern. Bei Tage ist es selten nötig!
Bei untergehender Sonne zeigten sich viele Kompaktkameras von ihrer schlechten Seite. Starkes Bildrauschen ließ die Testfotos ins Schematische abgleiten. Trotzdem schafften es einige Digitalkameras, auch zu später Stunde, befriedigende Resultate au
f die Speicherkarte zu brennen. In der Nacht sind nun mal alle Katzen grau. Warum sollte die Kompaktkamera besser sehen als das menschliche Auge? Im Innenbereich trennte der Blitz die Spreu vom Heu. Bei 10 der 28 getesteten Kameras, war der Blitz unserer Meinung nach zu schwach. Oftmals waren wir aber auch über die Leistung der schmalen Blitze regelrecht erstaunt. Im Angesichte der Leistung kleiner Smartphone-LED-Blitze, gibt es allerdings keinen Anlass zur übertriebenen Wunderlichkeit.

Die Videofunktionen der Digitalkameras im Vergleich

Mit der Videofunktion heutiger Digitalkameras, lassen sich die klassischen Camcorder vollwertig ersetzen. Sowohl Video- als auch Audioqualität sind in den letzten Jahren merklich gereift. Einige der günstigeren Digitalkameras beschränken sich auf die Bereitstellung von HD-Videos (720p), während die ersten Kompaktkameras bereits 4k UHD Videos aufzeichnen können. Standard sind im Jahre 2017 FullHD-Videos (1080p), bei recht ordentlicher Video- und Tonqualität. Fast alle Digitalkameras im Test, hatten Probleme bei schnellen Kameraschwenks. Hier wirkten die Videos doch noch recht abgehackt. Wer die Kamera behutsam bewegt, kann mit seinen Videoaufnahmen zumeist zufrieden sein. Die Bildstabilisatoren leisten mittlerweile eine recht gute Arbeit! Bei ausgefahrenem Teleobjektiv und bei schlechten Lichtverhältnissen trennte sich dann doch die Spreu vom Weizen. Das ausgefahrene Teleobjektiv fordert vom Bildstabilisator alles ab. Eine gerechte Wertung war hier nicht einfach, gibt es doch Kameras mit opt. 5-fach Zoom, aber auch Digitalkameras mit opt. 20-fach Zoom. Starkes Bildrauschen bei nachlassenden Lichtverhältnissen, ruinierte bei 2 von 3 Kameras das Testergebnis. Die typischen Schwächen der Kompaktkameras sind nach wie vor lichtschwache Objektive, aber vor allem auch zu kleine CMOS- oder CCD-Chips mit einer zu hohen Pixeldichte. Dies machte sich nicht nur bei den Testfotos bemerkbar. Auch die bei Dämmerung aufgenommenen Testvideos wirkten oft zu dunkel und kontrastarm. Gleichsam galt es sich nicht selten mit Überbelichtungen abzufinden. Ganz schlechte Digitalkameras bringen beide Phänomene (Bildrauschen und Überbelichtung) unter einen Hut.
Gegenüber früheren Testberichten hat sich der Ton innerhalb der Videos, zu seinem Vorteil entwickelt. Nicht mehr so dumpf, gelangt er heute wesentlich klarer an das Ohr des Betrachters. Auch die Störgeräusche z.B. beim zoomen, haben die Hersteller unter Kontrolle gebracht. Einzig das Schnaufen des beleibten Fotografen, widert den Zuschauer auch im Jahre 2017 noch an.

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Die Auslöseverzögerung der Digitalkameras im Vergleich

Eines der wichtigsten Argumente für die Wahl einer Digitalkamera, stellt deren Auslöseverzögerung dar. Die Auslöseverzögerung ist nicht minder wichtig wie die Bildqualität. Trotzdem können wir dieses Kapitel kürzer abfassen als in früheren Testberichten, denn die aktuellen Digitalkameras lösen recht schnell aus. Nur in drei Fällen mussten wir uns jeweils über den unentschlossen agierenden Autofokus bei zunehmender Dämmerung ärgern. Wie bei den Bildstabilisatoren versagten auch hier die Billigkameras aus den Glasschränken am Fuße der Wühltische einiger Discounter.
Dauert es mitunter zulange, bis das nächste Bild aufgenommen werden kann, liegt dies nicht am Autofocus, sondern an der Speicherdauer des zuvor geschossenen Fotos. Wir haben am Rande des Testberichtes mit verschiedenen Speicherkarten experimentiert und ausnahmslos gute Erfahrungen mit Transcend Class 10 MicroSDHC Karten gemacht. Da Sie die Speicherkarte zumeist separat zur Kompaktkamera hinzu ordern müssen, außer Sie kaufen gleich ein Kamera-Set, so
achten Sie bitte auf eine ausreichende Schreibgeschwindigkeit der zu kaufenden SD-Karte. Eine Class10 Speicherkarte garantiert eine Mindestschreibgeschwindigkeit von 10MB/s und bringt die Speicherung großer Bilddateien schnell über die Bühne. Zudem ist sie sehr günstig erhältlich. Am besten man kauft gleich eine 64GB oder 128GB große Speicherkarte, besonders wenn man gerne FullHD oder gar 4k UHD Videos aufzeichnet und die Resultate nur aller paar Monate mal zum Rechner übertragen möchte.

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Weitwinkel und Panoramafunktion

Ein wichtiges Utensil für Aufnahmen im Innenbereich, stellt der Weitwinkel dar. Ohne großen Abstand zum Objekt, z.B. der Großfamilie, lässt sich mit Hilfe des Weitwinkels, die ganze Bagage auf ein Foto oder Video bannen. Heute bietet fast jede Digitalkamera einen mehr oder minder guten Weitwinkel. Bei Kompaktkameras der ersten Generationen suchte man ihn zumeist vergebens und konnte ihn auch nicht nachrüsten. Mit der Panoramafunktion bieten aktuelle Digitalkameras eine interessante Ergänzung zum mitunter noch immer zu spärlichen Weitwinkel. Ob die Panoramafunktion den Weitwinkel tatsächlich aufwerten oder ersetzen kann, hängt von deren Benutzerfreundlichkeit ab. Im Digitalkameratest 2017 werteten wir den Weitwinkel nicht separat, sondern im Zusammenhang mit der Panoramafunktion. War die Panoramafunktion nicht vorhanden, wie bei 2 der günstigeren Kompaktkameras, hagelte es trotz Weitwinkel nicht wieder aufzuholende Punktabzüge. Nicht minder schlecht wurden jene Kompaktkameras bewertet, deren Panoramafunktion schwierig zu handhaben war oder unbrauchbare Resultate lieferte. Nur 4 der 28 getesteten Kameras ließen erkennen, dass Weitwinkel und Panoramafunktion zurecht im Zusammenhang zu sehen sind. Der Panoramafunktion bei welcher mehrere Fotos zu einem Panorama zusammen gefügt werden, kommt natürlich nicht nur bei Innenaufnahmen, sondern auch bei Außenaufnahmen eine besondere Bedeutung bei. Sie weckt die künstlerische Seite des Schnappschüsslers und gleicht dessen Unfähigkeit über die Software aus. Nur die besten Kameras waren dazu in der Lage! Als positives Fazit lässt sich das Vorhandensein eines Weitwinkels unterhalb von 26mm (KB), bei fast allen kompakten Digitalkameras vermelden.

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Der optische Zoom

Der optische Zoom verleiht der Kompaktkamera die entscheidende Existenzberechtigung. Alles andere kann eine gute Smartphonekamera genau so gut. Um so erstaunlicher dass sich drei der 28 getesteten Digitalkameras mit einem optischen Zoom <5 zur Teilnahme am Testbericht berechtigt sahen. Die meisten digitalen Kompaktkameras bieten heute ein optisches Zoomobjektiv >8 und wiegen trotzdem keine 200g. Die besten Digitalkameras im Test, warteten gar mit einem opt. 20-fach Zoom auf. Eine solche Kamera nannte man noch vor 3 Jahren Bridgekamera und brachte stolze 600g auf die Waage. Heute wiegt sie keine 170g und macht bei Vorhandensein eines guten Bildstabilisators bessere Fotos als je zuvor. Der Bildstabilisator ist maßgeblich dafür verantwortlich, ob die Fotos bei max. Brennweite gelingen oder nicht. Meistens gelingen sie trotz ruhiger Hand noch immer nicht und setzen die Verwendung eines Stativs voraus. Nicht das Bildrauschen zog das Testergebnis zahlreicher Kompaktkameras nach unten, sondern der unzureichende Bildstabilisator. Das Bildrauschen war zu erwarten und muss bei einer kompakten Digitalkamera in Kauf genommen werden. Die unscharfen und verwackelten Fotos deuten aber darauf hin, dass die Brennweiten der optischen Zooms schneller wachsen, als die Fähigkeiten der Bildstabilisatoren. Wahrscheinlich beschränken sich deshalb einige der getesteten Modelle auf verhältnismäßig kleine Zoombereiche?! Immerhin gibt es auch positive Ausnahmen im Ergebnis des Testberichtes zu vermelden. Vier der 28 getesteten Kompaktkameras warteten mit einem optischen 14- bis 20-fach Zoomobjektiv auf und konnten es im Test sogar stabilisieren. Eine halbwegs ruhige Hand benötigt man trotzdem. Die digitalen Zooms können Sie getrost vergessen, denn sie gehen stets zulasten der Bildqualität, auch wenn die Hersteller neuerdings wunderliche Namen dafür erfinden. Wer sie nutzt erlebt bei der Sichtung seiner Resultate böse Überraschungen. Besser ist es beim Fotografieren nur den optischen Zoom zu nutzen, um dann wenn nötig am PC für eine nachträgliche Vergrößerung zu sorgen. Wird die Vergrößerung dadurch auch nicht besser, so hat man doch wenigstens ein vernünftiges Original in der Hinterhand.

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Von der Makrofunktion bis zur Lächelerkennung

Makroaufnahmen braucht nicht jeder, sind aber schön anzusehen. Auch im unteren Preissegment gibt es mittlerweile kompakte Digitalkameras, welche mehr Macrofunktion im Kompaktkamera Testoder minder gute Makroaufnahmen realisieren. Die besten Digitalkameras im Test, erfreuten mit sehr guten Nahaufnahmen aus nächster Nähe. So gelang es uns die Existenz einiger Kolibrischwärmer in voller Pracht nachzuweisen. Wir wissen nun warum das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) vom Volksmund den Namen Kolibri-Schmetterling erhalten hat! Mit einer schlechten Macrofunktion gestrafte Hobbyfotografen nennen ihn auch Karpfenschwanz...
Erachteten wir die Macrofunktion als nützliches Gimmik und den Künstler in uns weckend, hatten wir für vorsorgliche Aufhübscher wie der Lächelerkennung nur Verachtung übrig. Sie nehmen den Fotos das Natürliche! Schlimm genug dass in der Realität nur noch Grinsebacken herumlaufen, welchen man die Mundwinkel an die Ohren genagelt hat, um deren wahre Laune zu übertünchen. Wird Zeit dass die Kamerahersteller mit einer Rotz- und Popelerkennung gegensteuern, um den Fotos wieder etwas mehr charakterlichen Tiefgang zu verleihen. Wer heute etwas unschönes sehen möchte, sieht sich gezwungen ein Fußballspiel der Damen zu verfolgen. Da hilft die beste Lächelerkennung nichts!

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Haptik, Ergonomie und Bedienung

Neben dem optischen Zoomobjektiv erheben Haptik, Ergonomie und Bedienungsfreundlichkeit, die digitale Kompaktkamera über die Smartphone-Kamera. So sollte es zumindest sein! Leider zeigte der Digitalkamera Test gerade in dieser für das Überleben der Kompaktkamera so wichtigen Disziplin ein paar unschöne Testergebnisse auf. Manchmal wissen wir aber auch nicht was wir wollen. Einerseits wollen wir, dass die Kameras bei wachsendem Zoom immer kleiner werden, andererseits wollen wir sie so sicher in den Händen halten, wie das Lenkrad eines Straßenkreuzers. An dieser Stelle die Empfehlung, die dem Lieferumfang meistens beiliegende Handschlaufe auch konsequent zu nutzen! Zu leicht flutschen die kleinen Kompaktkameras aus der Hand, zumal sie die Wölbungen älterer Digitalkameras oder aktueller Bridgekameras vermissen lassen. Fünf der getesteten Kompaktkameras "glänzten" im wahrsten Sinne des Wortes mit einer viel zu glatten Oberfläche. Angeraut oder mit einer Gummierung versehen, leidet zwar der erste Eindruck etwas unter einer bodenständigeren Erscheinung, aber dafür liegt die Kompaktkamera besser in der Hand. So lassen sich einige der kompakten Digitalkameras mit einer Hand besser bedienen als mit beiden Pranken. Aufgrund der aus Platzgründen gestauchten Anordnung der Bedienelemente, kann es bei einigen Kameras zu Fehlbedienungen kommen. Dies muss aber nicht sein, wie wir anhand der besten Digitalkameras 2017 feststellen durften. Das Fazit dieser Testrubrik liegt ein wenig im Auge des Betrachters. So sehr wir uns über die geringen Abmessungen und das federleichte Gewicht der Kompaktkameras des Jahres 2017 freuen, so sehr leiden wir unter den daraus folgenden Nachteilen. Andererseits gelingen Handhabung und Bedienung der digitalen Kompaktkameras immer noch 5x besser als es bei den flachen Smartphones ohne physische Bedienelemente der Fall ist! Gerade ältere Menschen und sonstige Grobmotoriker profitieren von den echten Druck- und Drehschalter einer aufs fotografieren spezialisierten Kompaktkamera.
Bezüglich der Menüführung sind die echten Tast- und Drehschalter nicht immer ein Vorteil. Das Fotografieren und Filmen geht damit zweifelsfrei besser vonstatten. Möchte man aber die Aufnahmen auf dem integrierten Display betrachten, ist manchmal der Blick ins Handbuch unabdingbar. Zu unlogisch ist die Tastenanordnung und vor allem die Symbolik darunter. Einige Hersteller bekommen es besser gebacken, aber auch nicht perfekt. Hier hat das Smartphone seine unbestreitbaren Vorzüge, was aber nicht so sein müsste. Kompaktkameras mit Touchscreen konnten uns im Test leider auch nicht überzeugen. Hier haben die Hersteller Potential für Verbesserungen. Sie sollten dabei auch an Menschen denken, welche nicht so Technikaffin sind. Gerade die fotografieren lieber mit der Kamera als mit dem Smartphone.

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Stromverbrauch und Stromversorgung

Im Bereich der Kompaktkameras haben sich herstellereigene, kleine und leichte Lithium-Ionen-Akkus durchgesetzt. Noch vor wenigen Jahren favorisierten nicht wenige Hobbyfotografen handelsübliche AA- oder AAA-Akkus. Die hätte man im Falle eines Falles schnell tauschen können, was beim Stromverbrauch älterer Kameras oft notwendig war. Heutige Lithium-Ionen-Akkus sind sehr leicht und liefern idealer Weise soviel Strom, dass man mehrere Tage am Stück damit fotografieren und filmen kann. Insbesondere die Leichtigkeit der flachen Lithium-Ionen-Akkus ist für eine Kompaktkamera unabdingbar. Zwei AA-Akkus würden das Gewicht einer kompakten Digitalkamera gewaltig in die Höhe treiben und deren Kameragehäuse unnötig aufblähen. Wobei die Batteriefächer früherer Kameras für ein griffgünstigeres Gehäuse gesorgt haben. Aber sei es drum.
Im Kompaktkamera Test 2017 favorisierten wir jene herstellereigenen Lösungen, welche sich ausbauen und ersetzen ließen. Darüber hinaus warfen wir einen Blick auf die Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Ersatzakkus. Nur selten wurden wir leicht enttäuscht. Abraten müssen wir diesbezüglich von keinem Kameramodell. Es gibt aber Kameras, wo man den geladenen Ersatzakku stets dabei haben sollte. Einige der Li-Io-Akkus machten schon nach 200 Fotos schlapp, während man mit anderen Kameras 400 und mehr Aufnahmen in den Kasten bekam. Was wir auch mitunter bemängeln mussten war die Tatsache, dass einige Akkus nicht innerhalb der jeweiligen Kamera mittels Micro-USB-Kabel geladen werden konnten. Man musste sie extra ausbauen und in einer mitgelieferten Ladestation aufladen. Eine optionale Ladestation macht durchaus Sinn, möchte man mehrere Akkus aufladen. Unkomplizierter geht es aber mit einem einfachen Micro-USB-Kabel, welches man überall zur Verfügung hat und das Fluggepäck nicht unnötig erschwert.

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Fazit zum Digitalkamera Test 2017

Der Kauf einer Digitalkamera mit optischem 3-fach Zoom macht heutzutage kaum noch Sinn. Zu gut sind die Aufnahmen besserer Smartphones, als dass man keine gleichwertigen Ausschnittsvergrößerungen daraus erstellen könnte. Erst das optische >10-fach Zoom mit Weitwinkel erhebt die Kompaktkamera über die Smartphone-Kamera. Die bessere Bildqualität der digitalen Fotoapparate ist längst Geschichte, müssen wir im Testergebnis traurig vermelden, wenngleich die Digitalkameras nicht schlechter, aber die Smartphonekameras deutlich besser geworden sind. Praxistauglicher ist abgesehen vom höheren Gewicht, die digitale Kompaktkamera. Sie liegt sicherer und ergonomischer in der Hand, so dass mit ihr im Ernstfall schnellere und auch schärfere Resultate zu erzielen sind. Die aufs Fotografieren geeichte Hardware bietet außerdem die bedienungsfreundlichere Einstellung durch den Benutzer. Allein schon das Auslösen mittels echtem "Auslöseknopf" ist unbezahlbar, z.B. im Hinblick auf die so zu erzielenden Bildvorteile hinsichtlich der Qualität. Kein Finger verdeckt die Linse, wie es bei vielen Smartphones immer wieder passiert. Wie die Fotos profitieren auch die Videos der Kompaktkamera vom optischen Zoom.
Bei all der Beweihräucherung kompakter Digitalkameras, bringt unser Testergebnis auch Ernüchterung. Nur wenige Kompaktkameras rechtfertigen ihre Existenz mit guten Resultaten und einem nachvollziehbaren Preis-Leistungsverhältnis. Günstige aber außergewöhnlich gut ausgestattete Digitalkameras verärgerten fast immer mit ihrer Störanfälligkeit im Hinblick auf die Konnektivität, mit wirkungslosen Bildstabilisatoren und mit starkem Bildrauschen. Die sachgerechte Bedienung erschloss sich oft erst nach Stunden des Experimentierens. Auch teure Kameras rechtfertigten im Test selten ihren höheren Preis. Die hohe Erwartungshaltung litt zumeist unter der Bildqualität, welche nun mal nicht an das Niveau von Spiegelreflexaufnahmen heran reicht. Wer mehr als 400 EUR investieren kann und die Qualität der Aufnahmen über Alles stellt, sollte eine Systemkamera ins Auge fassen. Flexible Schnappschüsse aber auch sehr gute Videoaufnahmen, gelingen mit Kompaktkameras zwischen 200 und 300 EUR am preiswertesten. Verzichtet man auf Service und Bedienungsfreundlichkeit, kann man schon ab 130 EUR ein Schnäppchen schlagen. Der Siegeszug der Kompaktkamera ist unterdes beendet, denn die stetige Verfügbarkeit des Smartphones und der größere Zoombereich der Bridgekamera, lässt der klassischen Digitalkamera nur wenig Überlebensraum.

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Eine digitale Kompaktkamera kaufen

Kaufen Sie Ihre Digitalkamera im seriösen Onlineshop, nachdem Sie sich im Internet schlau gemacht haben! Ein Digitalkamera Test der Stiftung Warentest ist allemal seriöser als ein Verkaufsgespräch im Fachgeschäft. Haben Sie sich für eine bestimmte Kompaktkamera entschieden, hilft ein Preisvergleich dabei, den günstigsten, nicht aber den besten Onlinehändler zu finden. Achten Sie also nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den Ruf des Versandhauses. Das Internet liefert auch dazu entsprechende Erfahrungsberichte.
Im Vergleich zum Fachgeschäft lassen sich gut 10-30 Prozent sparen, kauft man sich seine Digitalkamera im seriösen Onlineshop. Nur online gekauft, genießen Sie ein mehrwöchiges Rückgaberecht. So können Sie Ihre neue Digitalkamera zu Hause intensiv auf Eignung und Funktion testen und auch bei Nichtgefallen einfach zurück schicken.
Wer über den Lieferumfang hinaus weiteres Zubehör für seine Digitalkamera benötigt (Tasche, Speicherkarte usw.), tut sich mit dem Kauf eines Kamera-Sets selten einen Gefallen. Kauft man Speicherkarte, Kameratasche oder Ladegerät separat, lassen sich im Vergleich zum Digitalkamera Set oft einige Euros sparen. Zudem bekommt man so kein minderwertiges Zubehör untergejubelt. Mitunter sind aber auch ein paar ganz brauchbare Kompaktkamera-Sets im Angebot! Schauen Sie genau hin und rechnen Sie nach, bevor Sie ein Kamera-Set kaufen!

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