Der große Inhalator Test 2019

Inhalationsgeräte zur Aerosoltherapie zwecks Behandlung der chronischen Nebenhöhlenentzündung im Test

Im Inhalator Test 2019 testen wir Inhalationsgeräte wie sie zur Aerosoltherapie hergenommen werden, um Erkrankungen der oberen Atemwege zu heilen, deren Symptome zu lindern oder deren Verlauf positiv zu beeinflussen. Ultraschall-Inhalatoren und Kompressor betriebene Druckluft-Inhalatoren erhöhen die Lebensqualität Sinusitis-Kranker, ohne dabei mit Nebenwirkungen aufzuwarten. Inhalator TestAuch Asthmatiker, Allergiker und schwer an der Lunge erkrankte Personen profitieren von der feinen Zerstäubung ihrer Medizin. Inhalatoren kommen oft bei Erkrankungen zum Einsatz, gegen die kein Kraut gewachsen ist. Dazu gehören die Erkältung und auch die chronische Nebenhöhlenentzündung. Geht die Erkältung nach 14 Tagen, bleibt die chronische Sinusitis zumeist ein Leben lang und treibt die daran Leidenden, aber auch deren HNO-Ärzte zur Verzweiflung. Was viele Patienten nicht wissen und viele HNO-Ärzte verschweigen: Der Inhalator ist eine Kassenleistung! So oder so bekommt man selten den besten Inhalator verschrieben. In unserem Inhalator Test inhalieren wir 2 Monate lang eine 0,9-prozentige NaCl Lösung, um uns ein Bild von der Wirkung, Haltbarkeit und Handhabung der Inhalatoren zu machen. Nebenbei wollen wir die Nebenwirkungen auf das menschliche Ohr ergründen, denn selbst die besten Kompressor-Inhalatoren stehen in Verdacht, das Gehör und den Nachbarschaftsfrieden nachhaltig zu schädigen. Warum die nahezu lautlos agierenden und nicht minder effektiven Akku-Inhalatoren (vermeintliche Ultraschall-Vernebler) keine ernst zu nehmende Alternative darstellen, wird unser Test aufzeigen. Der Inhalator Testsieger 2019 ist ein klobiges, lautes und schnurgebundenes Druckluftgerät, denn die bescheidene Haltbarkeit der ansonsten sehr praktischen Akku-Mesh-Inhalatoren grenzt beinah an eine Frechheit.

der beste Inhalator 2019...

Im Inhalator Test 2019: Die chronische Sinusitis I Bauarten der Inhalatoren I Inhalator Test I Inhalator Zubehör I Inhalator auf Rezept I Luffa-Kur

Die chronische Nebenhöhlenentzündung
und das traurige Leben der daran Leidenden

Die wahren Ursachen der chronischen Sinusitis und Rhinosinusitis bleiben oft im Verborgenen, da sich die wenigsten HNO-Ärzte die Mühe machen danach zu suchen. Sie wissen wie schwer es ist den auslösenden Faktor zu identifizieren, sind Chronische Nebenhöhlenentzündungaber mitunter auch der falsche Ansprechpartner. Wenn Schleimhäute austrocknen und Entzündungen im Körper wüten, können systemische und organische Erkrankungen zugrunde liegen, welche der Laie nie für seine chronische Nebenhöhlenentzündung verantwortlich machen würde. Eine verunglückte Wurzelbehandlung beim Zahnarzt stellt beinah noch die harmloseste, weil recht schnell feststellbare Ursache der Sinusitis dar. Anstatt durch eine ganzheitliche Untersuchung und Analyse der Laborwerte einer eventuell vorliegenden Grunderkrankung auf die Schliche zu kommen, erklärt der verantwortungslose HNO-Arzt gerne die zugewucherten Nebenhöhlen und verbogenen Nasenscheidewände zu den Ursachen der quälenden Nebenhöhlenentzündung. Das Resultat ist in vielen Fällen eine allzu schnelle und oft erfolglose Operation, deren Kollateralschäden in Form zerstörter Schleimhäute alsbald die Situation verschlimmern. Nicht wenige Patienten nehmen das Risiko einer Nasennebenhöhlen-Operation in Kauf, weil sie in den Jahren zuvor jedes nur erhältliche homöopathische Mittel erfolglos ausprobiert haben und das tägliche Delirium wie auch die Ignoranz der HNO-Ärzte nicht mehr ertragen können.

Inhalator Testsieger 2019...

Ursachen der chronischen Sinusitis

Ein Bruchteil der möglichen Ursachen wollen wir kurz benennen. Sie sind höchst verschieden und deshalb auch unterschiedlichst zu behandeln. Der Raucher stirbt entweder am Lungenkrebs oder er siecht an einer chronischen Sinusitis dahin. Oder aber er hört einfach auf damit, seinen Körper durch die Inhalation von Verbrennungsrückständen zu vergiften. Mit etwas Glück ist die Nebenhöhlenentzündung damit geheilt. Auch der Dampfer findet die Ursache seiner Sinusitis möglicherweise in seinem Laster. Ist der Dampf der E-Zigarette auch weitaus weniger giftig, als der Rauch der Zigarette, so trocknet er doch die Schleimhäute aus.
Anatomische Besonderheiten wie eine verbogene Nasenscheidewand sind seltener für die chronische Sinusitis verantwortlich als man denkt. Auch verengte Nebenhöhlen führen nicht zwangsläufig zu einer Nebenhöhlenentzündung. Viele Menschen weisen entsprechenden Normabweichungen auf, bleiben aber trotzdem von der Sinusitis verschont. Natürlich können die benannten Engstellen in Kombination mit weiteren Ursachen die Entstehung einer chronischen Nasennebenhöhlen-Entzündung begünstigen. Im Extremfall sind sie sogar der alleinige Auslöser. Nicht im Extremfall sondern fast immer, benennt der HNO-Arzt Polypen, Nasenscheidewandverbiegung, Muschelvergrößerung und verengte Eingänge als alleinige Ursachen für das Vorliegen der chronischen Sinusitis. Dabei handelt es sich auch dabei oft nur um Symptome einer tieferliegenden Erkrankung. Wird der Patient zum CT und dann ins Krankenhaus überwiesen, fühlt er sich ernst genommen und muss den HNO-Arzt nicht weiter belästigen. Steht er nach zwei Jahren wieder auf der Matte, geht das kurze Gastspiel von vorne los.
Auch Allergien und Infektionen werden von HNO-Ärzten gerne als vordergründige Auslöser der chronischen Nasennebenhöhlen-Entzündung benannt. Mit Cortison und Antibiotika werden Mensch und Nase malträtiert, ohne nach den Ursachen für Infektionen und Allergien zu fahnden. So wird die Sinusitis bestenfalls besänftigt oder zeitweise zurück gedrängt. Eine fast immer erkannte Allergie wird behandelt, ohne das daraus ein Erfolg resultiert.
Die zumeist tiefer liegenden Ursachen werden selten ermittelt. So kann ein schwaches Immunsystem die chronische Nebenhöhlenentzündung begünstigen. Doch warum ist es so schwach, das arme Immunsystem? Psychische Probleme, organische Erkrankungen, systemische Erkrankungen, ungesunde Lebensweise oder bestimmte Medikamente können das Immunsystem einzeln oder in Kombination schwächen. Auch Tumore, Mukoviszidose und HIV seien als sehr selten mögliche Ursachen für die chronische Sinusitis nicht verschwiegen. Hier ist der HNO-Arzt der falsche Ansprechpartner, obwohl auch er den Patienten darauf aufmerksam machen sollte. Besser geeignet ist ein verantwortungsvoller Hausarzt, welcher die notwendigen Untersuchungen bei verschiedenen Fachärzten managt und deren Ergebnisse zu einem aussagekräftigen Gesamtbild zusammen fügt. Nicht selten kommt man so einem Diabetes oder einer Anämie auf die Spur und verhindert so weiteres Leid und Folgeschäden. Die chronische Sinusitis ist sehr häufig der Folgeschaden einer anderen Erkrankung! Wer sich im Inneren des Kopfes operieren lässt ohne derartige Ursachen auszuschließen, dem ist nicht mehr zu helfen!

zum Testanfang

Diagnose und Therapieansätze

Für keine andere Erkrankung gibt es derart viele Therapieansätze wie für die chronische Sinusitis. Da die Schulmedizin oft versagt, können sich auch Heilpraktiker und die Pillendreher homöopathischer Mittel das Säckchen füllen. Dass es in dieser Sache durchaus hilfreiche Heilpraktiker gibt, soll nicht bestritten werden! Leider verliert der Patient oft nur Geld, ohne an Gesundheit hinzuzugewinnen. Dies gilt insbesondere für die Investition in pflanzliche Präparate an die man glauben muss, um von einem kurzzeitigen Placebo Effekt zu partizipieren. Wer seine chronische Sinusitis heilen oder zumindest in den Griff bekommen möchte, braucht zunächst eine Diagnose der Ursache(n). Jede erkannte Grunderkrankung ist gänzlich anders zu behandeln!

Bildgebende Verfahren und Operation

Wer sich schon lange mit einer chronischen Sinusitis herum plagt, sollte ein CT oder DVT des Kopfes in Erwägung ziehen. Beide Verfahren zeigen die anatomischen Besonderheiten der Kiefer- und Stirnhöhlen ebenbürtig dar. Engstellen, Wucherungen und Nasenscheidewandverbiegungen werden präzise dargestellt. Kommt es später zur OP, können CT und DVT zum navigationsgesteuerten Eingriff herangezogen werden. Provinzkliniken stochern lieber blind in der Nase herum, um größtmögliche Schleimhaut-Kollateralschäden anzurichten. Machen Sie sich vorher schlau, welche Klinik geeignet ist und welche nicht!
Aufgrund seiner Strahlenintensität ist das CT in Verruf geraten. Das vermeintlich strahlungsarme DVT wurde deshalb in die Welt gesetzt. Was grundsätzlich stimmt, stimmt in der Realität nicht immer. Es gibt moderne strahlungsarme CTs, welche weniger Strahlung freisetzen, als schlechte DVT-Geräte (Digitale-Volumen-Tomographen). Modernste DVT-Geräte, von geschultem Fachpersonal bedient, sind freilich strahlungsärmer, was besonders bei Kindern von eklatant wichtiger Bedeutung ist. In jedem Falle braucht es erfahrenes und verantwortungsbewusstes Klinikpersonal, um die Strahlendosis auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Auch hier hat man in einer Provinzklinik oft schlechte Karten. Werben Kliniken gerne mit ihrem DVT-Gerät, so werben sie doch selten mit dessen Fabrikat und Typenbezeichnung. So ist es für den Patienten letztlich unmöglich, die kommende Strahlenbelastung zu ergründen. Manchmal lohnt es sich vorher nachzufragen!
Auch wenn anatomische Besonderheiten selten die Ursache für eine chronische Sinusitis darstellen, können CT und DVT doch deren Diagnose sichern. Bei extremen Deformationen, Wucherungen und daraus resultierenden Atmungsbehinderungen, kann eine Operation in Erwägung gezogen werden. Dies geschieht leider in vielen Fällen viel zu früh. Zumindest starke Schnarcher können davon profitieren. Die chronische Nebenhöhlenentzündung bleibt den Operierten oft erhalten oder kehrt nach wenigen Monaten, manchmal auch Jahren zurück.
Bei mäßigen Deformationen und Wucherungen sollte man die Operation tunlichst hinaus schieben! Hier gilt es zunächst eine eventuelle Grunderkrankung aufzuspüren und zu behandeln. Ist dies gelungen, zeigt sich oft die Bedeutungslosigkeit einer mäßigen Nasenscheidewandverbiegung und auch die Schleimhäute regenerieren sich wie durch ein Wunder.

zum Testanfang

Laborwerte ermitteln, Grunderkrankungen aufspüren und behandeln

Leichter gesagt als getan. Trotzdem ist es der wichtigste Schritt, welchen Ihr Hausarzt in die Wege leiten sollte. Speist er sie mit einer Überweisung zum HNO-Arzt ab, zeigen Sie sich dankbar, aber bestehen Sie auch auf Blut- und Urinuntersuchungen! Zeigen sich in den Laborergebnissen abnormale Werte, ergeben sich daraus Ansatzpunkte zum Aufspüren einer Grunderkrankung, welche möglicherweise in Kombination mit anatomischen Besonderheiten, die Entstehung einer chronischen Sinusitis begünstigen kann. So kann ein schlecht eingestellter oder unerkannter Diabetes mannigfaltige Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Dazu gehören Entzündungen im ganzen Körper. Entzündungsbedingte Phimosen beim erwachsenen Mann, aber auch die chronische Nebenhöhlenentzündung sind nicht selten ein Spät- oder Kollateralschaden der Zuckerkrankheit. Es wäre geradezu fahrlässig diese oder andere entzündungsfördernde Grunderkrankungen nicht durch eine Analyse der Laborwerte auszuschließen!
Bringen abnorme Laborwerte und daran anschließende Untersuchungen eine für die Nebenhöhlenentzündung ursächliche Grunderkrankung ans Licht, kommt zunächst wenig Freude auf. Wer freut sich schon über einen Diabetes oder eine Immunschwäche-Krankheit? Trotzdem wird dank der Diagnose oft ein langer Leidensweg beendet und weitaus Schlimmeres verhindert. Lassen sich viele Grunderkrankungen heilen, so lässt es sich richtig behandelt, mit anderen Erkrankungen recht gut leben. Begleiterkrankungen wie die chronische Sinusitis weisen nicht nur auf eine Grunderkrankung hin, sondern verursachen mitunter die schwerwiegendsten Symptome einer unerkannten Grunderkrankung. Wird der Diabetes richtig behandelt, verschwindet nicht selten die chronische Nebenhöhlenentzündung und das damit verbundene tägliche Delirium. Das Leben ist wieder lebenswert und dauert vermutlich ein paar Jahre länger. Positiv gesehen fungiert die Sinusitis wie eine Zeigerpflanze in der Natur. Man muss regelrecht dankbar sein, dass man sie hat...

zum Testanfang

Überprüfung und Herstellung der Zahngesundheit

Wurzelbehandlungen oder eine unterlassene Wurzelbehandlung können der Kieferhöhle einen dauerhaften Eiterherd bescheren. Auch wenn ein Oberkieferbackenzahn gezogen wird, können Bakterien in die Kieferhöhle eindringen. Kauleiste und Kieferhöhle werden nur von einer dünnen Knochenlamelle getrennt. Wird diese bei einer Zahnbehandlung beschädigt, kann eine dentogene oder odontogene Nasennebenhöhlenentzündung die Folge sein. Die Mundflora beherbergt mannigfaltige Organismen und kann auch gut damit umgehen. Die Kieferhöhle hat den Erregern der Mundflora jedoch nichts entgegen zu setzen. Handelt es sich bei der schmerzhaften dentogenen Sinusitis in der Regel um eine akute Form der Nebenhöhlenentzündung, so kann sie sich durchaus auch chronisch entwickeln. Um so wichtiger dass ein Arzt im persönlichen Gespräch nach kürzlich durchgeführten Zahnbehandlungen fragt oder dass Sie ihn darauf hinweisen. Mittels bildgebender Verfahren wie DVT oder CT kann ein möglicher Verdacht erhärtet werden. Zahnarzt oder Kieferchirurg können dann ihr operatives Talent entfalten.

zum Testanfang

Übergewicht und Bewegungsmangel

Niemand hört es gerne wenn der Arzt die Leibesfülle zum Thema macht. Empfiehlt er dann auch noch Bewegung, platzt nicht wenigen Patienten der Kragen.  Dafür ist man schließlich nicht zum Arzt gegangen. Das wusste man auch vorher schon, doch unternommen hat man nichts dagegen. Ganz unrecht hat er nicht der Arzt! Wer den ganzen Tag vorm Rechner sitzt, riskiert Verspannungen und Haltungsschäden. Verzieht sich mit der Zeit die Wirbelsäule, überträgt sich dies auch auf den Rest des Körpers. Manchmal verbiegt sich nur des Mannes Pinsel, mitunter verziehen sich aber auch die filigranen Höhlensysteme der oberen Atemwege. Es kommt zu den gefürchteten Engstellen und die Sinusitis feiert ihre Geburtsstunde.
Bewegungsmangel und eine üppig falsche Ernährung führen zudem zum Übergewicht. Nur selten ist es genetisch bedingt. Wird der gefräßige Faulpelz immer dicker, wütet das Fett auch im Inneren seines Körpers. Organe werden gequetscht und Hohlräume verfüllt. Extrem adipöse Menschen leiden auch ohne Sinusitis unter Atemnot, denn der Lunge bleibt nicht viel Raum für die notwendige Entfaltung. Die chronische Nebenhöhlenentzündung gesellt sich oft dazu. Kommt keine Luft mehr durch die Fettmassen, haben Infektionsherde in den verschlossenen Nebenhöhlen leichtes Spiel.
Exorbitante Menschen haben außerdem mit hohen Blutzuckerwerten zu kämpfen. Auch wenn die Bauchspeicheldrüse noch Insulin produziert, so reicht dieses selten aus, um einen 3 Zentner schweren Körper zu versorgen. Dafür hat der liebe Gott die Bauchspeicheldrüse nicht dimensioniert. Sein Ansinnen war es die Menschen klein zu halten und am Hungertuch nagen zu lassen. Beste Voraussetzungen für ein langes Leben ohne Sinusitis! Ist der Blutzuckerspiegel aufgrund des Übergewichtes zu hoch, kommt es zu den bereits erwähnten Entzündungen im Körper. Reduziert der Fettmopps sein Gewicht, verschwindet der Typ II Diabetes nicht selten wie durch ein Wunder. Selbiges gilt für die chronische Sinusitis.
Zur dringend notwendigen Reduzierung des Körpergewichtes braucht es keine quälende Diät und keinen täglichen Marathonlauf! Wer auf die süßen Zwischendurchmahlzeiten verzichtet, das Obst weitgehend durch Gemüse ersetzt und bestimmte Beilagen wie Kartoffeln reduziert, der peu à peu an Gewicht verliert.
Mehr Bewegung kann der blanke Horror sein, kann aber auch großen Spaß machen. Einseitige Ausdauersportarten verursachen selten ein Lustgefühl. Auch das gelenkschonende Training auf dem Crosstrainer wird bald wieder aufgegeben. Wer aber täglich mit den Kindern Federball spielt oder regelmäßig ins Schwimmbad geht, der hat Spaß am Leben und an der Bewegung! Die ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollte man dabei nicht vergessen. So wird nicht nur eine Dehydration vermieden, sondern auch der zähe Schleim in den Nebenhöhlen verdünnisiert. Die sportliche Betätigung unterstützt dann dessen Abtransport.

zum Testanfang

Homöopathische Mittel kommerzieller Pillendreher

Wir wollen diese Mittel nicht auch noch fördern, indem wir sie benennen. Wer seit Jahren mit einer chronischen Sinusitis zu kämpfen hat, der kennt sie alle und weiß was sie auf Dauer kosten. Was sie bewirken kann der chronisch Kranke in der Regel nicht ergründen. Extrakte aus Ampfer, Eisenkraut, Enzian, Holunder, Schlüsselblumen und Meerrettich bewirkten zwar in diversen Studien wahre Wunder, versagen aber in der Realität auf ganzer Linie. Was bei einer Erkältung Mittel gegen NebenhöhlenentzündungLinderung verschafft und bei einer akuten Sinusitis mitunter einen aufbauenden Placeboeffekt bewirkt, kann die chronische Nasennebenhöhlenentzündung nicht aus ihren Löchern locken. Ein möglicher Placeboeffekt hält nicht lange vor. Spätestens während der zweiten Episode geht der Glaube an das neue Wundermittel verloren. Studien zu homöopathischen Mitteln dienen in erster Linie der Verkaufsförderung und in zweiter Linie dem Ausschluss schwerer Nebenwirkungen und teurer Klagen. Eine auf dem Papier gegebene positive Wirkung lässt sich selten auf den Menschen übertragen. Benannte Kräuter, einzeln oder in Kombination, aber auch kolloidales Silber und andere obskure Mittelchen heilen weder eine chronische Nebenhöhlenentzündung, noch können sie eine deren Episoden verkürzen. Schlimmer noch! Während der akut Erkrankte diese Mittel nur recht kurz anwendet, müsste der chronisch Kranke dauerhaft darauf zurück greifen. Wer seinen Körper unentwegt mit Pflanzengifte oder gar Edelmetalle malträtiert, der braucht sich über die Schädlichkeit der Schulmedizin keine Gedanken mehr zu machen. Allzu oft wird die Homöopathie über die Schulmedizin erhoben, weil deren Befürworter und Fanatiker keine Ahnung von der Gefährlichkeit natürlicher Substanzen haben. Leider bringt die Schulmedizin den chronisch Kranken auch nicht zur Genesung...

zum Testanfang

Tabletten, Sprays und Nasensalben (Schulmedizin)

Die Medikamente aus dem Bereich der Schulmedizin sind durchaus in der Lage, einzelne Symptome der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung zeitweise aus dem Blickfeld zu rücken. Die drohenden Kollateralschäden rechtfertigen den Einsatz derlei Mittel unterdes nur selten. Abschwellende Nasentropfen sind dafür das beste Beispiel. Deren Wirkung ist zunächst fantastisch und so sprayt man sich immer häufiger damit die Rübe frei. Schon nach kurzer Zeit besteht eine Abhängigkeit mit fatalen Folgen. Die Schleimhäute gewöhnen sich an die Prozedur und finden Gefallen daran. Um den nächsten Stoß abzufassen, schwellen sie schon bald immer schneller und stärker zu. Genügte am Anfang ein Stoß pro Tag, braucht es schon bald 2 oder 3 Sprühstöße. Die schlimme Folge ist eine dauerhafte Schädigung der Nasenschleimhaut. Oftmals kommt es erst aufgrund der missbräuchlichen Verwendung abschwellender Nasentropfen zur Entstehung der chronischen Sinusitis! Vorher war es nur eine banale Verengung ohne entzündliche Begleiterscheinungen. Die vom Nasenspray geschädigte Schleimhaut bleibt zeitlebens geschädigt und kann neben der chronischen Sinusitis auch eine Stinknase zur Folge haben. Da stinkt man doch lieber aus dem Schuh!
Entgegen der landläufigen Expertenmeinung, abschwellende Nasentropfen max. 7 Tage am Stück bedenkenlos einsetzen zu können, betrachten wir eine Einnahme über den zweiten Tag hinaus als äußerst kritisch und vermeidbar. Ja dem Schleim muss die Bahn frei gemacht werden, damit er abfließen kann. Dazu braucht es aber selten abschwellende Nasentropfen. Die regelmäßige Nutzung eines Inhalators mit 0,9-prozentiger Kochsalzlösung  ist für die Nasenschleimhaut wie eine Erholungskur, verflüssigt den Schleim und erleichtert dessen Abtransport.
Kortisonspray kann dabei helfen, von der Abhängigkeit abschwellender Nasentropfen loszukommen. Außerdem bekämpft das Kortisonspray entzündliche Prozesse und wirkt mittelfristig abschwellend. Insbesondere bei Heuschnupfen und allergiebedingten Nebenhöhlenentzündungen kann der niedrig dosierte Wirkstoff für eine erhebliche Verbesserung der Symptomatik sorgen, ohne dabei mit gefährlichen Nebenwirkungen aufzuwarten. Auch ein Rebound-Effekt wie beim abschwellenden Nasenspray ist nicht zu befürchten. Leider gibt es für die chronische Nebenhöhlenentzündung viele Ursachen, welche sich nicht vom Kortisonspray beeindrucken lassen. Bestenfalls ist hier eine zeitweise und marginale Verbesserung der Situation zu erreichen. Wenn man Pech hat wirkt auch das Kortisonspray kontraproduktiv, da es die Schleimhäute reizt und austrocknet. Dem entgegen zu wirken, hilft die regelmäßige Nutzung eines Inhalators.
Der Einsatz von Schmerztabletten sei nur im Notfall angeraten. Die von der Sinusitis verursachten Kopfschmerzen sprechen oft unzureichend darauf an. Entzündungshemmend wirken die rezeptfreien Tabletten auch nicht wirklich. Selbst wenn sie wirken würden, müsste man sie ständig nehmen. Die Folgen für die Gesundheit wären verheerend. Rebound-Effekt, Magenschleimhautentzündung, Herz- und Leberschäden lassen nicht lange auf sich warten!
Derlei Kollateralschäden werden durch die regelmäßige Anwendung einer Nasensalbe nicht verursacht. Zur Pflege der Nasenschleimhaut wird sie von den HNO-Ärzten stets empfohlen. Den Ort der Entzündung kann die Nasensalbe nicht erreichen. Bestenfalls leistet sie einen partiellen Beitrag zur Vorbeugung einer Entzündung. Wer seit längerem an einer chronischen Sinusitis oder Rhinosinusitis leidet, hat sie vermutlich als erstes getestet. Fälle in denen die Nasensalbe eine chronische Nebenhöhlenentzündung geheilt hat, sind uns nicht überliefert.

zum Testanfang

Antibiotika gegen die bakterielle Sinusitis

Nur wenn zweifelsfrei erwiesen ist, dass die eigene Sinusitis von Bakterien verursacht wurde (z.B. dentogene Sinusitis), sollte der Einsatz von Antibiotika vorsichtig in Betracht gezogen werden. Dies ist sehr selten der Fall! Auch wenn es der Fall ist, bringt der Einsatz von Antibiotika selten den dauerhaften Erfolg. Ursächlich für den vom Immunsystem ignorierten Bakterienbefall ist letztlich das geschwächte Immunsystem. Kurzfristig beseitigt das Antibiotika den Bakterienbefall und auch die Entzündung. Das geschwächte Immunsystem bringt aber alsbald eine neue Infektion hervor, so dass man um ein Angehen der wahren Ursachen nicht umhin kommt. Zudem bringt das Antibiotika die natürliche Nasenflora durcheinander. Es gibt in der Nase nämlich auch nützliche Mikroorganismen, welche das Antibiotika nicht verschont.
In seltenen Fällen muss auf Antibiotika zurück gegriffen werden. Droht sich die bakterielle Infektion zu Augen und Gehirn durchzufressen, können bleibende Schäden und sogar der Tod die Folgen sein! Um sich derartige Folgeschäden nicht zum Vorwurf machen lassen zu müssen, verordnen viele Ärzte das Antibiotika, ohne zuvor eine bakterielle Infektion abzuklären. In den meisten Fällen verschlimmern sie damit die Situation, leisten einen Beitrag zur Immunisierung von Bakterien und zum Mangel an wirksamen Antibiotikums.
Das als natürliches Antibiotikum propagierte kolloidale Silber ist weder eine wirksame noch gefahrlose Alternative. Dessen antimikrobielle Wirkung zeigt sich zweifelsfrei in der Petrischale, nicht aber im Menschen. Stattdessen lagert sich das Silber bei häufiger Anwendung in Augen, Gefäßen, Leber, Milz, Nieren und Zentralnervensystem ab. Die Folgen sind chronische Schmerzen und zentralnervöse Erkrankungen. Herkunft und Zusammensetzung der von jedem Piesepampel vertriebenen Präparate sind zumeist dubios.

zum Testanfang

Nasenspülungen

Der liebe Gott hat unsere Nasen nicht geschaffen um sich literweise Wasser hinein zu schütten! Die pauschale Empfehlung vieler HNO-Ärzte zur regelmäßigen Nasenspülung sehen wir kritisch. Nasenspülungen können helfen und viele Anwender wissen Positives darüber zu berichten. Die isotone Salzlösung löst den Schleim und transportiert ihn ab. Vorbeugend angewendet reinigt sie die Nase von unerwünschten Partikeln wie Allergenen. Bei bestehender Entzündung vermag sie die Symptomatik zu verbessern und ggf. die Episoden zu verkürzen. Das was die Nasenspülung bewirkt, sollte die gesunde Nase von sich aus leisten und auch nicht verlernen! Kritisch betrachten wir die vorbehaltlose Empfehlung zur Nasenspülung, weil sie bei nicht wenigen Patienten die Infektion in tieferliegende Regionen und Stirnhöhlen hinein transportiert und so zu deren Ausbreitung beiträgt. Eine erträgliche Episode wird so ganz schnell zur unerträglichen Episode. Keinesfalls wollen wir von der Nasenspülung pauschal abraten! Wer sie ausprobieren möchte, sollte jedoch ganz genau darauf achten was sie bei ihm bewirkt. Verschlechtert sich die Symptomatik, gilt es damit aufzuhören und stattdessen zum Inhalator zu greifen.
Aus eigener Erfahrung kann infolge der Nasenspülung auf ein schmerzhaftes übergreifen der Kieferhöhlenentzündung auf die Stirnhöhlen berichtet werden. Die Devise lautet seither: "Dreimal und Nie wieder". Um sicher zu gehen dass es an der Nasenspülung lag, wurde der Selbsttest bei zwei weiteren Episoden wiederholt.
Ein eher peinliches Problem trat zusätzlich zutage. Da sich ein Teil des Wassers in den Nebenhöhlen verfing, plätscherte es im Tagesverlauf in den unmöglichsten Situationen aus der Nase. Zum Beispiel wenn man sich im Supermarkt nach den günstigen Hausmarken bückte...
Verursacht die Nasenspülung eine ggf. gefährliche Verschlechterung der Symptomatik, kann auch "Menschliches Versagen" dahinter stecken. Wer anstatt abgekochtes oder destilliertes Wasser warmes Leitungswasser verwendet, der schüttet sich u.U. Listerien oder sonstige Erreger in die Rübe. Anfänger machen diesen potentiell tödlichen Fehler bisweilen. Anstelle teurer Spezialsalze verwendet der Geizkragen gerne normales Kochsalz. Dieses beinhaltet zumeist Jod, Fluorid und Zusatzstoffe wie Rieselhilfen. Nichts davon gehört in die Nase! Ein Meersalz ohne Zusatzstoffe kann verwendet werden. Frei von Schmutzpartikel ist es allerdings selten und in zunehmendem Maße vom Kunststoffmüll in den Weltmeeren bedroht...

zum Testanfang

Inhalationen - Die Aerosoltherapie mittels Inhalator

Ein Lichtblick für den Sinusitis Kranken, egal ob chronisch oder akut betroffen, stellt die Aerosoltherapie mittels Inhalator dar. Feinste Partikel der zerstäubten 0,9-prozentigen NaCl-Lösung verteilen sich gleichmäßig im filigranen und komplizierten Nasennebenhöhlen-System. Die trockenen Schleimhäute werden befeuchtet und erlangen so einen Teil ihrer Schutzfunktion und Abwehrkraft zurück. Gereizte Schleimhäute erholen sich, schwellen ab und geben von ihr verschlossene oder verengte Bereiche wieder frei. Fester Schleim wird gelöst und zusammen mit Allergenen und sonstigen Ablagerungen aus der Nase geflößt. Dies geschieht bei weitem nicht so rabiat wie bei einer Nasenspülung. Nebenwirkungen, Kollateralschäden und unerwünschte Begleiterscheinungen sind durch Inhalationen mit isotonischer Salzlösung nicht zu befürchten. Natürlich muss auch hier stets ein steriles Produkt verwendet werden, um keine unerwünschten Krankheitserreger in das an Sehnerv und Gehirn angrenzende empfindliche Areal einzuschleppen.
Die regelmäßige Inhalation der isotonischen Salzlösung führt zu einer Linderung der Symptomatik, zu einer Verbesserung der Nasenatmung und somit zu einer verbesserten Durchlüftung der Nebenhöhlen. Infektionen wird somit der Nährboden entzogen. Bestenfalls werden durch die täglich 3-4 maligen Inhalationen quälende Episoden verkürzt und der Beginn neuer Episoden hinausgezögert.
Wer auf Heilung hofft, der hofft auch hier umsonst! Die zumeist tieferliegenden Ursachen der chronischen Sinusitis lassen sich von den täglichen Inhalationen nicht beeindrucken. Wer hingegen an einer akuten Nebenhöhlenentzündung leidet, hat gute Chancen eine chronische Sinusitis mittels regelmäßiger Inhalationen zu verhindern. Um den Anfängen zu wehren, sollte schon der Erkältete mittels Inhalator das Auftreten einer akuten Sinusitis verhindern! Nebenbei lindern auch die akut Betroffenen und Erkälteten so die unangenehme Symptomatik und können ihren Medikamentenkonsum nachhaltig reduzieren.
Gute Inhalatoren kosten etwa das 10-fache einer "Nasengießkanne", sind aber dennoch bezahlbar. Für unter 100 EUR bekommt man effektive und dauerhafte Kompressor-Inhalatoren. Wer sich seine Salzlösung nicht selbst anrührt, hat allerdings mit nennenswerten Folgekosten zu rechnen. Ampullen mit 0,9-prozentiger Kochsalzlösung lassen sich deren Hersteller überdurchschnittlich gut bezahlen. So muss man pro Tag mit Kosten zwischen 0,5 und einem EUR rechnen.

zum Testanfang

Bauarten der Inhalatoren im Vergleich

Außerdem im Inhalator Test: Die chronische Sinusitis I Inhalator Test I Inhalator Zubehör I Inhalator auf Rezept I Luffa-Kur (Heilschnupfen)

Kompressor-Inhalatoren sind das Nonplusultra! Dies hat auch unser Inhalator Test 2019 eindrucksvoll gezeigt. Da Kompressor-Inhalatoren trotz ihrer Fähigkeiten mit ein paar unliebsamen Eigenschaften aufwarten, stellt der Markt seit einiger Zeit auch Ultraschall-Inhalatoren mit Akku und sogar akkubetriebene Druckluft-Inhalationsgeräte bereit. Trotz bisweilen guter Verneblungsleistung, konnten uns die leisen und kompakten Inhalatoren im Test leider nicht überzeugen, denn es mangelte ihnen an Zuverlässigkeit. Für den dauerhaften Gebrauch empfehlen wir ausnahmslos einen im Test für gut befundenen Druckluft-Inhalator. Als Zweitgerät für Unterwegs kann durchaus auch ein vermeintlicher Ultraschall-Inhalator (eigentlich Mesh-Vernebler) herangezogen werden. Zu oft nutzen sollte man ihn nicht.

unser Testsieger...

Kompressor-Inhalatoren

Wie der Name vermuten lässt, paart der Kompressor-Inhalator Leistung mit Lärm. Die Verneblung der zu zerstäubenden Lösung geschieht mittels Druckluft, welche von einem Kompressor bereit gestellt wird. Die Verneblungsleistung der netzgebundenen Druckluft-Inhalatoren ist grundsätzlich phänomenal, wenngleich es in unserem Testbericht auch negative Ausreißer zu registrieren galt. Da die schnurgebundenen Inhalationsgeräte nicht so sehr mit dem Strom haushalten müssen wie die Akku-Inhalatoren, können deren Kompressoren größer und stärker dimensioniert werden. Dies bringt leider auch zwei negative Folgen mit sich. Schnurgebundene Druckluft-Inhalatoren sind zumeist recht klobig und schwer. Man kann sie quasi nur stationär einsetzen, wenngleich sie theoretisch auch transportabel sind. Es macht halt wenig Freude das ganze Geraffel bestehend aus Kompressor, Schlauch, Netzkabel und Masken hinter sich her zu schleppen. Mit ins Büro oder in die Schule nehmen, kann man den Kompressor-Inhalator also nicht wirklich. Dort täte auch dessen Lautstärke für Konfusionen sorgen. Dabei ist das Geräusch der meisten Kompressor-Inhalatoren für deren Anwender selbst gar nicht so unangenehm. Es ist ein dumpfes, beinah beruhigendes Geräusch. Dreht man den Fernseher etwas lauter, muss man während der Aerosoltherapie auch nicht auf die leichte Unterhaltung verzichten. Und die Nachbarn müssen es auch nicht, denn das basslastige Gebrumm des Inhalators geht durch jede Wand. Der laute Fernseher stellt das gute Verhältnis zur Nachbarschaft zusätzlich auf die Probe. Das Ganze dann 5x 20min am Tage und Ihr Mietverhältnis steht infrage.
Einen Nachteil welchen wir nicht auf dem Schirm hatten, resultiert aus der Druckluft. Die Druckluft sorgt für eine temporäre Unterkühlung der Nasenschleimhaut. Insbesondere bei Erkältungen sollte man deshalb die einzelnen Sitzungen nicht zu sehr ausdehnen. Es ist besser 5x10min anstatt 3x20min zu inhalieren, um den Viren nicht Tür und Tor zu öffnen. Diesbezüglich sollte aber jeder seine eigenen Erfahrungen sammeln. Die meisten stören sich nicht am kräftigen Wind in der Nase. Andere empfinden es als unangenehm oder gar besorgniserregend. Bedauerlicherweise konnten wir keine Kompressor-Inhalatoren ausfindig machen, welche Druckluft oder Aerosol beheizen. Wer diesbezüglich empfindlich reagiert, findet eine zugluftfreie Alternative im Ultraschall-Inhalationsgerät.

zum Testanfang

Ultraschall-Inhalatoren (zumeist Akku Mesh-Vernebler...)

Ein Segen für die Ohren, sind nahezu lautlose Ultraschall-Inhalatoren. Leider sind die meisten Ultraschall-Inhalatoren eigentlich keine Ultraschall- sondern Mesh-Vernebler. Über eine vibrierende Membran wird das Aerosol geräuscharm in die Nase katapultiert. Bessere Mesh-Inhalatoren sorgen dabei für eine ausreichend gute Verneblung der zu inhalierenden Lösung. Die Tröpfchengröße genügt den Anforderungen Sinusitiskranker. Echte Ultraschall-Inhalatoren übertreffen in ihrer Leistung sogar die Druckluft-Inhalationsgeräte, benötigen aber zumeist ebenso ein Netzteil und sind größer als die mobilen Mesh-Geräte.
Besonders positiv ist bei den Mesh- und Ultraschall-Inhalatoren der sanfte Eintrag des Aerosols in die Nase zu bewerten. Eine Unterkühlung der Nasenschleimhaut droht nicht, denn die rabiate Druckluft bleibt dem Delinquenten erspart. Außerdem kühlt eine vorgewärmte Lösung nicht so schnell ab. Für eines der Ultraschall-Geräte ist sogar eine optionale Aerosolheizung verfügbar! Ultraschall- und Mesh-Inhalatoren benötigen keinen Kompressor und sind daher extrem geräuscharm. Mesh-Inhalatoren sind zudem im Vergleich zum Druckluft-Inhalator auch noch federleicht und winzig klein. Dies erleichtert nicht nur den Umgang daheim, sondern auch im Büro, in der Schule oder über den Wolken. Beinah wie die Brille auf der Nase, kann der Mesh-Inhalator zum täglichen Begleiter werden. Aufgrund des geringen Stromverbrauchs brauchen Mesh-Inhalationsgeräte kein Netzkabel. Sie beziehen ihren Strom aus einem kleinen Akku, welcher je nach Nutzungsintensität ein- bis zweimal täglich geladen werden muss.
Dass die oft als Ultraschall-Inhalationsgeräte angepriesenen Mesh-Vernebler in unserem Test keinen Blumentopf gewonnen haben, liegt an deren kurzen Haltbarkeit. So erreichte nicht ein einziger Mesh-Inhalator die Halbzeitpause unseres 8-wöchigen Dauertestes. Defekte oder versottete Membranen sorgten für ein frühes Ende der meisten Mesh-Vernebler. Ersatzteile waren nicht verfügbar. In seltenen Fällen addierten sich Akku-Probleme hinzu. Möglicherweise macht es Sinn, sich einen Mesh-Inhalator für den Notfall bzw. für die gelegentliche mobile Nutzung in den Medizinschrank zu legen?! Wird er nur für die alljährlichen zwei Erkältungen benötigt, kann er durchaus ein paar Jahre durchhalten. Beschwören möchten wir es nicht. Wer auf die täglich mehrfache Nutzung seines Inhalators angewiesen ist, weil er Leidtragender einer chronischen Sinusitis ist, der findet im Akku-Mesh-Vernebler keinen zuverlässigen Begleiter. Gäbe es eine kostengünstige und einfache Möglichkeit die Membran auszutauschen, wären die Mesh-Inhalationsgeräte geeignet, die lauten und schweren Druckluft-Inhalatoren vom Markt zu blasen.
Eine gute Alternative zum Kompressor-Inhalator sind hingegen echte Ultraschall-Inhalationsgeräte. Sie nutzen den piezoelektrischen Effekt, um elektrische Energie in hochfrequente Schwingungen umzuwandeln und diese über einen Schallkopf auf das Medikament zu übertragen. Hier gibt es keine Membran die versotten kann. Ultraschall-Inhalatoren sind kräftig, leise und dauerhaft. Bisweilen können sie mit einem Akku ergänzt werden, sind aber trotzdem nicht ultramobil.

zum Testanfang

Akku-Kompressor-Inhalatoren

Es sind in erster Linie Mesh-Inhalatoren (vermeintliche Ultraschall-Inhalatoren) welche mit einem Akku ausgerüstet sind und somit mobil verwendet werden können. Eine Membran zum Schwingen zu bringen erfordert wenig Energie, so dass sich ein Netzanschluss erübrigt.
Erstaunlicherweise wagte sich auch ein Akku-Kompressor-Inhalator in unser Testlabor. Verlassen hat er es durch die Hintertür, denn gleich daneben stand die Mülltonne. Soll ein Kompressor die zur Verneblung und Tiefenwirkung nötige Druckluft bereitstellen, muss er ausreichend kräftig dimensioniert werden. Sparsamkeit und Kompaktheit sind somit nicht die Stärken eines guten Druckluft-Inhalators. Der getestete Akku-Druckluft-Inhalator passte in die Hemdtasche und besaß einen Akku, welcher 3-4 Sitzungen ermöglichte, bevor er wieder aufgeladen werden musste. Soweit so gut! Wie befürchtet genügte die Vernebelungsleistung des Akku-Kompressor-Inhalationsgerätes nicht den Anforderungen des Sinusitiskranken. Die Menge des produzierten Aerosols war viel zu gering und gelangte nur unzureichend in die Nebenhöhlen. Die mitgelieferte Maske erwies sich zudem als hanebüchene Fehlkonstruktion und würgte den ohnehin schon schwachen Aerosolstrom weiter ab. Ein stärkerer Kompressor wäre mit dem kärglichen Akku nicht zu speisen gewesen. Würde man Akku und Kompressor angemessen dimensionieren, bräuchte man einen Bollerwagen für den Transport.
Wie die Mesh-Inhalatoren verreckte auch der einzige Akku-Kompressor-Inhalator lange vor der Halbzeitpause unseres Dauertestes. Der ohnehin schon unterdimensionierte Kompressor verweigerte alsbald einen Teil seiner Leistung, so dass die Aerosolproduktion gänzlich unterblieb. Der Akku-Kompressor-Inhalator eignet sich unserer Meinung nach weder für die gelegentliche, noch für die dauerhafte Nutzung.

zum Testanfang

Der Inhalator Test 2019

Außerdem im Inhalator Test: Die chronische Sinusitis I Bauarten der Inhalatoren I Inhalator Zubehör I Inhalator auf Rezept I Luffa-Therapie

Für den Inhalationsgeräte Test 2019 wählten wir 17 verschiedene Modelle bekannter aber auch unbekannter Hersteller. Während die auserwählen Kompressor-Inhalatoren zumeist namhaften Firmen entspringen, stammen die Inhalationsgeräte im Testvermeintlichen Ultraschall-Inhalatoren (eigentlich Mesh-Vernebler) in der Regel aus "nahezu unbekannter Quelle". Wollen sich die Markenhersteller ihren guten Ruf nicht ruinieren, mit den kurzlebigen Mesh-Inhalatoren? Im Ergebnis unseres Testberichtes finden wir eine Bestätigung für unsere Vermutung. Zunächst jedoch galt es 10 Kompressor-Inhalatoren, 5 Mesh-Vernebler mit Akku, ein echtes Ultraschall-Inhalationsgerät und einen Akku-Druckluft-Inhalator unvoreingenommen zu testen. Dabei begutachteten wir die Inhalatoren ausschließlich aus der Sicht des Sinusitis-Kranken. Zur Vernebelung verwendeten wir eine 0,9-prozentige NaCl-Lösung und sonst gar nichts. Insbesondere die stärkeren Inhalationsgeräte können natürlich auch andere Medikamente in ein Aerosol verwandeln. Medikamente wie sie z.B. der Leidtragende einer Lungenerkrankung benötigt. Wir konzentrierten uns im Inhalator Test 2019 auf die oberen Atemwege.

bester Kompressor-Inhalator 2019...

Inaugenscheinnahme und Inbetriebnahme der Inhalatoren

Verneblungsleistung I Lautstärke I Handhabung I Dauertest I Testergebnis

Die unterschiedliche Größe der Inhalator-Verpackungen viel den Produktprüfern als erstes ins Auge. Im Vergleich zu den Druckluft-Geräten sind die Mesh-Inhalatoren winzig klein. So hätte man im Kofferraum (Zubehörfach) unseres späteren Testsiegers drei Mesh-Inhalatoren verstauen können. Da die Masken der Mesh-Vernebler direkt am Gerät befestigt werden, entfällt neben dem Netzkabel auch das sonstige Geraffel. Ein Mesh-Inhalationsgerät wiegt betriebsfertig ca. 300 Gramm, während der Testsieger fast das Zehnfache auf die Wage bringt. Da muss doch irgendwo ein Haken sein dachten wir uns, konnten aber zunächst keinen finden.
Die Erstmontage der Inhalationsgeräte gestaltete sich höchst unterschiedlich. Grundsätzlich handelt es sich dabei um ein weniger schwieriges Unterfangen, auch wenn bei den Kompressor-Inhalatoren zusätzlich der Druckluftschlauch mit Kompressor und Vernebler verbunden werden musste. Auch die Montage der Masken erklärte sich vielfach von selbst, gestaltete sich aber nicht immer gleich. Es war der Moment in dem wir erkannten, wie wichtig eine durchdachte Vernebler- und Maskenkonstruktion für den Erfolg eines Inhalators ist. Zunächst bezog sich unsere Erkenntnis auf den zu erwartenden Betankungs- und Reinigungsaufwand. Die Möglichkeit einer unkomplizierten und gründlichen Reinigung schien uns nicht bei allen Inhalator-Masken und Vernebler gegeben. Insbesondere bei den Mesh-Inhalatoren lassen sich die Vernebler nicht von den elektronischen Bauteilen trennen. Auch wenn deren Vernebler gänzlich anders funktionieren, als die der Druckluft-Inhalatoren, schwante uns in diesem Moment nicht gutes. Und wir sollten recht behalten, erwiesen sich doch die Membranen der falschen Ultraschall-Vernebler (Akku-Mesh-Inhalationsgeräte) als Ausfallursache Nummer 1.
Für die Masken an sich verwenden die Hersteller verschiedene Materialien. Einige setzen auf harten unnachgiebigen Kunststoff, was uns zunächst weniger gefiel. Andere Inhalationsgeräte kommen mit einer nachgiebigen und besonders weichen PVC-Kunststoffmaske daher, welche sich dem Gesicht wohl besser anpassen würde. Tatsächlich ist deren einziger Vorteil das geringere Verpackungsvolumen. Die Nachteile sind gravierend. Dazu später mehr. Dass der einzige Akku-Druckluft-Inhalator beide Materialien in einer Gesichtsmaske vereinte, bereitete uns an dieser Stelle noch keine Sorgen.
Vor der ersten Inbetriebnahme hat der Liebe Gott den Schweiß gesetzt und so galt es zunächst die Netzstecker der Kompressor-Inhalatoren und den des einzig wahren Ultraschall-Inhalators in die Steckdosen zu stecken. Die Akku-Inhalatoren mussten zunächst aufgeladen werden. Zwei Mesh-Inhalatoren benötigten das mitgelieferte proprietäre Netzteil, während einer mit handelsüblichen Batterien bzw. Akkus zu bestücken war. Letzteres bringt letztlich nur Nachteile, da sich die fest verbauten Akkus der anderen Inhalationsgeräte als zuverlässig erwiesen haben. Drei der Akku-Inhalatoren, darunter das einzige Kompressor-Gerät konnten via Micro-USB-Kabel am Rechner oder Handy-Ladegerät aufgeladen werden. In einem Falle lag dem Lieferumfang kein Ladegerät bei. Dies erachten wir in der heutigen Zeit nicht als Nachteil.
Zwecks Funktionsprüfung füllten wir die Vernebler bis zum Eichstrich mit Wasser und schalteten die Inhalationsgeräte ein, da waren´s nur noch 16 Negerlein. Ein Mesh-Inhalator verweigerte die Verneblung und jegliches Betriebsgeräusch. Mit unbekanntem Defekt landete es im Elektroschrott. Die im Test verbliebenen Inhalatoren produzierten ein höchst unterschiedlich intensives Aerosol. Der einzige Akku-Kompressor-Inhalator aber auch zwei schnurgebundene Druckluft-Inhalationsgeräte produzierten augenscheinlich sehr wenig Aerosol. Ersterer produzierte so wenig Aerosol, dass es wohl kaum den Anforderungen des Sinusitis-Kranken genügen dürfte. Wir wollten aber an dieser Stelle noch kein endgültiges Urteil fällen. Erstaunt hat uns die Verneblungsleistung der unscheinbaren Mesh-Vernebler. Dass deren Aerosol nicht ganz mit dem der besten Druckluft-Inhalatoren mithalten kann, war zumindest augenscheinlich nicht zu erkennen.
Zu diesem Zeitpunkt des Testberichtes favorisierten wir die Mesh-Inhalatoren, wenngleich bezüglich deren Reinigungsmöglichkeiten einige Fragen offen blieben. Die augenscheinlich gute Leistung und die beeindruckende Mobilität wussten uns aber zu beeindrucken und leider auch ein wenig die Sinne zu vernebeln.

zum Testanfang

Verneblungsleistung der Inhalationsgeräte

Erster Eindruck I Lautstärke I Handhabung I Dauertest I Testergebnis

Die Verneblungsleistung der Inhalatoren muss sich in einer bestimmten Bandbreite bewegen, damit das Aerosol seine Wirkung entfalten kann. Der Spruch "Viel hilft viel" hilft aber auch hier nur bedingt. Je schneller freilich das Aerosol in die Nase verfrachtet werden kann, umso kürzer dauert die Sitzung. Für Berufstätige mit familiären Verpflichtungen mag dies ein notwendiger Vorteil sein. Der behutsamere Eintrag schwächerer Inhalatoren bietet aber auch seine Vorteile. Insbesondere bei den Druckluft-Inhalatoren reduziert sich dadurch die strenge Zugluft in der Nase. Außerdem wird weniger Aerosol in die Raumluft geblasen. Letzteres reduziert die Salzablagerungen auf den Möbeln.
Im Inhalator Test hat sich eine Verneblungsleistung zwischen 0,3 und 0,5ml pro Minute als optimal herausgestellt. Insgesamt 5 Inhalatoren vernebelten weniger als 0,25 ml pro Minute und erfüllten somit die Anforderungen nicht. Erstaunlicherweise versagten hier auch zwei der schnurgebundenen Druckluft-Inhalatoren. In drei Fällen wurden die vom Hersteller versprochenen 0,25ml/min deutlich unterschritten. Man darf sich also nicht auf die Angaben im Datenblatt verlassen. Einen kleinen Fauxpas erlaubte sich auch der Hersteller des späteren Inhalationsgeräte Testsiegers. Er verspricht im Handbuch eine Verneblungsleistung von 4 Liter pro Minute. Wenn das gestimmt hätte, hätte man uns wohl tot aus dem Wasser ziehen müssen?! Wir drückten aufgrund des offensichtlichen Druck- oder Übersetzungsfehlers beide Augen zu. Als trauriges aber interessantes Schlusslicht erwies sich wie vermutet der einzige Akku-Kompressor-Inhalator. Dessen Versagen liegt nicht allein im zu schwachen Kompressor begründet. Die weiche Gesichtsmaske war derart verformt, dass der Aerosolstrom abgewürgt wurde. Drückte man die Maske unten etwas von sich weg, hatte der Aerosolstrom freie Bahn und gelangte etwas besser in die Nase. Trotzdem war die Verneblung ungenügend, zumal sie zum Schutze des Kompressors spätestens nach 15min beendet werden musste. Bei einer derart schwachen Verneblung genügt eine Sitzungsdauer von 15min nicht! Außerdem gelangt das Aerosol nicht in die tieferen Regionen der oberen Atemwege.
Immerhin 11 der im Test verbliebenen Inhalationsgeräte geizten nicht mit der Freisetzung des benötigten Aerosols. Besonders hervorzuheben ist die Verneblungsleistung des einzig echten Ultraschall-Inhalators. Die besten Inhalatoren erzielten eine Aerosolfreisetzung von mind. 0,4ml/min. In diesem Zusammenhang haben sich die starren Hartkunststoff-Masken besser bewährt als die weichen PVC-Gesichtsmasken. Nur wenn sich die Maske nicht verformt, kann das Aerosol ungehindert strömen. Bezüglich der Bequemlichkeit erwiesen sich die starren Masken keinesfalls als ungemütlich.

zum Testanfang

Die Lautstärke der Inhalatoren im Vergleich

Erster Eindruck I Leistung I Handhabung I Dauertest I Testergebnis

Kompressor-Inhalationsgeräte können zu einem echten Problem im Mehrfamilienhaus mutieren. Um die 60dB beträgt der Schalldruckpegel eines ausgewachsenen Druckluft-Inhalators in einem Meter Entfernung. Erstaunlicherweise haben sich unsere diesbezüglichen Vorurteile im Inhalator Test aber nicht ganz bestätigt. Ob ein Geräusch als unangenehm wahrgenommen wird, liegt nämlich nicht allein an dessen Lautstärke. Das sonorige und sanftmütige Brummen der meisten Kompressor-Inhalatoren wirkte eher ermüdend als entnervend. Zwar störte das Geräusch die Fernsehunterhaltung bei gesitteter Lautstärke, nicht aber das Ohr des Nasenkranken. Etwas anders wirkte das basslastige Gebrumm auf die Ohren der Nachbarschaft. Auch den lauten Fernseher nahmen die Nachbarn zur Kenntnis. Das undefinierbare Brummen wurde von den Nachbarn mit Besorgnis aufgenommen, dachte man dabei doch zunächst an einen Defekt der Hauselektrik. Auch wenn das Betriebsgeräusch des Kompressor-Inhalators für den Anwender weit weniger belastend ist als zunächst befürchtet, so durchdringt es doch jede Wand. Stört es auch den Anwender selbst, gibt es dafür zumeist eine einfache und behebbare Ursache. Übertragen sich die Resonanzschwingungen des Gehäuses auf den Tisch, so schwingt dieser mit und verursacht einen Großteil des Lärms. Hier gilt es einfach eine schwingungsdämpfende Unterlage zwischen Kompressor-Inhalator und Möbelstück zu legen, um Resonanzschwingungen zu unterbinden. Die besten Druckluft-Inhalatoren besaßen unterdes schwingungsdämpfende Gummifüße. Auch hier verbesserte aber eine zusätzliche Dämmmatte die Geräuschkulisse.
Als deutlich sozialverträglicher erwiesen sich die echten und falschen Ultraschall-Inhalatoren in unserem Test. Sie sind aus einem Meter Entfernung kaum zu hören. Im Idealfall ist nur ein leichtes Rauschen vernehmbar. Hier darf man aber nicht vergessen dass das Betriebsgeräusch der Akku-Mesh-Vernebler direkt am Ohr anliegt. Ein Problem resultierte daraus nicht. Noch immer hatten die Ultraschall-Inhalatoren unsere vollste Sympathie. Sie lagen in dieser Phase des Testberichtes beinah uneinholbar vor den Kompressor-Inhalatoren.
Besonders interessierten wir uns im Lautstärke Test für das Abschneiden des einzigen Akku-Druckluft-Inhalators. Dessen Hersteller versprach einen angenehmen Schalldruckpegel von 45dB. Bezogen auf den Kompressor stimmte dies sogar. Leider vergaß er zu erwähnen, dass der unangenehme Teil des Betriebsgeräusches aus dem Zischen der Maske resultiert. Die nah am Ohr anliegende Maske machte einen Lärm dass es weh tat. Sie fiel schon an anderer Stelle unangenehm auf und scheint nicht aus der Feder eines kompetenten Ingenieurs zu stammen. Auch der im Lieferumfang befindliche Nasenaufsatz eignete sich bestenfalls für die Babynase...

zum Testanfang

Handhabung der Inhalatoren und Reinigung des Zubehörs

Erster Eindruck I Leistung I Lautstärke I Dauertest I Testergebnis

In Punkto Handhabung unterschieden sich die Inhalationsgeräte im Test um Einiges. Grundsätzlich ließen sich die meisten Inhalatoren recht unkompliziert verwenden. Die größten Unterschiede taten sich bei der erstmaligen Herstellung der Betriebsbereitschaft auf, ohne dass sich dabei die Montage eines Gerätes als zu kompliziert erwies. Auch bei der Bedienung reduzierte sich der Aufwand nicht immer auf das ein- und ausschalten des Inhalators. Einige Inhalatoren ermöglichen z.B. die Regulierung der Verneblungsleistung. Dies halten wir im Rahmen der Sinusitisbehandlung nicht für einen nennenswerten Vorteil, regen uns aber auch nicht darüber auf. Als unnötig schwierig erwies sich bei einigen Inhalatoren die Betankung der Vernebler. Beim einzig echten Ultraschall-Vernebler muss es wohl so sein, aber bei den Druckluft-Inhalatoren geht es auch anders, wie nicht nur der spätere Testsieger im Test gezeigt hat. Unnötig viele Bauteile welche zudem bei einer Reinigung über dem Waschbecken im Ausguss verschwinden können, verkomplizieren weniger die Betankung als vielmehr die Nacharbeit. Nach jeder Sitzung müssen die hygienerelevanten Bauteile gründlich abgespült werden. Bei einigen Kompressor-Inhalatoren war dies ein Aufwand von wenigen Sekunden. Leider schafften es auch hier einige Hersteller den Reinigungsaufwand durch waghalsige Konstruktionen zu vergrößern.
Ein anderes Problem tat sich bei den leichten Mesh-Inhalatoren auf. Sie wussten in der Handhabung wirklich zu gefallen. Auch der Reinigungsvorgang jener Teile welche gereinigt werden konnten, ging leicht von der Hand. Leider lassen sich i.d.R. weder Tank noch Vernebler waschen, geschweige denn abkochen. Sie sind fest mit dem Gerät verbunden und werden so zu einem großen Gesundheits-Risiko für den Patienten. Als Folgenreich erwies sich die fehlende Reinigungsmöglichkeit für die Membranen der Mesh-Vernebler im Dauertest. Eine Reduzierung der Haltbarkeit auf wenige Betriebsstunden resultiert daraus. Dazu später mehr.
Um Gesundheitsgefahren resultierend aus Bakterien und sonstigen Keimen zu reduzieren, ist ein gelegentliches Abkochen der Masken, Vernebler, Mundstücke, Nasenaufsätze und Druckluftschläuche unabdingbar. Hier versagten 11 der im Test verbliebenen Inhalationsgeräte zumindest teilweise. Dass bei den Mesh-Inhalatoren einige Teile nicht zwecks gründlicher Reinigung demontiert werden können, erwähnten wir schon. Als ebenfalls problematisch erwiesen sich jedoch die PVC-Masken und die mit Teilen aus hartem Kunststoff kombinierten PVC-Masken. Diese ließen sich nach dem Vorgang des Abkochens nicht mehr haltbar montieren, da sie sich an verbindungsrelevanter Stelle irreparabel verformt bzw. gedehnt hatten. Insbesondere das ingenieurstechnische "Glanzstück" des einzigen Akku-Druckluft-Inhalators im Test, wurde durch das erstmalige Abkochen zerstört. Ein diesbezüglicher Warnhinweis fand sich leider nicht in der Betriebsanleitung. Hier bliebe nur der Nachkauf eines teuren Yearpacks, denn einzelne Masken bietet der Hersteller nicht an. Davon ab ist die fehlende Möglichkeit des Abkochens indiskutabel. Es war der Punkt im Test, wo auch die Sympathien für die praktischen Mesh-Vernebler verloren gingen. Aber es sollte noch schlimmer kommen, für die falschen Akku-Ultraschall-Inhalatoren.

zum Testanfang

Inhalationsgeräte im Dauertest

Erster Eindruck I Leistung I Lautstärke I Handhabung I Testergebnis

Solide Druckluft-Inhalatoren mögen raubeinig und opulent erscheinen, aber man kann sich auf sie verlassen. Sie erfüllen ihren Zweck und sie erfüllen ihn über viele Jahre. Dies tun sie auch bei mehrfacher täglicher Nutzung. Neun der 10 getesteten Kompressor-Inhalationsgeräte überstanden den Dauertest unbeschadet, ohne in ihrer Leistung nachzulassen. Ausgerechnet der teuerste Druckluft-Inhalator fiel mit einem Elektronik-Defekt aus, wurde aber vom Hersteller zügig ersetzt, ohne dass dieser von unserem Inhalator Test wusste. Die bereits kritisierten Masken einiger Inhalationsgeräte spielten im Dauertest keine Rolle. Freilich sind sie bisweilen wenig dauerhaft, können aber durch Nachkauf ersetzt werden. Wir werteten dies an anderer Stelle negativ.
Ebenfalls positiv zog sich der einzig echte Ultraschall-Inhalator im Dauertest aus der Affäre. Das seit vielen Jahren am Markt erhältliche Inhalationsgerät war etwas umständlich zu händeln, funktionierte aber klaglos. Dessen Hersteller bietet sogar einzelne bezahlbare Ersatz- und Zubehörteile an. Optional kann man es mit Aerosolheizung und Akku-Pack ausstatten, ohne eine Kredit bei der Bank aufnehmen zu müssen. Leider war das Handling des altbacken wirkenden Gerätes vergleichsweise umständlich, so dass dann doch ein Druckluft-Inhalationsgerät zum Testsieger gekürt wurde.
Katastrophal endete der Dauertest für die einst favorisierten Mesh-Inhalatoren. Eigentlich endete er bevor er richtig begonnen hatte. Die fälschlicherweise als Ultraschall-Vernebler angepriesenen kleinen Akku-Inhalatoren arbeiten mit einer Membran, wie wir sie auch in billigen Luftbefeuchtern vorfinden. Mit destilliertem Wasser haben diese Membranvernebler sicher keine Probleme. Der Sinusitiskranke vernebelt aber eine 0,9-prozentige Salzlösung. Das Salz setzt sich nicht über lang, sondern über kurz in der Membran fest. Die Membran versottet und verweigert alsbald die Funktion. Sie kann weder gründlich gereinigt noch ausgetauscht werden. In Haushalten mit geringer Nutzung mag dieses Problem erst nach Jahren in Erscheinung treten. Wer aber seinen Inhalator mehrmals täglich verwendet, kommt alsbald auf viele Betriebsstunden. Nach knapp 90 Betriebsstunden schied der letzte Mesh-Vernebler dahin. In der Praxis bedeutet dies eine Haltbarkeit von 3-5 Monaten, bei mehrmals täglicher Nutzung. Unter den Mesh-Verneblern erwies er sich damit schon fast als standhafter Superheld.

zum Testanfang

Das Testergebnis zum Inhalator Test

Erster Eindruck I Leistung I Lautstärke I Handhabung I Dauertest

Vorurteil und Testurteil stimmen nicht immer überein. Auch erster Eindruck und Vorschusslorbeeren relativierten sich im Testergebnis. Der Inhalator Test 2019 endete anders als erwartet und erhofft. Gingen wir ursprünglich davon aus, mit unserem Test das Ende der Kompressor-Inhalatoren einläuten zu können, müssen wir nun stattdessen den Druckluft-Inhalationsgeräten eine rosige Zukunft bescheinigen. Wir tun dies gerne, hegen wir doch keinen Groll gegen die behäbig brummenden Tischgeräte. Freilich hätte es uns mehr gefreut dem Sinusitiskranken ein mobiles und sozialverträglicheres Mesh-Inhalationsgerät empfehlen zu können. Dies können wir in keinem Falle. Alle Mesh-Vernebler versagten im Dauertest und somit unterm Strich auf ganzer Linie. Wenn deren Hersteller keine Möglichkeit des unkomplizierten und kostengünstigen Membranaustausches schaffen, wird dies auch so bleiben.
Deutlich besser wusste sich das einzige echte Ultraschall-Inhalationsgerät im Test zu behaupten. Mit guter Verneblungsleistung, humaner Preisgestaltung und interessanten Ausstattungsdetails wie der Intervallverneblung, weckte es unser Interesse und verdiente sich unsere Anerkennung. Aufgrund des umständlichen Handlings, welches sich bei mehrfach täglicher Anwendung doch etwas störend auswirkt, blieben ihm die ganz großen Lorbeeren versagt. Dennoch sollte der Sinusitis-Kranke auch mal einen Blick auf die am Markt erhältlichen echten Ultraschall-Inhalatoren werfen. Zur Erinnerung noch einmal der wichtige Hinweis: Die meisten als Ultraschallvernebler angepriesene Inhalatoren sind gar keine! Hier droht der Fehlkauf eines Mesh-Verneblers! Es sind die niedlichen kleinen Akku-Inhalatoren die bestenfalls die Sinne vernebeln, nicht aber dauerhaft die NaCl-Lösung. Die unter Ausnutzung des piezoelektrischen Effektes vernebelnden echten Ultraschall-Inhalatoren sind bauartbedingt deutlich größer aber auch leistungsstärker als die nutzlosen Mesh-Vernebler. Dabei arbeiten sie ebenso geräuscharm.
Die teilweise martialisch anmutenden und agierenden Druckluft-Inhalatoren erwiesen sich im Test als ausgewogen, kräftig und dauerhaft. Sie helfen dem chronischen Sinusitiker zuverlässig. Zumindest kann man dies über 7 der 10 getesteten Kompressor-Inhalatoren behaupten. Zwei der günstigeren Sorte setzten zu wenig Aerosol frei. Der teuerste Druckluft-Inhalator überraschte mit einem technischen Defekt. Im mittleren Preisbereich zwischen 50 und 100 EUR findet aber der Nasenkranke leistungsstarke und dauerhafte Kompressor-Vernebler.
Der Inhalator Testsieger 2019 überzeugte mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis, mit haltbarem Zubehör und leichter Handhabung. Das bisweilen störende Betriebsgeräusch verbindet ihn mit seinen Brüdern. Auch die unangenehme Yearpack-Politik betreibt dessen Hersteller nicht exklusiv.

zum Testanfang

Das Inhalationsgerät als Kassenleistung

Außerdem im Inhalator Test: Die chronische Sinusitis I Bauarten der Inhalatoren I Inhalator Test I Inhalator Zubehör I Luffa-Therapie

Gesetzlich Krankenversicherte haben im Falle der chronischen Sinusitis Anspruch auf einen Inhalator. Auch das Inhalator-Zubehör wird von den Kassen übernommen. Die meisten Krankenkassen stellen sogar recht gute Inhalationsgeräte kostenfrei zur Verfügung. Leider zieren sich viele HNO-Ärzte bezüglich der Verschreibung. Zur Verschreibung gehört nämlich die intensive Untersuchung des Patienten und fortlaufende Überwachung der Maßnahme. Die Krankenkassen finanzieren den Inhalator nur dann, wenn er im spezifischen Fall Erfolg verspricht. Verschreibt also der HNO-Arzt ein Inhalationsgerät, halst er sich dadurch zusätzliche Arbeit auf. Im Falle des gesetzlich Versicherten haushaltet er mangels opulenter Vergütung gerne mit seiner Arbeitskraft. So lautet z.B. der Standardsatz meiner HNO-Ärztin "Ich kann da leider nichts machen, aber Sie können gerne in einem Jahr zur Kontrolluntersuchung wieder kommen." (chronische Sinusitis). So dauert die jährliche Kontrolluntersuchung keine 30sec. Im Falle einer Episode bekomme ich keinen zeitnahen Termin. Leitlinien zur Behandlung einer chronischen Sinusitis sind ihr gänzlich unbekannt. Täte ich nach einem Inhalator fragen, würde sie wahrscheinlich pampig werden und mir eine Schallern?! Keinesfalls sollen hier aber alle HNO-Ärzte in einen Topf geworfen werden! Es gibt auch welche mit Spaß am Beruf! Sprechen Sie ggf. bei Ihrer Krankenkasse vor, um Ihren HNO-Arzt anzuschwärzen. Auch die zahlreichen Bewertungsportale für Ärzte bieten sich als Pranger für den asozialen HNO-Arzt an.

der beste Druckluft-Inhalator...

Die miese Tour mit dem Inhalator Zubehör

Außerdem im Inhalator Test: Die chronische Sinusitis I Bauarten der Inhalatoren I Inhalationsgeräte Test I Inhalator auf Rezept I Luffa-Kur

Der Inhalator kommt nicht ohne das benötigte Zubehör zur Auslieferung. Ein Filter ist schon vorinstalliert. Im Lieferumfang befinden sich Masken für Alt und Jung, Mundstück, Schlauch und viel zu selten ein Nasenaufsatz. Auch Gummibänder für die freihändige Maskennutzung sind nicht immer im Lieferumfang enthalten. Masken, Mundstück und Nasenaufsatz halten ewig, lassen sich (nicht immer) abkochen, aber doch zumindest in der Spülmaschine sterilisieren. Einmal im Jahr benötigt man einen neuen Filter für die Luft und ggf. neue Gummibänder für die Masken. Auch der Schlauch sollte aus hygienischen Gründen einmal im Jahr gewechselt werden, wenngleich auch er abgekocht werden kann.
Anstatt diese Pfennigartikel einzeln anzubieten, haben die Inhalator Hersteller teure "Yearpacks" geschnürt. Die ab etwa 20 EUR erhältlichen Yearpacks beinhalten auch jenes Inhalationsgeräte-Zubehör, welches nie gewechselt werden muss. Ökologisch vorbildlich aber trotzdem asozial handeln jene Hersteller, welche einzelne Ersatzeile wie Filter oder Maske zum doppelten Preis eines ganzen Yearpacks verkaufen. Hier kann der Sinusitis geschwächte Mensch nur zwischen Not und Elend wählen. Fast alle zum Inhalationsgeräte Test 2019 angetretenen Teilnehmer wussten bezüglich ihrer Zubehörstrategie zu enttäuschen. Entweder machten die Hersteller ein unsittliches Geschäft daraus oder aber sie boten gar kein Zubehör an. Letzteres macht durchaus Sinn, wenn der Inhalator ohnehin nach 3 Monaten kaputt geht.
Die einzeln in Kapseln verpackte NaCl-Lösung zum Inhalieren geht erst so richtig ins Geld. Nebenbei versorgen deren Käufer die Weltmeere mit dem so dringend benötigten Kunststoff. Dieser verleiht dem Meersalz die richtige Würze und landet später in den Nasen der Sinusitis-Erben. Wer sich seine NaCl-Lösung in Kunststoffkapseln kauft, zahl als chronischer Sinusitiker etwa 0,75 EUR pro Tag für 3 Kapseln. Pro Jahr investiert er etwa 270 EUR in das flüssige Gold. Der Liter-Preis beträgt knapp 100 EUR. Die sterilen NaCl-Kappseln sind somit echte Hochkaräter. Wohl dem der auf der anderen Seite sitzt und das Geld kassiert, anstatt es als angepisstes armes Sinusitis-Schwein dafür ausgeben zu müssen. So praktisch und hygienisch die 0,9% NaCl-Kapseln auch sein mögen, sie zerstören die Weltmeere und beuteln den ohnehin schon Gebeutelten. Da verwundert es auch nicht, dass sich die Leistungsträger der Gesellschaft lieber´ne Linie Schnee durch die Nase pfeifen, anstatt mit Salzwasser zu inhalieren.
Wer die NaCl-Lösung regelmäßig konsumieren muss, der wird sie sich früher oder später selbst anrühren. Unbehandeltes Meersalz kostet quasi nichts und Leitungswasser kostet noch weniger fast nichts. Einzig der Wasserkocher verbraucht Energie und zum Gelingen der Mischung braucht es etwas Erfahrung. Kommt man dabei nicht ganz auf die 0,9%, schadet es der Nase nicht!

zum Testanfang

Eine Rosskur als Geheimtipp
Die Luffa-Therapie und der Heilschnupfen

Außerdem im Inhalator Test: Die chronische Sinusitis I Bauarten der Inhalationsgeräte I Inhalator Test I Inhalator Zubehör I Inhalator auf Rezept

Auf der Suche nach geeigneten Testkandidaten für unseren Inhalator Test lasen wir uns diverse Erfahrungsberichte deren Nutzer durch. Im Erfahrungsbericht eines besonders teuren Inhalationsgerätes, welches speziell für Sinusitiskranke optimiert wurde, stand sinngemäß Folgendes geschrieben:

Der Inhalator war wenig hilfreich. Den Durchbruch zum Erfolg brachte schließlich ein einfacher Luffa Schwamm für 13 € aus der Apotheke.

Was der Rezensent damit meinte, war seinem Inhalator Erfahrungsbericht nicht zu entnehmen. Wie soll ein Badeschwamm die Sinusitis bessern oder gar heilen? Schrieb der Mann im Fieberwahn wirres Zeug? Entsprang die Bemerkung einer Sinusitis bedingten Bewusstseinstrübung? Nach gründlicher Recherche im Internet (viel fand man nicht darüber), wusste ich etwas mehr und probierte die "Luffa-Kur" alsbald mit gutem Erfolg aus. Zu den 13 EUR für den speziellen Luffa-Schwamm gesellten sich allerdings noch 1000 EUR für Papiertaschentücher hinzu...

Testsieger Inhalationsgerät...

Die Ureinwohner Kolumbiens hatten es schwer einen HNO-Arzt zu finden und so mussten sich deren Medizinmänner mit den Mitteln der Natur behelfen. Eines dieser Naturgewächse, der Luffa operculata purgans, entspringt der Familie der Kürbisgewächse. Dessen getrocknetes Innenleben erinnert in Form und Größe an das Ei eines Zwerghuhns. Es hat die Struktur eines Luffa-Schwamms, denn es ist ein Luffa-Schwamm. Im Vergleich zum Luffa-Badeschwamm verfügt der Luffa operculata aber über eine hammerharte Heilwirkung. Ein daraus bereiteter Absud verursacht vorsichtig in die Nase geträufelt, einen ungeheuerlichen Heilschnupfen. Dessen drei Hauptsymptome sind Rotz, Rotz und nochmals Rotz. Als unerwünschter Kollateralschaden gesellen sich Halsschmerzen hinzu.
Der Sinn des Heilschnupfens besteht darin, Infektionsherde und "sonstigen Unrat" zu lösen und aus der Nase zu schwämmen. Den sonstigen Unrat kann ich schlecht definieren, aber es hatte mitunter den Anschein, als kämen sogar die Polypen mit raus.  Blut, Borke und lange vermisste Halmasteine säumten neben dem Rotz die unzähligen Papiertaschentücher. Na gut die Halmasteine habe ich dazu erfunden. Gewundert hätte es mich nicht! Laufendes Nasenbluten hatte ich nicht zu beklagen, wohl aber mitunter Blut durchsetzten Rotz. Neben der Ausräumung des Nebenhöhlensystems erfolgt durch den Luffa-Heilschnupfen eine Entgiftung des Oberstübchens, bis in die knöchernen Strukturen hinein.
Während der mehrtägigen Luffa-Kur mit 4 Anwendungen ist an Arbeit nicht zu denken, wenngleich die Begleitsymptome schwächer in Erscheinung treten, als bei einer echten Erkältung. Starke Halsschmerzen (theoretisch vermeidbar...), eine stark gereizte Nase und der ungeheure Rotz machen jedoch ein konzentriertes Arbeiten unmöglich. Im Vergleich zum echten Schnupfen setzt der Heilschnupfen unmittelbar nach der ersten Anwendung in voller Härte ein. Einen Tag nach der letzten Anwendung verschwinden die Halsschmerzen. Der Rotz lässt stark nach, bleibt dem Delinquenten aber noch ein paar Tage erhalten. Noch ein bis zwei Wochen später finden sich Blut und Partikel von gelöster Borke im Auswurf.
Idealerweise sollte der an einer akuten Sinusitis leidende Patient nun geheilt sein. Je nach Ursache seiner chronischen Sinusitis wird dem daran Leidenden wohl keine endgültige Heilung beschert sein?! Es existieren zu wenig Erfahrungswerte. Ich konnte mittels Luffa-Therapie eine lange Episode beenden. Die leider folgende Episode war weit weniger gravierend als sonst üblich. Alle Symptome waren deutlich schwächer ausgeprägt. Die Nase war nahezu dauerhaft "so was von frei", dass ich mir ein Nasenloch für schlechtere Zeiten hätte zukleben können. Insbesondere die freie Nase rechtfertigte aus meiner Sicht die unangenehme Prozedur. Mit einer Langzeiterfahrung kann ich noch nicht aufwarten.

Bevor ich näher auf die Prozedur eingehe, ein paar "Warnhinweise":

Die Luffakur ist eine Rosskur! Man versetzt sich damit zunächst in einen Zustand, der weitaus unangenehmer ist als die Ausgangssituation. Die Anwendung an sich ist nahezu schmerzfrei. Da der Absud nicht isotonisch ist, kann während der Einträufelung ein leichtes Brennen auftreten. Auch bei zu starker Konzentration des Absuds kann es in der Nase etwas brennen. Der Luffa-Absud ist toxisch. Ein Verschlucken des Absuds sollte man also vermeiden. Er sollte sicher aufbewahrt werden, damit er nicht versehentlich von anderen Personen konsumiert wird. Herzkranke, durch Alter, Jugend und sonstige schwere Erkrankungen geschwächte Menschen sollten die Luffa-Therapie nicht anwenden. Auch gerade erst an der Nase operierte Menschen dürfen die Luffakur nicht für sich in Anspruch nehmen. Da die Ausheilung einer operierten Nase Monate dauern kann, empfehlen wir eine Karenzzeit von mindestens 8 Monaten. Im Zweifelsfalle gilt es eher einen versierten Heilpraktiker zu fragen, als einen Arzt oder Apotheker. Letztere kennen den Luffa-Schwamm oft nur als Badeschwamm.
Die Luffatherapie dauert 2 Tage und wirkt noch weitere 2 bis 4 Tage kräftig nach. Man muss also einen Arbeitsausfall von einer Woche einkalkulieren. Der Heilschnupfen ist nicht ansteckend!
Laut einer Studie bewirkt die Luffa-Therapie signifikante strukturelle Veränderungen des respiratorischen Gaumenepithels, was als Nachteil gewertet wurde. Hintergründiges zur Studie ist uns nicht bekannt. Tatsächlich ist die Luffakur unserer Meinung und geringen Erfahrung nach, nicht beliebig oft zu wiederholen! Ob eine Anwendung oder zwei Anwendungen pro Jahr möglich sind, ohne mit irgendwelchen Folgeschäden rechnen zu müssen, können wir mangels Erfahrung nicht verbindlich sagen!

Die Prozedur der Luffa-Kur

Der Luffa-Schwamm ist in den meisten Apotheken nicht sofort verfügbar, kann aber dort bestellt werden. Er sollte nicht mehr als 15 EUR kosten. Der naturbelassene, ungebleichte und getrocknete Luffa-Schwamm beheimatet in seinem Inneren einige keimfähige Samen, welche man in einem Gewächshaus wie eine Gurke kultivieren kann. Ich versuche es gerade ohne Gewächshaus auf einem Süd-Balkon und an sonniger Stelle im Garten. Erfolg ungewiss...
Ein Viertel des Luffa-Schwamms schneidet man ab und legt es in eine Kaffeetasse. Abends vor dem Zubettgehen übergießt man das Luffa-Viertel mit kochendem Wasser und füllt die Tasse nahezu bis zum Rand damit auf. Mit einer Untertasse deckt man die Tasse ab, um den Eintrag von Unrat zu unterbinden. Übernacht ziehen lassen. Stellen Sie die Tasse an einen für Kinder und andere Personen unzugänglichen Ort, damit der Sud nicht versehentlich getrunken wird! Am nächsten Morgen gießt man den Sud in einen kleinen Topf um ihn aufzukochen. Dadurch wird er sterilisiert und konzentriert. Erweist sich der Absud später als wirkungslos, gilt es ihn durch nochmaliges aufkochen weiter zu konzentrieren. Doch Vorsicht! Die geringe Menge des Suds ist sehr schnell vollständig verdampft. Es gilt also in der Nähe zu bleiben. Konkretere Zeit- oder Dosierungsempfehlungen sind nicht möglich. Je nach Qualität, Größe und Herkunft des Luffa-Schwamms variiert der Absud in seiner Wirksamkeit. Abschließend gießt man den Absud durch ein Teesieb oder einen Kaffeefilter, um Schwebeteilchen zu entfernen.
Den fertigen Absud "bugsiert" man sich nach dessen Abkühlung lauwarm in die Nase. Was heißt das genau? Einige Hobby-Homöopathen stopften sich angeblich im Absud getränkte Wattewürstchen in die Nase und beließen sie 15min darin. Ich tat dies zunächst auch und beklagte alsbald eine furchtbar gereizte "Vordernase". Auf einen Heilschnupfen wartete ich vergeblich. Die heilende Flüssigkeit gelangte nicht an den beabsichtigten Wirkungsort.
Heilpraktiker träufeln den Absud stattdessen in die Nasen der kopfstehenden Delinquenten. Damit erreichen sie zweierlei. Der Absud gelangt in tiefere Regionen, dorthin wo er seine Wirkung entfalten soll. Außerdem wird dadurch verhindert, dass der Absud den Rachen entlang rinnt. Rinnt der Absud den Rachen runter, führt dies zu erkältungstypischen Halsschmerzen, welche sich weder durch Lutschbonbons noch Schmerztabletten reduzieren lassen (eigene Erfahrung...). Sie verschwinden aber einen Tag nach der letzten Anwendung.
Der ambitionierte Heim-Homöopath (Ich!!!) welcher sich die Tausend EUR für den Heilpraktiker sparen möchte, schüttet sich etwas vom Absud in die hohle Hand (Handteller) und zieht ihn sich in die Nase. In der Nase "gurgelt" man ein wenig mit dem Absud und wiederholt dies nach 15min und nach 30min. Die zweite Anwendung erfolgt in der zweiten Tageshälfte auf gleiche Weise. Am Folgetag wiederholt man das Ganze. So kommt man auf 4 Anwendungen und sollte es dabei belassen. Zeigte sich der Absud anfangs als zu dünn und wirkungslos, kann man am dritten Tag eine fünfte Anwendung folgen lassen. In der Regel hat man aber nach der vierten Anwendung nicht nur die Nase sondern auch die Schnauze voll. Der Heilpraktiker rät von dieser Art der Zuführung ab. Wer sich den Absud in die Nase saugt, kann dessen Herunterrinnen  am Rachen kaum verhindern. Die Halsschmerzen sind obligatorisch. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass er Recht hat, der Heilpraktiker. Die Halsschmerzen sind unangenehm, verschwinden aber einen Tag nach der letzten Anwendung. Wie der Heilpraktiker versuchte auch ich es zunächst mit einer Einträufelung, kopfüber in der Matratze hängend. Die Gefahren für das Genick brachten mich jedoch davon ab. Möglicherweise funktioniert es mit Hilfe einer zweiten Person besser?!

Bereits 30 min nach der ersten Anwendung bricht der Heilschnupfen in voller Härte aus. Eine unbändige Schleimproduktion setzt ein. Wenn Sie jetzt noch keine Tempotaschentücher abonniert haben, ist es zu spät. Sie enden in einer Lache von Heilschnupfen dank Luffa-KurRotz! Haben sie rechtzeitig für leicht zugängliche Papiertücher gesorgt (gibt's auch zum Herausziehen aus der Box), sollten Sie die Box mit den Papiertaschentüchern nicht mehr aus der Hand geben. In der einen Hand ein Tuch und in der anderen die Box. Sie benötigen pro Tag etwa 50 bis 100 Papiertaschentücher. Nach dem ersten Schnauber ist das Taschentuch voll.
Kommt zunächst nur dicker schleimiger rotztypischer Rotz, gesellen sich später etwas Blut und gelöste Borke hinzu. Der Luffa-Absud räumt kräftig auf in der Nase. Er löst durch die Rotzbildung jene Dinge, welche sich von einer Nasenspülung oder Inhalation nicht beeindrucken lassen. Jene Verkrustungen welche die Schleimhaut in ihrer Funktion beeinträchtigen. Infektionsherde bekommen einen derartigen Tritt in den Hintern, dass sie das dünne Papiertaschentuch durchschlagen.
Geringe Mengen Blut im Taschentuch lassen darauf schließen, dass die Rosskur nicht zu 100% zwischen Freund und Feind unterscheiden kann. Wenigstens fallen einem nicht die Haare aus. Trotzdem sollte man darüber nachdenken. Mit dieser Nachdenklichkeit lasse ich Sie mangels Erfahrung allein zurück. Ich habe die Luffa-Therapie bislang einmal am eigenen Leib durchgezogen und keine Folgeschäden davon getragen. Im Gegenteil, die Nase und deren Höhlensystem haben sich nach wenigen Tagen vollständig erholt und zum Vorteil entwickelt. Wie sich das nach mehreren Luffa-Kuren verhält, vermag ich (noch) nicht zu sagen. Wäre es notwendig, würde ICH die Luffa-Therapie frühestens nach 6 Monaten wiederholen.

Begleitanwendungen zur Luffa-Therapie

Der Heilpraktiker verlangt für die Luffa-Kur ca. 1000 EUR zzgl. Unterkunft, Verpflegung und Papiertaschentücher. Mit schätzungsweise 2000 EUR sollte der Nasen-Kranke also rechnen, möchte er sich von professioneller Hand mittels Luffa-Therapie foltern lassen. Um den hohen Preis rechtfertigen zu können, ergänzt der Heilpraktiker die Luffa-Therapie um diverse Begleitanwendungen. Die Begleitanwendungen sollen zum Erfolg der Luffa-Therapie beitragen und unangenehme Begleitsymptome reduzieren. Akupunktur, Lymphmassage, Eigenblutbehandlung mit Ozon, Enzymtherapie und Lokalanästhetika sind einige der Mittel zum Zweck.
Der "Heimwerker" muss auf derlei Hokuspokus verzichten. So sinnvoll der Begleithokuspokus auch sein mag, die meisten Menschen können sich die Luffa-Therapie beim Profi-Heilpraktiker nicht leisten.
Als Heimanwender sollte man die Symptome des Heilschnupfens wie ein Mann ertragen und sich damit trösten, dass der künstliche Schnupfen nur von kurzer Dauer ist. Da der aus dem Heilschnupfen resultierende Rotz i.d.R. recht gut abläuft, kann und sollte auf abschwellenden Nasentropfen verzichtet werden. In jedem Falle sollten die täglichen Inhalationen mit isotoner Salzlösung verstärkt fortgeführt werden. Sechs bis acht Inhalationen pro Tag dürfen es schon sein und schaden nicht. So wird stockender Schleim verdünnisiert und leichter ausgeschieden. Trinken Sie recht viel Wasser und ggf. auch Nierentee, um die durch die Luffa-Therapie in Gang gesetzte Entgiftung zu unterstützen. Sollte es zu Kopfschmerzen kommen, sollte man Ruhe und Entspannung der Schmerztablette vorziehen. Überhaupt sollte man sich während des Heilschnupfens merklich zurück nehmen! Das Einfetten des inneren Vorderrüssels mit Nasensalbe reduziert etwas dessen starke Reizung. Mit den Halsschmerzen wird man aus eigener Erfahrung leben müssen, war man nicht in der Lage sie durch vorsichtiges Einträufeln des Absuds zu verhindern. Vielleicht hilft das eine oder andere Hausmittel?!

Inhalator Test 2019  I   Inhalator Testsieger

Gesundheit & Körperpflege: Akku-Rasierer I Bürostuhl Test I Fahrradhelm Test I Fußpilz Mittel Test I Epilierer Test I Inhalatoren Test I Matratzen Test I Rauchmelder I Skihelm Test

 © tectest.de   I  Datenschutz, Impressum & Cookiehinweise