Sonnenschirm Test 2017: Die besten Stock- & Ampelschirme

Marktschirme und Freiarmschirme im Vergleich

Grausam kann die Sonne sein und auch tödlich. Jedes Jahr sterben mehr Menschen an den Spätfolgen der UV-Strahlung, als an gängigen Zivilisationskrankheiten. Etwas seltener hingegen, werden die Gartenfreunde vom Sonnenschirm erschlagen. Kommt aber vor! Selbst der beste Sonnenschirm kann zum Sargnagel mutieren, wurde er in einem schlechten Schirmständer verankert. Meistens brechen nur ein paar Streben kaputt (Holzschirm), mitunter aber auch die Butzenfenster der Balkontür (stabiler Metall-Sonnenschirm). Verfügt er über gute Flugeigenschaften, mutiert der Stockschirm möglicherweise zum Marktschirm. Dann steht er dort, wo vormals die schöne Blumenverkäuferin stand. Sonnenschirme TestWer gut versichert ist, muss sich über Kollateralschäden keine Sorgen machen. Doch was ist wenn nach zwei Jahren der Nutzung das Zugseil reißt? Der Seilzug, insbesondere wenn er mit Kurbel betätigt wird, gilt als Sollbruchstelle heutiger Stock- und Marktschirme. Nicht nur günstige Sonnenschirme aus dem Baumarkt verfügen über ein anfälliges Zugseil. Bessere Markenschirme halten kaum länger, lassen sich aber mittels Ersatz-Zugseil reparieren (vorausgesetzt man findet eine Reparaturanleitung). Doch am Service verdienen die Schirmhersteller kein Geld und so forcieren sie lieber den Neukauf. Um so erstaunter nahmen wir den schon einige Jahre zurückliegenden Sonnenschirm Test der Stiftung Warentest zur Kenntnis. Nur zwei der 15 getesteten Markt- und Ampelschirme, versagten in deren Dauertest. Die Kollegen der Stiftung Warentest hätten vielleicht mal ihre Sonnenbrillen abnehmen sollen, um das ganze Ausmaß unserer perfiden Wegwerfgesellschaft besser wahrnehmen zu können! In unserem Test zerbrachen 4 der 5 getesteten Holz-Sonnenschirme im Wind. Alu-Schirme, wenn auch nicht alle, vermittelten einen etwas windfesteren Eindruck.  Es rissen in unserem Sonnenschirmtest, die Zugseile fast aller Marktschirme mit Kurbel und Seilzug. Auch aufgrund persönlicher Erfahrungen und unabhängiger Erfahrungsberichte, konnten wir neben einem Pendelschirm, auch einen Push-Up Mittelmast-Sonnenschirm mit hohem UV-Schutz Faktor und guter Regenfestigkeit zum Testsieger küren.

Sinn und Zweck der Sonnenschirme

Verwendung  I  Anforderungen  I  Bauarten  I  Materialien  I  Test  I  Zubehör  I  Ersatzteile  I  Alternativen  I  Testsieger

Vor dem Kauf eines Sonnenschirms ist es nicht verkehrt, sich deren vielfältige Aufgaben vor Augen zu führen. Die Wahl des geeigneten Sonnenschirms hängt maßgeblich davon ab, wofür man ihn benötigt. Viele Gartenfreunde denken lapidar an den Schutz vor der Sonne, um sich nach dem Schirmkauf über ihre Gedankenlosigkeit zu ärgern. Durchmesser, Farbe, Stoff und Variabilität, müssen dem künftigen Sinn und Zweck entsprechen! Hier gilt es nicht nur die Hauptfunktion, sondern auch die "Bonusfunktionen" im Blick zu haben!

Schutz vor gleißendem Licht und brütender Hitze

Als Schattenspender heiß begehrt, schützt der Sonnenschirm vor Blendung und Hitzeschlag. Kaum ein Sonnenschirm, der hier im Test versagte. Lediglich bei flach stehender Sonne morgens und abends, machte sich bei einigen Marktschirmen im Test, das fehlende Knickgelenk negativ bemerkbar. Da helfen dann nur Schirmmütze und Sonnenbrille, möchte man sich beim Genuss der ersten Tasse Kaffee des Tages, Kopf- und Netzhaut nicht verbrennen. Kommen Sonne und Wind im Duett, erweist sich zudem die geringe Windfestigkeit instabiler Sonnenschirme als funktionseinschränkend. Was hilft der beste Sonnenschirm, wenn man ihn bei Wind und Sonne nicht aufspannen kann, weil Zerfetzung oder Umsturz drohen?! Auch wenn es nur um die Schatten spendende Wirkung geht, empfehlen wir den Kauf eines stabilen Marktschirmes mit Knickgelenk und dessen sichere Verankerung in einem schweren Schirmständer. Wer einen ungeschützten Südbalkon sein Eigen nennt, weiß sein Glück zu schätzen, aber auch die Kombination aus Sonne und Wind zu hassen. Er weiß genau, dass ein günstiger Sonnenschirm aus dem Baumarkt, in luftiger Höhe keinen Blumentopf gewinnen, wohl aber im Dutzend zerschlagen kann.

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Schutz vor UV-Strahlung

Früher hat kaum jemand daran gedacht. Es gab sogar Menschen die sich freiwillig unter eine Sonnenbank gelegt haben. Von denen lebt heute niemand mehr. Sind die Gefahren der UV-Strahlung seit Jahrzehnten bekannt, so sind die Menschen erst seit etwa 10 Jahren für dieses Thema sensibilisiert. Noch immer glauben viele Einfaltspinsel, blickdichte Kleidung und lichtundurchlässige Schirmbezüge, wären das beste Mittel gegen UV-Strahlung auf der Haut. Lacht die Sonne am Himmel, lacht sie über diese Menschen! Zwar sind Materialdicke und -dichte diesbezüglich durchaus von Vorteil, aber kein Garant für einen guten UV-Schutz. Die Sonne hat scharfe Augen und kann durch Schirme blicken, welche der Mensch als blickdicht erachtet. Ein spezielles Webverfahren unter Verwendung UV-abweisender Fäden sorgt ggf. dafür, dass die UV-Strahlen im Schirmbezug stecken bleiben. So gelangen sie vorerst nicht auf Opis Glatze, schädigen aber den Schirmbezug. Als weiteres UV-Schutz Verfahren, hat sich die UV-Schutzbeschichtung der Sonnenschirme etabliert. Beide Verfahren in Kombination angewendet, gewährleisten einen hohen UV-Schutz Faktor. Leider altert und verschleißt ein Schirmbezug recht schnell. Regen und UV-Strahlung schädigen Gewebe und Beschichtung. Windbewegungen dehnen den Stoff und reißen nicht sichtbare UV-Brücken in den Schirmbezug. Insbesondere dunkelfarbige Schirmbezüge, wiegen den künftigen Hautkrebs Patienten, alsbald in falscher Sicherheit. Möchten Sie sich einen Sonnenschirm kaufen, empfiehlt sich der Griff zu helleren Farben (Gelb, Beige, Grau). Ein weißer Schirmbezug täte zu schnell verschmutzen, böte aber den besten Schutz. Helle Farben reflektieren die schädlichen Sonnenstrahlen, während dunkle Farben UV-Strahlen absorbieren.

Sichtschutz und Schutz vor Totalüberwachung aus der Luft

Verfügt der Sonnenschirm über ein Knickgelenk, kann man ihn bedingt als Sichtschutz hernehmen. Wird ein Nachbar zu neugierig, zeigt man ihm den kalten Schirmbezug. Ist man von Spannern umzingelt, sollte man stattdessen die Hecke etwas höher wachsen lassen oder zum Pavillon greifen. Die eigentlichen Gefahren aber drohen heutzutage aus dem All (Satelliten), aber auch aus dem erdnahen Luftraum (Heißluftballons, Hubschrauber, Drohnen, Gleitschirmflieger und Skispringer). Fällt so ein Ding vom Himmel, kann der beste Sonnenschirm den Luftschutzkeller nicht ersetzen. Gehen wir auch nicht vom Schlimmsten aus, so verfügen doch sämtlich aufgezählte Flugobjekte, über hochauflösende Kameras mit Megazoom an Bord. Insbesondere sich Liebende oder per Haftbefehl Gesuchte, tun gut daran den Sonnenschirm etwas größer zu kaufen. Doch auch rechtschaffene und sittlich einwandfreie Gartenfreundinnen, möchten sich nicht in Kaffeetasse und Dekoltee blicken lassen. Kartendienste wie Google Earth dürfen an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Deren Kartenmaterial ist mittlerweile derart genau, dass Ihre Frau erahnen kann, mit wem Sie zum Zeitpunkt der Satellitenaufnahme, an der Kaffeetafel schnabuliert haben. Wenn Sie die Schirmspitze verspiegeln, schützen Sie mit etwas Glück Ihr gesamtes Grundstück vor ungewollter Veröffentlichung im Internet, denn die so reflektierten Sonnenstrahlen, blenden die jeweilige Spionagekamera, so dass im Umkreis von 30m, nur ein heller Fleck auf der Luftaufnahme zu erkennen ist. Leider gibt es derartiges Sonnenschirm Zubehör noch nicht zu kaufen. Eine halbe Discokugel auf dem Sonnenschirm bewirkt zwar Wunder, lässt sich aber vom Laien nicht einfach so befestigen.

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Schutz vor Regen

Nichts ist so romantisch wie ein lauer Sommerregen. Der lässt sich am besten unterm Sonnenschirm genießen, solange Blitz und Donner aus der Ferne grüßen. Soll der Sonnenschirm auch vor Regen schützen, muss er gleich mehrere Kriterien erfüllen. Sein Schirmbezug darf das Wasser nicht durchlassen. Nicht wenige Sonnenschirme lassen das Wasser, wenn auch in gesiebter Form, hindurch. Dies kann bei 30 Grad Außentemperatur ganz reizvoll sein, aber zumeist stellt es ein No-Go dar. Liest man im Datenblatt das Wort "Wetterfest", ist dies ein wertvolles Indiz für eine gegebene Wasserundurchlässigkeit, aber nicht unbedingt für eine Wetterfestigkeit. Zur Wetterfestigkeit gehört wiederum die Windfestigkeit, damit man den Schirm bei Wind und Wetter aufspannen kann, ohne sich und seine Lieben zu gefährden. Auch für den optimalen Schutz vor Regen, braucht es also einen windfesten und stabilen Sonnenschirm, verankert in einem schweren Schirmständer.
Zu guter Letzt darf der Schirmdurchmesser nicht außer Acht gelassen werden. Der Regen kommt nie senkrecht runter, sondern stets etwas von der Seite. Steckt der Sonnenschirm in einem 90cm Gartentisch, muss er schon einen Durchmesser von 3m zu bieten haben, möchte Mann sich seinen Bierbauch nicht an der Tischplatte reiben müssen, um so dem Wasser von oben zu entgehen. Leider schwindeln die Hersteller gerne ein wenig mit dem Durchmesser, indem sie ihn von Strebenspitze zu Strebenspitze messen. Je weniger Streben, desto geringer der tatsächliche Durchmesser, an den Seiten gemessen. Also den Sonnenschirm lieber etwas größer kaufen!

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Statussymbol Sonnenschirm

Manche Leute brauchen gar keinen Sonnenschirm. Sie wollen nur zeigen dass sie einen haben. Für Besserverdiener ist der Sonnenschirm ein Statussymbol, wie der Dacia Duster vor dem Haus oder die Ruhla Uhr am Handgelenk. Besitzorientierte Menschen legen besonderen Wert auf eine schöne Optik, aber auch auf eine hohe Stabilität. Nichts ist peinlicher, als ein umgefallener oder zerfetzter Sonnenschirm! Da zerreißen sich die Nachbarn schnell das Maul. Diese Neidhammel! Der Kauf im Sonderpostenmarkt verbietet sich also. Wer seinen Besitzstand zur Schau stellen möchte, weil sein Geist nichts anderes her gibt, tut gut daran ein paar Hunderter mehr zu investieren. Nur sollte er keinen Pendelschirm kaufen, weil er seinen Nachbarn damit suggerieren würde, "Sehet her, ich bin ein Berufspendler". Besser geeignet sind pompöse Ampelschirme oder Mittelmastschirme mit großem Durchmesser. Stock und Streben sollten weder aus Aluminium noch aus Holz, sondern aus hochfestem Kruppstahl bestehen. Natürlich braucht ein massiver 4m Sonnenschirm eine besonders sichere Verankerung! Bei der Farbwahl empfiehlt es sich, zu einer dezenteren Farbe zu greifen. Beige und Grau, sind die bevorzugten Farben der Millionäre, während der Pöbel Gelb und Grün bevorzugt. Die Intelligenz erwählt gerne ein dunkles Blau, um nicht anzuecken. Rote, grüne und besonders braune Sonnenschirme, sollte man mit Vorsicht genießen, um Andersdenkende nicht zu provozieren. Rosa Sonnenschirme verbieten sich von selbst, wenngleich man neuerdings quer durch die Bank heiraten darf. Der hohe Preis für sich genommen, ist leider keine Garantie für einen wertig anmutenden und dauerhaften Sonnenschirm. Aber dazu später mehr.

Den künftigen Standort beachten!

Insbesondere wenn der Mittelmastschirm im Schirmloch eines Gartentisches versenkt werden soll, gilt es zwei bis drei Dinge dringend zu beachten. Kleinere aber auch größere Gartentische, verfügen mitunter nur über ein 35mm Loch. Da passt ein 48er Stockschirm nicht hindurch. Glücklicherweise gibt es auch stabile 34er Sonnenschirme. Nur sollte man das Schirmloch vorher mal messen! Kauft man einen Gartentisch mit 48er Schirmloch, bekommt man in der Regel einen Adapter für 35er Sonnenschirme mitgeliefert. Den sollte man natürlich nicht verbumfiedeln!
Ein größeres Problem welches viele Gartenfreunde nicht bedenken, ergibt sich aus der Tischhöhe in Verbindung mit der "Traufhöhe" des geschlossenen Schirmes. Wer seinen Marktschirm im Tisch versenkt, möchte ihn natürlich auch schließen können. Hat der Gartentisch eine übliche Höhe von 73cm und der Rundschirm einen Durchmesser von 3m, sollte es diesbezüglich keine Probleme geben. Wir gehen dabei von einer Schirmhöhe von 2,50m und einer oberirdischen Verankerung aus. Sichert man den Stockschirm in einer Bodenhülse, reduziert sich dadurch auch die Traufhöhe! Quadratische oder rechteckige Sonnenschirme sind zumeist nicht für Gartentische geeignet, weil deren Streben viel weiter nach unten reichen. Sie ließen sich nicht schließen. Selbst wenn der Schirm gerade so zu geht, sitzt nicht selten die Kurbel zu tief. Eine gute Alternative stellen dann die Push-Up Rundschirme oder Marktschirme mit manuellem Seilzug dar. In jedem Falle sollte man die Sache vor dem Kauf durchdenken. Unser Marktschirm Testsieger bereitete diesbezüglich keine Probleme.
Als Drittes gilt es bei einer Tischversenkung auch den Schirmständer im Blick zu haben. Ohne Schirmständer geht es nicht, auch wenn er etwas leichter gewählt werden kann. Mitunter sind die Tischbeine so angeordnet, dass kein oder nur ein sehr flacher Schirmständer darunter passt. Prüfen Sie dies bitte bevor Sie Schirmständer und Sonnenschirm kaufen!

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Anforderungen an den Sonnenschirm

Verwendung  I  Anforderungen  I  Bauarten  I  Materialien  I  Test  I  Zubehör  I  Ersatzteile  I  Alternativen  I  Testsieger

Möchte ein Sonnenschirm in Test und Realität bestehen, sollte er gewisse Kriterien erfüllen. Die für unseren Sonnenschirmtest 2017 zugrunde gelegten Kriterien, lassen extravagante individuelle Anforderungen außer Acht.

Windfestigkeit und geringe Luftschallemissionen

Grundvorrausetzung für einen Sonnenschirm Testsieger 2017 ist dessen Standhaftigkeit bei Wind und Wetter. Nicht immer kann man dem Schirmständer die Schuld in das Schirmaufnahmerohr schieben, versagt der Sonnenschirm bei der leichtesten Briese. Stürzt er um, liegt es natürlich am zu spärlich bemessenen Schirmständer. Knickt aber der Stockschirm entzwei oder brechen dessen Schirmstreben in Folge einer Windböe kaputt, muss er sich an die eigene Schirmspitze fassen. Im Sonnenschirm Test 2017 wollen wir nicht nur die Stabilität von Stock und Streben bewerten, sondern auch das Geräuschverhalten der Stock- und Pendelschirme im Wind. Mutiert ein Marktschirm bei Windstärke 1 zum Radaubruder, weil sein Volant die Ruhezeiten nicht beachtet oder weil die Verbindungen und Gelenke des Stockes knarksen, kann er in unserem Sonnenschirm Test nicht zum Testsieger gekürt werden.

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Einfacher und dauerhafter Öffnungsmechanismus

Ein günstiger Sonnenschirm aus dem Baumarkt, verärgert oft mit seinem windigen Öffnungsmechanismus. Zwar lassen sich auch günstige Kurbelschirme einfach öffnen, aber nur solange deren Zugseil hält. In unserem Testbericht wollen wir die verschiedenen Öffnungsmechanismen der Sonnenschirme (Seilzug, Kurbel und Push-Up) hinsichtlich ihrer Funktionalität, aber auch bezüglich ihrer Dauerhaftigkeit hin überprüfen. All zu oft gilt es neuwertige Sonnenschirme zu entsorgen, weil nach zwei Jahren der Nutzung das Zugseil reißt. Handelt es sich dabei wirklich um Sollbruchstellen profitgieriger Hersteller oder doch eher um eine systembedingte Schwäche? Unser Sonnenschirm Test wird es zeigen und so oder so, einen Testsieger ohne Seilzug ausfindig machen. Gut erhaltene Marktschirme nach zwei Jahren der Nutzung entsorgen zu müssen, stellt eine ungeheuere Ressourcenverschwendung dar! Eine Reparatur bzw. ein Zugseil Austausch ist zwar theoretisch möglich, vom Laien aber kaum durchzuführen.

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Schutz vor Sonne und Regen

Der beste Sonnenschirm im Test, sollte sein auch Regenfest! Wir prüfen deshalb nicht nur Lichtundurchlässigkeit und Schutz vor UV-Strahlung, sondern auch die wasserabweisenden Eigenschaften der Schirmbezüge. Gilt ein hoher UV-Schutzfaktor heutzutage als Grundanliegen vieler Schirmkäufer, macht sich kaum jemand Gedanken über die Regenfestigkeit seines Neuerwerbs. Dabei kann es doch so schön sein, einen lauen Sommerregen unterm Mittelmastschirm zu genießen?! Wir wollen das Bewusstsein dafür schärfen und neben dem UV-Schutzfaktor auch die Regenfestigkeit der Schirmbezüge vergleichen. In unserem Sonnenschirm Test soll es uns auch um den seitlichen UV-Schutz Faktor gehen. Dieser liegt gemeinhin bei 0. Ähnlich wie bei Sonnenbrillen, muss man somit auch bei Sonnenschirmen den angegebenen UV-Schutzfaktor mit Vorsicht genießen. Im Vergleich zur Sonnenbrille macht der Sonnenschirm die Situation zumindest nicht schlimmer. Oder vielleicht doch?

Ansprechendes und dauerhaftes Design

Was ein schönes Sonnenschirm Design darstellt, entscheidet im Wesentlichen der Einzelne. Nur im Einzelfall, wenn Form- und Farbgebung die Funktion eines Marktschirmes negativ beeinflussen, werden wir dies kritisch und abwertend im Testbericht vermerken. Was ein dauerhaftes Design darstellt, entscheiden wir! Im Dauertest unter künstlicher UV-Strahlung, überprüfen wir die Farbbeständigkeit von Schirm, Stock und Melone. Insbesondere die Schirmstöcke lackierter Schirmgestelle, sehen alsbald recht schäbig aus. Auch die Schirmbezüge minderwertiger Baumarktschirme bleichen schneller aus, als das Zugband reißen kann. Das es auch anders geht, bewiesen uns einige wenige Marken-Sonnenschirme im Test. Diese behielten ihre positive Ausstrahlung bis zum Testende bei. Die besten Sonnenschirme 2017, so auch unsere Testsieger, taten sich durch hohe Farbbeständigkeit hervor.

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Bauarten der Sonnenschirme

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Ampelschirme / Pendelschirme / Freiarmschirme

Wie eine Ampel pendelt der Schirm frei unter einem Ausleger seitlich zum Masten. Die Verbindung zum Ausleger geschieht mittels Kugelgelenk. Entstanden ist die Idee zum Freiarmschirm in einer Zeit, wo man Pferdediebe mittels Galgen richtete. Als eine Pferdediebin im Tellerrock am Strick baumelte, bemerkte der Henker die schattenspendende Wirkung seines Werkes. Da die Frau den Rock nicht mehr benötigte, spannte er ihn über ein Flechtwerk aus Weidenruten und befestigte den ersten Sonnenschirm der Welt mittels Haken am Galgen. Der Galgenschirm gilt als Urform aller Sonnenschirme und somit auch als Vorläufer der Mittelmastschirme. Im Vergleich zum Marktschirm ist der Pendelschirm wesentlich windfester, vorausgesetzt er wurde gut verankert. Ist sein Schirm beweglich gelagert, schwingt er mit der Windböe, anstatt in ihr zu zerbersten. Ein weiterer Vorteil im Vergleich zum Stockschirm, ist die vollflächige Nutzbarkeit der Ampelschirme. Die Sonnenliege kann mittig unter dem Pendelschirm platziert werden, so dass der Schattenhungrige nicht nur vom Schattenwurf profitiert. Er genießt gleichermaßen Schutz vor Exkrementen aus Vögeln und Flugzeugtoiletten, wie auch vor der Engelsspülung. Seine Handhabung gestaltet sich im Vergleich zum Stockschirm etwas schwieriger. Aus Gründen der Stabilität erfordert er einen höheren Materialeinsatz. Dadurch ist der Ampelschirm im Vergleich zum Marktschirm merklich schwerer aber auch teurer.

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Stockschirme / Marktschirme / Mittelmastschirme

Auch hier wieder 3 Namen für ein und die selbe Sache. Nicht wenige Sonnenschirmkäufer verzweifeln auf der Suche nach dem Unterschied zwischen Stockschirm und Marktschirm, und greifen entnervt zum Mittelmastschirm. Im Vergleich zum Stockschirm, schützt der Marktschirm idealerweise einen Verkaufsstand auf dem Markt. Nimmt ihn der Budenbesitzer zum  Wochenende mit nach Hause, mutiert der Marktschirm zum Stockschirm. Ein mittiger Mast stützt den unbeweglich gelagerten Schirm. Deshalb nennen ihn Sprachkünstler auch Mittelmastschirm. Eine gleichermaßen treffende wie überkandidelte Bezeichnung für einen Stockschirm. Mittelstockschirme sind nicht zuletzt aufgrund günstigerer Anschaffungspreise, weiter verbreitet als Ampelschirme. Bekommt man einen guten 3m Marktschirm schon für unter 100 EUR, so zahlt man für einen gleich großen Ampelschirm in ordentlicher Qualität, mindestens 300 EUR. Der Stockschirm lässt sich in der Regel einfacher handhaben, denn sein Gewicht ist im Vergleich zum Pendelschirm deutlich geringer. In einem Gartentisch verankert, gereicht sein Mast nicht zum Nachteil, außer bei einer Partie Schach. Die mittleren 4 Felder müssten umgangen werden. Eine ganz besondere Herausforderung für den Schachfreund! Stock- bzw. Marktschirme hängen ihr "Fähnchen" nicht in den Wind. Wird der Druck einer Windböe zu groß, fällt der Schirm im Ganzen oder zerbricht in Teilen. Ein sogenannter Windablass in der Mitte des Schirmbezugs hilft dabei, die Gefahren durch Wind zu reduzieren. Das Windloch heutiger Sonnenschirme hat seinen Ursprung übrigens in der oberen Öffnung des Tellerrocks der armen Pferdediebin! Diese baumelte nämlich recht wild am Strick, hängte man sie doch bei Windstärke 10. Erst als man den Tellerrock von seiner Trägerin befreite, beruhigte sich das weit ausladende Beinkleid.

Seitenmastschirme / Halbschirme / Anlehnschirme

In unserem Sonnenschirm Test 2017 spielten sie keine Rolle. Anlehnschirme sind dem Mittelmastschirm näher als dem Ampelschirm, wenngleich sie die Vorteile beider Bauformen zu vereinen scheinen. In Wirklichkeit ist deren Einsatzgebiet nicht vergleichbar. Als Anlehnschirm übernehmen sie bedingt die Aufgaben von Markisen. Als provisorisches Vordach schützen sie Hauseingänge und Balkontüren vor Regen und Sonne. In der Praxis kommt es häufig zu Haushaltsunfällen, weil gedankenlose Hausfrauen am Mast zerschellen. Männer weichen gekonnt aus und stolpern über den Schirmständer zur Türe raus. Wie auf dem Foto postiert, der Halbschirm seinen Schrecken verliert! Für besonders kleine Balkone, stellen die halben Sonnenschirme keine schlechte Alternative dar. Eine Schutzwirkung ist oft nicht gegeben, außer die Sonne lacht senkrecht über den Streben. Dies ist nur im Hochsommer zur Mittagsstunde der Fall.

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Asia-Sonnenschirme im Fahrradspeichen Design

Als Sonderform der Mittelmast- und Ampelschirme, erfreuen sich die asiatischen Sonnenschirme wachsender Beliebtheit. Sie bringen zwei wesentliche Vorteile mit sich. Zum einen, und dass glauben viele Skeptiker nicht, sind die aus etwa 24 Fahrradspeichen bestehenden Asia-Schirme extrem stabil und eignen sich ohne weiteres auch für windanfällige Balkone. Zum anderen sind die Asiaschirme aufgrund der Anzahl ihrer Streben wirklich rund. Das heißt, wenn sie mit einem Durchmesser von 2,70m beworben werden, dann stimmt das auch. Ihr nutzbarer Durchmesser ist somit größer, als der tatsächliche Durchmesser gängiger 6-8 strebiger 3m Sonnenschirme. Wer denkt er braucht einen 3m Schirm, fährt mit einem 2,70m Asiaschirm in der Regel genauso gut! Den Falltest absolvierten die auch als chinesische oder japanische Sonnenschirme bekannten Asiaschirme am besten. Deren Millimeter dünne Streben sind sehr elastisch. Einzeln genommen halten sie zwar nichts ab, aber in ihrer Gesamtheit ergeben sie ein nahezu unzerstörbares Konstrukt. Andererseits hat auch die vom Asiaschirm getroffene Fensterscheibe, beste Überlebenschancen. Ist das Design wie fast immer reine Geschmackssache, so ist es unserer Meinung nach recht schnuckelig, aber keinesfalls zu tuffig. Nur in rosa sollte man(n) ihn sich nicht kaufen, weil er sonst für ein Hinterlader gehalten werden könnte. Natürlich rissen auch die Zugseile der Asia-Kurbelschirme im Test. Gibt es sie demnächst auch mit Push-Up Öffnungsmechanismus, könnten sie im Sonnenschirm Test 2017 den Testsieger stellen.

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Materialien der Sonnenschirme

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Holz-Sonnenschirme

Wich auch das Holz der Pappel, dem des Appel, so können wir die Holz-Sonnenschirme immer noch nicht empfehlen. Zwei Gründe gilt es dafür ins Felde zu führen. Aufgrund schlechter Qualitätskontrollen übersehen die Schirmmacher gerne Risse im Stamm. Der Käufer des Holz-Sonnenschirms sieht die Risse auf dem ersten Blick. Oft handelt es sich dabei nur um einen Schönheitsfehler, ähnlich dem des Astloches. Mitunter sind die Risse aber lang und tief, so dass es bei Wind zum Mastbruch kommen kann. Der zweite Grund vom Holzschirm abzuraten, resultiert aus den brüchigen Holzstreben. Trotzt ein gesunder Holzstamm auch stärkeren Böen, so haben die dürren Holzstreben den Naturgewalten nichts entgegenzusetzen. Sie brechen bei einer starken Böe explosionsartig weg. Nicht selten landen die Splitter im Auge des Betrachters. Dies ist nicht immer ein schaulustiger Nachbar! Im Test der Holzsonnenschirme ließ sich ruhigen Gewissens kein Testsieger finden. Zwar trotzen die besten Holzsonnenschirme dem Wind etwas länger, kommen aber nicht an die Stabilität besserer Metall-Sonnenschirme heran. Hybridsonnenschirme bestehend aus Holzstamm und Metallstreben, schnitten zwar im Test etwas besser ab, sind aber leider sehr teuer und trotzen nur teilweise dem Feuer.

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Alu-Sonnenschirme

Echte Aluminium Sonnenschirme sind leicht und trotzdem sehr stabil. Deren Anschaffung ist zu empfehlen, aber nicht bedingungslos. Auch hier sparen die Hersteller gerne am Material, um Preise unter 80 EUR realisieren zu können. Da wäre zum einen die unterschiedliche Aluminiumqualität, welche uns im Test entgegen schlug. Mit minderwertigen Zuschlagsstoffen gestreckt, fehlt es dem so gepanschten Aluminium an Elastizität und Festigkeit. Ein solch minderwertiger Alu-Sonnenschirm trotzt zwar auch dem Wind, sollte aber besonders gut verankert werden. Wird er gegen eine Hauswand gedrückt oder zu Boden geworfen, verbiegen seine Streben irreparabel. Dies ist besonders dann der Fall, fällt der Schirm mit leichtem Drall. Eine weitere Kostenersparnis ergattern sich die Schirmmacher, indem sie die Zahl der Streben reduzieren. Sind die einzelnen Streben stark genug und wird eine kritische Anzahl an Schirmstreben nicht unterschritten, bleibt der Testsieger Titel trotzdem in Reichweite. Gutes Aluminium hat seinen Preis, und so entspringen die besten Alu-Sonnenschirme nicht dem Sonderpostenmarkt. Auch wer seinen Aluschirm im Baumarkt kaufen möchte, sollte ihn sich nicht nur gut anschauen. Wir empfehlen diesbezüglich folgenden Test: Lässt sich die einzelne Alustrebe per Hand verbiegen und federt sie nicht wieder in ihre Ausgangslage zurück, ist der Sonnenschirm kaputt. Setzen Sie Ihren Test an einem anderen Schirmmodel fort, damit Ihnen das Baumarktpersonal keine Absicht unterstellen kann!

Sonnenschirme aus Trompetenblech

Kauft man sich seinen Sonnenschirm für 19,95 EUR im Sonderpostenmarkt, besteht er in der Regel aus Trompetenblech mit kleinen Schmunzelfehlern. Kann man die Schmunzelfehler zumeist vernachlässigen, so fehlen dem Sonnenschirm aus Trompetenblech jegliche Abwehrkräfte. Er rostet quasi, während er fällt. Unten angekommen, kann man ihn zusammenkehren. Rostet er nicht sofort, weil er mit einer dünnen Farbschicht überzogen wurde, so bleicht sein Mast geringfügig schneller aus, als sein Schirmbezug. Manchmal gibt er sich auch dem Schirmbezug geschlagen. Einen brauchbaren UV-Schutzfaktor können diese Billigschirme nicht aufweisen, denn wenn schon bei der Produktion gespart wird, dann konsequent. In Anbetracht der günstigen Preise, muss man derlei Billig-Sonnenschirme nicht gänzlich verteufeln. In einer windgeschützten Ecke im Schrebergarten, erfüllt auch er einige Monate seinen Dienst. Wird er von Vandalen deformiert oder von Metalldieben abtransportiert, hat man 19,95 EUR zugesetzt. Na und? Auch die Weißblech Sonnenschirme sind recht leicht und lassen sich trotz gerissenen Zugseils öffnen. Natürlich hatten diese vermeintlich günstigen Wegwerfschirme keine Chance im Sonnenschirm Test 2017. Spielt auch der Preis bei unserer Testsieger Findung stets eine Rolle, so geht letztendlich nichts über die Qualität. Obwohl wir uns nicht zu den Ökofritzen zählen, darf eine verantwortungslose Ressourcenverschwendung nicht durch uns gefördert werden.

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Der Sonnenschirm Test im Detail

Verwendung  I  Anforderungen  I  Bauarten  I  Materialien  I  Test  I  Zubehör  I  Ersatzteile  I  Alternativen  I  Testsieger

Im Sonnenschirm Test 2017 konzentrierten wir uns auf Rundschirme mit Durchmessern zu 2,70m, 3,00m, 3,30m, 3,50m und 4m. Insgesamt 39 Sonnenschirme, darunter 28 Marktschirme mit Eignung für Schirmlöcher in Gartentischen  und 11 dekadente Ampelschirme für Besserverdiener, stellten sich unserem Vergleich. Bei unserer Kürung der Sonnenschirm Testsieger gehen wir vom 0815 Gartenfreund aus, welcher 2x täglich den Schirm aufspannt, um an einem 0815 Gartentisch Platz zu nehmen. Aus alter Gewohnheit heraus, tut er dies bei Wind und Wetter, von März bis Oktober. Im Dauertest simulierten wir eine Einsatzdauer von drei Gartensaisons zu je 8 Monaten. Knapp 1000x galt es die Stock- und Pendelschirme im Dauertest zu öffnen und zu schließen, um deren Haltbarkeit nachzuweisen. Die umweltbedingte Alterung simulierten wir mittels künstlicher UV-Strahlung, starker Ventilatoren und erhöhter Luftfeuchtigkeit. Ein kurz vor der Sanierung stehendes Hallenbad, diente uns im Frühjahr 2017 als Testumgebung.

1. Montage und erster Eindruck

Sowohl teure als auch günstige Stockschirme, kommen in der Regel zweigeteilt zur Auslieferung. Unterstock und Oberstock mit Schirm, gilt es vom Käufer zu verbinden. Die Hälften der Holzsonnenschirme werden zu diesem Zwecke zusammen geschraubt. Metallsonnenschirme werden ineinander gesteckt und mittels Federnase verzapft. Die weitere Endmontage beschränkt sich auf das Verankern in Schirmständer oder Bodenhülse.
Wer glaubt dass eine solche Montage stets reibungslos vonstatten gehen sollte, war nicht Zeuge unseres Sonnenschirm Testberichtes. Vier Holzsonnenschirme und zwei Alusonnenschirme ließen sich nicht oder nur durch Nachbearbeitung ihrer Stämme montieren. Bei den Holzschirmen war jeweils das Gewinde vergriesgnaddelt. In einem Falle konnten wir es mit Gewalt in Form bringen. Bei den zwei Metall-Schirmen schien der Unterstock nicht zum Oberstock zu passen. Mittels Säge konnten wir zwar die Garantie beenden, nicht aber die Endmontage. Im Übrigen darf man sich nicht wundern, wenn selbst der Unterstock höherwertiger Metall-Sonnenschirme, aus minderwertigem Trompetenblech besteht. Es ist zu einer generellen Unsitte einiger Schirmhersteller geworden, den Unterstock im Vergleich zum Oberstock, aus einem deutlich günstigeren Metall oder unter geringerem Materialeinsatz herzustellen. Das kann bei starken Windböen zur Katastrophe führen, denn am Unterstock ist die Hebelwirkung am größten.
Grundsätzlich sind wir mit dem Testergebnis dieser ersten Testdisziplin grenzwertig zufrieden. Bei den Ausfällen handelte es sich um Wühltischsonnenschirme aus Super-, Sonderposten- und Baumärkten, im Preisbereich zwischen 29,95 und 69,95 EUR. Die höherpreisigen Marktschirme verkniffen sich derlei Ausfälle und hinterließen auch optisch einen besseren Eindruck. Insbesondere günstige Holz-Sonnenschirme übertrieben es mitunter mit ihren Schmunzelfehlern. Unschöne Risse im Stamm, Astlöcher und fehlende Schrauben, erwiesen sich im Test noch als die harmlosesten Fehler. In zwei Fällen stand der Holzstamm nicht gerade. Der Fehler lag jeweils im schief am Stamm aufgesetzten Gewinde, so dass beide Hälften nicht gerade verschraubt werden konnten.
Merklich besser konnten sich die Ampelschirme im Test behaupten. Der Fairness halber sei hinzugefügt, dass wir nur hochpreisige Freiarmschirme zum Test zuließen. Bei Pendelschirmen macht es wirklich keinen Sinn, zu einem günstigen Angebot zu greifen. Damit der Ampelschirm die einseitige Lastverteilung dauerhaft ertragen kann, sind eine stabile Konstruktion und ein massiver Materialeinsatz vonnöten. Natürlich kamen im Ampelschirm Test nur Freiarmschirme aus Metall zum Einsatz. Einzig ein Schirmbezug hätte aufgrund seiner unsauberen Verarbeitung das Prädikat 2. Wahl verdient. Dass die Schirmbezüge vieler Stockschirme mit kleinen Schmunzelfehlern behaftet waren, hat uns so wenig  verwundert, dass wir fast vergessen hätten, den Fakt zu erwähnen. In keinem Falle war dadurch die Funktion beeinträchtigt.

1.1 Tatsächlicher Schirmdurchmesser

Hierbei geht es nicht um eine Randnotiz im Sonnenschirm Test 2017. Die Angabe des Schirmdurchmessers unterliegt keiner Norm und so treiben die Hersteller ganz schön Schindluder damit. Lässt ein Rechteckschirm wenig Raum für Übertreibungen, so messen die Hersteller den Durchmesser der Rundschirme, an deren größten Stelle. Misst ein Schirm von Strebenspitze zu Strebenspitze 3m, so misst er dazwischen mitunter nur 2,60m. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied, welcher sich spätestens beim ersten Regenschauer bemerkbar macht. Je weniger Schirmstreben, desto größer die Differenz. Am besten haben uns diesbezüglich die Asia-Sonnenschirme gefallen, deren Schirmkronen aufgrund der hohen Anzahl an Streben, nahezu rund erscheinen. Ausgerechnet die Asiaschirme bekamen wir nur mit Durchmessern von 2,70m zu Gesichte, so dass sie letztendlich auch keine größere Fläche abdeckten. Lediglich die Ehrlichkeit der Durchmesserangaben in den Datenblättern und Produktbeschreibungen gilt es zu loben.
Einige Hersteller spannten ihre Schirme zwecks Durchmesserbestimmung weiter auf als normal möglich, um so aus einem 2,50m Sonnenschirm, einen 3m Marktschirm zu machen. So geht es natürlich nicht! Wir benoteten deshalb zwei Stockschirme mit der Note Mangelhaft und drückten bei 13 Sonnenschirmen mit je 6 Streben beide Augen zu. Bei den Marktschirmen mit 8 Streben, genügte die Schließung eines Auges.
Auch hier schneiden die wertigeren Freiarmschirme besser ab, da sie für gewöhnlich eine höhere Anzahl an Streben aufweisen. Für vier der getesteten Ampelschirme gab es leichte Abzüge, weil deren Hersteller den Durchmesser etwas aufgerundet haben.

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2. Die Wetterfestigkeit der Sonnenschirme im Test

Ein ernstes Kapitel und eine Testdisziplin mit hoher Wertigkeit bei der Endabrechnung zur Testsieger Bestimmung, stellt die Wetterfestigkeit der Sonnenschirme dar. Selbstverständlich verankerten wir die Sonnenschirme unumstößlich, denn stürzt ein Markt- oder Freiarmschirm zu Boden, weil der Schirmständer zu leicht gewählt wurde, kann man ihm das nicht verübeln.

2.1 Windbeständigkeit

Bei der Bestimmung der Windfestigkeit, ging es uns um die Verwindungssteife, um die Haltbarkeit der Schirmstreben bei mittelstarken Böen und auch um den Geräuschpegel. Letzterer darf nicht verharmlost werden! Bis vor wenigen Jahren galten Volants als schick und unabdingbar. Moderne Sonnenschirme verzichten heute darauf. Der einzige Zweck der Volants erstreckt sich auf die Erzeugung von Lärm. Selbst bei leichten Briesen fangen sie an zu schlackern, um Aug und Ohr zu nerven. Sonnenschirme mit Volant, hatten im Test einen schweren Stand!
Haben die Verbindungen von Unterstock, Oberstock und Schirm, aber auch das Knickgelenk mehr oder minder leichtes Spiel, wird der Lärm auch hier zuviel. Knarren, knarksen und quietschen gehörten leider zum Standardrepertoire der Sonnenschirme im Test. Nur zwei Stockschirme, darunter der spätere Testsieger, vermochten sich an die Ruhezeiten zu halten. Interessanterweise spielte der Stockdurchmesser im Test kaum eine Rolle. Auch ein 48er Sonnenschirm kann verdammt nervig agieren, sind es doch die Verbindungen und Knickgelenke, welche für den Geräuschpegel sorgen.
Ein 48mm Stock ist in anderer Hinsicht von Vorteil. Im Vergleich zum 34er Sonnenschirm, kann er die Windlast auf eine größere Fläche verteilen. Dies verschafft ihm theoretisch eine größere Stabilität und Dauerhaftigkeit. Beides hängt natürlich auch vom Material ab. Sämtliche Holz-Sonnenschirme im Test, verfügten über einen 48mm Stamm, während viele Alu-Schirme mit 34mm bzw. 35mm Stock daher kamen. Dies ist in der Regel auch recht sinnvoll. Ein 34mm Holzschirm täte im Wind brechen, während ein 34mm Aluschirm allein schon aufgrund seiner Leichtigkeit viel geringere Kräfte zu ertragen hat. Lediglich bei größeren Schirmdurchmessern jenseits der 4m, erachten wir 48er Metallstöcke als sinnvoll und notwendig. Drei der getesteten Metall-Sonnenschirme versuchten mit einem 48mm Stamm zu beeindrucken, schafften es aber nicht, denn deren Hersteller setzten auf Trompetenblech. Es ergab sich daraus weder ein Vorteil noch ein Nachteil. Kleinere Kunststoffgartentische verfügen oft nur über ein 35mm Schirmloch. Dann hätte man natürlich den Salat.
Bei den Schirmstreben gab es denn nun doch beachtliche Unterschiede im Testbericht zu vermerken. Als gänzlich ungeeignet erwiesen sich sämtliche am Test teilnehmenden Holz-Sonnenschirme. Standen deren Stämme auch wie Eichen im Sturm, so zerbrachen deren Holzstreben schon bei vereinzelten Böen. Stürzt ein schlecht verankerter Holzschirm um, sind seine Streben nicht krumm, sondern entzwei. Alustreben versprechen eine weitaus höhere Wind- und Fallfestigkeit. Selbst stärkere Windböen können den Metallstreben nichts anhaben. Ist das Metall von minderer Qualität, kann eine Alustrebe jedoch bei einem Sturz verbiegen und bei Rückbiegung zerbrechen. Als nahezu unkaputtbar haben sich im Test die "Fahrradspeichen" der Asiaschirme bewährt. In ihrer Gesamtheit trotzen sie dem Wind am besten und verdauen auch schwere Stürze.
Freiarmschirme deren sichere Verankerung besonders wichtig ist, meisterten auch diesen Test mit Bravur. Alle standen im Winde stur. Ein bisschen Lärm verursachten sie schon, aber im erträglichen Maße. Der höhere Materialeinsatz machte sich auch hier wieder bezahlt. Was ein günstiger Ampelschirm aus dem Baumarkt ausgehalten hätte, können wir nicht sagen. Der einfache unterbezahlte Arbeiter, möge nicht zum Pendelschirm greifen!

2.2 Regenfestigkeit

Lässt man sich auch ganz gerne mal die Sonne auf den Pelz brennen, so stört der Regen doch ungemein, insbesondere wenn er den Kaffee streckt. Aus diesem Grunde erachten wir den Schutz vor Regen, als zweite Hauptfunktion der Sonnenschirme. Bessere Stock- und Ampelschirme kommen deshalb mit einem wetterfesten Schirmbezug zur Auslieferung. Besteht dieser aus Polyester mit einer PU-Beschichtung, reflektiert er nicht nur die UV-Strahlen, sondern lässt auch die Regentropfen abblitzen, nicht aber die Blitze abperlen. Bei einem Gewitterregen, sollte deshalb auch der beste Sonnenschirm gemieden werden. Kommt der Regen ohne Strom, kann er unter 30 der 39 getesteten Markt- und Pendelschirme genossen werden, so sich deren Durchmesser als ausreichend erweist. Die übrigen neun Sonnenschirme lassen nur das Gute vom Regen hindurch und filtern das Saure heraus. Da wir im Sonnenschirm Test 2017 nicht die Wasserqualität zu bewerten hatten, galt es an dieser Stelle 8 Marktschirme und einen Freiarmschirm abzuwerten. Deren Regendurchlässigkeit ist im Übrigen auch ein Indiz für einen schlechten UV-Schutzfaktor!
Nicht nur die Regendurchlässigkeit sondern auch der Wasserdruck kann dir den Bohnenkaffee verhageln! Prasselt der Regen unaufhörlich und mit Nachdruck hernieder, kann er die Schirmkrone in die Knie zwingen. Schirmstreben können verbiegen und sogar brechen, denn zum Wasserdruck kommen oft auch Windböen hinzu. Wird es deshalb all zu heftig, tun Gartenfreunde gut daran, ihre Sonnenschirme zu schließen. Schlechte Schirme weil sie sonst kaputt gingen und gute Schirme weil es Schade wäre, gingen sie kaputt.

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3. Sonnenschirme im Dauertest

Wohl die interessanteste Disziplin im Sonnenschirmtest 2017, ist unserer Meinung nach der Dauertest. Dementsprechend hoch wird das Resultat im Testergebnis angerechnet. Er offenbart uns die viel zu kurze Nutzungsdauer vieler Sonnenschirme und zeigt deren Sollbruchstellen auf. Um den optischen und funktionellen Verfall der Markt- und Pendelschirme beurteilen zu können, simulierten wir eine Einsatzdauer von 3 Gartenjahren. Während einige Freiarmschirme diesen Test bei voller Funktion überstanden, tendierte der Wiederverkaufswert der meisten Mittelmastschirme zum Testende hin gegen Null.

3.1 Zugseile

Im Dauertest wird einem klar, dass alles andere unwichtig ist, wenn das Zugseil reist. Derart in jungen Jahren kastrierte Sonnenschirme stehen da wie eine Eins, können ihre gesellschaftlichen Pflichten aber nicht mehr erfüllen. Und es traf nahezu alle mit Kurbel und Seilzug betriebenen Stockschirme zwischen dem 2. und 3. Standjahr. Kommen einige Fehlbedienungen hinzu, wodurch das Zugseil besonders strapaziert wird, kann auch schon während der 1. Saison Schluss sein. Letzteres simulierten wir in einem separaten Test. Dreht man zu ruckartig oder über den max. Öffnungspunkt hinaus, leiert das Zugseil unmerklich aus. Ist dieses noch nicht durch Witterungseinflüsse geschwächt, macht es so einiges mit, nimmt aber jedes Mal einen kleinen Schaden. Sich summierende Kleinschäden, führen dann zum Schirmtot.
Unserer Meinung nach ist das leidige Zugseil Phänomen kein unabdingbares konstruktives Problem, denn bei den Apelschirmen hielten die Zugseile deutlich länger. Bei den teuren Pendelschirmen sparen die Hersteller nicht am Zugseil. Die Seilzüge der Freiarmschirme sind deutlich robuster. Nicht ohne Grund nennt man sie auch Galgenschirme. Die gleichen Zugseile nutzen die Iraner, um ihre Delinquenten mittels Lastenkran vorsichtig in die Luft zu heben. Von dort oben haben sie einen guten Ausblick auf die Schaulustigen und brauchen keine Angst zu haben, sich bei einem Sturz das Genick zu brechen.
Zusammenfassend möchten wir feststellen, dass die Hersteller der Mittelmastschirme, unter Verwendung minderwertiger Zugseile, den frühen Schirmtot ihrer Produkte billigend in Kauf nehmen, um den kontinuierlichen Schirmabsatz nicht in Frage zu stellen. Hier geht es auch nicht darum die Produktionskosten um 4 Pfennige zu drücken, denn ein Sonnenschirm für 69,99 EUR verkauft sich genau so gut wie einer für 69,95 EUR. Zugseile sind unserer Meinung nach Sollbruchstellen der Hersteller. Scheinheilig verkaufen diese mitunter günstige Ersatzzugseile, um die Möglichkeit einer Zugseil Reparatur vorzugaukeln, welche dem Normalbegabten nie und nimmer gelingen würde.
Dieses unseriöse Geschäftsgebaren muss man dank der neuen Push-Up Sonnenschirme nicht länger mitmachen! Alle am Test teilnehmenden Push-Up Marktschirme überstanden unseren Dauertest unbeschadet, so dass von einer mindestens 3-jährigen Nutzungsdauer ausgegangen werden kann. Selbiges können wir trotz verbauter Zugseile, über die am Test beteiligten Ampelschirme in Aussicht stellen. Für günstige Pendelschirme unter 250 EUR gilt unsere Aussage jedoch nicht, denn diese haben wir nicht getestet.

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3.2 Tatsächlicher UV-Schutzfaktor der Sonnenschirme

Was der angegebene UV-Schutzfaktor in der Realität zu leisten vermag, offenbart sich erst in einem Dauertest. Tatsächlich lügen nur sehr wenige Hersteller, geht es um die Angabe des UV-Schutzfaktors im Datenblatt. Ist der Sonnenschirm neu, dies haben unsere Messungen ergeben, stimmt der im Datenblatt angegebene Wert in 8 von 10 Fällen mit der Realität überein. Zwei der 39 getesteten Sonnenschirme konnten schon zu Beginn des Testberichtes, ihre Versprechungen nicht annähernd einhalten. So wurde in einem Falle ein UV-Schutz 50+ zu 15+, bzw. ein "Gut" zu "Mangelhaft" und in einem weiteren Falle, 80+ zu 50+, bzw. ein "Sehr Gut" zu "Befriedigend". Sechs weitere Markt- und Ampelschirme galt es geringfügig abzuwerten.
Hierbei geht es wohlgemerkt um den UV-Schutz von oben. Dass die Sonnenschirme keinen UV-Schutz von der Seite bieten, ist zwar einerseits klar wie Kloßbrühe, aber andererseits scheint es kaum jemand zur Kenntnis zu nehmen?! Selbst der beste Sonnenschirm bietet keinen 100-prozentigen Schutz vor den tödlichen Strahlen der Sonne. Man sollte es aber mit der Panikmache auch nicht übertreiben!
Der Dauertest brachte ein viel größeres Problem ans UV-Licht. So altert nicht nur die Haut darunter, sondern viel schneller noch der Schirmbezug. Optisch äußert sich dies im Ausbleichen. Hier sind einige Hersteller schon etwas weiter als andere. Wer sich einen Stockschirm für unter 50 EUR aus dem Baumarkt holt, hat sehr bald einen bleichen Schandfleck auf dem Grundstück stehen! Erst ab etwa 80 EUR aufwärts sehen sich die Hersteller dazu in der Lage, ihre Schirmbezüge mit dauerhafteren Farben zu versehen. Eine entsprechende UV-Schutzbeschichtung trägt dazu bei. Womit wir beim Thema wären. Denn anders als die nachlassende Farbfrische, ist der schwindende UV-Schutzfaktor kein kosmetisches Problem. Eben diesen UV-Schutzfaktor killt zum Teil die Sonne. Die gnadenlos herunter brennende Sonne strapaziert das Gewebe und auch dessen UV-Beschichtung. Beides nutzt sich ab und wird durchlässiger. Ein weiterer Aspekt kommt erschwerend hinzu. Windbewegungen strapazieren das Gewebe zusätzlich. Sieht man die so entstehenden UV-Brücken auch nicht mit dem Auge, so kann man sie doch messen. Im Testverlauf reduzierte sich der Eingangs verbriefte UV-Schutzfaktor im Schnitt um 10% pro simulierter Saison. So wurde im schlimmsten Falle aus einem UV-Schutz-Faktor von 80+, ein UV-Faktor von 50+. Immer noch ein guter Wert! Wenn aber ein 25+ Sonnenschirm (gerade noch ausreichend) binnen dreier Jahre 20% seiner Schutzwirkung verliert, gilt es sich warm anzuziehen. Leider bekommt man von dem Dilemma nichts mit und wird ohne es zu merken zum Krebskandidaten.
Nur 8 der 39 getesteten Stock- und Ampelschirme verfügten gegen Testende über einen tatsächlichen UV-Schutzfaktor von 50+. Diesen erachten wir als angemessen. Unter einen 25+ oder gar 15+ Sonnenschirm, sollte man sich nur für wenige Minuten täglich (eine Tasse Kaffee) aufhalten. Dreizehn Schirme verfügten über diesen Faktor von Anfang an. Das ist nicht mehr zeitgemäß, aber bei dem Preisdruck auch nicht verwunderlich!
Unser Tipp: Aufgrund des nachlassenden UV-Schutzes lohnt sich alle 2-3 Jahre einen neuen Schirmbezug zu kaufen. Möglicherweise empfiehlt es sich, den Ersatz-Schirmbezug gleich bei Anschaffung des Schirmes hinzu zu kaufen?! Nach 3 Jahren gibt es vielleicht keine mehr. Andererseits sollte man aufgrund der Zugseil-Problematik, nicht zu viele Schirmbezüge auf Vorrat kaufen.

˃˃   unsere Testsieger...  ˂˂

3.3 Vorher / Nachher Vergleich

Dauerte unser Test auch nur 3 Monate, so malträtierten wir die Sonnenschirme dermaßen, dass sie dabei um 3 Jahre gealtert sind. Feuchtigkeit, UV-Strahlung, Luftbewegungen sowie 1000 Öffnungs- und Schließungsvorgänge, sorgten bestenfalls für ein mehr oder minder großes Nachlassen der Optik. Stämme blichen aus und auch die Schirmbezüge verloren an Farbsättigung. Der UV-Schutzfaktor ließ messbar nach. Auch die Push-Up Sonnenschirme blieben von derlei Alterungserscheinungen nicht verschont. Sonnenschirme sind extremsten Witterungsbedingungen ausgesetzt, und so sollte man sich über derlei Lappalien nicht ärgern. Stattdessen sollte man sich wundern und ein Fass aufmachen, wenn der Sonnenschirm nach 3 Jahren überhaupt noch funktioniert. Während am Testende noch 9 der 11 gestarteten Ampelschirme ohne Einschränkungen verwendbar waren, galt dies nur für 5 der 28 zum Test angetretenen Stockschirme. Gerissene Zugseile, gebrochene Streben und verbogene Unterstöcke, zeichneten sich in genannter Reihenfolge, für den vorzeitigen Schirmtod verantwortlich. Wir erachten dies als trauriges Testergebnis und Folge aus dem Ruder gelaufener Gewinnmaximierungszwänge, global agierender Sonnenschirm-Konzerne. Der konkurrenzbedingte Kostendruck tut sein Übriges.
Normal aber in seiner Intensität von Schirm zu Schirm verschieden, ist das sichtbare Nachlassen der Sonnenschirmjugend. Bleibt der Sonnenschutz auch von Fältchen und Krampfadern verschont, so wird sein Antlitz kontinuierlich blasser und sein Gestänge immer klappriger. Namenlose Sonnenschirme aus den Sonderposten- und Baumärkten altern sichtlich schneller. Bleibt deren Funktion mitunter genau so lange wie bei Markenschirmen erhalten, so bleichen deren lackierte Trompetenblech-Masten und deren zumeist unbeschichteten Schirmbezüge, in Windeseile aus. Die billigen Farben haben der UV-Strahlung nichts entgegenzusetzen. Auch der Mensch darunter altert doppelt so schnell, wie unter einem Markenschirm. Keinesfalls ist es diesbezüglich notwendig, mehrere 100 EUR für den Stockschirm Kauf in die Hand zu nehmen. Der hohe Preis ist keine Garantie für einen guten Sonnenschirm. Der niedrige Kaufpreis hingegen, ist zumeist ein Garant für eine schlechte und kurzlebige Schirmqualität. Ein Sonnenschirm Testsieger kann 80 EUR kosten, während man zum gleichen Preis auch eine Krücke bekommt.

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4. Unser Fazit zum Sonnenschirmtest 2017

Im Ergebnis des Sonnenschirm Testberichtes 2017, gilt es ein zweigeteiltes Fazit zu ziehen. Die zum Test hinzugezogenen Ampelschirme des oberen Preissegmentes, überzeugten mit wertigen Materialien, guter Verarbeitung und langer Haltbarkeit. Hätten wir wie bei den Marktschirmen auch Pendelschirme des unteren Preissegmentes zum Test zugelassen, wären wir sicher zu einem anderen Testergebnis gekommen.
Im Vergleich der Marktschirme trat ein durchwachseneres Testergebnis zutage. Hier bedienten wir uns bei der Wahl der Testkandidaten, in allen Preiskategorien. Grundsätzlich mussten wir feststellen, dass die Qualität der Stockschirme, im Vergleich zum Sonnenschirm Test 5/2010 der Stiftung Warentest, deutlich nachgelassen hat. Erkennbar wurde dies in unserem Dauertest, welcher die Sollbruchstellen der Schirme, aber auch die aus den Sparzwängen resultierenden Materialeinsparungen offenbarte. Die Haltbarkeit heutiger Marktschirme beträgt im Schnitt 1,6 Jahre. Oft sind es Pfennigartikel wie Zugseile oder Streben, welche dem Sonnenschirm den Rest geben. Sind zumindest für die Markenschirme entsprechende Ersatzteile verfügbar, so rechnet sich der zeitliche Reparaturaufwand in keinem Falle. Im Schrott landet ein fast neuer Schirm, bei dessen Herstellung nicht wenige Ressourcen verbraten wurden. Schnitten die teuren Stockschirme auch deutlich besser ab, so beinhalten auch sie die typischen Sollbruchstellen, um den Wirtschaftskreislauf bei Laune zu halten. Umgehen kann man die gerissenen Zugseile nur, indem man von Anfang an darauf verzichtet. Push-Up Sonnenschirme sind leicht zu öffnen und zu schließen. Push-Up heißt das Zauberwort 2017. Es gibt Push-Up Motorhauben, Push-Up Kofferraumklappen, Push-Up Bikinis und folgerichtig nun auch Push-Up Sonnenschirme. Daran ist nichts Verwerfliches!

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Sonnenschirm Zubehör

Verwendung  I  Anforderungen  I  Bauarten  I  Materialien  I  Test  I  Zubehör  I  Ersatzteile  I  Alternativen  I  Testsieger

Der Markt stellt unabdingbares, weniger notwendiges und sinnfreies Zubehör für den Sonnenschirm bereit. Es gibt Accessoires für Mast- und Ampelschirme, von denen der Gartenfreund noch nie etwas gehört hat. Nicht selten aber kommt er auf den Geschmack, wenn er von deren Existenz erfahren hat. Im Sonnenschirm Test 2017, gilt es nun verfügbares Zubehör, auf Funktion und Qualität zu prüfen.

Schirmständer

Wer den Schirmständer nicht ehrt, ist den Sonnenschirm nicht wert. Der Sonnenschirmständer ist die bessere Hälfte des Sonnenschirms und somit unabdingbares Zubehör, es sei denn man erwählt stattdessen eine Bodenhülse.
Die Frage ist deshalb nicht, ob man einen Sonnenschirmständer benötigt, sondern welchen Schirmständer man kaufen sollte. Gewicht und Durchmesser spielen bei der Wahl des geeigneten Schirmständers eine übergeordnete Rolle. Form und Höhe des Ständers keine Untergeordnete! Höhe und Form der Schirmverankerung sind wichtig, möchte man sie unter einem Gartentisch platzieren. Ein mit Wasser oder Sand zu füllender PVC-Ständer ist oft dermaßen voluminös, dass er nicht nur voll peinlich aussieht, sondern zwischen den geschwungenen Beinen eines kleinen Rundtisches keinen Platz findet. Hier gilt es in Abhängigkeit des vorhandenen Tisches, einen filigraneren Granitständer oder Schirmständer aus Gusseisen zu kaufen. Dieser muss kein all zu großes Gewicht auf den maroden Balkon bringen, da der Balkontisch den Sonnenschirm zusätzlich stabilisiert. Bei einem frei stehenden Sonnenschirm ist eine höhere Schirmaufnahme durchaus von Vorteil. Je höher das Aufnahmerohr, desto knackiger steht der Schirm im Wind. Er wackelt weniger und der Winddruck wird auf einen größeren Mastabschnitt verteilt.
Noch wichtiger als die Höhe der Schirmaufnahme, sind bei einem freistehenden Sonnenschirm, Gewicht und Durchmesser seines Schirmständers. Eine Faustregel besagt, dass sein Gewicht 10kg pro Meter Schirmdurchmesser betragen sollte. Sein Durchmesser ist mit 20cm pro Meter Schirmdurchmesser mehr als ausreichend bemessen. Ein schwerer Sonnenschirm-Ständer erfüllt seinen Zweck nur dann, wenn er auch über den empfohlenen Durchmesser verfügt.
Geiz ist beim Kaufen des Schirmständers kein guter Charakterzug. Kauft man einen billigen PVC-Schirmständer, so lässt sich der Sonnenschirm nur halbherzig darin befestigen, da die nötigen Feststellschrauben fehlen. PVC-Ständer besitzen stattdessen einen Spannring, welcher mit seiner Aufgabe hoffnungslos überfordert ist. Fegt eine Böe unter den Stockschirm, wird dieser aus dem Kunststoffständer gehoben, fliegt weg und mutiert  im Stadtzentrum gelandet, zum Marktschirm.
Ein guter Sonnenschirmständer, egal ob aus Gußeisen, Granit oder mit Gehwegplatten beschwert, verfügt über zwei Feststellschrauben. Eine einzelne Feststellschraube vermag es zwar den Schirm am Fortfliegen zu hindern, kann ihn aber nicht stabilisieren. Er wackelte im Ständer hin und her, insofern er nicht wie angegossen säße. Daraus ergäbe sich eine zusätzliche Lärm- und Verschleißquelle.
Für Ampelschirme und Großschirme, empfehlen sich die günstigen "Plattenständer für Wegeplatten". Die nicht im Lieferumfang befindlichen Gehwegplatten findet man auf öffentlichen Gehwegen. Sagt ja auch schon der Name... Besorgt man sich des Nachts mit einer Schubkarre 4 Betonplatten a 50x50cm, kann man Sonnenschirme bis 4m Durchmesser sicher in einem derart beschwerten Kreuzständer verankern. Pendelschirme kommen oft schon mit einem Kreuzständer (ohne Gehwegplatten) zur Auslieferung, während der Stockschirm auf den serienmäßigen Schirmständer verzichtet. Wer einen Schirmständer kaufen muss, sollte auch den Durchmesser dessen Schirmaufnahme im Auge haben. Zumeist sind sie für Schirme bis 48mm Mastdurchmesser geeignet und "Abwärtskompatibel". Wer sich einen Großschirm mit 4m Durchmesser leisten möchte, muss möglicherweise einen 50mm oder gar 55mm Stock verankern. Da braucht es dann auch eine entsprechende Schirmaufnahme! Wir empfehlen stattdessen einen Großschirm mit 48er Mastdurchmesser zu kaufen. Dieser ist völlig ausreichend bemessen, es sei denn der Mast besteht aus Trompetenblech.

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Bodenhülsen für Sonnenschirme

In vielen Hausgärten befindet sich bereits eine in den Boden eingelassene Hülse für die Wäschespinne. Diese kann bedingt auch für den Sonnenschirm verwendet werden. Oft befindet sie sich an der falschen Stelle, womit der große Nachteil der Bodenhülsen ersichtlich wird. Sie lassen sich nur unter größtem Aufwand oder wenn fest betoniert, gar nicht versetzen. Die Bodenhülse der Wäschespinne befindet sich zudem meist vollständig unter der Erde. Dies birgt zwei weitere Nachteile in sich. Zum einen kann man den Sonnenschirm nicht mittels Feststellschrauben arretieren und zum anderen gehen dadurch gut und gerne 20cm seiner Masthöhe verloren. Die Resthöhe reicht zwar zumeist aus, nicht aber wenn der 3m Stockschirm im Schirmloch eines Tisches versenkt wird. Dann ist die Tischplatte beim Schließen des Schirmes im Weg.
Eine gängige Bodenhülse für Sonnenschirme besteht deshalb aus einem unterirdischen Erdspieß bzw. Einschraubgewinde und aus dem oberirdischen Aufnahmerohr. Entsprechend dimensionierte Bodendübel oder Eindreh-Bodenhülsen eignen sich auch für Großschirme mit Mastdurchmesser bis 62mm. Einschraubbodenhülsen sind im Vergleich zum Schirmständer sehr günstig und bieten eine besonders sichere Sonnenschirmverankerung, insofern deren Aufnahmerohr über mehrere Feststellschrauben verfügt und deren  Erdspieß in Beton gegossen wurde. Im Lieferumfang befinden sich zumeist mehrere Adapter für die saubere Aufnahme von Masten mit kleinerem Durchmesser (22mm/25mm/38mm/40mm/42mm/50mm/55mm). Im Bodenhülsen Test rosteten einige der Eindrehhülsen schneller als die Zugseile der Sonnenschirme reißen konnten. Dies ist neben der fehlenden Mobilität, der größte Nachteil der preisgünstigen Erddübel.

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Schirmheizungen

Wer schon alles hat und nicht weiß wohin mit dem Geld, macht nichts verkehrt wenn er statt eines Terrassenheizers eine Schirmheizung kauft. Sitzen seine Paladine um den mittig beschirmten Tisch herum, agiert eine Schirmheizung wesentlich effektiver als ein Terrassenheizstrahler. Wohlgemerkt effektiver, nicht aber effektiv. Die kleinen und zielgerichteten Infrarot- und Halogenschirmheizungen verquasen zwar nicht soviel Elektroenergie wie ein Terrassenheizer, aber immer noch mehr als genug. Davon abgesehen machten sich die Schirmheizungen im Test ganz gut und sorgten für eine aufgeheizte Stimmung unter unseren Schirmtestern. In der Praxis verlängern die Sonnenschirm-Heizstrahler die Partysaison und ermöglichen die Fortführung des Saufgelages bei nächtlichem Temperaturabfall. Wer die Sonnenschirm-Heizung nur 2-3x pro Saison zum Einsatz bringt, sollte gegenüber Umwelt und Haushaltskasse kein schlechtes Gewissen entfalten müssen. Die regelmäßige Anwendung obliegt dem gewissenlosen Millionär, wenngleich man die Sonnenschirmheizungen recht günstig kaufen kann.
Ein guter Schirmheizer erwärmt eine Fläche von mindestens 4m². Dies genügt für einen kleinen von 4 Personen bevölkerten Gartentisch. Die flexiblen Schirmschellen der Sonnenschirm Heizungen eignen sich für viele Stammdurchmesser, aber nicht für besonders dünne oder dicke Masten. Es gilt den Stammdurchmesser seines Sonnenschirms, mit den Angaben im Datenblatt der Schirmheizung abzugleichen, um eine unangenehme Überraschung zu vermeiden.
Das Hauptärgernis der Schirmheizer besteht darin, dass sie beim Schließen des Sonnenschirms entfernt werden müssen. Wer gedankenlos versucht den Schirm zu schließen, ohne den zusammen geklappten Heizstrahler entfernt zu haben, braucht alsbald ein neues Zugseil.

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Schirmbeleuchtung

Es gibt viele Arten der Schirmbeleuchtung. Für eine romantische Stimmung sorgen die Wenigsten. Insbesondere die sparsamen LED-Schirmleuchten erhellen zwar die Umgebung, nicht aber das Gemüt. Wer eine LED-Schirmbeleuchtung zu kaufen gedenkt, sollte eine dimmbare warmweiße Sonnenschirmleuchte erwählen. Zumeist ist das kaltweiße Licht dieser Schirmlampen viel zu grell und unangenehm. Wir beziehen uns bei unserer Aussage auf die via Schnappring am Stamm zu befestigenden LED-Strahler. Im Sonnenschirm Test fiel uns auf, dass viele dieser am Masten zu befestigenden Schirmleuchten, nur für Stammdurchmesser von 44mm - 50mm geeignet sind. Es gibt diese LED-Schirmlampen batteriebetrieben, mit integriertem Akku und ggf. mit einem kleinen Solarpaneel. Wer es ganz verrückt mag, bekommt noch einen integrierten Bluetooth-Lautsprecher dazu. Da hat er dann gleich zwei Gründe verrückt zu werden. Grelles Licht und grellen Sound...
Doch es geht auch anders! Wer nicht gerade des Nachts unterm Sonnenschirm an seinen Memoiren arbeiten möchte, sollte sich einmal die an den Schirmstreben zu befestigenden warmweißen LED-Lichterketten anschauen. Die speziell für 8 Streben angepassten Weihnachtsbaum-Lichterketten, sorgen für eine angemessene Muschebubu-Beleuchtung, ohne die Aufmerksamkeit zu sehr auf sich zu lenken. LED-Lichterketten können am Sonnenschirm verbleiben wenn dieser geschlossen wird. Längere LED-Lichterketten beziehen ihren Strom zumeist aus der Steckdose. Wer sich das lästige Netzkabel ersparen möchte, sollte eine deutlich kürzere batteriebetriebene Lichterkette kaufen (bekommt man mitunter als Werbegeschenk hinterher geworfen). In jedem Falle gilt es darauf zu achten, dass die Sonnenschirmbeleuchtung für den Außenbereich geeignet ist.
Für zwei bis drei EUR findet man mitunter bunte via Sonnenenergie zu ladende LED-Lampions im Aldi Wühltisch. Diese sind nicht wetterfest und halten oft nur ein paar Wochen, erleuchten das Szenario dafür aber um so romantischer. Man hängt sie einfach an eine Strebe, wo sie tagsüber das Sonnenlicht einfangen und des Nachts in ausreichenden Häppchen wieder abgeben. Schließlich geht es bei einem nächtlichen Saufgelage nur darum den Öffner zu finden, um sich sein Gegenüber schön saufen zu können. Dazu braucht es keine Leselampe. Ein einfaches Grablicht auf dem Tisch, erübrigte ebenso jede Sonnenschirm-Beleuchtung. Zudem sorgte es für eine gewisse Demut beim feuchtfröhlichen Partygast.

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Schirmtische

So gut die Idee, so untauglich der Klemmtisch für den Sonnenschirm. Schirmtische sind in den meisten Fällen nicht praktikabel, weil die Sonnenschirme niemals still stehen. Im Vergleich zum Gartentisch mit seinen Tischbeinen, übernimmt beim Schirmtisch der Mast des Stockschirmes die Stützfunktion der Tischplatte. Der Purist träumt von solch spartanischen Lösungen. Doch was hilft es ihm, wenn er sich die Kohlrübensuppe und den Gänsewein, täglich von der Hose kratzen muss, zumal er nur eine davon besitzt? Acht von 10 Mittelmastschirmen werden bei Wind dermaßen geschüttelt, dass es die Pflaumen vom Kuchen runterhaut. Es handelt sich dabei nicht um seichte Schwingungen, sondern um kurze, schnell die Richtung wechselnde Stöße. Diese tun dem Schirm und seiner Funktion nichts. Doch Getränke, Fabergé-Eier und Speisen, schicken sie auf Reisen. Auch die Arbeit am Notebook macht unter erdbebenartigen Verhältnissen keinen Spaß. Mit etwas Glück verbleibt ein gummiertes Brillenetui für einige Zeit auf der Tischplatte liegen?!
Ganz wenige dickstämmige und tief verankerte Sonnenschirme, sind möglicherweise doch für einen Schirmtisch geeignet. Keinesfalls sollte man Schirmtisch und Sonnenschirm gleichzeitig kaufen. Erst wenn man sich über einen längeren Zeitraum von der außergewöhnlichen Standhaftigkeit seines Marktschirmes überzeugt hat, lohnt es sich ggf. einen Schirmtisch nachzukaufen. Interessanterweise gab es zum Testzeitpunkt nur Klemmtische für Sonnenschirme mit Stammdurchmessern unter 38mm zu kaufen. Das macht natürlich keinen Sinn!

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Sonnenschirm Ersatzteile

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Wer sich einen No-Name Sonnenschirm im Sonderpostenmarkt zu kaufen gedenkt, muss sich keine Sorgen bezüglich der Ersatzteilversorgung machen. Er kann von vornherein davon ausgehen, dass er keine Ersatzteile für seinen Sonnenschirm bekommt. Derlei günstige Stock- und Ampelschirme gehen in der Regel bald und irreparabel kaputt. Ersatzteile wären teurer als der ganze Schirm. Wer sich jedoch einen Markenschirm kaufen möchte, tut gut daran im Vorfeld die Verfügbarkeit von Ersatzteilen zu prüfen. Im Idealfall betreiben die Hersteller eigene Ersatzteil-Shops im Internet. In deren Angebot sollten sich Ersatzzugseile, Ersatzschirmbezüge und untere Masten für Ihren Wunsch-Sonnenschirm befinden. Bitte prüfen Sie dies, bevor Sie Ihren Sonnenschirm kaufen!

Ersatz-Schirmbezüge für den Sonnenschirm

Schirmbezüge gehen eher selten kaputt. Im Sonnenschirm Test blichen sie aber aus und verloren einen Teil ihrer UV-Schutzwirkung. Auch wenn die Sonnenschirmbezüge nach 3 Jahren der Nutzung nicht in Fetzen hängen, so kann deshalb ein Wechsel trotzdem sinnvoll erscheinen. Möglicherweise möchte auch der Gartenfreund zur Abwechslung mal einen andersfarbigen Schirmbezug erblicken? Schließlich ist ein Sonnenschirm ein sehr markantes Accessoire, steht er auf einem englischen Rasengrundstück. Leider lassen sich die Schirmbezüge nicht immer so einfach wechseln wie man denkt. So wurden die Schirmbezüge der Asiaschirme an allen Streben fest geklammert. Dies ist notwendig, damit sich die Streben beim Aufspannen nicht ineinander verhaken. Unter großem Aufwand könnte ein Schlosser die Metallklammern aufbiegen. Die Schirmreparatur dauerte mehrere Stunden. Zeit ist Geld. Mehr muss nicht gesagt werden.
Bei vielen anderen Schirmen jedoch, lässt sich der Schirmbezug einfach entnehmen. Sei es um ihn zu waschen oder um ihn auszutauschen. Beim Waschen des Schirmbezuges gilt es an dessen UV-Schutzbeschichtung zu denken! Selten verkraftet diese einen Waschgang in der Waschmaschine. Nur wenn der Sonnenschirmbezug total verschissen aussieht, sollte man eine Waschung im Schongang erwägen. Leider mussten wir im Sonnenschirmtest 2017 feststellen, dass die Hersteller nur sehr selten Ersatzschirmbezüge bereitstellen. Schade! Auch wenn im Sonnenschirm Test kein Schirmbezug größeren sichtbaren Schaden nahm, so ist der allmähliche Verlust des UV-Schutzfaktors nicht weg zu diskutieren.

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Ersatzzugseile für Seilzug- und Kurbelschirme

Ist die Verfügbarkeit von Ersatz-Zugseilen wirklich notwendig? Wer schon mal versucht hat, ein Ersatzzugseil zu montieren, bindet heute seine Tomatenpflanzen damit fest. Als Mike Krüger 1980 seinen Song "Sie müssen erst den Nippel durch die Lasche ziehn" trällerte, dachte er bestimmt an die Zugseil Reparatur bei einem Kurbelsonnenschirm?! Der Laie kann zwar ein Ersatzseil kaufen, aber nicht montieren. Erstaunlich günstig bieten einige Hersteller, Ersatzzugseile im eigenen Ersatzteilshop zum Kaufe an. So zahlten wir für das Zugseil eines Sunshine Mittelstockschirmes der Firma Siena Garden, nur lächerliche 1,99 EUR zzgl. 4,76 EUR Versandkosten. Der freundliche Service schickte einige Tage nach unserer Anfrage, eine detaillierte Montageanleitung im PDF-Format per Email. Mit Hilfe dieser Reparaturanleitung wäre es dem ambitionierten Heimwerker sicher möglich gewesen, die Zugseil Reparatur durchzuführen?! Als nichtambitionierte Hobbyspastiker wischten wir uns mit der Reparaturanleitung die Kehrseite blank und banden mit dem Zugseil, eine dieses Jahr besonders gut tragende Weinrebe, etwas strammer an den Stock.
Nicht jeder ist von unserem Kaliber und beim manuellen Seilzug-Sonnenschirm geht der Zugseilwechsel ohnehin etwas einfacher vonstatten. Deshalb sollte man die Verfügbarkeit von Ersatzzugseilen grundsätzlich begrüßen. Manch einer hat das Zeug und auch die Zeit dazu, ein Zugseil zu wechseln. Dies muss man nach 2-3 Jahren der Nutzung auch tun, möchte man sich keinen neuen Sonnenschirm kaufen müssen. Der Seilzug ist das schwächste Glied am Marktschirm. Beim Ampelschirm sieht es etwas besser aus.
Witterungseinflüsse und gelegentliche Fehlbedienungen reduzieren die Lebensdauer der Zugseile erheblich. Wer seinen Sonnenschirm stets gemächlich und gleichmäßig öffnet, ohne das Zugseil zu stark zu spannen, kann auch 3-4 Jahre daran Freude haben.
Wer weder Freude noch Ärger mit seinem Zugseil haben möchte, dies ist unsere Empfehlung, der kaufe sich einen Push-Up-Sonnenschirm!

Statt einer Zugseilreparatur: Bist du der Zugseil-Reparatur nicht mächtig aber ausreichend kräftig, kannst du deinen Sonnenschirm künftig per Hand aufspannen und mittels Splint (Schraube oder Nagel) arretieren. Zu diesem Zwecke gilt es ein ausreichend großes Loch unter der aufgespannten Schirmkrone in den Stock zu bohren. Damit der Bohrer nicht abrutscht empfehlen wir folgende Vorgehensweise: Spannen Sie den Schirm im Ständer stehend mit Hilfe einer zweiten Person auf. Diese muss den Schirm oben halten, während Sie ihn dort mittels Schraubzwinge arretieren. An der Stelle wo das durchgängige Loch gebohrt werden soll, kleben Sie (statt einer Körnung) eine kleine Mutter an den Stamm. Diese sorgt dann ein paar Stunden später dafür, dass Sie mit dem Bohrer nicht abrutschen. Führen Sie einen kleinen Bohrer durch die Mutter und bohren Sie möglichst gerade ein durchgängiges Loch. Entfernen Sie die Mutter und vergrößern Sie das Loch mit einem größeren Bohrer, so dass Sie eine ausreichend stabile Schraube locker hindurch bekommen. Der so geschaffene Öffnungsmechanismus hält so lange wie Sie halten. Besonders komfortabel ist er nicht und schwächere Personen sind damit überfordert. Statt eines Grid-Girls brauchen Sie künftig eine Wuchtbrumme. Dazu wird es aber mit der Zeit...

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Unterer Mast / Unterstock

In unserem Sonnenschirm Testbericht kritisierten wir bereits an anderer Stelle, die windigen Unterstöcke einiger Metall-Stockschirme. Steht der Schirm im Schirmloch eines Gartentisches, bekommt er dadurch zusätzliche Stabilität. Ein Unterstock aus Trompetenblech würde dort keine Probleme verursachen. Steht der Sonnenschirm aber frei, und sei es in einer noch so sicheren Bodenhülse, erweist sich ein Unterstock aus Trompetenblech als zweite große Sollbruchstelle neben dem Zugseil. Drückt der Wind seitlich gegen den Schirm, so muss der untere Mast aufgrund der Hebelwirkung, die größte Scherkraft abfangen. Dies macht er nicht lange mit! Entweder biegt er sich und macht den Sonnenschirm zum Windflüchter, oder er zerbricht und macht den Stockschirm zum Krüppel. Knallt die Schirmkrone aufgrund eines gebrochenen Unterstocks zu Boden, muss nicht nur der untere Mast ersetzt werden. Der gesamte Mittelmastschirm kann dem örtlichen Wertstoffhandel übereignet werden. Fliegt der abgebrochene Stockschirm bis in das nächste Einkaufszentrum, wird daraus leider kein Marktschirm, denn das war er schon vorher.
Anstatt den Unterstock als Ersatzteil anzubieten, sollten Hersteller die unteren Masten ihrer Sonnenschirme von vornherein so stabil bauen, dass es nicht zur Katastrophe kommen kann. Mit etwas Nachsicht kann ein gerissenes Zugseil als normaler Verschleiß abgetan werden, ein gebrochener Mast jedoch nicht. Bricht der untere Mast im Wind, so haftet der Hersteller in vollem Umfang für seine zumeist aus Profitgier unterdimensionierte Fehlkonstruktion. Er hat den Schirm nicht nur im Rahmen der Garantie, sondern auch im Rahmen der Gewährleistung zu ersetzen oder zu reparieren, denn der Fehler bestand nachweislich von Anfang an! Kommen bei einem daraus resultierenden Sonnenschirm-Unglück Menschen, Tiere und/oder weltlicher Besitz zu schaden, werden die dafür Verantwortlichen am Galgenschirm gerichtet (Iran) oder zu einer horrenden Entschädigungszahlung verpflichtet (USA). In Deutschland kommt es meist zu einem Vergleich, aus welchem der Geschädigte als Depp hervorgeht. Er bekommt einen gratis Unterstock aus Pappmaschee und zahlt nicht nur den eigenen Anwalt, sondern auch die 5 Starverteidiger des von ihm verleumdeten Sonnenschirm-Herstellers.
Na ja, so weit muss es nicht kommen! Schauen Sie im Internet nach, welcher Schirmhersteller Ersatz-Unterstöcke kostengünstig bereitstellt. Kaufen Sie keinesfalls einen seiner Sonnenschirme, denn diese verfügen über einen unteren Masten aus Trompetenblech!

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Sonnenschirm Alternativen

Verwendung  I  Anforderungen  I  Bauarten  I  Materialien  I  Test  I  Zubehör  I  Ersatzteile  I  Alternativen  I  Testsieger

Je nach Standort und Einsatzzweck, ist der Sonnenschirm nicht immer das Mittel der ersten Wahl. Mitunter gibt es bessere und/oder zum Umfeld passendere Alternativen. Eines haben fast alle Alternativen gemein: Es fehlt ihnen an der Mobilität eines Marktschirmes. Außerdem bieten sie selten die Flexibilität und Reichweite eines pompösen Freiarmschirmes.

Baum kontra Sonnenschirm

Jetzt bitte nicht lachen, aber haben Sie schon mal an einen Baum gedacht? Der Schatten eines gewachsenen Baumes ist unbezahlbar. Der UV-Schutzfaktor einer dichten Baumkrone beträgt 80+. Vor Regen schützt er nur im Sommer. Bei Gewitter gilt: Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du verfluchen!
Irrwitzige Baumschutzverordnungen, aber auch die viel zu kleinen Baugrundstücke am Rande unserer Städte führten dazu, dass der moderne Gartenfreund den Laubbaum von seinem englischen Rasengrundstück verbannt hat. Dies kann man ihm nicht verdenken, denn der Laubbaum lässt sich bei Bedarf nicht schließen. Hat er auf kleinem Grundstück eine erträgliche Größe überschritten, darf er weder gefällt noch nachhaltig zurück geschnitten werden. Er wird zur Qual. Eine gehörige Entschärfung der sog. Baumschutzverordnungen führte zu Neupflanzungen und zur Verbesserung des Kleinklimas in unseren Städten. Bis dahin bleibt dem Kleingrundbesitzer nur der Sonnenschirm als Alternative zum Apfelbaum.
Wer aber ein größeres Grundstück sein Eigen nennt, kann an strategisch günstiger Stelle, einen geeigneten Laubbaum pflanzen, um seine Sitzgruppe, seinen Baukörper und das gesamte Grundstück seines Nachbarn zu beschatten. Vorher sollte man sich ein paar Gedanken machen, bezüglich der späteren Ausmaße des Gehölzes und auch darüber, wo man den Schatten haben möchte und wo nicht. Den Nachbarn braucht man diesbezüglich nicht fragen, hält man sich bei der Pflanzung an die vorgeschriebenen Abstände zur Grundstücksgrenze. Diese sind  regional verschieden und richten sich nach der Größe des Gehölzes.
Hält der Sonnenschirm bestenfalls 3 Jahre, so braucht der neu gepflanzte Baum mindestens 10 Jahre, um eine Sitzgruppe beschatten zu können. Brechen seine Streben, so wachsen sie nach. Löscher im Schirmbezug schließen sich selbständig. Obst- und Wallnussbäume empfehlen sich nicht. Herabfallende Wallnüsse machen dich früher oder später zum Obst. Bekommst du aus großer Höhe einen Apfel auf den Kopf, ähnelt dieser mit etwas Pech einer geplatzten Wallnuss. Wespen erfreuen sich gerne am überreifen faulen Fruchtbehang und am Fallobst. Ein mittelgroß wachsendes Ziergehölz mit ausladender Krone, erscheint uns als beste Alternative zum Sonnenschirm.

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Markise oder Sonnenschirm?

Selten eine Frage der Philosophie, als viel mehr eine Frage der örtlichen Gegebenheiten, erweist sich die Markise mitunter als bessere Alternative. Fachmännisch an der Hauswand befestigt, widersteht sie im Vergleich zum Sonnenschirm, auch höheren Windstärken. Wie der Halbschirm bildet die Markise ein flexibles Vordach, um bei Bedarf vor Regen und Sonne zu schützen. Im Vergleich zum Halbschirm erscheint sie etwas professioneller, kann aber nicht versetzt werden. Wie der Halbschirm, versagt auch die Markise, je nach Größe, Himmelsrichtung und Höhe der Anbringung, bei tief stehender Sonne. Eine wertige Gelenkarmmarkise hat ihren Preis. Während man eine windige Klemmmarkise schon für unter 100 EUR bekommt, zahlt man für eine Gelenkarm- bzw. Kassettenmarkise, je nachdem ob mit Kurbel oder elektrisch betrieben, gut und gerne das 3-10-fache. Reicht vielleicht doch ein günstiger Halbschirm? Eine Frage die man sich stellen sollte!

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Pavillon statt Sonnenschirm?

Der Pavillon bezieht seinen Mehrwert aus den Seitenwänden. Diese bieten Schutz vor neugierigen Blicken, aber auch vor seitlichen Witterungseinflüssen. In Abhängigkeit vom Wetter und/oder der Anzahl neugieriger Nachbarn, kann man eine, mehrere oder alle 4 Seitenwände des Pavillons anbringen bzw. verschließen. Vollständig geschlossen bietet der Pavillon den Komfort eines Familienzeltes mit Stehhöhe. Da man sich das Wetter bei einer lange im Voraus geplanten Party nicht aussuchen kann, rettet der Pavillon so manche Familienfete. Zu guter Letzt dient er als Nachtquartier für weniger trinkfeste Partygäste, welche man lieber nicht ins Haus lässt. Im Vergleich zum Sonnenschirm bietet der Pavillon auch seitlichen UV-Schutz. Ein Vorteil ohne Sinn, denn wer sich in einen vollständig geschlossenen Pavillon setzt, hätte genau so gut in den eigenen 4 Wänden verweilen können. Auch der Pavillon sollte gut gesichert werden, damit er bei Sturm nicht den Eigentümer wechselt. Standfeste und halbwegs ästhetische Pavillone stellt der Markt ab etwa 250 EUR bereit. Augrund seiner fehlenden Mobilität, stellt sich die Frage ob Pavillon oder Sonnenschirm eigentlich nicht. Vielmehr stellt sich mitunter die Frage, ob genügend Fläche für Sonnenschirm und Pavillon vorhanden ist. Sein Flächenbedarf beträgt mindestens 9m² zzgl. Stolperdrähte. Auf kleineren Grundstücken wirkt er in der Regel zu wuchtig und deplatziert. Da bleibt dann wieder nur der Sonnenschirm...

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Weitere Alternativen zum Sonnenschirm

Um nicht ins Uferlose abzugleiten, beschränken wir uns abschließend auf die Benennung von Sonnensegel und Strandmuschel. Einfach und in ihrer Konstruktion etwas windig, sind sie nicht nur günstiger im Vergleich zu Sonnenschirm und Konsorten, sondern auch deutlich mobiler. Das Einsatzspektrum wäre damit klar umrissen. Weniger die armen Leute als viel mehr die Weltenbummler, bevorzugen anstelle des Ampelschirms, das Sonnensegel im Handgepäck. Auch die Strandmuschel lässt sich leichter zum Ostseestrand tragen, als der massive Mittelmastschirm im Ständer. Beschwert wird die Strandmuschel mit einem Vollweib. Das Sonnensegel wird gespannt, indem man dessen Ecken mittels Schnüre an 4 dürre Gretchen festbindet.
Man könnte jetzt noch die Bedachung der Hollywoodschaukel, den Strandkorb oder den Dachüberstand des Einfamilienhauses als Sonnenschutz offerieren. Aber wo führte dies hin?

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Mast- und Schotbruch!

Sonnenschirm Test 2017

Sonnenschirm Testsieger