Skihelm Test 2017: Die besten Sturzhelme für Wintersportler im Vergleich

Im Skihelm Test geht es uns vordergründig darum, den besten Sturzhelm für Skifahrer, Snowboarder und andere Wintersportler zum Testsieger zu küren. Hintergründig soll in unserem Testbericht aber auch der Sinn der Skihelme kritisch hinterfragt werden. Selbst der beste Skihelm 2017, vermag es im Einzelfall nicht, Leben und Gesundheit eines Skifahrers zu bewahren. Mitunter ist es nur das Leben, welches dem fortan sabbernden Lappen bleibt. Wer dank des Skihelmes die Bretter gegen Rollen tauschen muss, hätte sich statt des Helmes, besser ein Basecap aufgesetzt. Hätte hätte Pistenraupenkette! Langläufer und gemäßigte Abfahrer profitieren in jedem Fall von einem guten Skihelm. Leider verzichten gerade jene Skihelm Test 2017Frühbremser fast immer auf einen Schutzhelm. Auch Schlitten fahrende Kinder, sieht man oft ohne Skihelm im Astloch stecken. Dabei täte es zur Not auch ein vorhandener Fahrradhelm, wenngleich dieser im Vergleich zu höherwertigen Sturzhelmen, leichte Nachteile beim Kälte- und Rundumschutz im Skihelm Test 2017 erkennen ließ.

Skihelme nur für Abfahrer?

Eigentlich täte man gut daran, stets und ständig einen Skihelm zu tragen. Wer schon mal im stehen eingeschlafen ist weiß, dass man zum Erwerb einer Hirnblutung kein hohes Tempo vorlegen muss. Die der Hebelwirkung entspringende Geschwindigkeit reicht bei normalgroßen Erwachsenen aus, um schwere Kopfverletzungen hervorrufen zu können. Wadenbeißer und kleine Kinder kommen oft etwas glimpflicher zu Fall. Doch auch dafür gibt es keine Garantie. Schließlich kommt man nicht immer aus dem Stand zum erliegen. Auch erliegt man nicht immer bodenbündig. Im Extremfall fällt ein kleines Kind beim Kirschen pflücken die Kellertreppe hinab. Spätestens dann käme es ohne einen im Test für gut befundenen Skihelm, zum diffusen Schädel-Hirn-Trauma. Passiert das Ganze in der warmen Jahreszeit, kann zum Kirschen pflücken, auch ein Fahrradhelm hergenommen werden. Doch egal ob Fahrradhelm oder Skihelm, irgendwann ist der beste Schutzhelm überfordert. Spätestens wenn Oma bei der Zapfenernte aus der Baumkrone in den Brunnenschacht stürzt, sollte man es bei der Rettung der Helmkamera belassen. Ein Youtube-Video ist dann das Einzige was an Oma erinnert und dank guter Einschaltquoten, deren Kostgeldzahlungen ersetzt.
Muten die getroffenen Aussagen auch etwas pietätlos an, so gilt es doch wichtige Lehren aus ihnen zu ziehen. Ein Skihelm entfaltet sein volles Potential, vor allem bei gemäßigten Wintersportarten. Schneewanderer, Ski-Langläufer und Schlitten fahrende Kinder, sollten deshalb niemals ohne Skihelm in die weiße Pracht vorstoßen. Jenen Halbgewalkten vermag ein Skihelm nicht nur das Leben, sondern auch die Gesundheit zu erhalten. Abfahrer und Pistenraudis hingegen, profitieren nicht immer vom vorhandenen Skihelm. Allzu oft ist gerade er es, welcher den ungeschützten Kopf des gerammten Schlittenfahrers zertrümmert. Wer gut behelmt aber mit hoher Geschwindigkeit, auf ein unnachgiebiges Hindernis prallt, hinterher nur noch Unsinn lallt! Und zwar dauerhaft! Zwar kommt es auch bei multiplen Hirnblutungen im Einzelfall zur Wunderheilung, aber meistens bleiben irreparable Folgeschäden nicht aus. Je nach geschädigtem Hirnareal, kann der Austherapierte nicht mehr laufen, sprechen, rechnen, seine Frau lieben, sein Wasser halten oder die eigenen Finanzen verwallten. Oft führt das Vorhandensein mehrerer Behinderungen, zur lebenslangen Pflegebedürftigkeit. Auch ein anhaltendes Wachkoma kann die Angehörigen zermürben. Ursächlich für den Verlust von Hirnfunktionen, ist zumeist der hohe Hirndruck, welcher durch Hirnblutungen und Hirnschwellungen, innerhalb des Kopfes entsteht. Wird der Hirndruck nicht binnen Minuten durch Bohrungen und / oder eine großflächige Schädelöffnung gemindert, mutiert der Skifahrer trotz Skihelm zum sabbernden Lappen. Hätte er auf das Tragen eines Skihelmes verzichtet, wäre ihm dieses Schicksal erspart geblieben. Seine Seele stünde sofort einer Reinkarnation zur Verfügung. Die Hinterbliebenen hätten nach einer zweiwöchigen Phase der Trauer und nach Auszahlung der Versicherungssumme, in ein neues Leben starten können.

Wir messen uns nicht an zu entscheiden, wer den Testsieger aus unserem Skihelm-Test tragen sollte und wer nicht. Dies muss jeder für sich selbst oder aber für sein Kind entscheiden. Auch zerschellt nicht jeder alpine Abfahrer mit 100km/h an einer Pistenraupe. Manchmal wird er nur von einer Getränkedose am Kopf getroffen. Diese hätte er dank Helm unbeschadet leeren können. Wir möchten lediglich kritisch anmerken, dass gerade die Hauptprofiteure einer schützenden Kopfbedeckung, allzu oft auf das Tragen eines Skihelmes verzichten. Diese meinen aufgrund langsamer Geschwindigkeiten, keinen Sturzhelm zu benötigen. Wer schon mal mit 10km/h am Türrahmen hängen geblieben ist, weiß es besser! Ski- und Snowboardhelme gehören auf jeden Wintersportler! Gewichtige Frauen hingegen, fallen gerne auf ihren Buslenker und brechen sich einen Beckenring oder das Steißbein. Da es noch keine Ski-Po-Helme gibt, empfehlen wir Frauen wie unserer Kanzlerin, die Verwendung einer 80cm Satellitenschüssel. Diese kann hinten in die Hose gesteckt und mittels LNB fixiert werden. Zerbrechen einmal die Skier, kann eine solche Lösung auch als Po-Rutscher herhalten. Auf eine schützende Kopfbedeckung sollte trotzdem nicht verzichtet werden.
 

Der Skihelm Test im Detail

Im Skihelm-Test simulierten wir ein realistisches Unfallszenario, wie es beim alpinen Abfahrtslauf jeden Tag passieren kann. Unsere erfahrenen Produktprüfer (Einwanderer aus Bulgarien) waren angehalten, mit mäßiger Geschwindigkeit, eine gut hergerichtete flache Piste hinunterzufahren.
Um einem Freund und einem kleinen Mädchen aufzuhelfen, galt es dann die gesicherte Skipiste zu verlassen und im weiteren Verlauf eine Wendeschleife abseits der Piste im Tiefschnee hinzulegen. Die von kleinen Felsen gespickte inoffizielle Wendeschleife, präparierten wir zuvor mit Neuschnee aus der Schneekanone. Die Produktprüfer wurden nicht darüber in Kenntnis gesetzt, um einer Ergebnisverfälschung im Skihelm Test vorzubeugen. Ausgehebelt von einem kleinen Felsen, kopfüber auf einen größeren Felsen zusteuernd, konnte nun die heiße Phase im Skihelmtest beginnen. Die Aufprallgeschwindigkeit des Kopfes auf den Felsen, wurde mit etwa 35km/h gemessen, obwohl die Geschwindigkeit des Skifahrers nur mit etwa 20km/h zu Buche schlug. Die Hebelwirkung zeichnete sich für den Zuwachs an Geschwindigkeit verantwortlich.
Im Anschluss an den Sturz, sollte der Skifahrer einer alten Oma über die Piste helfen und gemeinsam mit ihr das Lied der Deutschen singen. Das Ziel bestand darin zu prüfen, welche motorischen und kognitiven Fähigkeiten, dem Arbeitsemigranten dank des zu testenden Skihelmes, unmittelbar nach dem Sturz geblieben sind. Den Wirtschaftsflüchtlingen erzählten wir, es wäre ein Einbürgerungstest. Nicht Gegenstand unseres Testberichtes, war die Beurteilung der langfristigen Folgeschäden, welche der Skihelm möglicherweise nicht verhindern konnte. Um den Skihelm-Testbericht zeitnah veröffentlichen zu können, beschränkten wir uns auf Prognosen, abgeleitet von den unmittelbar nach dem Sturz via Sichtprüfung diagnostizierten Kopfverletzungen. Für den Ski- und Snowboardhelm Vergleich 2017, engagierten wir 36 Produkttester, welche freiwillig dafür in unsere Heimat gekommen sind. Für jeden der 18 zu testenden Sturzhelme, galt es zwei osteuropäischen Familien, das Oberhaupt zu ramponieren. Um das Testergebnis abzusichern, testeten wir jeden Schihelm zwei mal. Nachdem der Testsieger Skihelm gefunden war, kehrten die Produktprüfer als Armutsemigranten in ihre schöne Heimat Bulgarien zurück. Sie scheiterten alle an der 1. Strophe des Deutschlandliedes.

Design, Gewicht & Passgenauigkeit der Skihelme

In Punkto Design interessierte uns weniger das Erscheinungsbild der Skihelme. Auch wenn uns neutral gehaltene Skihelme am besten gefielen, so obliegt es doch dem Einzelnen, was er als schön empfindet und was nicht. Als Vorteilhaft erachteten wir weiße Schneetarn-Skihelme. Wird man von anderen Skifahrern nicht gesehen, kann man von diesen auch nicht absichtlich über den Haufen gefahren werden. Eine weiße Helmfarbe erhöht die aktive Sicherheit im erheblichen Maße. Mit einem neonfarbenen Skihelm erreicht man das genaue Gegenteil und macht sich voll zum Robert. Die Crashvermeidung ist immer noch das Beste, was ein guter Skihelm zu leisten vermag. Leider sind dessen Möglichkeiten diesbezüglich begrenzt. ABS und ESP befinden sich noch im Entwicklungsstadium und waren zum Skihelmtest 2017 noch nicht verfügbar. Auch unser späterer Testsieger erschien ohne elektronische Helferlein zum Test. Immerhin ist er in dezenten Farbvarianten, so auch in Schneetarn (weiß) erhältlich. Ein weiterer Vorteil ist sein geringes Gewicht, bei gleichzeitig hoher Stabilität. Je leichter ein Skihelm, desto geringer die Gefahr der Kopflastigkeit beim Abflug. Böse Zungen behaupten, ein Skihelm verhindert nur Verletzungen von Stürzen, welche er aufgrund seiner Schwere selbst verursacht hat. Ganz so pessimistisch sehen wir die Sache nicht. Tatsächlich aber trägt man einen leichteren Skihelm lieber und häufiger. Auch reduziert ein leichterer Sturzhelm die Aufprallgeschwindigkeit marginal. War ein Testkandidat leicht und stabil, so erachteten wir dies im Skihelm Test als einen Vorteil. Ist ein Skihelm auch leicht und stabil, so kann er doch nur schützen was er umschließt. Bedeckt er nur die große Fontanelle, sollte man sich den Felsen nicht in die kleine rammen. Leider erwiesen sich viele Helmschalen im Test als zu klein. Sie schützten zwar das was sie bedeckten, erinnerten aber eher an einen Bauhelm mit Ohrenschützer. Unseriöse Hersteller versuchen die Kosten und das Gewicht ihrer Skihelme zu reduzieren, indem sie den Materialeinsatz reduzieren, statt auf moderne Fertigungsverfahren wie die In-Mold Technologie zu setzen. Achten Sie beim Skihelmkauf unbedingt darauf, dass die Helmschale des auserwählten Lebensretters, weit genug nach unten gezogen wurde! Sehr häufig prallt man seitlich mit der Schläfe auf einen Felsen. Da reicht ein Ohrenwärmer nicht aus! Der spätere Testsieger und 8 weitere Skihelm Modelle, wussten mit einer ordentlich dimensionierten Helmschale zu überzeugen. Ein Hersteller meinte es zu gut und zog die Helmschalen seiner Modelle so weit nach unten, dass sie die Augen nicht nur vor mechanischer Gewalteinwirkung, sondern auch vor Lichteinfall schützten. Die aktive Fahrsicherheit litt jedoch merklich darunter und führte zur Nachnominierung eines Sozialtouristen.
Nicht nur die besten Skihelme erschienen mit Belüftungsöffnungen zum Test. Luftlöcher sind kein Alleinstellungsmerkmal der Fahrradhelme. Aus diesem Grunde kann man einen Skihelm auch gut als Fahrradhelm hernehmen. Sollen die Luftöffnungen des Fahrradhelmes den Kopf des Athleten kühlen und verhindern, dass sich dessen Schweiß in seinen Schuhen versammelt, so obliegt den Skihelm-Öffnungen des Wintersportlers, eine tiefsinnigere Aufgabe. Aufgrund der hohen winterbedingten Temperaturunterschiede an Helmaußen- und innenwand, würde die Feuchtigkeit ohne Lüftungsöffnungen, an der Helminnenwand kondensieren. Es käme recht schnell zur Schimmelbildung. Die langfristigen Folgen für den Behelmten wären fatal. Außer zweier spezieller Skisprunghelme, warteten alle getesteten Skihelme mit Belüftungsöffnungen auf. Leider besaßen diese nicht immer die optimale Größe. So erwiesen sich einige Löcher als zu groß und zu durchgängig. Gelangt der kalte Wind bis auf die Kopfhaut, ist ein Skihelm allenfalls als Fahrradhelm zu gebrauchen. Finden sogar Felsspitzen einen Weg durch die Lüftungsöffnungen, kann von einem skrupellosen Hersteller, mit übertriebenem Hang zur Materialeinsparung ausgegangen werden.
Bezüglich der Passgenauigkeit weiß unser Test positives zu berichten. Die besten Skihelme lassen sich in ihrer Größe bedingt regulieren und dem Kneisel anpassen. Während sich bei billigen Angeboten aus den Wühltischen der Supermärkte oft nur die Kinnriemen festzurren lassen, weisen bessere Skihelme der 50 EUR Klasse Stellschrauben auf, welche eine Regulierung des Helmvolumens ermöglichen. So kann der Skihelm auch mal in der Familie herum gereicht werden. Trotzdem sollte man beim Helmkauf auf die richtige Größe achten, um ein Maximum an Sicherheit zu erhalten. Die Stellschrauben erwiesen sich bei einigen Testkandidaten als zu filigran. Andere ließen sich geschwinde mit dem angelegten Handschuh bedienen.

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Stabilität und Schutzwirkung der Skihelme im Test

Zerbricht ein Skihelm im richtigen Moment, kann genau dadurch das Leben des Skifahrers gerettet werden. Auch und gerade beim Bruch der Hartschale, wird sehr viel Energie abgebaut. Ist diese Möglichkeit der Energieabsorption jedoch ausgereizt, schützt den Kopf gar nichts mehr. Aus diesem Grunde sollte der Helmbruch am Ende einer langen Kette von Maßnahmen zum Schutze des Oberstübchens stehen. Zunächst einmal gilt es die punktuell auftreffende kinetische Energie einer Felsspitze, großflächig auf die gesamte Hartschale zu verteilen. Zwei der Testprobanden zerplatzen dabei wie eine in zu heißem Fett gebraten Schmorwurst. Ebenso die Träume einiger Einwanderer-Familien. Verteilt sich das Gehirnschmalz in der Winterlandschaft, fehlt es hinterher im Oberstübchen. Etwas heimtückischer ging ein weiterer Wintersporthelm zur Sache. Deren Hartschale konnte nicht platzen, weil sie viel zu weich war. Dort schob sich die Felsspitze von oben bis in den Hals, ohne Spuren am Helm zu hinterlassen. Das geht natürlich auch nicht und führte im Skihelm Test zu einer Abwertung. Fortan war der Sohn, der Mann im Flüchtlingszelt. Doch nicht alle Skihelme warfen so früh das Handtuch im Kampf um den Testsieger-Titel. Die meisten der zu prüfenden Skihelme absorbierten einen Großteil der kinetischen Energie, wie von uns gefordert, durch eine gleichmäßige Verteilung auf die gesamte Helmschale, ohne dass diese dabei zerbarst. Dabei handelte es sich ausschließlich um in In-Mold Technologie gefertigte Skihelme. Bei In-Mold Skihelmen wird der Hartschaum mit der Hartschale verschweißt. Ein solcher Helm kann nicht wie eine Eierschale zerplatzen. Hartschale und Hartschaum teilen sich die Absorption des Ersteinschlages. Der Hartschaum gibt der Hartschale einen besseren Zusammenhalt.
Doch Vorsicht! Auch wenn ein Skihelm nach einem Skiunfall äußerlich unversehrt erscheint, muss er durch einen neuen ersetzt werden. Hier gilt selbige Grundregel wie bei Motorrad- und Fahrradhelmen. Jeder noch so leichte Sturz auf den Helm, schädigt dessen Struktur. Bei einem weiteren Sturz, kann er seine maximale Wirksamkeit nicht mehr entfalten. Dies ist übrigens kein Zeichen für einen schlechten, sondern für einen guten Skihelm. Denn nur wenn er den Schaden auf sich nimmt, kann er den Schaden vom Kopf fernhalten. Die wirksame Absorption von Aufprallenergie, geht immer zu lasten der Helmstruktur. An dieser Stelle gilt es die vermeintlich sicherheitsbewussten Skifahrer noch einmal wach zurütteln. Fast jeder Wintersportler trägt heute einen im Test für gut befundenen Ski- oder Snowboardhelm. Vielleicht sogar den Testsieger aus einem Skihelm Testbericht der Stiftung Warentest.  Doch kaum einer denkt daran, dass sein Helm nach einem Sturz ausgetauscht werden muss. Unserer Einschätzung nach, fahren 50% aller behelmten Skifahrer, ohne oder mit stark verminderter Schutzfunktion ihres Sturzhelmes durch die Gegend. Und noch ein wichtiger Hinweis. Verwenden Sie aus der Not heraus einen Leihhelm, so wissen Sie nicht was dessen Vornutzer damit angestellt haben. Natürlich ist ein augenscheinlich intakter Leih-Helm besser als gar kein Skihelm. Trotzdem sind auch viele Leih-Skihelme stark in ihrer Schutzfunktion beeinträchtigt, weil deren Karkassen schon viele Stürze zu absorbieren hatten. Selbiges gilt für geborgte Skihelme aus dem Familienkreis. Es dürfte selbstverständlich sein, dass man den eigenen Sturzhelm niemals verborgt! Stürzt Ihr Neffe mit dem von Ihnen geliehenen Skihelm, wird er es Ihnen bestimmt auf die Nase binden?! Einige Unfallversicherungen tauschen einen gestürzten Skihelm gegen einen neuen aus. Doch egal wie gut und wie teuer der Sturzhelm auch war, im Austausch bekommt der Wintersportler nur eine günstige Kaskoerbse.
Ein Drittel der getesteten Skihelme erwiesen sich im Test als sehr stabil und boten einen guten Rundumschutz. Doch auch wenn sie das Testurteil "Sehr gut" erhielten, sind deren Möglichkeiten beschränkt. Wer in voller Fahrt mit einem Felsen oder mit einer Pistenraupe kollidiert, kann selbst vom besten Skihelm keine Wunder erwarten. Auch darf man nicht vergessen, dass der Körper unterhalb des Kopfes eine Fortsetzung findet. Bleibt der Kopf ganz, aber zerschmettert der Schwanz, war's das auch mit dem Hans!

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Preis und Funktion der Skihelme

Wie teuer ist ein guter Skihelm? Im Skihelm-Test offenbarten sich große Preisunterschiede. Man findet ihn für 19,95 EUR im Supermarkt-Wühltisch, aber auch für 200 EUR im Wintersport-Fachgeschäft. Sind die günstigen Angebote aus Lidl und Aldi nicht immer schlecht, so erwiesen sich die hochpreisigen Skihelme in unserem Test, durch die Bank weg als überteuert. Einige davon schnitten im Testbericht sogar schlechter ab, als die billigen Wühltisch Angebote. Meistens sind sie zwar sehr gut, aber nicht besser wie das Gros der Skihelme, welches deren Händler mit ca. 50 EUR veranschlagen. Aus diesem Preisbereich entstammt auch unser Testsieger Skihelm. Warum soll man auch 150 EUR für einen Wintersport-Helm bezahlen, wenn man einen Gleichwertigen für 50 EUR bekommt?! Man hat doch schließlich keinen an der Waffel?! Noch nicht! Wer jedoch ganz auf einen Schihelm verzichtet, dem fehlt bald die ganze Waffel unterm Scheitel. Wer nicht das Geld hat, unter den besten Skihelmen auszuwählen, muss nicht verzagen und sich den Helmschutz versagen. Es ist immer noch besser er greift zum Supermarkt Skihelm für 20 EUR, als dass er unbehütet von der Schanze springt. Die günstigen Supermarkthelme erfüllen durchaus ihren Zweck, lassen es aber mitunter an der Passgenauigkeit und am Komfort mangeln. Im Einzelfall versagten die günstigen Skihelme im Aufpralltest, weil sie vor dem Aufprall verrutschten. Dies kann passieren, wenn sich die Größenangabe als falsch heraus stellt oder wenn sich der Helm nicht mittels Stellschraube anpassen lässt. Keinesfalls sollte sich ein Kahlköpfiger vor dem Wintersport vom Haareschneider die Platte polieren lassen. Auch dadurch könnte ein Billighelm verrutschen. Wir empfehlen ggf. die Verwendung von Haftcreme, um ein Verrutschen des Sturzhelmes zu vermeiden. Leider gibt es auch hier ein Problem. Einige Skihelme aus dem Wühltisch, verfügen nicht über ein herausnehmbares Inlett. Auch wer ohne Haftcreme auskommt, möchte seine Innenhaube gern mal in die Waschmaschine stecken. Diese Möglichkeit fehlte bei den Testprobanden der 20 EUR Klasse fast immer. Die besten Skihelme im Test, verfügten selbstverständlich über ein herausnehmbares waschbares Innenteil. Bei einigen wirkte dieses Inlett sogar antibakteriell.
Günstige Skihelme haben mitunter auch ein Gewichtsproblem, welches sich im Praxistest als erheblicher Nachteil herausstellte. Wiegt ein Sturzhelm statt der üblichen 400 Gramm an die 600 Gramm, bedeutet dies nicht nur Einbussen beim Tragekomfort. Es kann ohne Sturz zum Abknicken des Kopfes und somit zum Genickbruch kommen. Im Falle eines Sturzes fliegt man dann wie das Geschoss eines Hammerwerfers über die Piste und droht an einem Sessellift zu zerschellen. Leider fehlt bei Supermarkt-Skihelmen oft die Gewichtsangabe. Behelfen Sie sich ggf., indem Sie ihn in der Obst- und Gemüseabteilung auf eine Kontrollwaage legen! Sollte er die 450g Marke überschreiten, legen Sie ihn bitte wieder in den Wühltisch! Insbesondere bei Kinderskihelmen ist neben der Stabilität auch das geringe Gewicht unabdingbar, weil die Kleinen sonst ihr Oberstübchen freilegen, sobald sie aus dem Blickfeld der Eltern verschwunden sind.
Unterm Strich erachteten wir die Skihelme der 50 EUR Klasse als am preiswertesten. Sie bieten ein Maximum an Sicherheit (nicht alle!) und einen hohen Tragekomfort. Skihelme der 30 EUR Klasse kommen selten an die Qualitäten der preiswerten Mittelschicht heran, während die Oberschicht-Skihelme jenseits der 100 EUR Grenze, in unserem Vergleich keine Vorteile erkennen ließen. Oft soll durch einen hohen Preis, eine besonders hohe Sicherheit vorgegaukelt werden. Nicht wenige fallen darauf herein. Schließlich möchte man an seiner Sicherheit nicht sparen.

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Fahrradhelme und Skihelme im Vergleich

Bezüglich der mechanischen Schutzwirkung ist ein Skihelm oft besser als ein Fahrradhelm. Wie kann das sein wird manch ein Radfahrer erbost wissen wollen. Ist ein Sturz vom Fahrrad etwa weniger schwerwiegend? Im Gegenteil! Schon aufgrund der größeren Fallhöhe fallen die Schädel-Hirnverletzungen des Fahrradfahrers selten weniger schwerwiegend aus.
Während auch die Hartschalen besserer Fahrradhelme heute in Inmold-Technologie mit dem Hartschaum verschweißt werden, so wird am Innenleben oft gespart. Der falsche Geiz der Hersteller ist jedoch selten die Ursache dafür. Fahrradhelme müssen noch leichter und deutlich luftiger daher kommen, als Skihelme. Deshalb bestehen schlechte Fahrradhelme fast nur aus Löchern. Selbst den besten Fahrradhelmen fehlt zumeist die dicke Polsterung an den Ohren und auch im Innenbereich. Da in der wärmeren Radsportsaison eine bessere Lüftung vonnöten ist, fallen auch die Belüftungsöffnungen der besten Radhelme größer und durchgängiger aus. Das Gewicht lässt sich so auf unter 300g drücken. Eine Grundvoraussetzung damit auch der normale Straßenverkehrsteilnehmer zum Radhelm greift. Leider bleibt dabei die Sicherheit des Fahrradhelmes im Vergleich zum Skihelm ein wenig auf der Strecke. Im Winter fehlte dem Radhelm zudem der Kälteschutz. Man müsste ggf. eine Mütze darunter zwängen. Trotzdem kann der vorhandene Radhelm eine Alternative zum nicht vorhandenen Skihelm darstellen. Nicht geeignet sind jedoch jene gitterförmigen Halbschalen, welche hoch oben auf dem Haupt thronen. Diese eignen sich eigentlich auch nicht zum Fahrradfahren. Wer im Sommer seinen Radhelm vermisst, aber stattdessen den Skihelm findet, sollte sich nicht schämen diesen zum Radfahren herzunehmen. Eventuell erweist er sich als zu schwer und zu warm. Möglicherweise hilft er die Zeit bis zum Auffinden den Radhelmes zu überbrücken. Die Schutzwirkung des ca. 25% schwereren Skihelmes ist im Vergleich zum Fahrradhelm marginal besser. Verantwortlich dafür ist in erster Linie der zusätzliche Kälteschutz. Skihelme zeigten im Test zudem einen besseren Rundumschutz. Die weiter nach unten gezogene Hartschale und die zusätzlichen Polster an Ohren und Kinn, sind ein zusätzlicher Sicherheitsgewinn.
Allgemein und zusammenfassend lässt sich sagen: Ein Skihelm auf dem Fahrradfahrer, ist sicherer als ein Fahrradhelm auf dem Wintersportler. Bevor sich aber der Filius mit dem Porutscher barhäuptig die Schneise runterstürzt, trägt er besser einen Fahrradhelm, als gar keinen Helm! Fehlt dem Fahrradhelm im Winter der Kälteschutz, so bietet der Skihelm im Sommer zuviel davon.

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Testergebnis im Skihelm Test

Hohe Preise sind im Ergebnis unseres Skihelm-Testes selten gerechtfertigt. Schon für etwa 50 EUR bekommt der Schutzsuchende einen wirksamen Skihelm. Jedoch kann der beste Skihelm nicht die Vernunft des Wintersportlers ersetzen. Über eine Knautschzone verfügt allenfalls eine behelmte Hohlbirne. Soll das Gehirnschmalz nicht im Neuschnee versickern, braucht es mehr als nur einen sehr guten Skihelm, denn dessen Fähigkeiten sind bauartbedingt begrenzt. Weitsicht, Vorsicht, Rücksicht, gute Sicht und eine angemessene Geschwindigkeit, sind Grundvorrausetzungen, soll der Skihelm Testsieger 2017 nicht nur das Leben, sondern auch die Lebensqualität seiner Träger erhalten. Wer abseits der offiziellen Pisten das Risiko sucht, kann nur hoffen, dass ihn seine Retter rechtzeitig erkennen und der Lebensrettung für würdig erachten. Prominenten empfiehlt sich deshalb das Tragen eines Namensschildes. Dann unterlässt der Rettungsflieger auch die Zwischenlandung im Wald und macht die Pullerpause in der Klinik.
Sozialtouristen sind harte Arbeiter wenn man sie nur lässt. In unserem Skihelm-Test haben sie ihr Bestes gegeben und sich bewährt. Ohne Rumänen und Bulgaren hätten wir die Skihelme mit Dummys füllen und mit Steinen bewerfen müssen, um zumindest ansatzweise deren Stabilität einschätzen und hochrechnen zu können. Dank der wackeren Arbeitsemigranten haben wir nun ein belastbares Testergebnis und einen würdigen Testsieger. Der beste Skihelm kommt unterdes unseren deutschen Lesern zugute, welche im Winter zum Skifahren nach Kitzbühl fahren, und im Sommer zum Spargelstechen nach Polen.

Skihelm Test 2017

Skihelm Testsieger